Manuela Tietsch - Die flüsternde Mauer

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Immer wieder zog es Alanis an dieselbe Stelle und jedesmal hatte sie das Gefühl, es käme ein Flüstern aus der Mauer. Bis zu dem Tag, an dem ihre Neugier siegte und sie, die vor Jahren gefundene geheinmisvolle neuneckige Holzscheibe, in die passende Öffnung schob. Dass es Magie wirklich gab, hätte sie sich niemals träumen lassen, doch sie muss mit Haut und Haar erleben, wie sie sich anfühlt.

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Als ich gefühlt etwa die Hälfte erreicht hatte, hörte ich es wieder, und mein Herz setzte einen Schlag aus. Da war es wieder, das Flüstern. Es war ganz deutlich wie bei meinem ersten Besuch in der Burg. Ich zitterte, kroch dennoch näher an die Wand, von wo ich das Flüstern zu hören glaubte. Es hörte sich unglaublich leidend an. Und so unerwartet, wie ich es hörte, war es auf einmal wieder weg. Ich lehnte mich an die Wand. Ich würde durchdrehen, noch bevor ich verhungerte oder verdurstete, soviel war sicher. Ich wandte mich um, der Mauer zu und legte die Hand tastend darauf. Als meine Finger über die kühlen Steine und die Fugen wanderten, spürte ich, wie sich der Mörtel löste. Leise fiel er bröckelig auf den Boden. Mein Herz begann zu rasen. War hier eine lockere Stelle? Ein Ausgang oder wenigstens die Gelegenheit, Hilfe zu rufen? Lose Steine! Das konnte meine Rettung sein. Befand sich auf der anderen Seite der Gang in die Freiheit?

Ich begann mit den Fingern den feucht krümeligen Mörtel fortzukratzen. Das Gefühl war schaurig und trieb mir eine Gänsehaut über den ganzen Körper. Ähnlich einem Fingernagel, der über eine Tafel kratzt. Doch das Geräusch des herunterfallenden Mörtels gab mir andererseits auch Hoffnung. Meine Fingerspitzen taten schon nach kurzer Zeit furchtbar weh. Da erst fiel mir mein Taschenmesser ein, mit ihm würde ich es leichter haben. So kratzte und kratzte ich, bis schließlich der erste Stein so locker war, dass ich ihn herausziehen konnte. Er war schwer und fiel mir beinahe aus den schmerzenden Händen. Ich tastete mich nach vorn an das entstandene Loch im Mauerwerk. Mutig trotzte ich meiner Angst und schob die Hand hinein. Was würde ich auf der anderen Seite finden? Rettung? Einen weiteren Gang?

Meine Enttäuschung war riesig. Es hatte nichts gebracht. Hinter der Mauer war noch eine. Wie viele Steine musste ich wohl herauskratzen, bevor ich Rettung fand? Es war hoffnungslos. Ich ließ mich an der feuchten Wand heruntergleiten und blieb sitzen. Ich konnte nichts gegen die Tränen tun. Ich war so enttäuscht. Alles umsonst, die Arbeit, die Schmerzen! Na und! Ich spürte den Trotz in mir wachsen. Na und, ich hatte heute nichts Besseres vor, oder? Ich schniefte, während ich aufstand. So schnell würde mich so eine blöde Wand nicht fertigmachen. Ich schabte weiter! Und schabte und kratzte und schabte und hob schwere Steine aus der Wand. Nach dem siebten schien mir das Loch groß genug, um an der Mauer dahinter weiter zu kratzen. Ich tastete mich durch das Loch und befühlte die zweite Mauer. Sie schien frischer, fester als die erste. Womöglich würden mir eher der Schlüssel und die Finger brechen, als dass ich dort auch nur einen einzigen Stein lösen könnte? Es half nichts, ich hatte keine Wahl. Ich war mir sicher, keiner kannte den geheimen Gang, den ich durch meine Neugier und mit Hilfe der Holzscheibe entdeckt hatte. Dass ich es gewesen war, welche diese seltsame Scheibe, diesen Schlüssel, gefunden hatte, nach all den Jahren, die sie dort vermutlich gelegen hatte, grenzte schon an ein Wunder. Ich würde hier verrotten, wenn ich mir nicht selber half.

Ob meine Finger schon blutig waren? In der Dunkelheit konnte ich das nicht sehen, und das war gut so. Es dauerte eine Ewigkeit, bis ich den ersten Stein soweit gelockert hatte, dass ich ihn ein wenig, eine Winzigkeit bewegen konnte. Gleichwohl bewegte er sich und das gab mir erneut Hoffnung. Die aufkommenden Ängste überging ich tapfer und kratzte immer weiter und weiter. Nach einer Ewigkeit schaffte ich es tatsächlich den Stein herauszuziehen. Ich spürte trotz des Schlüssels meine Finger kaum noch. Müde ließ ich den kleineren Stein fallen und setzte mich gleich daneben. Ich wollte schlafen und zu Hause wieder erwachen. Ein böser Traum hatte Besitz von mir ergriffen und schien sich über mich lustig zu machen. Ich versuchte, mich auszuruhen und Kraft zu tanken und vermied an irgendetwas anderes zu denken, als daran, Steine aus Mauern zu lösen. Ich holte meine Wasserflasche und trank langsam ein paar Schlucke. Wer wusste schon, wann ich wieder an Wasser kam? Ich holte die Brottüte hervor und starrte ins Dunkle, eigentlich auf meine Hände. Hatte ich heute Morgen schon eine Ahnung gehabt oder weshalb hatte ich mir Brote geschmiert? War der Hunger schon so groß oder sollte ich lieber warten. Ich holte umständlich, ohne zu sehen, eine Klappstulle heraus und verstaute die restlichen wieder im Rucksack. Jeden Bissen kaute ich bedächtig. Schließlich fühlte ich mich wieder fähig, weiter zu arbeiten und stand auf. Viel Zeit verging, bis ich einen zweiten – und endlich auch einen dritten Stein hatte heraushebeln können. Ich versuchte nicht daran zu denken, wie viele Steine ich herausholen musste, um mir ein Loch zu schaffen, durch das ich hindurchpassen würde.

Ich machte mich daran auch den vierten Stein zu bearbeiten, als mich ein schreckliches Gefühl beschlich. Ich war nicht mehr allein im Raum. Jemand oder etwas stand in meiner unmittelbaren Nähe. Und warum war ich darüber nicht glücklich? Schließlich bedeutete dies, dass einer von dem Gang wusste und ich hier herauskam. Doch die Freude darüber wollte sich nicht einstellen.

Ich hatte Angst. Es war unheimlich. Ich hielt unvermittelt die Luft an und lauschte in die Dunkelheit.

Und da hörte ich es. Als würde jemand nach einem tiefen Tauchgang Luft holen. Ich hatte das Gefühl, mein Herz würde stehen bleiben. Da stand jemand, irgendwo, ganz in meiner Nähe. Sollte ich ihn einfach ansprechen? Warum sagte er oder sie nichts? Im Gegensatz zu mir kannte sich dieser Jemand bestimmt hier in der Dunkelheit in diesem Raum aus. Und warum hatte dieser Jemand keine Taschenlampe an? Meine Sinne waren bis zum Zerreißen gespannt, geschärft. Doch was konnte ich tun, wenn derjenige mir wirklich Böses wollte. Vielleicht hatte ich auch schon den Verstand verloren? Ich versuchte ganz flach zu atmen, damit er mich nicht hörte. Möglicherweise wusste er nicht, wo ich stand? Und wenn es ein Geist war? Das Gespenst des Schlosses? Ein spukender Urahn, der sich durch List Frauen in diese Kammer lockte, um ihnen beim langsamen Sterben zuzusehen?

Da war es wieder. Dieses Mal war der Atemzug kürzer und ein weiterer folgte. Am liebsten hätte ich laut losgeschrien. Ich spürte, wie mein Körper unwillkürlich zitterte. Es gab keinen Ausweg! Oder doch? Vorsichtig schob ich meine Hand weiter in das Loch, welches ich in den letzten, vermutlich, Stunden geschaffen hatte. Vielleicht lag dahinter die Rettung und Freiheit, die ich jetzt brauchte? Ich versuchte ganz leise zu sein und weiterhin jedes Geräusch wahrzunehmen. Da war nur das Atmen, das inzwischen gleichmäßiger geworden war. Konnte ich mich nicht in Luft auflösen? Ich sollte ihn oder sie einfach ansprechen, was konnte schon passieren? Alles, schoss es mir durch den Kopf! Ich hatte nichts zu verlieren, schob meine Hand weiter durch das Loch. Dahinter war nichts. Tatsächlich also ein Hohlraum, wie ich es mir erhofft hatte. Meine Hand befühlte die Umrandung des Lochs in der zweiten Mauer. Mein Herz schlug so laut, dass jeder es hören musste, egal wo er stand. Ich gestattete meinen Händen, die schützende Wand zu verlassen und weiter in die Leere, den Hohlraum, hineinzufühlen. Was würde ich wohl finden? Eine weitere Wand? Nichts? Ich hatte solche Angst!

Sorgen

Luisa hatte den Markt schon zum zweiten Mal abgesucht. Alanis war unauffindbar. Sie hatte mit Mattes und Leonhard die Burg von oben bis unten durchkämmt, nichts. Allmählich machte sie sich doch Sorgen. Das sah Alanis nicht ähnlich, sie verschwand nicht einfach ohne ein Wort. Irgendetwas musste geschehen sein. Sie trat aus dem Zelt. Den Markt schaffte Luisa auch ohne sie, wenn Mattes oder Leo ab und zu halfen, aber wie konnte sie einfach so verschwinden? Sie überlegte scharf, was hatte Alanis ihr erzählt? Sie kannte diese Burg schon länger, war ganz aus dem Häuschen gewesen, als sie erfahren hatte, dass dieses Jahr ausgerechnet hier ein mittelalterlicher Markt veranstaltet wurde. Und was hatte sie alles angestellt, um bloß dabei sein zu können! Vielleicht sollte sie doch noch einmal zur Burgverwaltung gehen und ein weiteres Mal mit dem Burgführer alles absuchen?

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