Claudia Mathis - Geschichten des Windes

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Dunnottar Castle, Schottland im Jahre 1689:
Der junge Alleinerbe des Lairds findet die geheimnisvolle Reisebeschreibung einer Weltumseglung. Sofort wird er von unbändiger Sehnsucht nach Abenteuer und fernen Orten gepackt. Gemeinsam mit seinem besten Freund wagt er es einige Jahre später, dem von Eintönigkeit und Konventionen geprägten Dasein auf der Burg zu entrinnen. Ein aufregendes Leben ohne jegliche Sicherheit oder Garantie beginnt. Als sich die beiden schließlich Richtung Westen aufmachen, eröffnet sich ihnen eine völlig neue Welt mit ungeahnten Erlebnissen, Herausforderungen und moralischen Konflikten.
Wohin wird diese Reise führen?

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Der Junge wuchs mit der Gewissheit auf, dass seine Eltern in der Neuen Welt lebten und ihn sehr leibten. Er schwor sich, einmal ein Kapitän zu werden und seine Eltern eines Tages zu besuchen. Als er sein Vorhaben im Alter von 31 Jahren tatsächlich in die Tat umsetzen konnte, fand er anstatt seiner Eltern nur noch Geschichten über sie. Sie waren leider kurz vorher gestorben. Doch sie hatten eine Tochter hinterlassen. Wilhelm handelte mit der Niederländischen Westindien-Kompanie einen Vertrag aus, in dem festgelegt war, dass er mit der Zeeland zwischen den Niederländern in der Kolonie und ihrem Mutterland pendeln durfte, um Informationen und Waren auszutauschen. So konnte er mit seiner neun Jahre jüngeren Schwester und seinen dort gewonnenen Freunden Kontakt halten. Als die Niederländische Westindien-Kompanie im Jahr 1674 stark umstrukturiert wurde, segelte Wilhelm fortan unter englischer Flagge.

Wilhelm hatte Sean und Arthur gewarnt, wie gefährlich und strapaziös eine solche Atlantiküberquerung sei, freute sich dennoch insgeheim, dass die beiden mitfuhren. Er empfand für diesen jungen, klugen, ehrgeizigen Mann und seinen treuen Begleiter auf Anhieb Sympathie.

Dreizehn

An den Stallmeister Tevin Burton Amsterdam, 15. März 1697

und seine Familie Republik der Sieben Vereinigten Provinzen

zu Händen

Laird A.A. McCunham

Dunnottar Castle

Schottland

Liebe Eltern.

Ich hoffe inbrünstig, dass Euch dieser Brief erreicht und dass der Laird so großherzig ist, ihn Euch vorzulesen.

Ich lebe.

Die letzten fünf Jahre quälte ich mich damit, ob ich Euch eine Nachricht von mir schicken soll oder nicht. Es hat mir keine Ruhe gelassen.

Mir geht es gut.

Wenn dieser Brief unterwegs sein wird, befinde ich mich doch tatsächlich auf einem Schiff! Und wir segeln in die Neue Welt!

Die letzten fünf Jahre war ich mit Sean - ihm geht es gut - auf Schiffen in ganz Europa unterwegs gewesen. Wir haben viel über das Segeln gelernt, und Sean brachte mir auch das Schreiben bei.

Anfangs hat mir das Segeln gar nicht gefallen, meinem Magen noch viel weniger. Doch ich habe mich daran gewöhnt und nun mag ich es sogar. Nicht so sehr wie Sean, er geht völlig in seiner Tätigkeit als Seemann auf. Ihm habe ich es auch zu verdanken, dass ich jetzt nach Amerika unterwegs bin. Es war sein Traum.

Ich vermisse Euch schrecklich.

Ich hoffe, dass mich mein Weg eines Tages wieder nach Dunnottar Castle führt.

Viele Grüße an meine Geschwister.

Euer Euch liebender Sohn Arthur

Vierzehn

- 1697 -

Keuchend lag Sean am Boden des klitschnassen Decks. Verzweifelt versuchte er, sich an irgendetwas festzuhalten, was nicht lose war. Doch der Boden schaukelte dermaßen, dass es ihm nicht gelang. Er rutschte über die Planken und knallte hart an die Reling. Schmerzen durchzuckten ihn wie Blitze. Automatisch ging seine Hand zur Region unterhalb seiner Brust. Unter größter Anstrengung gelang es ihm, sich aufzurichten, er konnte doch ein Tau fassen und zog sich daran hoch. Seine Rippen brannten.

Da kam eine riesige Welle und überspülte das Deck mit eiskaltem Wasser. Sean flog einen hohen Bogen Richtung Meer und dachte schon, alles wäre zu Ende und er würde über Bord gehen. Doch sein Griff hatte sich nicht gelockert und er fiel wieder auf das Deck. Schmerzen! Er musste irgendwie hochkommen, bevor der nächste Brecher kam. Sean biss die Zähne zusammen. Halb kroch er, halb schlitterte er, bis er aufatmend einen Mast erreichte. Geschafft! Sean umklammerte den Großmast. Und wurde wieder überspült.

Erst jetzt bemerkte er seine Kameraden wieder, die ebenfalls gegen den Sturm ankämpften.

„Noch ein Mann ans Ruder! Kurs halten!“, hörte er den Kapitän brüllen.

Schon seit vielen Stunden peitschte der Regen erbarmungslos und der Wind pfiff unaufhörlich. So einen Sturm hatte Sean noch nicht erlebt. Er war hundemüde. Da alle gebraucht wurden, um das Schiff vor dem Untergehen zu retten, durfte sich niemand ausruhen. Sean hatte Arthur schon länger nicht mehr gesehen und er hoffte inständig, dass es seinem Freund gut ging.

Seans Kleidung klebte klitschnass an seiner kalten, halb erfrorenen Haut. Alles an ihm war nass, doch das bemerkte Sean kaum, da der Sturm seine volle Aufmerksamkeit forderte.

Da! Ein reißendes Geräusch! Der Alptraum eines jeden Seemannes. Ein Segel war gerissen! Schon das Zweite! Aber welches?

„Das Focksegel! Los, bergen!“, hörte Sean da jemanden rufen. Man musste das Segel schnell einholen und zusammenpacken, damit überhaupt eine Chance bestand, es später nähen zu können. Das wurde Sean auf seinen Reisen immer wieder eingebläut.

Sean taumelte auf den schaukelnden, von Gischt überspülten Planken zum Bug des Schiffes und versuchte, mit seinen nassen Händen die Wanten am Fockmast emporzuklettern. Durch die tiefgrauen Wolken am Himmel war es fast so dunkel wie in der Nacht. Immer wieder rutschte Sean am Seil ab, schaffte es aber doch unter Ächzen und Stöhnen hinauf bis zum gerissenen Segel. Seine gebrochene Rippe bemerkte er durch das ausgeschüttete Adrenalin nicht. Er stand in schwindelerregender Höhe und hielt sich mühsam am Mast fest. Ein anderer Matrose, den Sean hinter dem Regenvorhang nicht erkannte, war vor ihm oben. Mit eiskalten, fast tauben und enorm schmerzenden Händen wickelten sie das glitschige, durch die Nässe unerhört schwere Leintuch zusammen und sicherten es mit einem Seil. Sean wurde schwindlig, doch er musste wieder hinunter.

Plötzlich hörte er einen markerschütternden Schrei aus der Kombüse. Kaum am Boden angekommen, machte Sean sich auf den unter diesen Bedingungen fast unmöglich zu bewältigenden Weg zur Schiffsküche. Er öffnete vorsichtig die Tür, doch der Wind entriss sie ihm und sie knallte donnernd an die Wand. Sean schaute in die Kombüse, doch seine Augen mussten sich zuerst an die noch größere Dunkelheit im Inneren gewöhnen. Dann sah er das Chaos.

Die Töpfe lagen überall verstreut herum. Der Sturm war erschreckend plötzlich über das Schiff hereingebrochen und es bestand anscheinend keine Möglichkeit, sie rechtzeitig zu sichern. Es sah aus, als ob eine Proviantkiste explodiert wäre. Auf den Schränken, an den Wänden und auf dem Boden, überall zermatschtes Gemüse, aufgeweichtes Brot, Stücke von gepökeltem Schweinefleisch, halb ausgenommene Fische. Doch all das war kaum die Ursache für den Schrei, dachte sich Sean.

Erst jetzt hörte er ein Wimmern. Sean blinzelte durch den Raum, versuchte, das Geräusch zu orten. Das war nicht leicht bei dem ohrenbetäubenden Krach der Zeeland und des Sturms. Ächzendes Holz, prasselnde Segel und heulender Wind lärmten um die Wette. In einer Ecke sah er eine Gestalt liegen. Sean bahnte sich einen Weg durch die Lebensmittel und klammerte sich dabei an alles, was fest war. Bei der Gestalt angekommen, erkannte er, dass es sich um Piet, den deutschen Schiffskoch, handelte. Dieser streckte Sean eine Hand entgegen und schrie in schlechtem Englisch:

„Oh, danke, dass du da bist, Mann! Mein Bein!“

Und jetzt sah es Sean. Ein langes Messer zum Fisch filetieren ragte aus dem Oberschenkel des jungen Mannes. Auch das hatte man anscheinend nicht gesichert. Sean überlegte, was zu tun war. Eigentlich müsste er den Schiffsarzt holen. Doch wie sollte er herausfinden, wo sich Aderito in diesem Moment aufhielt? Ihn zu suchen war ausweglos. Aber Piets Wunde musste versorgt werden, jetzt.

Unter Schmerzen kniete Sean sich hin. Die große Frage war, ob er das Messer herausziehen sollte. Denn dann würde das Blut nur so fließen. Sean wusste, dass im Oberschenkel besonders viel Blut war. Das hatte er schon selbst erlebt, als er einmal in Piräus, dem Hafen von Athen, in einer Hafentaverne in einen Kampf verwickelt worden war. Sean schüttelte diese Gedanken schnell ab und versuchte, sich wieder auf die Situation zu konzentrieren.

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