Lara Marend - HaarLos

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Hannah (25) schneidet Haare und träumt dabei ein wenig vor sich hin. Benjamin (34) kommt einmal im Monat zu ihr in den Friseursalon, um sich eine ordentliche Frisur verpassen zu lassen. In den dabei stattfindenden Gesprächen kommen sich Friseurin und Kunde allmählich näher.

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Ihr bleibt die Luft weg. Zuerst unterstellt er ihr Geldgier, jetzt auch noch Männerlosigkeit und zu hohe Ansprüche! Obwohl er ihre geheimen No-gos gar nicht kennt! „Überlegt habe ich schon“, unterbricht sie ihn streng, „bei einer solchen Show mitzumachen.“ Soll er von ihr denken, was er will. Sie beginnt betont sachlich die Deckhaare, ordentlich mit dem Kamm hochgehalten, in einem leichten Bogen zu kürzen und unterbreitet ihm mit der Wollust einer Skandalnudel ihre geheimsten Gedanken. Er braucht ja nicht zu ahnen, wie sehr das, was sie sagt, der Wahrheit entspricht. „Ich meine, dahinzuwandern und sagen zu können: alles meins, das hat schon was. Wälder, Felder, die Häuser der Neubausiedlung... “

Er weiß es natürlich besser und zeigt sich von ihrem Grundbesitz, den sie allerdings nur im Geiste besitzt, unbeeindruckt: „Ich verstehe überhaupt nicht, was Sie am Land so toll finden. Diese tödliche Stille, keine Unterhaltung, keine lebendigen Menschen rundum, die mit Taten und Einfällen Leben in den Alltag bringen, wie nur Menschen das können mit ihrer Vielseitigkeit und ihren Überraschungen. Stattdessen Tiere, die man nicht versteht, mit denen man sich nicht unterhalten kann. Das muss doch unglaublich langweilig sein.“

„Hm.“ Ganz unrecht hat er wohl nicht. „Vielleicht hielte ich es auch nicht aus, nur über Wald und Wiesen zu stapfen und Schafe zu streicheln.“

„Oder sie zum Schlachthof zu fahren, von etwas müssten Sie ja leben!“

„Stimmt, stimmt.“ Das ist nicht von der Hand zu weisen, doch so leicht will sie ihn nicht davonkommen lassen: „Aber geben Sie zu, privat lieben Sie die Ruhe, Sie wohnen außerhalb, irgendwo im Grünen…“

„Entenbachgasse.“ Seine Antwort kommt wie aus der Pistole geschossen. Die liegt wirklich mitten in der Altstadt.

„Oh, naja, dann wäre das Land mit Bäuerin wahrscheinlich nichts für Sie…“ Aber ein bisschen Aufmüpfigkeit darf sein: „Sie müssten sich an eine Frau heranmachen, die ein Café besitzt oder ein großes Haus mitten in Feldkirch, in dem man unten im Keller eine Bar einrichten könnte…“

„Das habe ich schon“, lacht er, “eine Frau mit einem Café“.

Verstohlen schielt sie auf seine Hände. Kein Ehering, aber das besagt gar nichts. Viele Leute heiraten nicht, sondern ziehen Lebensgemeinschaften der Ehe vor. Oder verlieren demonstrativ den Ring. Beim Schifahren, in Menschenansammlungen und neben offenen Kanaldeckeln. „Dann haben Sie ja das gemacht, was Sie mir vorgeworfen haben: sich eine Frau gesucht, die einen ansehnlichen Besitz hat. Das erklärt auch, warum Sie keine Zeitschriften lesen. Für kleine Prinzen interessieren Sie sich nicht und für die Welt des Geldes müssen Sie sich nicht interessieren, weil Sie … alles haben, was Sie gern hätten.“

Der Blick, den er ihr über den Spiegel zuwirft, ist begriffsstutzig. Sie grinst. Es sieht so aus, als weigerte er sich, sie zu verstehen, aber endlich ziehen sich auch seine Mundwinkel nach oben: „Eins zu Null für Sie. Zuvor müsste ich allerdings einen Mord begehen.“

Sie stutzt, das Thema ist ernst, doch er scheint zu spaßen. Ein Mord! „Mit Messer oder Gift? Woran haben Sie gedacht? Ich staune, dass Sie so offen sind. Das gibt mir die Möglichkeit, Sie irgendwann ans Gesetz auszuliefern und mich Ihnen gegenüber schon jetzt als der bessere Mensch zu fühlen. Sie haben mir vorgeworfen, eine Ehe für einen Bauernhof eingehen zu wollen, Sie dagegen würden sogar morden !“

„Zwischen einer Zweckehe und einem Mord besteht kein großer Unterschied.“

„Aber hallo?“ Vergnügt legt sie Schere und Kamm zur Seite und greift nach dem Rasierer, um die Nackenhaare zu kürzen: sein Haaransatz reicht ein Stück weit den Hals hinunter, man sollte zumindest eine Weile lang kein Gestrüpp dort wachsen sehen. Zeitgleich legt Analena die sauberen Handtücher übereinander, das Kind, dem Lea die Haare geschnitten hat, darf sich im Spiegel bewundern, die Chefin greift nach dem langen Schwenkarm einer der beiden flachen, violett getönten Trockenhauben, zieht sie von der Decke und über den Kopf der betagten Dame.

Der Rasierapparat in ihrer Hand surrt, das eintönige Geräusch macht ihn offensichtlich denkfaul. Lange braucht sie für das Rasieren nicht, schon legt sie das Gerät zur Seite, streicht mit der flachen Hand über die Haarspitzen an seinem Scheitel, verwirft die Idee, den Föhn zu zücken - in Räumen hält sich die dampfige Sommerhitze länger als im Freien - und entfernt stattdessen mit einer weichen Bürste die Haare von Hemdkragen und Stoff der Strickjacke. Zuletzt holt sie die hinter den kleinen Ohren versteckten hervor.

Die runzlige Frau unter der Trockenhaube räuspert sich laut und ausgiebig. Vermutlich ist sie von altem italienischem Adel, schon seit Jahrzehnten verwitwet und derzeit in einen Vor-Erbstreit mit ihrem einzigen Neffen verwickelt.

Vorsichtig öffnet Hannah den Klettstreifen des Umhangs am Hals und nimmt ihn weg, darauf bedacht, die abgeschnittene Haarpracht nicht über die Hose des Erbschleichers zu streuen.

„Sie ist übrigens meine Schwester“, lässt er sich ziemlich unvermittelt vernehmen.

Der Neffe der alten Dame ist hartnäckig, sie sitzen bereits vor dem Anwalt, sie kann seinem Gedankengang nicht folgen. „Wer?“ fragt sie verwirrt.

„Die Frau mit dem Café. Die kann ich nicht heiraten. Das Café gehört meiner Schwester.“

„Ach so.“ Schnell entsinnt sie sich ihrer guten Manieren. „Entschuldigen Sie, ich wollte Ihnen nicht ernsthaft unterstellen …“

„Wer weiß, vielleicht haben Sie trotzdem Recht, was meine unlauteren Motive anbelangt. Es gibt ja noch andere Frauen mit Bars oder Cafés.“

Sie lacht. Der Chemiker als Schürzenjäger? „Sie sind auf der Suche.“

„Das war mir nicht bewusst, aber möglicherweise ist es genau so. Jagen wir nicht alle unseren Träumen nach?“

„Natürlich. Aber der eine jagt verbissener, der andere gelassener.“ Sie fischt den kleinen, runden Spiegel vom Haken an der Wand, hält ihn nahe an seinen Hinterkopf und fragt, ob der Schnitt so passt.

„Wunderbar.“ Träge steht er auf. „Was bin ich schuldig?“

Sie verstaut den Spiegel und schielt zur Chefin hinüber, denn manchmal übernimmt die das Kassieren noch. Vera merkt auf, nickt ihr kurz zu, was besagt `Mach du nur´, um im nächsten Moment Analena zu erklären, was beim Haare waschen außerdem zu beachten sei. Also gibt sie dem Kunden selbst die zu zahlende Summe bekannt, nimmt das Geld entgegen, das er wie alle Männer in der hinteren Gesäßtasche verwahrt, und zahlt ihm das Restgeld aus. Er drückt ihr fünf Euro Trinkgeld in die Hand, fischt seinen Knirps aus dem Schirmständer, verabschiedet sich und zieht noch im Gehen das stumm vibrierende Handy aus der Hosentasche.

Im Salon verharrt sie einen Moment lang reglos und starrt auf den Schein in ihrer Hand. Fünf Euro sind viel. Offensichtlich glaubt er, sie mit Geld beeindrucken zu können, was ja ganz seiner Meinung über ihre Prioritäten entspricht. Ihr Sparschwein zeigt sich beim Versuch, den Schein in den schmalen Schlitz zu stopfen, trotzdem beeindruckt. Es haust neben zwei anderen (die Chefin mästet ihres nur heimlich), gleich neben dem Terminkalender und beguckt seine Besitzerin aufmerksam. Und ein bisschen satt. Sie sah sich im Salon um und überlegt, was als nächstes zu tun sei.

Inzwischen ist er, den Anruf nach einem kurzen Blick weg drückend, in die kühle Luft hinausgetreten und um die nächste Hausecke verschwunden. Hannah kann ihn nicht mehr sehen. Sie sieht auch nicht, wie er in der Marktgasse auf eine schlanke, junge Frau mit langen brünetten Locken und einer Jacke aus einem dicken, teuren und orangeroten Wollstoff zueilt. Sie hat unter den Lauben auf ihn gewartet. Er umarmt sie und drückt ihr demonstrativ einen Kuss auf den Mund. Schon löst sie sich aus der Umarmung und betrachtet ihn auf Armeslänge. „Gut schaust du aus.“ Anerkennend streifen ihre Finger durch seine kurzen Haare. „Endlich wieder einmal ein richtig schöner Schnitt. Die Friseurin, die das gemacht hat, musst du dir warmhalten, die kann was!“

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