Claudia Mathis - Geschichten des Windes

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Dunnottar Castle, Schottland im Jahre 1689:
Der junge Alleinerbe des Lairds findet die geheimnisvolle Reisebeschreibung einer Weltumseglung. Sofort wird er von unbändiger Sehnsucht nach Abenteuer und fernen Orten gepackt. Gemeinsam mit seinem besten Freund wagt er es einige Jahre später, dem von Eintönigkeit und Konventionen geprägten Dasein auf der Burg zu entrinnen. Ein aufregendes Leben ohne jegliche Sicherheit oder Garantie beginnt. Als sich die beiden schließlich Richtung Westen aufmachen, eröffnet sich ihnen eine völlig neue Welt mit ungeahnten Erlebnissen, Herausforderungen und moralischen Konflikten.
Wohin wird diese Reise führen?

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„Ja gerne.“

Sean verdrehte die Augen.

Lino ging wieder hinunter und die beiden machten sich mit ihrem Schlafplatz bekannt. Nachdem sie die staubigen Decken begleitet durch Arthurs Husten ausgeschüttelt hatten, wagten sie es und legten sich auf die Strohsäcke. Es war bequemer, als sie gedacht hatten. Als sie vergnügter die Treppe herunterstiegen, als sie heraufgekommen waren, wurden sie von einem relativ aufgeräumten Zimmer überrascht. Der Tisch war frei geräumt und die Stühle standen auf ihrem Platz. Auf dem Tisch befanden sich nun der dampfende Topf, zwei Teller mit Löffeln und zwei Becher Wasser. Lino verteilte gerade die Suppe.

„Ich hoffe, ihr mögt Kabeljau. Den habe ich heute frisch gefangen, gibt`s hier in rauen Mengen. Ich bin Fischer, müsst ihr wissen. Alle Männer aus meiner Familie waren Fischer. Wollt ihr Brot?“

Sean, der plötzlich durch einen Stich im Magen bemerkte, wie hungrig er eigentlich war, sagte gierig: „Gerne. Ich bin am Verhungern.“

Damit setzte er sich an den Tisch und kostete die Fischsuppe. Und wieder wurde er überrascht. Er löffelte beherzt.

„Das schmeckt ja köstlich! Danke, Lino.“

Arthur nickte nur. Er konnte nichts sagen, weil er so mit dem Essen beschäftigt war. Lino setzte sich zu ihnen.

„Was hat euch hier auf die Azoren verschlagen?“

Sean kaute kurz und schluckte dann.

„Wir kommen von Lissabon und wollen nach New York, mit der Zeeland.“

Linos Augen begannen zu leuchten. „Lissabon! Portugal! Die Heimat meiner Vorfahren! Ich war noch nie dort, aber es soll wunderschön sein.“

„Es ist in Ordnung“, sagte Arthur schmatzend. „Schottland ist viel schöner. Kann ich noch mehr Suppe haben?“

Etwas irritiert schöpfte ihm Lino noch einmal nach. Betretene Stille breitete sich aus. In Gedanken verfluchte Sean seinen Freund. Lino ließ schweigend die beiden Männer zu Ende essen. Als er den Tisch abräumte fragte schließlich Sean: „Kannst du uns etwas über die Insel erzählen?“

Lino freute sich über das Interesse und fand zu seiner vorherigen guten Laune zurück.

„Bevor die Portugiesen die Azoren Anfang des 15. Jahrhunderts in Besitz nahmen, waren die Inseln unbewohnt. Es kamen auch Flamen aus den Niederlanden her, daher gibt es an vielen Orten Windmühlen und auf unserer Insel heißt sogar ein Ort Flamengos.“

„Oh, Windmühlen kennen wir von Amsterdam! Da müssen wir unbedingt hin, Arthur!“ Sean konnte gar nicht glauben, dass so weit weg von Europa Windmühlen stehen sollten.

„Ja, die sind lustig anzuschauen. Es kamen immer mehr Siedler hierher und 1493 machte sogar Christoph Kolumbus auf dem Rückweg seiner ersten Atlantiküberquerung hier Halt. Später wurden die Azoren zum Ausgangspunkt für die europäischen Entdeckungsreisen nach Neufundland“, erzählte Lino.

Sean wunderte sich, warum Lino so gut über die Geschichte der Inselgruppe Bescheid wusste. Bevor er fragen konnte, hörte er Arthur:

„Neufundland? Da wollen wir auch hin, oder Sean?“ Arthur hatte die Reiseroute nicht so genau im Kopf wie Sean. Dieser nickte.

„Oh, da habt ihr noch eine weite Reise vor euch.“

Wieder nickte Sean. Er hatte sich mit Wilhelm die Karten angeschaut und wusste, dass sie noch nicht einmal die Hälfte bis dahin geschafft hatten. Er schob diesen Gedanken beiseite und fragte: „Wann sind deine Vorfahren hierhergekommen, Lino?“

„Mein Vater meinte, unsere Ahnen wären vor 150 Jahren aus Portugal ausgewandert.“

„Interessant. Lebt dein Vater noch?“, wollte Arthur wissen.

„Nein. Er ist beim letzten Vulkanausbruch ums Leben gekommen.“

„Das tut mir leid. Das muss schrecklich gewesen sein“, sagte Arthur unbehaglich. Er wollte eigentlich noch nach Linos Frau fragen, ließ es aber lieber bleiben.

„Ja, 1672 war ein schlimmes Jahr.“

Lino schaute traurig in die Ferne, erzählte aber nicht weiter. Betretene Stille erfüllte den Raum.

„Ähm, was ist das für eine Ruine am Meer?“

Sean wollte die Stimmung wieder aufheitern.

„Das ist die verfallene Festung Santa Cruz. Sie wurde Ende des 16. Jahrhunderts zum Schutz der Stadt vor Piratenüberfällen erbaut.“ Lino war Sean aufgrund des Themawechsels sehr dankbar.

„Also gab es hier tatsächlich auch Piraten! Diese Plage ist wohl überall.“ Arthur mochte Menschen nicht, die anderen etwas wegnahmen.

„Ja, es war wirklich nicht einfach damals. Vor den Inseln ereigneten sich viele Seeschlachten und einige Schiffe sind gesunken. Aber die Überfälle haben zum Glück wieder nachgelassen.“

„Lino?“

„Ja, Sean?“

„Warum kennst du dich so gut mit Geschichte aus?“

Lino lachte. „Das habe ich alles von meinem Vater gelernt. Er war nicht nur ein guter Fischer, sondern interessierte sich für zahlreiche Themen, vor allem die Entdeckung und Besiedlung der Azoren. Er hat alles zu diesem Thema gesammelt, was er finden konnte“, entgegnete Lino stolz.

Sean nickte anerkennend.

Die drei Männer unterhielten sich noch eine Weile nett miteinander und bemerkten gar nicht, wie spät es geworden war.

„Also ich gehe jetzt schlafen. Wir müssen morgen wieder arbeiten und die Vorräte auffüllen.“ Gähnend erhob sich Sean von seinem Stuhl.

„Ich komme mit. Gute Nacht und vielen Dank, Lino!“ Auch Arthur stand auf und klopfte dem alten Mann auf die Schulter.

„Gute Nacht! Ich muss morgen auch wieder rausfahren.“

Lino nahm die Kerze vom Tisch und verriegelte die Tür. Dann löschte er die Flamme und legte sich auch schlafen, sehr glücklich über diesen geselligen Abend. Oben krochen die jungen Männer in ihre Betten und schliefen sofort ein. Der Schlaf in den alten Betten war besser als in der nur drei Fuß 23breiten Koje, tief und herrlich, nur etwas zu kurz.

Als Sean am nächsten Morgen leise die Treppe hinunterschlich, weil er dachte, dass Lino noch schlief, fand er das Zimmer leer vor.

Eine kurze Verwirrung stellte sich bei ihm ein, doch dann erinnerte er sich daran, dass Lino gestern erwähnt hatte, dass er vor dem Morgengrauen mit seinem kleinen Boot hinausfuhr, um zu fischen. Etwas enttäuscht ging Sean zum Tisch und bemerkte zu seiner großen Freude, dass ihr Gastgeber ihnen ein Frühstück hergerichtet hatte. Auf dem Tisch standen ein Teller mit Brot und eine Schüssel mit etwas, das er aus Lissabon kannte: Stockfisch. Sean erinnerte sich, dass das Nationalgericht Portugals – bacalhau - meistens aus gesalzenem und getrocknetem Kabeljau hergestellt wird.

Arthur kam kurz danach die Treppe herunter und setzte sich zu Sean. Er fand es inzwischen recht gemütlich in dieser Hütte, ihm und Sean schmeckte das Essen.

Frisch erholt und gestärkt traten Sean und Arthur kurz darauf ihren Dienst wieder an. Sie versuchten, bei der Einteilung ähnliche Arbeitszeiten zu bekommen und es funktionierte ziemlich oft. Sie freuten sich schon sehr darauf, gemeinsam die Insel zu erkunden und bekamen dazu bald die Möglichkeit, denn sie sollten Feuerholz zusammensuchen.

Als sie aus dem Ort liefen, erfreuten sich ihre Augen an dem saftigen Grün, das überall die Landschaft umspielte. Es war ein willkommener Kontrast zu dem ewigen Blau oder Grau der letzten Wochen.

„Ist dir schon mal aufgefallen, wie warm es hier ist? Wir haben doch eigentlich schon fast Winter! Und auch die Luft und der Wind sind nicht so eisig“, staunte Arthur.

„Das kommt vom Floridastrom 24. Dabei handelt es sich um einen warmen Meeresstrom. Den habe ich auf Wilhelms Seekarte gesehen und er hat es mir erklärt“, erläuterte Sean.

Arthur nickte erstaunt und sie gingen weiter. Anfangs liefen sie durch kurze, immergrüne, gebüschartige Macchia, bis sie schließlich zu dem für sie brauchbaren immergrünen Lorbeerwäldern kamen. Diese erstreckten sich überall an den Hängen des größten Vulkans der Insel, dem Cabeço do Gordo. Es war sehr anstrengend, immer wieder Holz zu schlagen, zu entblättern, mit der Axt zu zerkleinern, zu bündeln und mit ihren Rückentragen zum Schiff zu bringen. Bald schon hatten sie Schwielen und Schrammen an den Händen und schwere Beine.

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