Roma Hansen - Sonne satt
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Seine Situationskomik vergeht ihm. Die Schlammlawine prallt vor die Mauerkrone der tiefen Terrasse. Geröll und braune Brühe stürzen ins nächste Terrain, schlagen ein riesiges Loch in die Wand eines Hauses. Darin wirbeln Stühle schlammbespritzt auf. Ein schwarzer Hund sucht zappelnd sich zu retten. Vergeblich, der Schlamm füllt das Loch, flach wie ein Teig, bis zur Kante. Von oberhalb stürzt mehr herab, eine grausige Lawine schwappt. Das sehen auch die drei Gestalten an den Bäumen, und verharren.
„Wie anders wir hier leben!“, wispert Jörg, in Kompensation der Hilflosigkeit, wäre auch seine Quinta derartiger Zerstörung ausgeliefert. „Deren Lebenskultur impliziert die Anpassung an Gefahren, wir verpassten das bislang, wir beginnen mit unserer Integration bei Null.“ Schon tritt vor sein geistiges Auge der Levadakanal oberhalb der Hanglage, und ihm keimt die Vermutung nicht davonzukommen, wäre der übervoll.
„Maik, ich meine, die Verwaltung müsste mehr Levandheiros an die Levadas der Berge senden, und die tausende Kilometer auf Wolkenbrüche konzipieren, nicht nur das Quellwasser auffangen.“
Mit dem Handrücken über seine Stirn wischend, räuspert Maik sich zittrig, weist dann in ausladender Geste in den Berg hoch. Davon aber greift Jörg blitzschnell an Maiks Pullover.
„Solchen Schaden ahnt doch keiner! Warum sprachen wir nicht früher darüber? Wachsame Raubvögel liebe ich über alle Maßen, aber penne selber vor der Gefahr, die mir, zusätzlich zum Dach droht. Die dort drüben lassen sich von Verwandten helfen. Aber wir sehen sicherheitshalber nach der Levada, ja? Was die andere Seite umriss, kann schon oberhalb aufgehalten worden sein.“
In Jörgs Miene und an seiner Stimme den Grad seiner Ängste deutend, will Maik ihn beruhigen.
„Die Erde vor unseren Mauern hält seit Urzeiten. Nur wo die Äcker bewässert werden, gibt sie nach, und Niederschlag bricht sie auf. Dennoch willst du in den Berg? Die Idee empfinde ich als weitaus mehr schmerzhafte Fortsetzung. Meinem Rheuma gemäß überfordere ich mich nicht, stechende Schmerzen nagen an allen Gelenken. Verlangst du das? Wir übernehmen uns wohlmöglich und haben keinen Spaß, sieh dir die Sonne an!“
Jörg rückt von ihm ab, und blickt an den Boden auf dem er steht. Der dämpft nicht sein Bangsein vor der Nacht. Sein Blick fliegt über sein beschädigtes Dach, und in den fernen Himmel.
„Du hast Nerven! Bist abgebrüht durch ein sonnenverwöhntes Jahr!“, protestiert Jörg, verstummt für nur einen Moment. „Wo steckt dein Mitleid mit denen im Haus, vor Minuten verschüttet? Schau zu den Gestalten am Wasserspeicher. Vergeht ihr Schreck, brauchen sie Hilfe, um den Kladderadatsch auszuschaufeln.“
„Nur junge mutieren zu Helden! Ich halte meine Grenze!“, verteidigt sich Maik vehement.
Jörg gähnt - und nochmals, verwundert gen Himmel.
„Der hellt auf? Ich gehe, Sonne berauscht zu neuen Taten! Komm, ziere dich nicht und klage mir nicht die Ohren voll.“
Die Sonne bricht durch, als sie mit Schaufeln ausgestattet zur Levada gehen. Vorbei an sturmgeschädigten Pinien und frisch glänzenden Lorbeerbäumen führt der Schotterweg. Munter fischen sie die im Modder der Levada begrabenen Äste und Pflanzenteile heraus, und sehen am trüben Wasserspiegel auch die von Südost anstürmenden Wolken, und die verbleibende Zeit bis zum Regen.
„Meine Rheumasicherung springt an, Jörg“, wimmert Maik nach geraumer Weile, gestützt am Schaufelstiel auf den gereinigten Abschnitt sehend. „Reicht für die Nacht, sei zufrieden.“
Bestätigend nickt Jörg, spült dann beider Geräte, schultert sie tropfnass. Bergab stapft er dem Freund voraus. Vor seiner Quinta gestikuliert er einladend.
Maik klopft mit einem schlammfleckigen Pulloverärmel, sich kraftlos verabschiedend, an Jörgs Arm.
„Sitze ich erst, komme ich schlecht wieder auf die Beine. Ich hinke mit dem Rest meines Elans abwärts. Ate logo!“
3
Auf der Parkzone vor der Quinta fehlt noch Lians Kombi vor der mit Maracuja berankten Palisade. Der Jeep parkt, hinten rechts ist das Rad sauberer als das vore, bemerkt Maik. Röhrend fährt der PKW von Veras Mitfahrgelegenheit vor. Maik enteilt so gut es geht voraus, wendet sich schließlich um.
Vera, noch in ihre dunkelblaue, und schreigrün paspelierte Hoteluniform gekleidet, die ihre grüngrau changierenden Augen bestens betonen, steigt aus und kommt auf Maik zu. Sie runzelt ihre schmalen aschblonden Brauen, legt ihre Linke ans Kurzhaar ihres Oberkopfes.
„Wie siehst du denn aus! Rasch hinein, die Treppe hoch!“
Hinter den Rankenschlingen, die im April die hängenden rosa Knospen öffnen und den Bananen ähnliche Fruchtschoten treiben, liegt die Außentreppe. Maik zieht sich am Handlauf hinauf.
Im Flur vor den Räumen hilft Vera ihm beim Ausziehen seines nach Moder stinkenden Pullovers. Den Schweißfleck auf der Brust seines roten Tshirt vor Augen, murrt sie, bar jeden Erbarmens:
„Wie unbedacht, morgen ist nichts mit dir los!“
„War unvermeidbar“, wimmert Maik, bei einem matten blauen Blick. „Ich war mit Jörg im Berg. Mach bitte Tee, ich dusche.“
Hernach lauscht Maik, im Bademantel auf der Bank sitzend in der gemeinsamen Teeküche oben, und kurz nach seinem berichten, Veras nahe gehender Katastrophenschilderung. Die lindert etwas seine Duschwärme und, für den Orkan der Nacht wurde vorgesorgt.
„Der Hotelboss teilt seine Arbeiter mit den Hilfsdiensten. Seine Gäste haben es vergleichsweise gut, da der Bürgermeister aus den einsturzgefährdeten Häusern nun viele Dörfler vorhat zu evakuieren. Vorrangig aus einem Ort, den Gullys überschwemmen. Geröll tobt in dem überfließenden Bach, zuvor ein Rinnsal ins Meer, jetzt drückt eine Kloake durch die Türen, und unterhöhlt durchweg die Fundamente.“
„Bisschen spät zu evakuieren, ist doch schon passiert! Ich hoffe nur, das war es vorerst, auch drüben am Hang.“
„Doch ging die Unwetterbotschaft in die internationale Welt hinaus“, fährt Vera unbeirrt fort. „Nur eben nicht, dass der Gouverneur quasi den Notstand proklamierte. Die Reiseagenturen wissen es trotzdem und stornieren, was irgend geht, denn die lassen sich nicht mit einer azurblauen Hoffnung abspeisen. Die könnte teuer werden. Gewiss finde ich an der Rezeption morgen allerhand panische Emails.“
So meint auch draußen eine Bö, saust über den Balkon in den Flur, belüftet Veras dunkelroten Hausanzug. Doch Vera weiß, ihr Dienst ist erst morgen fällig. Sie legt ihre bloßen Füße an die Bank. Kurz nur währt ihre beinahe Seelenruhe. In den Flur hinkt Anton in Latzhose, an der Schmiere klebt, und gestikuliert mit erdigen Fingern, peilt am Küchentisch Maik an aus weiten Augen.
„Metertief grub die Flut vom Dach Rinnen in die Gartenerde. Alle meine Stauden sind futsch, alles Gemüse liegt im Matsch an der Oberkante der unteren Grenzmauer!“
„Das konnte der Orkan knicken?“ Die Hände am Bauch, reckt Maik sich. „Eine Karre mit Gartenerde verdreckt dir die Sicht?“
„Hörst du mir nicht zu? Das ist nicht mehr mein Garten!“
„Bringe ihn auf den Stand von vorher, dann ist er es.“
„Nur weiter, so du kannst!“ droht Anton. „Im Sitzen ist das leicht gesagt! Machst du es? Ein Wunder braucht der Matsch!“
„Zwei Hände hast du!“, ereifert sich Vera, „Maik und Jörg säuberten die Levada im Berg, damit wir ruhig schlafen können!“
Vera rückt schon die Füße unter den platzraubenden Tisch. Er steht nahe dem Dachfenster zum Hang und fern dem Fenster zur Balustrade, wo unten davor der Kräutergarten liegt, sorgsam von Anton angelegt. Sie hält inne, mag nicht sehen, was er beklagt. Ihm selber schaut Vera fest in die Augen.
„Du willst ein Wunder? Dich haut der Matsch um? Brüll nicht wegen deinem Garten, darin wurden keine Menschen verletzt durch mächtige Überflutungen wie in den Bergdörfern rund um Funchal! Tiefliegende Cafes wurden grauenvoll verwüstet. Wo Bachläufe trocken waren, schwellen sie an bis in die Straßen. Sobald das aufhört, registriert das Umweltamt alle Schäden, auch auf den öffentlichen Plätzen und an privaten Gebäuden.“
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