Claudia Mathis - Geschichten des Windes

Здесь есть возможность читать онлайн «Claudia Mathis - Geschichten des Windes» — ознакомительный отрывок электронной книги совершенно бесплатно, а после прочтения отрывка купить полную версию. В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Жанр: unrecognised, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.

Geschichten des Windes: краткое содержание, описание и аннотация

Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «Geschichten des Windes»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.

Dunnottar Castle, Schottland im Jahre 1689:
Der junge Alleinerbe des Lairds findet die geheimnisvolle Reisebeschreibung einer Weltumseglung. Sofort wird er von unbändiger Sehnsucht nach Abenteuer und fernen Orten gepackt. Gemeinsam mit seinem besten Freund wagt er es einige Jahre später, dem von Eintönigkeit und Konventionen geprägten Dasein auf der Burg zu entrinnen. Ein aufregendes Leben ohne jegliche Sicherheit oder Garantie beginnt. Als sich die beiden schließlich Richtung Westen aufmachen, eröffnet sich ihnen eine völlig neue Welt mit ungeahnten Erlebnissen, Herausforderungen und moralischen Konflikten.
Wohin wird diese Reise führen?

Geschichten des Windes — читать онлайн ознакомительный отрывок

Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «Geschichten des Windes», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.

Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

„Es war eine schwierige und teilweise qualvolle Reise für uns, die für manche große Opfer forderte.“

Unwillkürlich wanderte sein Blick zu Piet und dann zu Sean. Auch einige Matrosen drehten ihren Kopf zu den beiden. Sean wurde rot und schaute automatisch zu Boden. Zum Glück sprach der Kapitän schnell weiter.

„Ich muss mich bei jedem Einzelnen für seinen Einsatz bedanken und natürlich uns als Mannschaft im Ganzen. Wir haben Großartiges geleistet.“

Ein neuer Beifallsschwall wollte aufwogen, doch Wilhelm verlangte durch eine Geste nach Ruhe.

„In einigen Stunden werden wir durch die Navigationskunst meinerseits und Rauls die Inselgruppe der Azoren erreichen.“

Er machte eine bedeutsame Pause, doch als dieses Mal kein Beifall erklang, sprach er etwas irritiert weiter.

„Ähm… Also… Wir werden an der Insel Santa Maria vorbeisegeln, die Bernard als Erste im Ausguck gesehen hat, und auch an São Miguel, der Hauptinsel und größten Insel der Azoren. Dann lassen wir Terceira steuerbord liegen und segeln zwischen São Jorge und Pico hindurch. Erst dann werden wir in Horta, dem Hauptort der Insel Faial, vor Anker gehen. Dort befindet sich der Hauptanlaufpunkt für Atlantiküberquerer auf den Azoren. Ihr müsst euch also noch etwas gedulden, bis ihr euren Fuß wieder auf Land setzen könnt. Auf Faial werden wir eine Woche unsere Lebensmittel- und Wasservorräte auffüllen, alles Nötige ausbessern sowie uns selbst ausruhen und für die Weiterfahrt vorbereiten. Ich wünsche uns allen eine großartige Zeit und frohes Schaffen auf dieser Insel.“

Damit verließ Wilhelm mit einer Verbeugung die Brücke. Die Seeleute klatschten nochmals, redeten dann aufgeregt miteinander und gingen langsam wieder ihrer Arbeit nach.

Sean spürte ein erhabenes, einzigartiges Gefühl, als sie an den Inseln vorbeisegelten. Gnädiger, lauwarmer Wind trieb sie vorwärts. Noch nie hatte eine Küste so großen Eindruck auf ihn gemacht wie jetzt. Die Inseln waren größtenteils durch sanfte, grüne Hügel geprägt, konnten aber auch einige hohe Berge aufweisen. Sean musste seine Vorfreude im Zaum halten, selbst auf Erkundungstour gehen zu können und freute sich, dass sie eine ganze Woche hier verbringen würden.

Es wurde Abend, bis die Zeeland endlich die Insel Faial erreichte. Sean und seine Mitmatrosen standen am Bug des Schiffes und erfreuten sich an dem Anblick, der sich ihnen bot. Die grüne Insel mit den sanften Hügeln und dem Berg in der Mitte strahlte eine besondere Anziehung aus. Endlich Land! Dieser Gedanke drängte sich in allen Gehirnen in den Vordergrund.

Das Schiff fuhr durch das Hafentor von Porto Pim in die nahezu kreisrunde Hafenbucht der Inselhauptstadt Horta. Es legte an, die Ankerkette wurde ins Meer versenkt und die Vorder- und Achterleinen am Pier vertäut.

Sie waren angekommen.

Beim Einfahren registrierte Sean etliche Schiffe verschiedenster Bauart, auf denen reges Treiben herrschte. Die Mannschaft der Zeeland hatte für diesen Abend frei bekommen und sollte erst am nächsten Morgen zur Einteilung der Arbeiten für die nächste Woche wieder an Bord kommen. Einige blieben auf dem Schiff, um weiterhin in ihrer Koje zu schlafen.

„Komm, wir suchen uns eine Herberge“, forderte Sean seinen Freund auf.

Arthur nickte.

„Gute Idee. Ich bin hundemüde, und Hunger habe ich auch.“

Die beiden holten ihre Habseligkeiten und gingen von Bord. Sie mussten vom fast letzten Ankerplatz aus die befestigte Kaimauer entlang in den Ort laufen.

„Schau mal, die Steine der Häuser sind ja schwarz! Alle Steine sind hier schwarz! Das sieht irgendwie eigenartig aus“, bemerkte Sean.

„Aber mit den bunten Tür- und Fensterrahmen sieht es eigentlich ganz schön aus, finde ich“, erwiderte Arthur.

„Gewöhnungsbedürftig.“

Sie gingen weiter durch den Ort und suchten nach Hinweisen auf eine Unterkunft.

„Hier kann man übernachten!“, rief Arthur erfreut. Er stürmte in das schwarze Haus mit dem Schild in Form eines Bettes über dem roten Türrahmen und fragte nach einer Unterkunft. Sean wartete draußen mit ihren Säcken. Nach zwei Minuten schon kam sein Freund wieder heraus, allerdings mit enttäuschtem Gesicht.

„Leider schon voll.“

„Macht nichts, gehen wir weiter.“

Nach einer Stunde hatten sie ein Dutzend Herbergen gefunden, die alle ausgebucht waren.

„Die ganzen Seeleute von den Schiffen müssen ja irgendwo schlafen. Wir sind zu spät! Was machen wir denn jetzt? Ich will nicht auf dem Schiff schlafen“, jammerte Arthur.

Sie liefen weiter in Richtung nordwestlichem Ortsrand. Die Häuser wurden immer ärmlicher und die Hoffnung der erschöpften Männer immer kleiner. Ganz hinten beim letzten Haus blieben sie verzweifelt stehen, um zu überlegen, was sie nun machen sollten.

„He, braucht ihr ein Bett?“

Erschrocken suchten die Freunde die Quelle dieser Stimme. Vor dem letzten Haus, was eher eine Hütte war, saß ein älterer Mann in seinem winzigen Gemüsegarten und schaute sie erwartungsvoll an. Sean schluckte seine Überraschung hinunter und rief: „Ja, wir brauchen ein Bett.“

„Dann kommt her!“

Der Mann konnte ganz gut Englisch, mit einem ähnlichen Akzent wie Aderito. Sean nickte Arthur zu und sie liefen zu dem Mann hinüber. Er hatte kurzes, schwarzgraues, strubbeliges Haar und ein faltiges Gesicht. Die Statur des Mannes war gebeugt, er wirkte wie ein Mensch, der vom Leben gezeichnet war. Aber als Sean seine tiefen, braunen Augen betrachtete, erkannte er etwas Verschmitztes, Fröhliches in ihnen. Der Mann wirkte dadurch ungewöhnlich agil.

„Ich bin Lino.“

Er reichte ihnen seine sehnige Hand und überraschte die beiden mit einem kräftigen Händedruck. Lino deutete mit einer ausschweifenden Geste auf seine Hütte:

„Und das ist meine Villa.“

Verblüfft von der Erscheinung des alten Mannes stotterten die beiden:

„Sean…“ „Arthur…“

„Ihr seid herzlich eingeladen.“

„Wir würden uns sehr freuen. Der Ort scheint ausgebucht.“

Lino nickte.

„Ja, im Moment ist hier viel los, zu viele Schiffe sind in letzter Zeit angekommen. Na, dann zeige ich euch mal meinen Palast.“

Lino zwinkerte den jungen Männern zu und ging zuerst durch die Tür, die nur angelehnt war. Als Sean in die Hütte trat, stach ihm ein muffiger Fischgeruch in die Nase. Er schluckte die Übelkeit herunter. Arthur war auch stehengeblieben. In dem Raum herrschte ein einziges Chaos. Der kleine Holztisch in der Mitte war voll mit allerlei Kram, darunter schmutziges Geschirr und dreckige Kleidung. In der Kochecke befand sich ein alter Ofen, auf dem ein dampfender Topf stand. Vier Stühle waren im Raum verteilt, auf denen sich undefinierbares Zeug stapelte. Ein relativ breites Bett mit zerwühlten, schäbigen Decken zeichnete sich in einer anderen Ecke ab. Und überall: Staub, viel Staub. Arthur musste niesen.

„Gesundheit! Wirst du krank, Arthur?“, fragte Sean scherzhaft.

„Nein, geht schon.“

„Das ist mein bescheidenes Reich. Ich zeige euch euer Zimmer.“

Widerwillig folgten ihm die Beiden die schmale, ächzende Treppe hinauf. Lino führte sie in den Raum, der das ganze obere Stockwerk ausfüllte. Hier war es etwas ordentlicher, aber genauso staubig. Arthur nieste wieder, aber diesmal reagierte niemand.

Sean zeigte neugierig auf die beiden an der Wand stehenden Betten: „Wer wohnt hier?“

„Wohnte. Meine Töchter Gabriella und Laurinda.“

„Was ist mit ihnen passiert?“, wollte Arthur wissen.

Lino sagte traurig: „Sie sind vor einem Jahr nach Brasilien ausgewandert. Portugiesische Händler haben sie mitgenommen, es war ihnen zu einsam hier. Seitdem bin ich allein und freue mich immer über Besuch. Habt ihr Hunger?“

Sean war unsicher, ob er in dieser heruntergekommenen Hütte etwas essen wollte, aber Arthur sagte schon:

Читать дальше
Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Похожие книги на «Geschichten des Windes»

Представляем Вашему вниманию похожие книги на «Geschichten des Windes» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.


Отзывы о книге «Geschichten des Windes»

Обсуждение, отзывы о книге «Geschichten des Windes» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.

x