Daimon Legion - Die Stunden der Nacht

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Dani sinnt auf Rache. Zusammen mit ihrem Freund Jules, einem Forscher der Mythen und Legenden, sucht sie den Mörder ihrer Eltern: einen Wolfsdämon mit grauen Augen.
Eben dieser hat allerdings genug eigene Probleme, als dass er sich auch noch um die Vergeltungspläne einer jungen Menschenfrau den Kopf zerbrechen könnte.
Jedoch bleibt keine Zeit für alte Feindschaften – denn in der Dunkelheit lauert mehr als ein tödlicher Jäger darauf, Beute zu schlagen.

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Durfte sie nicht einmal den Weg durch die Stadt nehmen, ohne von hormongesteuerten Idioten belagert zu werden? Wie kamen die überhaupt auf den Gedanken – wenn diese Sorte Kerl denn dachte – dass sie auf ein solch billiges Angebot anspringen würde? Sagte ihre ganze Ausstrahlung nicht schon: „Mach mich dumm an und du wirst es bereuen“?

Offenbar nicht.

Ein leichtes Knurren entwich ihrer mit Spinnen tätowierten Kehle und das silberne Piercing in der rechten Braue zuckte, weil sich ihre Stirn in Falten legte. Mit einer leichten Handbewegung strich sie sich eine violett gefärbte Haarsträhne aus der Sicht und wandte ihr hübsches Gesicht diesem verhassten Macho zu, die Arme vor der Brust verschränkt. Ihr blauäugiger Blick aus den mit Mascara und Lidschatten dunkel geschminkten Augen sprach Bände.

Doch der Mann verstand immer noch nicht, dass der Ofen für ihn aus war.

„Na, haste mal Bock auf was Großes?“, fühlte der sich wohl in seinen lächerlichen Avancen bestätigt und grinste dämlich, die weißen Zähne zeigend. Er war viel größer als ihre eins siebzig und schien im Fitnessstudio heimisch zu sein. Dunkle Haare, braune Haut, bartloses Gesicht und gekleidet wie ein Yuppie – mit Polohemd, Wollmantel und Markenhose. Ein überheblicher Typ, der meinte, bei jeder Frau punkten zu können, wenn er mit einem Hunderter wedelte.

Fehlanzeige bei ihr, allein für seinen Stil.

Gegen seine geschniegelte Gestalt wirkte Dani für unwissende Normalbürger heruntergekommen. Ihre arg verbeulte schwarze Lederjacke mit Nieten und abgetragenem Skelettaufdruck schrie nach gesellschaftlicher Rebellion und ihre rot karierte Jeans hing Riss an Riss, dass ihre Blässe durch die losen Fasern blickte. Für ihren schlanken Körper trug sie zu wuchtige Stiefel mit geschraubten Sohlen.

Jene waren ihr stets von Nutzen gegen Feindschaften der penetranten Art. In dieser Stadt musste sie schließlich immer auf der Hut sein. Zu blöd, dass sie gut aussah … andernfalls hätte sie mehr Ruhe.

Die junge Frau ballte die Fäuste.

Sie war bereit. Ihr Gegenüber nicht.

Der Idiot kam sogar bereitwillig in ihre Reichweite, als er die Hand auf ihre linke Schulter legte und frech behauptete: „Komm schon, Puppe, du willst - !“

Hallo, mein Freifahrtschein zur Notwehr!

Dani packte den kräftigen Arm, verdrehte ihn, dass der Mann ihr noch näher kommen musste, und traf mit drei schnellen Schlägen seine rechte Niere. Keuchend kippte er nach vorn und sie riss ihr Knie hoch, um es gegen seinen Kiefer prallen zu lassen.

Tja , für ihn hieß das ein Gang zum Zahnarzt.

Und offiziell würde sie die Rechnung tragen. Aber wo sie schon mal dabei war …

Halbe Sachen lagen ihr nicht. Zum Abschluss trat sie ihm derb in die Weichteile. Ein eindeutiger Denkzettel, der ihn davon abhalten würde, je wieder eine Frau zu belästigen.

Die umstehenden Menschen blickten auf. Ihre kleine heile Winterwunderwelt war unverhofft von Gewalt durchbrochen worden. Sie passte so gar nicht zu der noch weihnachtlich geschmückten Fassade des allzeit beliebten Einkaufszentrums, in dessen belebter Fußgängerzone sie stattgefunden hatte. Während künstliche Tannenbäume und hohle Geschenke im Schaufenster glänzten, schimmerte nun Blutstropfen und Zähne wie Perlen auf dem Pflaster. Ein Kind begann zu heulen.

Die zwei Freunde des Aufschneiders hielten ihre Glühweintassen fest in der Hand und gafften doof. Wie auch der Verkäufer in seiner Marktholzbude, oder die dralle Dame am Zuckerwarenstand. Alle Gesichter, die Dani anstarrten, wirkten wie eingefroren vom Wind. Eigentlich hätte es in der Straße laut zugehen müssen von all dem Stimmengewirr und den zig Straßenmusikern, die trotz der verblassten Feiertage noch immer „Oh du Fröhliche“ anboten. Doch jetzt waren alle Geräusche verstummt. Allein ihretwegen.

Und nun?

Postwendend schossen ihr zwei Möglichkeiten durch den hübschen Kopf.

1 Sie könnte auf die Polizei warten und sich verteidigen gegen die mit Sicherheit aufkommenden Verleumdungen der Zeugen, die aussagen würden, der Macho hätte bloß einen Scherz versucht, bei dem die asoziale Trulla – natürlich sie – überreagiert hätte.

2 Sie könnte stiften gehen, volle Möhre, und demnächst die Innenstadt meiden. Praktischerweise war sie in aufgedonnerter Ausgehmontur unterwegs, dann würde sie mit schlichter Alltagskluft unter all den Menschen verschwinden. In ein paar Wochen wäre die Sache vergessen, die Polizei hatte bekanntlich andere Sorgen …

Was stand sie also hier rum?

„Tschüssili!“, feixte die Punkerin und huschte davon.

„Hey!“, rief ihr einer brüllend nach und sicher verfolgte derjenige sie auch durch den Strom der Passanten.

Dani aber würde nicht auf ihn warten. Wie ein Wiesel schlängelte sie sich an den Entgegenkommenden vorbei und verschwand im Schutz der Masse. Eine Gruppe der historischen Stadtführung gab ihr Deckung.

Es sollte zudem ihr Glück sein, dass an den Straßenbahnhaltestellen beim Platz der denkmalgeschützten Oper gerade die richtige Tram nach Hause einfuhr. Gleich einem jungen Reh sprang sie die eisernen Stufen hoch und ließ sich in eine der spärlich gepolsterten Plastikmuscheln fallen. Andere Fahrgäste nahmen ihre Sitze gelassener ein und keiner schenkte ihr ausreichend Beachtung.

Wie gut, dass sie mit ihrem extrovertierten Äußeren in dieser kunterbunten, so scheinheilig viel gepriesenen multikulturellen Studentenstadt nicht mehr auffiel als ein Grevy- unter Steppenzebras. Da erweckte der nach Patschuli riechende und mit Glöckchen klingelnde Goth oder der laut Musik hörende Rapper mehr Aufsehen. Der Oi-Skin mit Fliegerjacke und Hund an der Leine zog sowieso alle Blicke auf sich, weil er sein Bier tönend entkronte. Den kümmerten die Regeln noch weniger als sie …

Während die Bahn ratternd anfuhr und an meterhohen Geschäftsgebäuden, verstaubten Museen, lärmenden Baustellen und modernen Hotels vorbeirauschte, sackte das Erlebnis von eben in Dani nieder.

Sie hatte mal wieder zu impulsiv gehandelt, das stand fest. Irgendwann würde ihr dieses Verhalten noch große Schwierigkeiten einbringen. Aber sie musste sich ja auch nicht alles gefallen lassen, oder? Was kümmerte es sie, dass der Kerl morgen im Krankenhaus aufwachte und seine teure Mahlzeit püriert durch den Schlauch saugen musste? Und wenn es dann noch hieß, dass seine chauvinistischen Gene sich nicht mehr fortpflanzen konnten, war das nur die gerechte Strafe.

Gut, ihrem ehemaligen Budo-Lehrer erzählte sie besser nichts davon. Der predigte zwar zu Recht, dass Menschen mit Macht diese nicht nutzen sollten, um andere zu beherrschen – wohl aber, um ihnen eine zu verpassen, wenn sie es doch verdienten! Jedenfalls war das ihre Meinung.

Angreifen, bevor ich selbst angegriffen werde. Scheiß auf Jesus’ fromme Wangengeschichte. Scheiß auf Gewalt ist keine Lösung. Scheiß auf Vergeben und Vergessen, noch ist mein Hirn zu jung, um verkalkt zu sein. Selber schuld, wer mich provoziert.

Seit sie ein kleines Mädchen war, hatte sie sich geschworen, niemals mehr wem unterlegen zu sein. Nie wieder wollte sie ein Opfer sein und kampflos aufgeben oder gar sterben.

Sie wollte nicht so enden wie ihre Eltern.

Nicht auf die Art …

Schnaufend biss sich Dani auf die Unterlippe. Die Wut stieg in ihr auf und sie wünschte sich irgendeinen elenden Drecksack, den sie ordentlich verprügeln konnte. Das wäre zwar keine Wiedergutmachung für ihre Probleme, täte aber Gewissen und Gemeindewohl gut. Sie war keine Heldin, dennoch forderte sie Gerechtigkeit. Wirkliche Gerechtigkeit, und kein ellenlanges Verfahren, welches am Ende nur im Sand verlief. So einige Verbrechen in dieser Stadt blieben leider zu oft ungesühnt.

Der Waggon hielt an der nächsten Station.

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