Katja Pelzer - Wie schaffen das die Schwäne?

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Stell Dir vor, Du trennst Dich, wohnst aber weiterhin mit Deinem Mann und Deinen Kindern in derselben Wohnung, weil ihr Euch keine zweite in der Preislage leisten könnt. Genauso geht es Hannah und Philipp. Das nennen sie ganz erwachsen und vernünftig: Trennung unter dem gemeinsamen Dach. Ihre Kinder, Patrick und Lena, finden das einerseits beruhigend, andererseits megabescheuert. Es dauert nicht lange und es geht drunter und drüber.

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Dass diese jungen Kerle einen immer und immer wieder daran erinnern müssen, dass man alt geworden ist. Sie wundert sich doch selbst allmorgendlich über diese fremde Frau mit ihrem feinziselierten Gesicht und den müden Augen, die ihr aus dem Spiegel entgegen schaut. Die hat ja nun wirklich nichts mit der Gila zu tun, die sie einst war.

Wenn der Polizist wüsste, was für eine Schönheit sie gewesen ist. In ihrer Jugend hätte sie jeden Mann haben können. Aber sie hat sich für Enno entschieden. Und hat es an nur sehr wenigen Tagen ihres Ehelebens bereut. Er ist immer ein guter Mann gewesen.

Bis jetzt.

„Danke, dass Sie meinen Mann nach Hause gebracht haben“, sagt Gila, streckt wiederum ihren Arm nach Enno aus und hofft, dass die Sache jetzt erledigt ist.

„Gern geschehen“, sagt der andere Polizist, er ist etwas älter als sein Kollege, etwas weniger attraktiv, aber dafür etwas freundlicher. Dein Freund und Helfer, denkt Gila. Da scheint manchmal ja doch noch etwas dran zu sein.

Sie würde ihnen an einem besseren Tag vielleicht noch einen Kaffee anbieten. Aber den Jüngeren mag sie nicht und nach dem Schrecken ist sie ohnehin zu erschöpft. Sie will, dass die Beiden verschwinden.

Energisch zieht sie ihren Mann in die Wohnung und der lässt es geschehen. Dann schließt sie die Tür vor den Nasen der beiden Beamten. Sollen die doch denken, was sie wollen! Gila hat sich schließlich nichts zu Schulden kommen lassen. Und auch Enno nicht.

Der wirkt ebenfalls ganz erschöpft. Sagt die ganze Zeit kein Wort. Aber jetzt tappt er zu seinem geliebten Wohnzimmerohrensessel und lässt sich seufzend hineinplumpsen. Er schließt die Augen und atmet tief durch. Dann öffnet er seine Augen wieder und lässt sie durch den Raum schweifen, wie Suchscheinwerfer, bis sie Gila gesichtet haben.

Gila setzt sich Enno gegenüber aufs Sofa. Sie ringt sich ein Lächeln ab, nach dem ihr nicht ist. „Ich hatte dich doch längst gefunden. Warum tust du mir das an? Jetzt, wo unsere gemeinsamen Tage gezählt sind, muss ich dich wieder suchen“, sagt sie. Ihr ist zum Heulen. Trotzdem lächelt sie tapfer weiter.

Enno schaut sie nur emotionslos an, als verstünde er den Sinn ihrer Worte nicht. Er sagt noch immer nichts. Aber in seinem Kopf ist jede Menge los.

Lena

Zum ersten Mal ist er ihr bei einer dieser Fridays-for-Future-Demos aufgefallen. Der lange, etwas schlaksige Typ mit den dunklen Haaren, dessen Strähnen ihm immer wieder in die dunklen Augen fallen.

Hin und wieder hat sie seinen brennenden Blick auf sich gespürt. Wenn sie zu ihm geschaut hat, hat er schnell weggeguckt.

Er ist in Patricks Klasse. Glaubt sie zumindest.

Aber ihr ist lieber, dass ihr Bruder nicht weiß, dass er ihr gefällt, also kann sie ihn nicht fragen.

Sie haben ein gutes Verhältnis, Patrick und sie, aber wenn er etwas davon mitkriegt, hat sie keine Ruhe mehr. Und außerdem wird er es dem Typen sicher weitersagen. Da ist er eben doch der nervige große Bruder.

Seit Mama und Papa sich getrennt haben, ist er manchmal komisch und irgendwie schräg drauf.

„Ich finde natürlich total doof, dass die Beiden nicht mehr zusammen sind. Klar! Aber wenn sie sich schon trennen, dann soll auch einer gehen“, sagt er jedoch auch. Aber nur zu Lena.

Mama und Papa gegenüber würde er das natürlich so deutlich nicht sagen.

Lena und Patrick kennen das ja schon von ihren Klassenkameraden und -kameradinnen. Viele Eltern sind geschieden.

„Davon geht die Welt nicht unter,“ sagt Patrick immer. „Dass sie in den gemeinsamen vier Wänden eigene Wege gehen, finde ich voll krank. Ein klarer Cut wäre echt besser!“

Lena hat ihn nur erstaunt angeschaut, als er das gesagt hat. Er ist so erwachsen, dachte sie, als sie zum ersten Mal ausführlicher darüber gesprochen haben, er und Lena.

„Das muss die beiden doch krass viel Kraft kosten, sich immer noch täglich zu sehen, obwohl sie nicht mehr zusammen sind! Es gab ja offensichtlich einen Grund, warum sie sich getrennt haben. So ist es doch echt bescheuert. Nichts Halbes und nichts Ganzes“, das hat er auch noch gesagt.

Patrick ist halt Schulsprecher. Er ist lösungsorientiert und pragmatisch veranlagt. Rational.

Das kann Lena nur teilweise nachvollziehen.

„Ich finde es eigentlich ganz schön, dass wir alle zusammenbleiben. Ich mag es natürlich auch nicht, wenn Mama und Papa streiten. Klar ist es schöner, wenn es zu Hause friedlich und harmonisch ist und Mama und Papa sich lieben und zusammenhalten, so wie sie sich das mal versprochen haben, als sie geheiratet haben. In guten wie in schlechten Zeiten halt.“

Patrick nennt das „Blütenträume“. Und das nimmt Lena ihm schon übel. Sie ist ja nicht doof und auch kein kleines Kind mehr.

Aber egal.

Sie mag ihn trotzdem, ihren großen Bruder. Sie ist stolz auf ihn. Auch weil er Schulsprecher ist. Alle ihre Freundinnen sind in ihn verknallt:

„Er ist so gediegen, voll fame“, hat ihre beste Freundin Matilda mal gesagt.

Wie albern. Aber na ja, sie versteht es auch.

Philipp

Es ist schon länger als sein halbes Leben her, er war fünfzehn – so alt wie seine kleine Lena – da schloss Philipp sich einer Gruppe von Wandervögeln an.

Er wollte seiner behüteten Kindheit entkommen. Wollte Abenteuer erleben wie Karl Mays Old Shatterhand.

Auf einer Wanderung entlang eines Flüsschens in Alaska beobachtete er Sockeye Lachse, wie sie im kaum knöcheltiefen glasklaren Wasser gegen die Strömung und große wie kleine Wasserfälle ankämpften um zu ihren Ursprüngen zurückzukehren. Jenen Gewässern, in denen sie einst aus dem Laich geschlüpft waren und wohin sie nun ihrerseits zurückkehrten um sich fortzupflanzen.

Er spürte die Kraftanstrengung, die sie aufbringen mussten förmlich am eigenen Körper.

Ihr herzzerreißender Anblick und wie sie sich aufbäumten, das nahm ihn mit. Es war ihm als stellten diese kämpfenden und teilweise springenden Fische eine Allegorie auf die Härten des Lebens dar.

„Nicht jeder von ihnen erreicht auch das Laichgewässer“, erklärte ihnen ihr Wandervogelanführer.

Im Eifer des Gefechts lösten sich bei einigen Fischen rote Hautfetzen, andere wurden immer wieder ganze Stufen zurückgeworfen.

Wieder andere wurden von Raubvögeln oder Bären verschlungen, denen sie förmlich in den Schnabel oder ins Maul sprangen.

Beim Anblick der tapferen Wasserwesen beschloss Philipp alles Erdenkliche zu tun damit weder er noch seine Nachkommen es jemals so schwer haben würden.

Er schwor sich Leichtigkeit.

Um diese zu erreichen und zu unterstreichen, lernte Philipp, sobald er wieder zu Hause in Deutschland war, die Kunst des Faltens von Papierflugzeugen.

In kürzester Zeit konnte er sämtliche Typen falten.

Mit jedem Falz und jedem erfolgreichen Flugmanöver wurde er optimistischer und wähnte sich seinem Ziel näher.

Die Verwunderung seiner Eltern schüttelte er ab.

Patrick

Seit Patrick denken kann, ist sein Vater für ihn da gewesen.

Er hat ihm Geschichten vorgelesen. Mit ihm Fußball und Mensch-Ärgere-Dich-Nicht gespielt und er wusste immer auf alles eine gute Antwort.

Aber am glücklichsten war Patrick, wenn sein Vater mit ihm Papierflugzeuge bastelte. Sie flogen so toll und weit und waren so lange haltbar, dass die Freunde, die Patrick besuchten, es oft auch lernen wollten.

Patrick war so stolz gewesen, in diesen Augenblicken. Ihm war dann bewusster denn je, dass sein Vater cool war. Cooler als all’ die anderen Väter.

Doch seit ein paar Monaten hat sich Patricks Meinung gegenüber seinem Vater gewandelt.

Er hat plötzlich nicht mehr das Gefühl, als hätte Philipp auf alles eine Antwort.

Im Grunde kommt es ihm so vor, als wüsste sein Vater nicht einmal besser über das Leben Bescheid als er, Patrick.

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