Roma Hansen - Sonne satt

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Zauberhafter Esprit und bodennaher Wildwuchs im Herzen von Madeira. In ihrer Quinta, gelegen in der Bergwelt von Ponta do Sol, zeigen vier Frauen und zwei Männer Gemeinschaftsgefühle längs eines Mitbringsels der weltweiten Wetterlage im Jahr 2010, und einem Plattfuß am Jeep. Der Kinderstreich aus der Insel-Nachbarschaft ruft sie in den übergeordneten Plan für ihr Trend-Projekt 'der Generation vielfarbiger neuer Alter' im Abenteuer von Freundschaft und Liebe.

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Vor der Gärtnerei schaltet Leo neben Margaritas erdverkrustetem Moped den Motor ab. Ein rostiges Ausstellungsregal sehend, mit Blumentöpfen bestückt, bemerkt Leo dahinter im Glas die Sprünge und Rahmen mit Pappen ausgefüllt. Den Boss vermutet sie in der Mittagssonne und lauen Luft dösen, lieber, als sein Gewächshaus zu reparieren. Kein Vergleich mit den an allen hektischen Tagen einen Schlips tragenden Berliner Bankern.

Margarita eilt in wiegendem Gang heran, ihre grüne Schürze in den Jeansbund krumpelnd. An den Wangen ziehen feine Falten ihre Frühjahrsbräune in ein frohes Grinsen.

„Ola, Berliner Weiße!“, ruft sie schon, ihre Hände strecken erdige Haut vor, sodass Leo kommentiert: „Hallo, Landei!“ Sie zieht den Helm ab, reckt dann beide Arme zur Begrüßung, und ulkt fröhlich: „Dein Stutenfohlen funktioniert noch?“

Margarita nickt über der prächtigen Leihmaschine, Leo hält es nicht mit ihrer Denkart.

„Bergaufwärts könnte ich zwar Blumen pflücken, aber für die WG sind drei Schadstoffschleudern genug. Sei willkommen, liebe Freundin, nur leider ist meine Mittagspause um und mir stehen, im Vergleich zu dir, vor Eile die Haare zu Berge.“

„Wie das? Gehen Madeiras Uhren doch wie im Rest der Welt?“

„Nur sonst nicht, uns piekt der Auftrag zum Blumenfest, und der Chef lässt auch die grundlegenden Schäden bearbeiten. Kurz ist er fort, bin knapp erlöst.“ Durch ihr kinnlang braunes Haar streichend, fragt Margarita dann: „Magst du sehen, wie weit wir sind? Drei zusätzliche Arbeiter ernten an den Terrassen unten Paradiesvogelblumen, die Anfang März im Temperatursturz eines zweistündigen Hagelsturms brachen. Der Boss beaufsichtigte die quasselnden Kerle, ihn respektieren sie, so lange er ihnen den Rücken nicht zudreht. Mir ein Gräuel, aber nun muss ich hin.“

„Dein Meister liegt nicht im Streicheln seines Egos hinter dem ramponierten Gewächshaus?“ Leo schlägt eine Parallele, und sprudelt hervor: „Freilich wirkt es nicht so zerstört wie Chile vom verheerenden Erdbeben und dem Tsunami am 27. Februar. Diese Warnung ging an Australien, Hawaii und Japan, und flatterte in unsere Bank. Zu aller Aufatmen kam die befürchtete Höhe nicht an. Die Saison der Tornados ab April in USA lässt mit Weiterem rechnen. Hier schiebe ich dergleichen weg, ebenso alle in rote Zahlen gehende Immobilienfonds.“

Ins Azurblau, in den Strahlenkranz des Feuerballs blinzelt Leo. Ihre weißen Vorderzähne blitzen im Mund über ihrem spitzen Kinn, an das sich im Senken weißgrau ihr Haar wellt.

„Ihr steht alle am Schlauch - ich bin weg vom Krötenkrampf! Die Sonne scheint satt, komm schon, seil dich mit mir ab!“

Grinsend zuppelt Margarita an Leos Jackenverschluss, wobei sie die dunklen Ränder kurzer Fingernägel präsentiert.

„Ich wage es nicht. Heute streichelt der Meister keinen und am wenigsten sich selber. Aber zwinkert er, dann vibriert auch etwas Erotik für mich.“

„Ah? Entsichert er seine Managermaske? Und regt sich was?“

„Noch ist der Gärtnermeister eine fette Raupe, schlüpft er zahm, rank und schlank, dann vielleicht. Bis dahin fälteln sich meine Hände wohl noch mehr auf.“

Leo stampft mit den Stiefeletten an den Boden.

„Ach, dein altersgenügsames Gefüge bioelektrischer Schläge! Aber gut, ein Hund verhunzt nur deinen Teppich, nicht das ganze Leben, erinnere die Filme aus den Sechzigern!“

Leo sieht Margaritas Blick von sich ab, in sich kehren, und ihre Hände betasten, von denen sie Erdstaub abreibt.

„Vorrang hat, etwas zum Leben zu haben. Hast du die großen Plastikblüten hoch oben an den Straßen im Vorbeifahren gesehen, den Festschmuck? Die Gebilde, die meinen Namen ehren?“

„Die verbraten die knappen EU-Gelder, die Portugals Kassen fehlen. Der Armutsstand wird Madeira immer zugeordnet, aber der gibt euch einen bezahlbaren Standort, verglichen mit dem teuren Deutschland. Na, Schwamm drüber.“

„Oh, das ist dein handfestes Pokerwissen. Gelder fehlen den Blumenbauern, für die Überseeimporte, zum Schmuck der Wagen im Blumentorso. Madeira erhielt EU-Zuschüsse für die dem Tourismus nutzenden Tunnel. So kommen Gelder ins Land.“

„Die locken die Leute nach Funchal in die Hast, was für ein Urlaub! Ich freue mich auf euren prächtigen Quintagarten. Jedes Mal, insbesondere nach den Monaten, in denen hier Spinnen ihre Gewebe ausbreiten, fühle ich mich mit wahrer Naturverbundenheit beschenkt. Ich spüre schon die duftreiche Abendfeuchte ins Hemd dringen. Eine so köstliche Erfahrung, wie die Himmelsfarben auf die Sinne. Sogar die Nebel morgens, steigen sie ins Nirgendwo, derweil ich ganz gelassen meine Aktivitä plane. Ach, schön!“

Margarita tritt vor Augen der Wetterschaden im Februar, von Anton nicht beseitigt, der motiviert ihn beileibe nicht.

„Ja, genieße nur das Schöne“, haucht sie, zurückhaltend im Ton. „Das Gästezimmer neben Lians Atelier erwartet dich.“

„Auch Pat und Patachon, lang und kurz, breit wie hoch?“

„Ja! Maiks Gewinnerpokal ist die leere Schüssel, aber Anton frisst besinnlicher. Usa und Lian kochen heute. Jetzt aber muss ich hier den Kollegen einheizen.“ Sich abwendend, umrundet bald Margarita das Glashaus und ruft zurück: „Ate logo, bis später.“

Leo befährt die Terrasse der Quinta und hupt, nichts rührt sich. Ihre angelieferte Tasche steht auf der Krüppelholzbank.

Vor dem Atelier am Kies bestreuten Vorplatz haltend, freut Leo sich an den Töpferwerken hinter der blanken Glasfront über dem halben Meter Bruchsteinmauer aus dunklem Basalt. Am Eingang reckt eine Kiwi am Spalier ihre Ranken über einem Holztrog mit skurrilen Wurzeln. Sechs Meter ferner liegt das Gästezimmer und davor die Glastür, aufgehend zu Vorplatz und Garten.

Erwartungsvoll wendet Leo sich dem vermeintlich prächtigen Garten zu, der Anblick öffnet ihr ungläubig den Mund. Sich aus der Lederjacke pellend und den Helm vom Kopf nehmend, sieht sie hinüber. Der Saum von gepflanzten Stauden - prachtvoll hüfthoch waren sie gewesen - zur Schneise gelichtet. Nichts wogt wie in der Erinnerung in nachmittäglicher Brise vor der unteren Mauer! Am Rauputz haftet auf der Länge eines Busses dunkle Matscherde, von Oberflächenwasser ausgewaschen, durchmengt von den Blättern entwurzelter Stauden. In breiten Rillen wurden Beete zerstört, ein winziges Stück erst krönt früher Salat.

Das Desaster tief beatmend, schnappt Leo gute Luft in sich, gesättigt von Düften derjenigen Büsche, die der braunen Masse wie Mahnmale standhielten. In einer von Maracujas berankten und aufgeschossenen Datura zwitschern winzige gelbe Vögel, denn der Wind weht süßer als anderswo von den Höhen herab. Das besteht, weiterhin tröstlich für ein Gefühl von Heimkommen. Das frische Grün der Fruchtbäume würde bald die sommerdunkle Farbe tragen, üppiger als an deutschen Bäumen.

Daheim steht ein Avocadobaum eingekübelt im Glashaus, nicht majestätisch sechs Meter hoch wie der dem Lorbeerbaum verwandte linkerhand. An den Enden der Zweige wachsen schon in den grünen Blütenständen winzige Knollen. Eine herbstliche Ernte dieser an langen Stielen hängenden violettbraunen Birnen erlebte Leo mit. Bestäubt von Insekten, die den Nektar der Rispen schätzen, und erwärmt von der Sonne wie heute, wächst ein guter Ertrag heran.

Nun versöhnt, legt Leo in den Unterstand auch das Chaos der Ankunftswahrnehmungen, und Jacke und Helm. Voraus zur Wohnküche geht sie, und öffnet die Sprossentür. Dabei, Leo weiß es genau, spiegeln sich die Lichtreflexe von der Tür an der Lederhose und betonen ihr Lächeln zu den eifrig Beschäftigen hinüber.

Eine darunter beugt soeben die Knie in schwarzer Pluderhose am offenen Backofen. Ein leckerer Dunst, von Fenchel, Knoblauch und Sellerie wallt heraus, auch an den weißen Bluse von Usa.

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