Manuela Tietsch - Die flüsternde Mauer

Здесь есть возможность читать онлайн «Manuela Tietsch - Die flüsternde Mauer» — ознакомительный отрывок электронной книги совершенно бесплатно, а после прочтения отрывка купить полную версию. В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Жанр: unrecognised, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.

Die flüsternde Mauer: краткое содержание, описание и аннотация

Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «Die flüsternde Mauer»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.

Immer wieder zog es Alanis an dieselbe Stelle und jedesmal hatte sie das Gefühl, es käme ein Flüstern aus der Mauer. Bis zu dem Tag, an dem ihre Neugier siegte und sie, die vor Jahren gefundene geheinmisvolle neuneckige Holzscheibe, in die passende Öffnung schob. Dass es Magie wirklich gab, hätte sie sich niemals träumen lassen, doch sie muss mit Haut und Haar erleben, wie sie sich anfühlt.

Die flüsternde Mauer — читать онлайн ознакомительный отрывок

Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «Die flüsternde Mauer», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.

Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

„Wenn ich helfen soll, müssen Sie mich erst einmal loslassen“, sagte ich nachdrücklich. Seine Hände zuckten und ich konnte fühlen, wie er mit sich rang. Schließlich ließ er meine Hand los. Er atmete erregt, als rechnete er mit allem, auch, dass ich ihn hier zurückließ.

„Ich helf euch von meyner Seyte aus“, sagte er leise.

„Gut, vereint schaffen wir das schon.“ Ich begann mit dem großen Dolch zu kratzen. Es ging bedeutend leichter als mit dem Klappmesser und auch schneller. Stein um Stein lockerte sich, und ich legte sie neben mich auf den Boden der Kammer.

„Ich glaube, wir könnten den Rest zum Einsturz bringen!“

„Ich könnt mich nicht groß rühren, es sey gar eng hier.“

„Ich werde versuchen zu ziehen.“

Gesagt getan, ich zog mit Kraft an dem etwa kniehohen Rest der ersten Mauer. Ich wollte nicht daran denken, dass dahinter noch eine weitere auf mich wartete. Mit einem lauten Krachen fielen die Steine schließlich auf meiner Seite auf den Boden, einer auf meinen Zeh. Ich schrie auf.

„Verdammt!“

„Was sey euch widerfahren?“, fragte er ängstlich.

„Mein Zeh, so ein blöder Stein.“ Ich hielt und rieb mir den Zeh, bis der Schmerz nachließ. „Ich mache jetzt weiter.“

„Ich dank euch von Herzen, edles Frouwelin.“

Wie gestelzt er sich ausdrückte. Trotz der Lage, in der wir uns befanden, musste ich darüber schmunzeln. „Bist du vom Markt?“

„Wie meynet ihr? Welcher Markt?“

„Ist schon gut, hilf lieber weiter mit.“ Er hatte `ne Macke, bestimmt, aber er schien nicht bösartig zu sein, sondern eher zurückhaltend. Ich strengte mich an, ich hatte die Nase gestrichen voll vom Maueraufkratzen, und ich hatte verdammt noch mal schrecklichen Hunger! „Wie lange bist du schon hier unten?“

„Ich könnt es nicht mit Bestimmtheyt sagen.“

„Verstehe, so geht es mir auch und ich bin wahrscheinlich nur ein paar Stunden hier.“ Ich spürte, dass die Steine so gelockert waren, dass ich den Versuch wagen konnte, sie umzureißen. „Ich versuch es jetzt.“ Ich zog mit letzter Kraft an dem Mauerrest. Es dauerte viel zu lange, kostete mich meine ganze Überwindung, doch es gelang endlich. Auch diese Mauer brach nach innen ein. Ich tastete den Rand ab. Es war zwar kein Loch für Riesen, indes ein Mensch mit üblicher Größe würde hindurchpassen.

„Ich glaube, du kannst durchgehen!?“

„Ich könnt nicht“, kam es flüsternd aus der Öffnung.

Ich war verwirrt. Hatte er nicht darum gebeten, dass ich ihm helfen sollte? „Wieso nicht?“

„Meyne Beyne zittern gar zu heftig.“

Seine Stimme klang brüchig, als würde er im nächsten Augenblick in Tränen ausbrechen. Ich streckte den Arm aus, ertastete seine Hände. Er zitterte wie Espenlaub. Es war seltsam, obwohl ich ihn nicht kannte, noch irgendetwas von ihm wusste, so verband uns doch die Einsamkeit und die Angst. Ich zog ihn mit leichtem Druck in meine Richtung. Er streckte einen Arm aus und stützte sich schwer auf meine Schulter. Er schien tatsächlich Beine aus Gummi zu haben. Langsam stieg er durch die entstandene Öffnung über den knapp kniehohen Mauerrest, bis er neben mir stand. Doch er ließ mich nicht los, sondern stützte sich weiterhin schwer auf mich.

„Setz dich doch erst mal auf die Steine.“ Ich versuchte ihm stützend nach unten zu helfen. „Warst wohl doch ein bisschen zu lange dort? Wie bist du da eigentlich reingefallen?“

„Ich sey nicht gefallen, ich glaub, ich wär schon eynige Wochen hier.“

Ich musste auflachen, konnte nichts dafür. „Dann wärst du längst verdurstet oder hattest du Wasser?“

An seiner Körperbewegung konnte ich spüren, dass er den Kopf verneinend schüttelte.

„Ihr habet wohl Recht, Frouwelin, doch meyn Gefühl saget mir anderes.“

„Wenn ich ehrlich bin, habe ich auch jegliches Zeitgefühl verloren.“

„Wo seyen wir hier, wisset ihr das?“

„Ich habe keine Ahnung. Nur, dass es sich um zwei Räume handelt, die keine Tür haben und durch einen Gang verbunden sind.“ Ich kratzte mich am Kopf. „Und in diesem Gang sind wir gerade.“

„Hm. Und wie seyd ihr hier hereyn gelanget?“, fragte er nach.

„Ich habe einen Schlüssel aus Holz gefunden, ihn in eine passende Öffnung in die Wand gedrückt und plötzlich gab der Boden unter mir nach.“ Zu dumm, dass ich den Schlüssel noch mitgerissen hatte, sonst hätte ihn vermutlich jemand gefunden und nachgesehen oder die Tür wäre gar nicht zugefallen.

„Eyne Falltüre! Und von wo seyd ihr gefallen?“

„Wie von wo?“

„Von welchem Gang aus?“

Ich überlegte. Ich war im oberen Stockwerk gewesen. „Ich glaube der Gang über dem Gang in dem die Bilder hängen.“

„Von welchen Bildnissen redet ihr?“

„Ach, ich weiß nicht. Vielleicht war es auch woanders? Irgendwie weiß ich gerade gar nichts mehr.“ Ich lehnte mich an die Wand und ließ mich daran heruntergleiten. Er saß neben mir auf den Steinen.

„Ich würd´ gar so gern eynen Schluck Wasser trinken, hättet ihr welches dabey?“

Ich holte meinen Rucksack hervor und die Flasche heraus. „Hier, lass noch was drinnen.“ Ich tastete nach ihm und bekam seine Hand zu fassen, in die ich die Flasche drückte.

Er schien zu zögern. „Wie, wie sey sie zu öffnen?“

Ich schüttelte den Kopf, was wusste der eigentlich? Ich nahm ihm die Flasche wieder ab, öffnete und reichte sie ihm erneut. Ich hörte, wie er trank und schluckte, ganz zaghaft und bedächtig. Er trank höchstens fünf Schlucke, dann reichte er mir die Flasche zurück. Ich bemerkte, dass einige seiner Fingernägel abgebrochen zu sein schienen.

„Das war´s schon?“, fragte ich nach.

„Es sey schon eyne Weyle her, ich glaub gar, es sey besser nicht zu viel auf eynmal zu trinken.“

„Ich glaube, wenn ich solchen Durst hätte, könnte ich nicht warten!“

„Das sey jahrelange Übung. Den eygenen Körper und seyne Triebe zu beherrschen ist das erste, was eyn Ritter lernen müsst!“

Ein Ritter? Er hielt sich also für einen Ritter. Nun gut, solange er ritterliche Ehre besaß! Mir sollte es recht sein. Ich fühlte mich schlecht. Ich hatte noch die Brote und einen Apfel im Rucksack. Ich räusperte mich. „Möchtest du auch etwas zu essen?“

Ich hörte, wie er die Luft einzog. Es dauerte allerdings eine Weile, bis er sich zu einer Antwort durchrang.

„In meynen kühnsten Träumen hätt ich nicht gewaget daran zu denken. Was könnet ihr mir denn anbieten?“

Ich zog die Brotdose heraus. „Hier, eine Scheibe Brot oder einen Apfel, was dir lieber ist.“

„Vielleycht gar eyne Hälfte des Apfels?“

„Du kannst auch den ganzen haben.“

„Neyn, das bekäm mir nicht und so hättet ihr auch noch eyne Hälfte für euch.“

Ich suchte den Apfel heraus und brach ihn in zwei Hälften. Die eine Hälfte legte ich in die Brotdose, auch wenn mir der Magen knurrte und die andere reichte ich ihm. Wieder hörte ich in der Dunkelheit, wie er den Apfel aß und das allein schien mir so sinnlich wie nichts sonst. Noch niemals hatte ich einen Menschen erlebt, der so genussvoll und gleichzeitig zaghaft einen Apfel aß. Es schien mir eine Ewigkeit zu dauern, bis er ihn aufgegessen hatte.

„Das wär eynes der kostbarsten Geschenke gewesen, die ich erhalten hätt. Ich danke euch.“ Er atmete entspannt ein und aus. „Ich wollt gleych eyn wenig den Raum auskundschaften.“

„Wo kommst du eigentlich her? Gehörst du zu den Marktleuten?“

„Ich sey hier in dieser Burg geboren worden.“

Na bestens, dann kannte er sich ja aus. Wieso steckte er dann in einer Mauer? Ich verstand das nicht. Meine Frage nach den Marktleuten beachtete er nicht. „Wenn du die Burg hier seit deiner Kindheit kennst, dann müsstest du doch auch diesen geheimen Gang kennen?“

Читать дальше
Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Похожие книги на «Die flüsternde Mauer»

Представляем Вашему вниманию похожие книги на «Die flüsternde Mauer» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.


Отзывы о книге «Die flüsternde Mauer»

Обсуждение, отзывы о книге «Die flüsternde Mauer» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.

x