Claudia Mathis - Geschichten des Windes

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Dunnottar Castle, Schottland im Jahre 1689:
Der junge Alleinerbe des Lairds findet die geheimnisvolle Reisebeschreibung einer Weltumseglung. Sofort wird er von unbändiger Sehnsucht nach Abenteuer und fernen Orten gepackt. Gemeinsam mit seinem besten Freund wagt er es einige Jahre später, dem von Eintönigkeit und Konventionen geprägten Dasein auf der Burg zu entrinnen. Ein aufregendes Leben ohne jegliche Sicherheit oder Garantie beginnt. Als sich die beiden schließlich Richtung Westen aufmachen, eröffnet sich ihnen eine völlig neue Welt mit ungeahnten Erlebnissen, Herausforderungen und moralischen Konflikten.
Wohin wird diese Reise führen?

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Sean und Arthur würden die nächste Wache gemeinsam Dienst haben und waren zum Kochen eingeteilt. Piet ging es zwar immer besser, aber er durfte sein Bein nicht belasten. Also war der Speiseplan alles andere als appetitlich, weil keiner aus der Mannschaft je einen Kochlöffel geschwungen hatte. Während sie mühsam eine Zwiebelsuppe vorbereiteten, konnten sich die Freunde ungestört unterhalten. Arthur stand treu zu Sean und schaute ihn nicht so vorwurfsvoll an wie die anderen. Weil es auf dem Schiff so viel zu tun gab und sie häufig unterschiedliche Wachen hatten, sahen sich die beiden oft eine ganze Weile nicht. Der gewohnte Austausch fehlte ihnen.

Sean hatte schon bemerkt, dass das Segeln für Arthur nicht so eine Erfüllung war wie für ihn. Aber sein Freund fügte sich der harten Arbeit und schien sich durch seine soziale Art mit den meisten Matrosen gut zu verstehen. Er war ein Mensch, den man einfach mögen musste.

Sean stand sich oft selbst im Weg, weil er über so vieles nachdenken musste und viel kritischer an die meisten Dinge heranging. Häufig war er unsicher im Umgang mit anderen Menschen. Vielleicht lag es an seiner Veranlagung - er ertappte sich immer häufiger dabei, ähnlich menschenscheu wie sein Vater zu reagieren - aber auch seine anfangs so isolierte Kindheit trug sicher dazu bei.

Besonders große Schwierigkeiten hatte Sean mit Raul, dem 1. Steuermann. Der relativ kleine, äußerlich unscheinbare Mann spielte sich durch sein aufdringliches Verhalten in den Mittelpunkt und glich so seine fehlende Größe wieder aus. Seine laute, schnarrende Stimme konnte man schon von Weitem hören und sobald er in der Nähe war, erstarben alle Gespräche. Es war einfach unmöglich, sich vernünftig zu unterhalten, wenn er in der Nähe war. Raul hatte immer etwas zu erzählen. Oft vergaß er, englisch zu sprechen und redete einfach unaufhörlich in seiner Muttersprache Katalanisch. Raul kam aus Andorra, einem Land, von dem Sean noch nie zuvor gehört hatte. Als Sean Wilhelm am Anfang der Reise zu dessen 1. Steuermann befragte, erzählte er ihm, dass Andorra in einem Hochtal der Pyrenäen zwischen Spanien und Frankreich liege. Es wäre sehr einsam und gebirgig dort. Sean konnte sich vorstellen, dass sich bei Raul diese Einsamkeit aufgestaut hatte und nun hervorbrach. Aber trotzdem: Raul war ein anstrengender Zeitgenosse und Sean fragte sich, wie er zum Posten des 1. Steuermanns gekommen war.

„He! Du Träumer!“ Arthur stieß seinen Ellenbogen in Seans Seite.

„Au!“ Sean krümmte sich mit schmerzverzerrtem Gesicht. „Wie oft soll ich dir noch sagen, dass meine Rippe gebrochen ist?“, presste er hervor.

„Oh, tut mir leid!“ Arthur legte das Messer hin und wollte Sean die Hand auf die Schulter legen. Dieser zog sich zurück und krümmte sich erneut.

„Diese verdammte Rippe!“

„Wie geht`s dir eigentlich? Piet wird schon wieder!“, wollte Arthur ihn aufmuntern.

„Geht so“, murmelte Sean. Er wollte an dieses Thema nicht denken. Er hatte sich schon genug den Kopf darüber zerbrochen. „Und dir?“

Arthur kämpfte immer noch mit sich. Eigentlich wollte er seinem Freund erzählen, dass er einen Brief an seine Eltern geschrieben hatte, aber er fürchtete sich vor Seans Reaktion.

„Prima! Ich wollte schon immer mal eine Suppe kochen“, versuchte er seine gedrückte Stimmung zu überspielen. Den beiden liefen schon die Tränen vom Zwiebel schneiden. Die Lebensmittel wurden langsam knapp und es gestaltete sich immer schwieriger, etwas Vernünftiges auf den Tisch zu bekommen. Sie konnten eigentlich nur hoffen, dass ihnen bis zu ihrem nächsten Ziel genug Fisch ins Netz ging und das Trinkwasser reichen würde. Die Tagesrationen schrumpften schon.

Sean hatte auch schon länger etwas auf dem Herzen.

„Wie findest du eigentlich diese Reise? Weg von Europa?“

„Hm, bis jetzt noch nicht so toll, aber ich hoffe, wir werden viele aufregende Dinge erleben“, sagte er diplomatisch. Auf ihren vorherigen Reisen hatte Arthur immer das Gefühl, nicht allzu weit von zu Hause entfernt zu sein und redete sich dann immer wieder ein, jederzeit wieder nach Dunnottar Castle zurückkehren zu können. Aber jetzt…. Ihr Ziel war nicht nur weit weg, sondern auch durch diesen riesigen Ozean von seiner Heimat getrennt. Arthur lag oft nachts in seiner Koje und hatte Angst um sein Leben. Und ebenso oft dachte er, es wäre ein riesiger Fehler, hier auf diesem winzigen Schiff über den erbarmungslosen Ozean zu segeln. Aber das konnte er Sean nicht sagen. Sean war jetzt seine Familie. Und auch ein paar von den Matrosen konnte er inzwischen als Freunde bezeichnen.

„Ja, das hoffe ich auch!“

Sean hatte die melancholische Stimmung seines Freundes nicht bemerkt. Ihm fehlte oft das nötige Feingefühl für die Gefühle seiner Mitmenschen.

„So, ich glaube, alle Zwiebeln sind jetzt geschnitten. Gott sei Dank!“, schniefte Arthur. Er wischte sich den Rotz mit dem Ärmel weg. „Was machen wir jetzt?“

„Hm, ich gehe nochmal zu Piet und frage ihn. Wartest du hier und bewachst sie?“, fragte Sean mit einem Schmunzeln.

„In Ordnung!“

Sean ging zur Kombüsentür und atmete erleichtert auf, als er sie öffnete. Der penetrante Zwiebelgeruch verflüchtigte sich etwas. Mit freier Nase und neuer Zuversicht im Herzen lief er zu der Kammer, in der Piets Koje war. Er öffnete leise die Tür mit dem Verdacht, dass Piet vielleicht schliefe. Doch als er zu Piets Koje ging, empfingen ihn wache strahlende Augen. Piet freute sich immer über Besuch, er durfte sogar schon ein paar Schritte laufen, war aber noch schwach vom Blutverlust.

Am Anfang war es für Sean sehr unangenehm gewesen, den Koch zu besuchen. Er hatte ein unendlich großes schlechtes Gewissen, wenn er ihn sah. Doch bald konnten sie sich aussprechen und Sean erkannte, dass Piet ihm nicht böse war.

„Hallo Piet. Was müssen wir machen, wenn wir die Zwiebeln geschnitten haben?“, wollte Sean wissen.

Piet erklärte die einzelnen Schritte für die Zubereitung der Suppe.

„Wie geht es dir eigentlich?“

Piet lächelte. „Es tut zwar noch höllisch weh, aber es wird besser. Ich kann mir immer noch nicht erklären, wie das eigentlich passiert ist. Wegen meiner Unvorsichtigkeit kriegt die ganze Mannschaft nichts Ordentliches zu essen.“ Piet schüttelte resigniert den Kopf.

„Daran bist nicht nur du Schuld. Wir haben einfach nicht mehr viele Lebensmittel. Da könntest selbst du nichts Gescheites mehr zubereiten“, entgegnete Sean.

„Da hast du Recht. Wenn wir nicht bald Land sehen, sieht es trübe aus.“

Wie auf Stichwort hörten sie plötzlich laut jemanden rufen:

„Land in Sicht! Land in Sicht!“

Sean hielt kurz inne, dann sprintete er an Deck und vergaß dabei ganz den armen Piet, der sich unbeholfen aus seiner Koje schälte. Sean rannte keuchend zur Reling. Und tatsächlich! Ganz hinten am Horizont konnte er etwas Schwarzes erkennen und er bildete sich ein, dass es größer wurde. Sein Herz machte einen Sprung. Sean musste unbedingt Arthur Bescheid sagen!

Siebzehn

- 1697 -

Keine fünf Minuten später hatten sich ohne Ausnahme alle 91 Seemänner an Deck der Zeeland versammelt. Piet wurde von einem Matrosen gestützt. Gespannte, erwartungsvolle Blicke wechselten immer wieder zwischen dem größer werdenden Land am Horizont und dem Kapitän. Dieser stand auf der Brücke und schaute erhaben auf seine Männer herab. Immer wieder ging seine Hand zum Bart und zwirbelte ihn hingebungsvoll. Als Wilhelm zum Sprechen ansetzte, verstummte die Menge ehrfurchtsvoll.

„Meine Lieben!“, eröffnete der Kapitän seine Rede mit lauter, klarer Stimme. „Ich bin sehr stolz, euch verkünden zu dürfen, dass wir die erste große Etappe unseres Abenteuers überstanden haben.“

Die Männer klatschten begeistert Beifall, der eine oder andere grölte oder pfiff dazu. Wilhelms Augen strahlten. Theatralisch streckte er beide Arme zur Seite und blickte auf seine Leute.

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