Manuela Tietsch - Die flüsternde Mauer

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Immer wieder zog es Alanis an dieselbe Stelle und jedesmal hatte sie das Gefühl, es käme ein Flüstern aus der Mauer. Bis zu dem Tag, an dem ihre Neugier siegte und sie, die vor Jahren gefundene geheinmisvolle neuneckige Holzscheibe, in die passende Öffnung schob. Dass es Magie wirklich gab, hätte sie sich niemals träumen lassen, doch sie muss mit Haut und Haar erleben, wie sie sich anfühlt.

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Mattes kam ihr entgegen. „Schon was Neues?“

Luisa schüttelte den Kopf. „Sollten wir mal nachfragen, ob es irgendwelche geheimen Gänge gibt, die nicht für Besucher zugänglich sind?“

Mattes nickte. „Wer geht zum Stand?“

Luisa überlegte kurz. „Geh du, ich suche noch mal nach ihr.“

Während Mattes zum Zelt ging, sagte er: „Ich zieh mich um, bis gleich.“ Er verschwand im Zelt.

Luisa schritt mit zügigen Schritten die Treppe, die vom großen Hof zum kleinen Vorhof führte, hinauf und weiter zum Eingang, in dem sich das Kartenhäuschen befand. Sie trat an die offene Scheibe. „Ich bin es schon wieder. Meinen Sie, es wäre noch einmal möglich mit dem Burgführer zu reden?“

Die Kassiererin blickte nicht sehr begeistert zu ihr auf, nickte ergeben. „Ich werde ihn rufen, Augenblick.“ Sie griff nach dem Telefonhörer, wählte eine Nummer und horchte. Nach einem Augenblick sagte sie in die Sprechmuschel: „Hier ist noch einmal die Frau wegen der Vermissten.“ Sie horchte auf das, was am anderen Ende gesagt wurde und nickte, während sie auch schon wieder auflegte. „Gehen Sie bitte durch die Halle und warten dort auf Herrn Lesinski, er kommt gleich.“

Luisa bedankte sich und ging zum Ende der Halle. Sie musste nicht lange warten, sie hatte ihn wohl beim Essen gestört. „Tut mir leid, ich mach mir Sorgen, das entspricht nicht ihrer Art, ohne ein Wort zu verschwinden.“

Herr Lesinski kniff die Lippen zusammen. „Wir haben doch schon alles abgesucht.“

„Ich dachte mir, dass es noch irgendwelche Geheimgänge gibt, wo die Besucher sonst nicht hin dürfen. Alanis ist neugierig und sie war schon öfter hier auf dieser Burg, deswegen.“

„Es gibt keine Gänge und auch keine Verstecke oder Verliese, jedenfalls nichts, wo neugierige Besucher einfach so hineinspazieren könnte.“

Luisa versuchte ihn flehentlich anzusehen. „Fällt Ihnen nichts ein?“

Er schüttelte schon ungehalten den Kopf. „Ich sagte es bereits. Wenn Sie wollen, gehen wir noch einmal durch die Burg, das ist mein letztes Angebot.“

Luisa nickte dankbar. „Das ist nett, wirklich, danach bin ich bestimmt beruhigter.“

Sie folgte ihm durch die Gänge und er schloss sogar den einen oder anderen Raum auf, damit sie hineinsehen konnte. Von Alanis fehlte jede Spur. Am Ende erreichten sie die große Halle von einem anderen Gang aus. Luisa bedankte sich noch einmal und machte sich auf den Weg zum Stand. Sie verstand nicht, was hier geschah. War Alanis womöglich nach draußen gegangen und den Berg herunter gestürzt? Sollten sie einen Suchtrupp auftreiben und den Berg um die Burg absuchen? Mit einem schlechten Gefühl in der Magengegend ging sie zum Markt. Vermutlich war es das Beste, wenn sie noch wartete? Wie viele Stunden waren inzwischen vergangen, sechs oder schon sieben, acht? Sie hatte den Überblick verloren. Wahrscheinlich rief Alanis bald an und entschuldigte sich, weil sie nicht Bescheid gegeben hatte. Luisa glaubte selber nicht, was sie dachte. Ein Unglück war passiert, Alanis war die Zuverlässigkeit in Gestalt. So etwas hatte Luisa noch niemals erlebt. Sie beschloss, Mattes und Leo loszuschicken, um einen Suchtrupp zusammenzustellen. Sie mussten sich beeilen, denn in ein, zwei Stunden wurde es bereits dunkel.

Nicht allein

Ich hielt die Luft an, als sich meine Hand weiter in der dunklen Leere umsah. Jäh stieß ich auf Widerstand. Die Leere war gar nicht so leer wie gedacht. Es fühlte sich an wie Stoff. Das Gewebe eines Stoffes, der auseinanderzufallen drohte, als ich darüber strich. Unwillkürlich zuckte ich zusammen, als mir klar wurde, dass der Stoff sich warm anfühlte. Und da war es wieder, das Atmen, ganz nah. Meine Hand lag noch auf dem Stoff in der Dunkelheit, ich spürte, wie der Stoff sich in gleicher Regelmäßigkeit wie der Atem hob und senkte. Meine Hand lag offenbar auf einem Brustkorb und der Atem, den ich die ganze Zeit vernommen hatte, kam aus dem Loch. Dort auf der anderen Seite stand ein Mensch und dem Brustkorb nach ein Mann. Ein eisiger Schauer lief mir über den Rücken. Ich musste meine Hand herausziehen, sofort! Noch bevor ich meinem Trieb nachgeben konnte, wurde sie plötzlich gegriffen und festgehalten. Ich schrie laut auf. Ich hatte solche Angst. War das der Geist? Ich konnte die langen gekrümmten Fingernägel spüren, wie Krallen.

Der Mann auf der anderen Seite schrie ebenfalls auf. Ich versuchte meine Hand wegzuziehen, doch er hatte Kraft und hielt mich fest. Leise, beschwörend begann er zu sprechen:

„Helfet mir, wer auch immer ihr seyn möget.“

Er ließ los, allerdings nur, um seine Hände an meinem Arm entlang zu führen bis zur Öffnung des Loches. Ich zog erneut, doch er hielt mich.

„Bitte,“ rief er mit verzweifelt klingender Stimme, „bitte gehet nicht fort, lasset mich nicht alleyn!“

Noch während ich am Zerren war, um meinen Arm loszubekommen, drang der Sinn seiner Worte zu meinem Bewusstsein durch. Er hatte Angst, wie ich. War er womöglich wie ich hier heruntergefallen und wartete auf Hilfe? Das würde bedeuten, meine Hoffnung einen Weg nach draußen zu finden, war umsonst gewesen. Er hatte die gleiche Angst, hier in der Dunkelheit allein zu sein, wie ich. Warum wusste ich nicht, doch mein Widerstand wurde bedeutend schwächer. Ich rang mich durch, ihn anzusprechen.

„Wer sind Sie und was machen Sie da drinnen? Wo gibt es einen Weg nach draußen?“

„Wo ihr stehet, da gäb es keynen Weg nach draußen?“, fragte er nach.

Ich schüttelte den Kopf und wurde mir erst im zweiten Augenblick bewusst, dass er das nicht sehen konnte. Er war also so eingesperrt wie ich. „Nein, hier gibt es nicht einmal eine Tür!“

„Ihr seyd eyne Frouwe oder gar eyn Frouwelin?“, fragte er in die Dunkelheit.

Ich spürte wie er zitterte, noch stärker als ich selbst. Er musste vom Markt sein, der Sprache nach. Es war jedoch ganz schön abgefahren, in solch einer schrecklichen Lage, die Marktsprache zu benutzen. War er ein Irrer?

„Mein Name ist Alanis“, antwortete ich ihm.

„Könnet ihr mir gar helfen?“ Ein Zittern lag in seiner Stimme, die ansonsten angenehm wohltönend klang, als hätte er Angst ich würde mich plötzlich in Luft auflösen oder ihn dort stehen lassen und gehen.

„Ich weiß nicht,“ hörte ich mich sagen, „ich kann versuchen die Steine weiter zu lockern, bis Sie hindurchpassen.“

Seine Finger wanderten tastend wieder nach unten bis zu meinem Handgelenk, los ließ er mich nicht.

Mit einer Hand hielt er sie fest und es kostete ihn unendlich viel Kraft dies zu tun, auch weil seine Nägel im Weg waren. Doch wenn er sie losließ, dann ging sie womöglich und das konnte er nicht wagen. Nicht jetzt, nachdem sie ihn aus seinem Schlaf geweckt hatte. Er würde jämmerlich zugrunde gehen. Spürte sie seine Angst? Wer war sie? Er erkannte ihre Stimme nicht. War sie eine der Bedienerinnen? Oder eine Hofdame, die bei seiner Familie zu Besuch war? Er suchte mit seiner freien Hand vorsichtig nach dem Dolch. Wenn er nach unten fiel, war alles verloren. Schließlich bekam er ihn zwischen die Finger und zog ihn heraus. Wenn er ihn ihr übergab, dann war er jegliche Hoffnung los. Hatte er eine Wahl? Sie war seine einzige Möglichkeit in die Freiheit zu gelangen. Er legte ihr den kalten Dolch in die Hand. Sie zuckte zurück und fragte erschrocken:

„Was, was ist das?“

„Eyn Dolch, der helfet euch, da ihr so gnädig seyd die Steyne freyzukratzen.“

„Warum haben Sie es denn nicht selber schon gemacht?“ Sie war misstrauisch.

„Das hätt ich, doch die Steyne wären gar viel zu fest gewesen. Ich hätt es nicht geschaffet. Außerdem hätt ich eyne lange Zeyt geslafen.“

Er hielt mich noch immer fest. Wie lange war er schon hier unten eingesperrt gewesen? Ich konnte ihm schon nach dieser kurzen Zeit nachfühlen, wie schrecklich es war.

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