Bernhard Kellermann - Ingeborg
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Roman von der gräflich erzogenen Holzfällerstochter Ingeborg und dem Fürsten, der sie liebt, sein Schloss verkauft, als er sie verliert, und in einer Waldhütte lebt.
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Ich ging hinunter in die Dorfkirche von Hohenficht und besah mir Liselottes Epitaphium. Ich las die wenigen Daten, las den Namen, Liselotte, geborene Weikersbach, und ward traurig und dunkel in der Seele.
Liselotte, dich würde ich lieben, wenn du lebtest! Ja, das weiß ich!
Wunderbare Abenteuer habe ich mit Liselotte erlebt.
Sie gäben ein dickes Buch, wollte ich sie aufschreiben. Ein Buch, über das man viel lachen müßte. Alle meine Abenteuer mit Liselotte sind heiterer Natur. — Habe ich giftige Beeren gegessen?
5
An einem regnerischen Nachmittage im Mai saß Liselotte in meinem Zimmer, als ich nach Hause kam. Ich war mit Pazzo im Walde gewesen.
Es war nicht Liselotte, es war Ingeborg, Ingeborg Giselher, die schöne Tochter des Holzfällers drinnen im schwarzen Hochwalde. Aber es war dämmerig in meinem Zimmer und auf den ersten Blick glaubte ich Liselotte, die Rothaarige, vor mir zu sehen. Und dann als ich längst wußte, daß es Ingeborg Giselher war, die Goldblonde, nahm mein Besuch immer wieder Liselottes Bild an, und alles schwankte vor meinen Augen.
Liselotte kam, um mit mir zu sprechen. Ja, nun saß sie da, wir kannten uns aus den Träumen, wir wußten viel von einander, wir zwei.
Es war Ingeborg, natürlich, sie hatten gar keine Ähnlichkeit, Liselotte und die Tochter des Holzfällers, und doch war es schwer für mich, Liselotte nicht zu sehen in Ingeborg, Liselotte nicht zu hören aus Ingeborgs Stimme.
Die süße Luft des Frühlings hatte mir den Sinn betäubt. Den ganzen Tag über hatte ich an Liselotte gedacht und mir zu erklären versucht, wie es kam, daß ich sie lieben mußte, obschon sie doch längst tot war. Ich war die Nacht vorher vor ihrem Bilde gesessen, bis mir die Augen zufielen.
Ingeborg kam, um mit mir zu sprechen. Sie schlug eine unangenehme Taste an. Gewiß, es war nicht angenehm, diese Dinge zu hören.
Zuerst sagte sie etwas von einer Jagd, und daß sie Grüße bringe, recht herzliche Grüße von Graf Flüggen.
„Sie müssen entschuldigen, daß ich Sie in diesen hohen Stiefeln und der alten Joppe begrüße, Fräulein Giselher,“ sagte ich, „ich komme von der Jagd.“
Bitte, bitte!
„Ich bringe recht herzliche Grüße von Papa. Er wollte Sie gerne einmal wieder bei sich sehen! Er wird Sie zur nächsten Jagd einladen.“
Dank und Gegengrüße.
Wir sahen uns an, und ich ging ans Fenster, um mich mit den Vorhängen zu beschäftigen. Ingeborg war geschmückt wie eine Prinzessin, sie sah aus wie eine Erscheinung aus den Bildern Botticellis.
Sie trug einen weißen breitrandigen Strohhut und ihre sorgfältig gelockten Haare hingen wie goldene Quasten über die Wangen herab.
Sie sah sich in meinem Zimmer um, das so groß war wie ein Saal, voll von Schränkchen, Vasen, Büchern. Es war etwas in Unordnung.
„Sie wohnen wie ein Dichter!“ sagte sie lächelnd.
„Ich bin noch bei keinem Dichter gewesen, aber ich glaube, so wohnen sie, die Dichter.“
Ich hörte ihr zu. Liselotte? dachte ich. Liselottes Bild an der Wand begann zu lächeln.
Wer diese Frau an der Wand dort sei?
„Liselotte, eine geborene Weikersbach,“ antwortete ich und mußte lächeln. „Eine schöne und lebenslustige Dame, nicht?“
Ja.
Dann blickte mich Ingeborg an und sagte: „Ich habe Ihnen noch andere Grüße zu bringen. Von Claire Davison. Sie ist gestorben, das wissen Sie?“
„Gewiß“, sagte ich. „Von Claire Davison?“ Ich war sehr überrascht.
„Sie ist sehr unglücklich gewesen. Wissen Sie, wie sie gestorben ist, Claire?“
Ingeborg sah mich an. Aber ich hatte mir nichts vorzuwerfen, ich konnte ganz ruhig bleiben.
„Sie hat mir sehr leid getan“, sagte ich. „Ich habe alles gehört, es ist traurig. Sie war so schön und stolz.“
„Das war sie, ja.“
Sie habe ihr einige Wochen vor ihrem Tode geschrieben, daß sie mich grüßen solle, träfe sie mich irgendwo einmal. Vor einem Jahre etwa war das. Vor zwei Jahren sei Claire bei Graf Flüggen zu Besuch gewesen, drei Monate, sie seien einigemal hier vorbeigefahren. Ob ich sie nicht gesehen hätte?
„Nein.“ Ich sagte die Wahrheit. „Ich danke Ihnen für die Grüße, Fräulein Giselher.“
Damit war das unangenehme Gespräch beendet. Wir plauderten noch einiges. Vielleicht habe sie gehört, ob der Geiger Harry Usedom nun Rote Buche gekauft habe oder nicht?
Doch, Herr Usedom habe Rote Buche gekauft.
„Der alte Herr Usedom, wo lebt er gegenwärtig?“
Gegenwärtig lebe er auf Rote Buche bei seinem Sohne.
Es wurde dunkel. Ingeborg erhob sich. Ich erbot mich, sie ein Stückchen zu begleiten, da es dunkel und stürmisch sei.
Bis zur Höhe nähme sie die Begleitung mit Freuden an, aber nur bis zur Höhe.
Ich verstand, weshalb ich nur bis zur Höhe mitgehen sollte.
Ein hastiger feuchter Wind blies aus dem Tale herauf und die Wälder schüttelten sich. Zwischen den Bäumen war es dunkel und der Wald roch nach Regen und Nacht. Wir sahen nahezu den Weg nicht. Pazzos weißes Fell leuchtete, er schien abenteuerlich hohe Sprünge zu machen und jeden Augenblick seine Gestalt zu verändern.
Ingeborg hielt mit beiden Händen den Hut, und der Wind wehte ihr den Saum des Kleides um die Füße, so daß sie kaum vorwärts kam.
„Haha,“ lachte sie. „Welch ein Wind!“ Eine richtige Unterhaltung war nicht möglich und unsere Worte flogen vereinzelt und zerfetzt hin und her.
„Harry Usedom ist ein ganz außerordentlicher Geiger!“ schrie ich in den Wind hinein.
„Gewiß ist er das,“ schrie Ingeborg zur Antwort.
„Er ist ein schöner Mensch!“
„Ja.“
Der Wind hielt inne, es wurde auffallend warm. Wir atmeten auf.
„Wissen Sie, daß jene Liselotte, deren Bild Sie in meinem Zimmer sahen, im Schlosse umgeht? Man sagt es. Nachdem sie gestorben war, hat sie jede Nacht ihren Gemahl besucht. Er wurde immer bleicher und bleicher, war guter Dinge allezeit und starb acht Wochen nach Liselottes Tod.“ Erzählte ich. Das sei sehr merkwürdig, sagte Ingeborg und blickte mich an und lächelte unmerklich. Sie lächelte genau wie Liselotte im Traume mich anlächelte, und ein leises Grauen rieselte über meinen Rücken.
„Sagen Sie,“ begann sie, „man hat mir viele Dinge von Ihnen erzählt. Ist es wahr, daß Sie buchstäblich das Geld auf die Straße warfen? Sie öffneten das Fenster des Hotels und warfen das Geld auf die Straße.“
„Ja, es war ein kleiner Scherz, es war auch nicht viel eigentlich.“
Ingeborg lächelte und schüttelte den Kopf.
Ich lachte, weil ich an die Balgerei vor meinem Fenster dachte und an meine lustigen Streiche.
Der Wind setzte wieder ein und trieb uns den Berg hinauf, über die Höhe fiel blasser Lichtschein. Der Mond kam herauf, in Wolken eingehüllt, wie ein blindes Auge sah er aus. Alle Dinge warfen plötzlich blasse und wässerige Schatten, die Bäume, wir beide, Pazzo. Ingeborgs Lockenbüschel flatterten und ihre Kleider.
„Das ist die Höhe“, sagte Ingeborg. Wir blieben stehen. Pazzo wartete abseits und begriff die Störung nicht. Sein Schatten sah aus wie die Silhouette eines hochbeinigen Fabelwesens.
Ich nahm den Hut ab.
„Ich danke Ihnen!“ sagte Ingeborg. Ein eigentümliches demütiges Lächeln schimmerte in ihren Augen.
„Dank für den Besuch,“ sagte ich, den Hut in der Hand haltend, „vielleicht führt Sie der Weg wieder einmal an meinem Hause vorüber, Fräulein Giselher?“
Ingeborg lachte.
„Ja, es kann sein, daß ich wieder einmal vorbeikomme“, rief sie und blickte in den Mond, der hinter glänzenden Wolken zog. Bläuliches Licht huschte über ihr Gesicht, ihre Zähne und ihre Augen glänzten wie Email.
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