Roma Hansen - Sonne satt

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Zauberhafter Esprit und bodennaher Wildwuchs im Herzen von Madeira. In ihrer Quinta, gelegen in der Bergwelt von Ponta do Sol, zeigen vier Frauen und zwei Männer Gemeinschaftsgefühle längs eines Mitbringsels der weltweiten Wetterlage im Jahr 2010, und einem Plattfuß am Jeep. Der Kinderstreich aus der Insel-Nachbarschaft ruft sie in den übergeordneten Plan für ihr Trend-Projekt 'der Generation vielfarbiger neuer Alter' im Abenteuer von Freundschaft und Liebe.

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Anton beugt seinen Rücken hinab an das seltsame Malheur.

„Mürbe war der Reifen nicht! Manchmal schadet die Sonne dem Mantel über die Jahre. Der Plattfuß hat andere Gründe.“

Antons Kommentar hört Usa schon hinter sich leiser werden. Sie geht gebückt, quert die Einfahrt, mustert den Wegschotter.

Noch blinken die regennassen Nägel nicht im Sonnenschein, aber fallen Usas suchenden Augen in der Wucherung von Unkraut auf.

„Schau dir das an, wie ausgesät! Extra ausgestreute Nägel! Kann das sein? Attackiert uns der Fremdenhass?“

Herangehumpelt an die krummen Ungeheuer, bedeckt Anton im Schock mit einer Hand seinen Mund.

Kindliches Kichern tönt an einer weit höher gelegenen Mauer aus den rankenden Polstern, die prachtvoll violett blühen. Das struppige Kraut versteckt weder die zwei Jungengesichter, noch das sich zur Mauerkrone nähernde, geblümte und zurückgebundene Kopftuch an einer alten Frau.

„Jacko, vai aki!“, krächzt sie und zerrt den Einen am Ärmel mit sich. Der kleinere, also jüngere Bruder will fort sprinten, sie erwischt ihn am gelockten Haar. Er heult auf und zieht die Schultern zum Hals, obgleich kein bisschen eingeschüchtert. Am Grundstück nun kreischt und quiekt es, die Frauenstimme zetert bruchstückhaft. „Policia“, tönt darin, und Schlagen auf Haut.

„Sie straft sie“, murmelt Usa hart. „Mir sagen meine Sinne, nicht zum ersten Mal. Die Alte ahnt nicht, wie sehr sie das natürliche Vertrauen der kleinen Frechdachse erschüttert.“

„Sie handelt nach ihrem Unrechtsbewusstsein, bläut es ein“, bestätigt Anton heftig nickend. „Ja, Prügel werden für immer ins Gedächtnis gebrannt. Ich fege für die uns Nachkommenden.“

Anton greift zu den Tüten und folgt Usa, humpelnd an seinem unfallbedingt kurzen Bein. Hernach kehrt er die unseligen Nägel in den Schmutz am Weg. Danach betrachtet er oberhalb das einer verfallenen Hütte gleichende Häuschen, von dem moderne Menschen nie annehmen würden, darin wohne jemand mit Kindern.

Es pladdert erneut. Anton flüchtet in Richtung Balustrade, unter den Balkon vor den Räumen von Margarita, Vera und Maik, und weiter in seine und Usas Teeküche. Eintretend, begegnet ihm Usa im grau gefliesten Flur, den sie quert in fünf Schritten an Bad und Büro vorbei. Sie lehnt sich zu ihm an die Herdzeile mit dem Regal der Kräuterdosen darüber.

„Seit wir losfuhren, filterten die Lufttrockner literweise Wasser, den feuchten Wänden entgegengewirkt. Den Brummer im Büro stellte ich ab, mag das Geräusch nicht.“

Ihr Blick auf Anton verkündet das Ende des Nägeldramas. Mit einem weichen Klang, der selbst ihm angenehm gefällt an seiner sonst so tiefen Stimme, erwidert er:

„Klar! Genehmigen wir uns aus der Espressomaschine Bickas? Maik scheint lange fort zu sein, er ließ den Küchenkamin drüben kalt. Ich montiere ohne ihn das Ersatzrad nach dem Schauer.“

Bald stehen am schmiedeeisernen Küchentischchen dampfende Tässchen, am dazu passenden eisernen Stuhl sitzt Usa eingehüllt in eine Jacke. Sie zupft am mittleren Knopf, worunter ihr Busen wogt, und schaut in die fingerdicken Rinnsale vor dem Fenster.

„Der graue Tag hält sich nicht an Madeiras Regel von drei Tagen. Seit drei Wochen kreist am Atlantik der Orkan.“ Usa sagt es erschöpft, doch spürt die Zeit einer anderen Erklärung wäre gekommen. „Den ertrage ich, seit ich gemobbt werde.“

„Ups! Das belastet dich! Letzthin gingst du auffällig krumm umher. So sitzt du auch jetzt hier.“

„Zu Gunsten einer jüngeren Frau werde ich abgedrängt. Sex sell’s ist die aktuelle Devise. Der Chef wird sich noch wundern und sein Haar raufen! Wenige Gäste begeben sich in fremdartige Hände, stehen auf billige Menschlichkeit! Deren Vertrauen muss locker sitzen, sonst stecken ihre Euros in der Börse fest.“

Eine Armlänge entfernt, sieht Anton das bildhaft. In seine Augen tritt ein feiner Humor und etwas tröstliche Sympathie.

Usa gewahrt es, es erleichtert ihr, neu anzusetzen.

„Das kam nicht unerwartet. Längst merkte ich, dem Chef galt meine Fachkompetenz nichts mehr, obgleich viele der Gäste ihre Erwartung ausdrücken, für sie zähle für eine Behandlung, neben sinnlich heilenden Händen, vor allem ein entfaltetes Gemüt. Ja, ja, eine unfaire Zwickmühle!“

„Aussöhnen derhalben, würde mir auch nicht schmecken.“

Mit seinem Tässchen in Händen lehnt Anton sich zurück, und fordert Usa mit einem Kinnruck auf, zumindest ihren Jackenknopf in Ruhe zu lassen. Usa faltet und legt ihre Hände in den Schoß.

Hinabsehend, treten vor sie Bilder aus dem Hotel. Zum Glück wandert ein winziges Erinnerungteil zum ersten Treffen Antons an der Hotelbar. Vor dem ergreift sie die kleine Kanne, an der ihr Daumen längs dem noch warmen Metall streift.

„Anton, seit du kamst, seit damals änderte sich im Hotel so Vieles, und zerstörte meine jahrelangen Gewohnheiten. Leere und Ende aber, haben den Haken von Miete und Unterhalt.“

„Suchen wir demnächst gemeinsam, was uns die Tage füllt?“

Selbst Anton klingt seine Frage schwer von Usas Weh, seiner Mühe damit. Über sein linkes Ohr reibend, schießt ihm auf, Usa knistere in Hochspannung, nach der Zitterfahrt aus Funchal ihm darüber hinaus verständlich.

„Unser Überleben heute relativierte mir diesen Jobverlust, Anton. Angst mag guten Rat und einen Neuanfang initiieren, wenn ich mich ihrer entledige. Ein großes Wenn.“

Den Kaffeeschaum wischt Usa vom Inneren der Tasse mit einem Finger ab, steckt den in den Mund und kaut im Moment nicht nur an dem Aroma im Speichel. Schon klatscht sie theatralisch ihre Rechte an die Stirn, gestattet sich einen Blitz Sarkasmus, und entlädt ihn an Anton vorbei in die Küche.

„Stets zu oft, ließen sich im Hotel gelangweilte Touristen verwöhnen, und schätzten wenig, was ich ihnen bot. Nach einem mit Nörglern gefüllten Tag fühlte ich mich wie an einem anderen Stern, und musste mir meinen Kopf zurechtrücken. Aber ...“, Usa stützt die Hände am Tisch, steht agil auf, und überträgt Anton ihre Verwandlung in einem harten Ton, „bevor ich an einen Stern stürze, pack ich die Bioladenleckereien aus. Derentwegen, längs des Unglücks, wurde mein Kopf dem Casus knaxus geweitet.“

Antons dunkle Wimpern zucken kurz hoch, doch sofort auch in der Vorfreude auf die Hochgenüsse.

„Hm! Damit erscheint mir augenblicklich das Unvollendete in unser beider Entwicklung leichter. Essen setzt ein Gegengewicht ein, auch aufs Fehlen von Maik und Lian, die irgendwo sind.“

Der Störsender Telefon unterbricht seine Mutmaßung, weshalb die Quinta leer wäre. Er nimmt den Hörer und stöhnt auf bei der besorgten Frage zur Unwetterkatastrophe eines trauten Freundes in Deutschland. Er wimmelt die lästige Fliege ab, um sich der angerichteten Platte schwarzer Oliven und grüner Avocadohälften zuzuwenden und den marinierten Peperoni und würzigen Gürkchen.

Davon bedient sich auch Usa reichlich und nascht nicht nur ein winziges, mit Artischocken- und Basilikumpaste bestrichenes Pumpernickelscheibchen als ihre generelle Kompensation. Am Ende ihres paradiesischen Schmausen öffnet Usa eine Tüte Mangokekse, deren süßes Aroma sich in die Essigdüfte am Tisch mischt.

Einen fruchtzarten Bissen kauend, grollt sie: „Ich wate in der Abwasserkloake des Hotels in dem Gefühl, die mich beerbende Milchkaffeehäutige hat von meinem Therapiestil keinen Schimmer. Mir stellen sich die Nackenhaare auf, denke ich nur kurz an sie wie an meine Masseurin. Leicht gelingt das sonst keiner Frau!“

Sie vergewissert sich, ob noch genügend Kekse in der Tüte stecken. An einem davon kauend, äußert sie kalten Herzens:

„Mach ich zum Beispiel Abstriche fürs Eingewöhnen, bleibt die Neue trotzdem ein mürber Knochen! Mein täglich Brot ist ein Zeckenrüssel, der in meine Haut sägt.“

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