Claudia Mathis - Geschichten des Windes

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Dunnottar Castle, Schottland im Jahre 1689:
Der junge Alleinerbe des Lairds findet die geheimnisvolle Reisebeschreibung einer Weltumseglung. Sofort wird er von unbändiger Sehnsucht nach Abenteuer und fernen Orten gepackt. Gemeinsam mit seinem besten Freund wagt er es einige Jahre später, dem von Eintönigkeit und Konventionen geprägten Dasein auf der Burg zu entrinnen. Ein aufregendes Leben ohne jegliche Sicherheit oder Garantie beginnt. Als sich die beiden schließlich Richtung Westen aufmachen, eröffnet sich ihnen eine völlig neue Welt mit ungeahnten Erlebnissen, Herausforderungen und moralischen Konflikten.
Wohin wird diese Reise führen?

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Er hatte eigentlich nie vor, über den Atlantik zu segeln. Zu groß war seine Angst vor diesen unberechenbaren Wassermassen und den unbändigen Winden und Stürmen auf hoher See. Und, das musste er zugeben, er fürchtete sich vor den unbekannten Dingen, die auf dem Atlantik und vor allem auf dem anderen Kontinent warteten. Natürlich wusste man als Seefahrer nie, was als Nächstes passieren würde, aber es war doch bis jetzt immer das relativ zivilisierte Europa gewesen, mit dem er sich auseinandersetzen musste.

Wieder einmal erinnerte sich Aderito an den schicksalsträchtigen Abend in der Pompa 22, seiner Lieblingstaverne in Lissabon, als ein Raunen durch die Gäste ging. Ein etwas verwahrloster, älterer Mann mit gezwirbeltem Schnurrbart hatte gerade den Raum betreten. Aderitos Tischnachbarn tuschelten und er hörte mit halbem Ohr nur „Kapitän Wilhelm … Atlantiküberquerung“. Er wurde hellhörig. In seinem bisherigen Leben als Schiffsarzt hatte er nur selten Leute kennengelernt, die dieses risikoreiche Abenteuer gewagt hatten. Neugierig bahnte sich Aderito den Weg zu diesem Kapitän und setzte sich in seine Nähe. Den ganzen Abend lang beobachtete er damals diesen älteren aber immer noch energievollen Mann und bemerkte, wie ihn dessen gewinnende Art in den Bann zog. Aderito hörte seine aufregenden Geschichten und bekam immer mehr Lust, sich mit ihm zu unterhalten. Kapitän Wilhelm blieb lange in dem Lokal, länger noch als seine Bewunderer. Obwohl Aderito ein eher schüchterner Mann war, ergriff er nun die Gelegenheit und sprach den Kapitän an.

„Äh, hallo. Darf ich Euch eine Frage stellen?“ Ohne auf die Antwort zu warten, redete er nervös weiter. „Ich habe mitbekommen, dass Ihr bald über den Atlantik segelt. Stimmt das?“

„Ja, in der Tat, mein Freund“, entgegnete ihm der Kapitän laut und freundlich und zwirbelte dabei hingebungsvoll seinen Bart.

„Das ist höchst interessant!“ Begeistert wurde Aderito mutiger: „Wann lauft Ihr aus?“

„In zwei Wochen. Wollt Ihr mitfahren?“, fragte er scherzhaft.

Aderito war so verblüfft, dass ihm der Mund offen stehen blieb. So etwas hatte ihn noch niemand gefragt. Über den Atlantik segeln! Einfach verrückt!

„Ich bin Wilhelm, mein Freund. Und Ihr?“, fragte er unvermittelt.

„Aderito.“ Er drückte die ihm gebotene Hand.

„Und? Was sagt Ihr? Ich brauche dringend noch mutige Männer.“ Wilhelm schaute Aderito intensiv an. Seine tiefblauen Augen funkelten.

„Ich bin mutig“, entgegnete Aderito überrumpelt.

„Na dann ist es abgemacht. Wir sehen uns morgen früh am Hafen bei der Zeeland. “ Wilhelm reichte dabei dem verdutzten Aderito erneut die Hand und verließ unvermittelt mit einem Nicken die Kneipe. Dem Kapitän hatte der ruhige, zurückhaltende Mann von Anfang an gefallen und mit seinem untrüglichen Blick konnte er sofort erkennen, dass dieser ein guter Matrose war.

Aderito saß nach dem seltsamen Gespräch lange schweigend auf seiner Bank. Er konnte nicht fassen, was gerade geschehen war. Habe ich gerade einer Atlantiküberquerung zugestimmt?, dachte er kopfschüttelnd.

Später in seinem Bett konnte er die ganze Nacht nicht schlafen. Er fragte sich unentwegt, ob er morgen zum Hafen gehen sollte oder nicht.

Aus für ihn unerklärlichen Gründen fand sich Aderito am nächsten Morgen tatsächlich am Hafen wieder. Die Sonne schaute schüchtern durch den Wald der Segelmasten hindurch und die Schiffe schaukelten gemütlich auf den flachen Wellen. Es würde ein herrlicher Tag werden. Nach kurzem Suchen stand er schließlich staunend vor dem wunderschönen Schiff mit dem Namen Zeeland .

„Guten Morgen Aderito. Was sagt Ihr zu meinem Mädchen?“

Aderito drehte sich erschrocken um und erkannte Kapitän Wilhelm. „Sie ist wunderschön!“, schwärmte Aderito und bewunderte den schlanken bordeauxroten Rumpf mit den geschwungenen weißen Lettern. Wie atemberaubend sie erst mit vollen Segeln war, würde er bald erfahren. Es war niemand auf dem Schiff, was Aderito wunderte.

„Morgen beginnen wir mit dem Beladen, ich gehe davon aus, Ihr seid dabei?“

Aderito, der sich das Schiff eigentlich nur anschauen wollte, verspürte ein aufregendes Kribbeln im Körper und er hatte plötzlich große Lust, sich auf dieses Abenteuer einzulassen. Zumal er gerade keinen Arbeitsvertrag hatte und mehr schlecht als recht von seinem Ersparten lebte. „Wohin geht eigentlich die Reise und wie lang wird sie ungefähr dauern?“, fragte Aderito noch geistesgegenwärtig. Als ob das jetzt noch irgendeine Bedeutung für ihn hätte. Innerlich war er schon voll dabei.

„Mein Ziel ist die Kolonie New York im Nordosten von Amerika. Wie lange? Normalerweise braucht meine Schöne ungefähr drei bis vier Monate für die Überfahrt. Kommst du also morgen?“

So lange? Aderito schluckte kurz. Er empfand den Wechsel zum „du“ irritierend und angenehm zugleich. Als der Kapitän das verdutzte Gesicht seines Gegenübers wahrnahm, ergänzte dieser:

„Auf meinem Schiff geht es nicht so förmlich zu. Wir sind eine Familie.“

Aderitos vorherige Kapitäne hatten alle die Distanz zu ihrer Mannschaft bewahrt und immer wieder betont, dass sie wichtiger wären als die anderen Matrosen. Er bemerkte sofort, dass dieser Wilhelm anders war. Dies nahm ihn noch mehr für ihn ein und sein Entschluss stand nun fest.

Deshalb bin ich jetzt hier in diesem winzigen Schiff auf diesem riesigen Ozean , dachte Aderito seufzend. Er zog müde seinen nassen, sonst so weichen braunen Wollmantel und seine Lederweste mit den schönen bronzenen Knöpfen aus. Die klamme schwarze Leinenhose und das schlaffe weiße Leinenhemd ließ er nachlässig auf den Boden fallen. Dann gähnte er lange und legte sich in sein Bett. Als Bordarzt hatte er eine Kammer für sich, die ziemlich geräumig war durch den zusätzlichen Platz, den die Patientenpritsche und seine medizinischen Instrumente benötigten. Beim Einschlafen dachte Aderito noch einmal an Piet und schickte ihm einen stummen Genesungsgruß.

Sechzehn

- 1697 -

Der übernächste Morgen brach an und die glühend-rote Sonne tauchte das Meer in ein sphärisches Orange. Gleichmäßig schlugen die Wellen bei gutem Wind an den Schiffsrumpf. Sean schaute sich das Schauspiel von der Reling aus an. Das Wort friedlich schoss ihm durch den Kopf und er nickte zufrieden.

Au! Seine Rippe wollte ihm die Ruhe nicht gönnen. Jede Bewegung des Oberkörpers tat weh. Vielleicht sollte ich doch einmal Aderito aufsuchen. Sean hatte sich nicht getraut, weil er nun wusste, dass er bei Piet falsch gehandelt hatte. Nach Aderitos kleiner Versammlung gestern wusste jeder auf dem Schiff, wie man sich in so einem Fall wie Piets richtig verhalten würde. Daraufhin ertappte Sean seine Mitmatrosen immer wieder dabei, wie sie über ihn redeten und dabei den Kopf schüttelten. Doch das würde vergehen, redete Sean sich ein.

Die Mannschaft hatte jetzt 37 Tage seit dem Auslaufen in Lissabon kein Land mehr gesehen und für Sean entwickelte sich dies als große Herausforderung. Er musste an den geheimnisvollen Autor denken, der berichtete, ganze 68 Tage ohne Land gewesen zu sein. Bisher war für Sean das Festland selten mehr als einen Tag außer Sichtweite gewesen. Denn auch im Mittelmeer folgte man meist den Küstenlinien. Bei so einem kleinen Meer konnten sich auch die Wellen nicht so hoch auftürmen wie im Ozean. Es war eine ganz andere Sache, auf dem Atlantik zu segeln, was Sean ja schmerzlich bei dem letzten Sturm gemerkt hatte. Wieder einmal bewunderte er Wilhelms Navigationskunst. Ihr nächstes Ziel war die Inselgruppe der Azoren. Würden sie diese Inseln überhaupt finden? Wenn nicht, wäre das ihr sicherer Tod, weil sie unbedingt ihre Vorräte wieder auffüllen mussten, wenn sie in die Neue Welt kommen wollten. Sean fühlte sich verloren, rings um ihn Wasser, und es überstieg seine Vorstellungskraft, wie viel Wasser es sein mochte. Die Zeeland war zu einer Ameise geschrumpft und es würde nicht auffallen, wenn das riesige Meer sie einfach verschluckte. Sean lief es kalt den Rücken hinunter und er versuchte, an etwas Erfreulicheres zu denken.

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