Bernhard Kellermann - Ingeborg
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Roman von der gräflich erzogenen Holzfällerstochter Ingeborg und dem Fürsten, der sie liebt, sein Schloss verkauft, als er sie verliert, und in einer Waldhütte lebt.
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Ich blieb stehen, blickte in die ziehenden Wölkchen empor, und Mitleid für die gedemütigte Seele erfaßte mich.
Ich wollte ihr nacheilen und mit ihr sprechen. Dank, Dank, wollte ich sagen. Ich kann Sie nicht lieben, Fräulein Ingeborg, ich habe meine wunschlosen Tage, aber Dank für Ihre Liebe. Wenn Sie wollen, kommen Sie zu mir, Tage und Nächte will ich mit Ihnen plaudern, ich will Ihr Freund sein, ich schäme mich ja, ich bin arm in diesen Tagen, egoistisch, weil ich glücklich mit mir allein bin.
Aber ich eilte ihr nicht nach. Ich ging weiter.
Ich dachte: vielleicht bin ich nur so reich und glücklich, weil sie mich liebt? Sie beschenkt mich mit ihren Gedanken, ihrer Liebe, aus der Ferne, ich werde heiter und froh, und sie wird arm und unglücklich. Sie wirft sich auf den Boden und weint, und im gleichen Momente durchzuckt mich die Freude, eine unerklärliche tiefe Freude, und ich atme tief und lächle. Niemand kann es sagen.
Ich ging immer weiter und weiter die dunkle Waldgasse hinab und bei jedem Schritte dachte ich, daß ich umkehren sollte, um mit ihr zu sprechen.
Nun wanderte sie durch den sausenden Wald, langsam, beschämt und dachte an den Mann mit dem müden Herzen. Der Wind blies und sie hustete. Dann kam sie nach Hause, sie legte das Kleid ab, das schöne helle Frühlingsgewand und warf es unter das Bett. Sie wollte es nicht mehr sehen. Im Spiegel haftete noch ihr Bild von heute Mittag. Ich werde ihm gefallen? lächelte der Mund. Und die Augen sagten: Ja, ja, wirst ihm gefallen . . . . . . . . Sie drückte die Lider zu . . . . . . . .
Immer weiter stieg ich die Bergstraße hinab und wollte doch eigentlich umkehren. Die wunderlichen Worte klangen durch meinen Kopf.
Ja, ich mußte umkehren und ihr sagen, daß sie doch Geduld haben sollte mit mir, Geduld! Sie sei schön, ja herrlich sei sie, ergreifend sei sie.
Ich ging und ging. Mein Sinn verdunkelte sich.
Da sprang mein Herz auf.
Wie eine Knospe sprang es auf, ich spürte es. Es durchzuckte mich, es war wie ein Schrei der Freude in meinem Blute.
Ich kehrte um und stieg den Berg hinauf, zuerst zögernd, dann mit schnellen Schritten. Der Wind trieb mich, es war ein gewaltiges Brausen im Walde, das mich bis in die tiefste Seele erschütterte.
Ich ging und ging. Ich holte Ingeborg nicht mehr ein. Ich ging durch den schwarzen Wald, immer zu. Plötzlich lag ein Schloß mit vielen erleuchteten Fenstern im Walde.
Es erschien mir wie eine Festung, ich blieb stehen.
7
Wollte ich in das Schloß mit den vielen erleuchteten Fenstern hineingehen und durch den Diener sagen lassen: es steht einer im Korridore, einer, den Hut in der Hand?
Es war gegen Morgen, der Tag blaute. Ich blickte aus meinem Fenster, das auf den Park hinausging, und lauschte auf den Gesang eines Vogels. Er sang in der weiten Stille des Morgens, da alles schlief.
Die ganze Nacht hindurch sang er, bis die Sonne aufging, der Frühling ließ ihn nicht zur Ruhe kommen. Oft hatte ich mich schon an seinem Gesange gelabt, aber heute verstand ich den kleinen Vogel und mein Herz bebte. Ich wußte wohl was das bedeutete. Nur die Unglücklichen und die Glücklichen zittern beim Gesang eines Vogels. Mein Herz zuckte bei jedem Tone, und wenn er leise zwitscherte, daß man ihn kaum noch hörte, so erschrak ich, ich öffnete die Lippen und mein Atem stockte.
Meine Zeit war gekommen!
Ich preßte die Hände vors Gesicht und lächelte und drückte einen Kuß in meine Hände.
Meine Zeit war gekommen! — — —
Mein Sinn ist dunkel, dunkelgolden ist mein Sinn, es kreist etwas in meinem Hirn. Ich habe ein lautes Herz in der Brust.
Ich gehe umher, berühre die Schränke, Tische, als ob sie von Fleisch wären, ich gehe umher und spreche mit mir selbst. Ich ziehe die Vorhänge des Zimmers zu, so daß es ganz golden um mich wird. In einem goldenen Zimmer sitze ich und lächle vor mich hin. Ich nehme den Stock und wandere. Mit großen Schritten, in weiten Kreisen muß ich gehen. Mein Schritt hallt durch schlafende Dörfer, die Hunde kläffen, ich wandere, in weiten Kreisen muß ich wandern. Ich lächle. Die Sterne lächeln. —
Ich ließ anspannen und fuhr nach Graf Flüggens Schloß.
Ich hatte mich sorgfältig rasiert und eine weiße Binde umgebunden. Ingeborg war nicht zu sehen.
Graf Flüggen erschöpfte sich in Liebenswürdigkeiten. Er war ein gebückter Greis mit langem Barte, wie ein Zwerg kam er mir vor. Ich zog das Gespräch in die Länge, erzählte von fernen Ländern und ihrer Sonne, Ingeborg war nicht zu sehen.
Wagen liefen durch den Abend, vorüber an meinem Hause. Ich sah nicht wer darinnen saß. Über Rote Buche stiegen bunte Leuchtkugeln in die dunkele Nacht. Ein Fest! dachte ich. Mitten in der Nacht rollten die Wagen wieder die Bergstraße herauf. Ingeborg saß im vordersten Wagen, ich erkannte sie an ihrem Hute, ich erkannte sie an dem Wirbeln meines Herzens.
Harry Usedom ging zweimal im Laufe einer Woche an Edelhof vorüber, er ging schnell den Berg hinauf, langsam und schwebend den Berg hinunter. Es gingen Dinge vor sich.
Wie ein Knabe durch ein Astloch in eine Schaubude späht, so spähte ich in diese Dinge. Sie huschten und zuckten an meinen Augen vorüber.
Ein leises trauriges Lied klang eines Abends durch meine Seele.
Mich fröstelte . . . . .
Eines Abends, als der Wald rot leuchtete in der untergehenden Sonne, begegnete ich Ingeborg und Harry Usedom droben auf der Höhe. Sie kamen des Weges daher, trugen große Sträuße von Maiglöckchen in der Hand und lachten. Ich sah es, ich hörte es. Lächelnd kamen sie beide heran, in Ingeborgs Augen schimmerte nicht die leiseste Erinnerung an jenen Abend.
Harry Usedoms Augen strahlten. Nie hatte ich solche Augen gesehen, sie hingen wie Lampen in seinem Gesichte und sein Gesicht, das immer weiß und krankhaft erschien, war von einer feinen Röte des Glückes überzogen.
„Die Herren kennen sich? Natürlich — — natürlich —“ sagte Ingeborg und lächelte. Dann sprach sie mit Pazzo, und ich wechselte einige Worte mit Harry Usedom. Ob es ihm auf Rote Buche gefalle. Sehr schöne Wälder, nicht wahr? Prachtvolle Wälder! Und den See habe er auch noch!
Es gefalle ihm sehr gut auf Rote Buche! Seine Augen strahlten, sie waren wie dunkle Höhlen voller Geschmeide. Ich mußte immerfort diese strahlenden Augen ansehen.
Er schreibe gegenwärtig eine Oper. Die Konzertreisen wolle er aufgeben.
Harry Usedoms Lippen waren breit, in den Mundwinkeln gekräuselt. Sie erinnerten an Orangenschnitten. Sie waren rot.
Die Herren zogen den Hut, Ingeborg nickte und verneigte sich leicht, wir trennten uns.
Ich bog in den nächsten Seitenweg ein und zündete mir die Pfeife an. Viele Dinge wirbelten im Rauch der Pfeife vor meinen Augen herum.
Pazzo sah mich an. Er kannte mich genau, und als ich ihn ansprach, sprang er an mir empor, um mich zu liebkosen. Ich streichelte ihm den Rücken mit sanfter Hand — immer auf und ab.
Einige Tage darauf. Ich ging mit Ingeborg oben auf der Höhe, am Waldesrande entlang. Die Sonne stand schräg und schon etwas rot über dem Walde und warf einen schattigen, dunkelen Spitzenkragen über den Hügel. Auf diesem Spitzenkragen schritten wir dahin, hoch über dem Tale und seinen kleinen Dörfern und blitzenden Bächen. Sonnenflecken zuckten über Ingeborgs Kleid und Gesicht, wir sprachen nichts. Pazzo schritt neben uns her, er tauchte mit Behagen die schlanken Füße in das hohe, saftige Gras.
Ingeborgs Gesicht erschien grün im Widerschein des Grases und des Waldes, zuweilen kam die Sonne, dann glühte es für einen Augenblick.
Ingeborgs Stirn war voller Gedanken.
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