Roma Hansen - Sonne satt

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Zauberhafter Esprit und bodennaher Wildwuchs im Herzen von Madeira. In ihrer Quinta, gelegen in der Bergwelt von Ponta do Sol, zeigen vier Frauen und zwei Männer Gemeinschaftsgefühle längs eines Mitbringsels der weltweiten Wetterlage im Jahr 2010, und einem Plattfuß am Jeep. Der Kinderstreich aus der Insel-Nachbarschaft ruft sie in den übergeordneten Plan für ihr Trend-Projekt 'der Generation vielfarbiger neuer Alter' im Abenteuer von Freundschaft und Liebe.

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Darin wirkt ihm seine Knittershorts nur verlottert. Genauso wie das braune Kraushaar seiner bloßen Waden, kurz über seinen ausgelatschten Tretern. Da unten rufen die Erdränder an seinen Fußnägeln nach einem nachhaltigen Bad mit Kräuteressenzen.

Usa aber vermutet an Antons Bild der Luxuskreuzer nur seine Gelüste nach überladenen Büfetts. Diesen Fettnapf umschifft sie geschmeidig, und nuschelt baldigst ihren Kommentar.

„Unsere Mitbewohnerin Vera weiß aus all ihrer Erfahrung als Hotelangestellte, Schiffsanimateure bügeln die Wetterschlappen aus, falls Gäste übrig sind, deren grüne Gesichter die Reling nicht schmücken. Verkraften sogar See Untaugliche das Schaukeln nach einer Weile, nehmen sie an Bord Behandlungen bei einer wie mir, die enttäuschten Visionären das Hören und Sehen klären und sämtliche Illusionen austreiben.“

Angetrieben von ihrem Anton noch nicht offenbarten Anlass so harscher Kritik, schaltet Usa die Wischer eine Stufe höher. Vor ihr zeigt sich ein Kreisverkehr. Den passierend und sich einer Brücke nähernd, über deren Weite nur Grau hängt, hämmert es von allen Seiten Tropfen in ihre nächste Anmerkung.

„Zuvor wünschte ich mir für die Rückfahrt nach dem Einkauf einen der legendär doppelten Regenbögen über dem Atlantik, und, der möge eine Botschaft aus dem Sonnenland herabtragen, Wärme. Allzeit war der warme Februar hier eine gegebene Größe, auf die ich mich verlassen konnte.“

„Wer sich darauf verlässt ... Heute schwappt kein Goldtopf am Meer“, entgegnet Anton, wischt mit einem Hemdärmel auf der beschlagenen Seitenscheibe ein Guckloch. „Da oben besteht kaum Chance auf Sonne. Von Süden kommen die Wolken.“

„Hier unten nähern wir uns einem akuteren Hindernis.“ Usa rückt ihr Gesicht zur Scheibe. „Ein Uniformierter lenkt uns nur einspurig und bergauf über die Überführungsbrücke weiter.“

Am Ende der Brücke anhaltend, wo mehr Fahrzeuge einscheren, betrachtet sie in der Tiefe die Via Rapida, und wispert:

„Frei! Versteh Einer die Umleitung zur alten Bergstraße.“

Da wälzt schon unter der Brücke eine Schlammlawine über die Fahrbahn der Schnellstraße. Schäumend an den Rändern, fluten unaufhaltsame Wellen hügelabwärts, mit kniehohem braunen Dreck.

„Irgendwo rutschte ein Berg!“, japst Usa panisch, und dreht den Kopf von der verheerenden Aussicht ab.

„Gullys fassen nichts mehr! Die Sonnenverwöhnten der City erleben ein seltenes Desaster, die Hektik erlahmt.“ Anton reckt sich der fatalen Verschmutzung entgegen. „Wahrscheinlich liegt die City bereits stellenweise überflutet. Und wir mittendrin!“

Daumennagelgroße Regentropfen prasseln nun in endloser Woge an die Schlammlawine an der Via Rapida, deren Brücken nicht nur hier im Süden Täler und Felsrisse überspannen, auch weit in den Westen hinein. Plötzlich entlädt sich kirschkerngroßer Eishagel auf die oben stehenden Fahrzeuge.

Eine Minute lauscht Anton gebannt dem Knallen am Jeepdach.

„Es klingt wie das Wetter im alten Leben. Nebel ziehen hier ja auf, steigen die Temperaturen höher, aber dies entartet zur Zitterpartie“, brummelt er in die Stille, in der sich der Hagel an der weißen Motorhaube des Jeeps verflüssigt, und dabei seine Zehen eisig und klamm werden.

Usa aber zerwuselt hektisch mit beiden Händen die sattroten Strähnen im Kurzhaar der Schläfen, und zieht daraus eine ebenso verstimmte Antwort.

„Nichts hilft, nichts! Wir fahren möglichst denen nach, die sich auskennen, irgendwie westwärts in die Berge.“

Starr geradeaus sehend, lenkt Usa den Jeep am Polizisten vorbei, dessen blauen Regenmantel Eiskrümel bedecken. Stoisch schwingt er die Kelle vor der blinkenden, rotweißen Absperrung.

Nach hundert Metern Schrittfahren stoppt die Kolonne. Anton öffnet die Seitentür, steigt aufs Trittbrett, späht voraus. Und lässt Usa voll Grausen wissen: „Eine Flutwelle kreuzt schon die Fahrbahn!“ Schreckensbleich setzt er sich zurück und knallt die Tür zu, wischt den Regen aus seinem Gesicht, schnallt den Gurt an. „Schnell weg! Todesmutig!“, fordert sein Ton eindringlich.

„Die vor uns starren ins Unglück, bessert doch nichts!“

Tief atmend reckt Usa ihre Brust unter dem Lavendel ihrer Weste. Im Reiz des Anlaufnehmens greift ungeduldig ihre Hand in die Schaltung, der Wagen vor ihr rollt an, gibt Gas.

„Durch den Modder treibt Allradantrieb. Anton, festhalten!“

Mit heulendem Motor schert der Jeep aus, durchquert den vor Minuten angelangten Schlamm bergauf mit Gepolter, schleudert im Schotter. Tosend dröhnt es plötzlich hinter dem Jeep und lauter als das Durchfahren der Reifen zuvor war. Die neue Gefahr wird erkennbar im Heckfenster. Von der Bergflanke stürzt meterbreit eine Lawine, mitgeführte Felsen jedweder Größen kollern in die Wagenkolonne, und überwältigen sie, reißen dahinein eine Lücke.

Halt die Welt an, halt sie an - alle dahinten sollen leben,

fleht Anton. Nur wen meint er? Seinen vertrauten Indianergeist? Kaum zuständig. Was kann der dafür?, denkt Anton in der Sekunde des Spektakels. Zumal er die Vielen erahnt, die jetzt ganz und gar mit dem Denken aufhören.

Noch ein Kleinwagen, Spielball der Lawine, taumelt über den Brückenrand in die Tiefe, andere stapelt die Woge vor den Berg. Mit furchtbarem Getöse zermalmen die Felsbrocken Fahrzeuge bis zur Unkenntlichkeit. Schlammfontänen spritzen darüber, mehr und mehr wildes Wasser prasselt von der Bergflanke nieder.

Vor der entmenschenden Rohheit dieser Massen, presst Anton seinen schreckstarren Rücken an den Sitz, und sieht nicht mehr zurück. Auf seine innere Lippe beißend, schmeckt er eine Dosis eigenen Blutes, kaum annähernd so grauenvoll beladen wie er das in der Karambolage wähnt. Nichts kann er dagegen halten. Diese Sekunde des Unglücks so präsent wie sein Zittern vor den alles überlagernden Bildern seiner Vorstellung von schlammbesudelten Leichen, in Trümmer eingeklemmt. Eng schnürt es ihm die Kehle. Blicklos vorschauend, schnauft er den Überdruck durch die Nase.

„Bald - sind - wir - oben“, raunt Usa, so stotternd wie der Jeep die Steigung hinauffährt. Sie blickt Anton an. Aus ihrer Stimme klingt Erleichterung. „Oben kommt uns kein Schlammwasser entgegen. Unglückswasser fluten runter. Wir sind sicher.“

„Hast du es im Rückspiegel gesehen?“

„War laut genug. So bald es geht, halte ich an. Mein Gasfuß zittert noch ebenso wie meine Hände am Lenkrad.“

Im Regen taucht das Laufband einer blinkenden Barriere auf. Sie markiert den Abzweig zur Serpentinenstraße, hinter der die schnurgerade Höhenstraße der Hochebene Paul da Serra folgt, um daran auf die andere Inselseite zu gelangen. Höher und steiler wird die Steigung, führt in engen Kurven vorbei an ausladenden Akazien, hernach durch alte Pinien und den triefenden Wald von Eukalyptusbäumen, der seinen aromatischen Duft verströmt.

Bald düst der Jeep hinter einem Kleinlaster her, der, wenig Deckung gebend, Wasserlachen zerteilt. Usas Fuß hoppelt auf dem Pedal der Breme, während der Jeep im Aquaplaning schwimmt.

Anton korrigiert seinen Atem mit einem ihm kaum seine Brust erleichternden Seufzer. Gebeugt im Gurt hockend, orientiert er sich für eine lange Zeit nur längs des Straßenrandes.

„Plutonisches reißt in diese Zerstörung“, meint er danach.

Usa antwortet mit heftigem Nicken. So plötzlich wie sie es beendet, enden auch die Steigung der Fahrbahn und das Pladdern. Einsehbar öffnet sich die Straße. Am Rand harren braune Rinder aus, die Hufe in den Hagelwehen vor Büschen aus Besenheide. Im Nu stoppt Usa, klappt die Kapuze der Weste hoch, steigt aus und geht drei Schritte. Der Wind schmiegt ihr violettes Kleid vor die Beine. Sofort umkehrend, steigt Usa ein und sieht Anton an.

„Es stürmt mich aus den Angeln. Leben sieht anders aus.“

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