Lina Lintu - Heimat der Greifen

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Als Nina das Cottage ihrer Oma erbt, zieht sie kurzentschlossen nach Irland in das beschauliche Ardara. Zum Erbe gehört eine weltberühmte Greifenzucht, die ihre goldenen Zeiten jedoch längst hinter sich hat. Obwohl Nina zunächst nicht viel mit Greifen anfangen kann, setzt sie sich in den Kopf, die Zucht ihrer Oma wiederzubeleben. Trotz – oder vielleicht auch wegen – der Greifenpflegerin Robin, mit der Nina immer wieder aneinandergerät.

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„Es ist dein Cottage, also gehört auch der Stall dir. Ich kann dir schlecht verbieten, dort hinzugehen.“

Einen Moment lang lag Nina eine patzige Antwort auf der Zunge, doch dann entschied sie sich für Diplomatie.

„Ja, es ist mein Stall, aber wenn dich meine Anwesenheit dort stört, dann verschiebe ich es auf einen passenderen Zeitpunkt.“

Robin verdrehte genervt die Augen. Ohne Nina zu antworten, schaufelte sie das Frühstück in Rekordgeschwindigkeit in sich rein. Sobald Teller und Tasse leer waren, stand sie auf, bedankte sich kurz bei Irena und war dann wieder verschwunden.

Nina ließ die Schultern hängen.

„Nimm es nicht persönlich, Kindchen. Robin kann manchmal etwas schwierig sein. Sie ist auf dem Land aufgewachsen und hat, nun ja … Vorbehalte gegenüber Menschen, die aus großen Städten kommen. Ich bin mir sicher, ihr werdet euch schon noch verstehen, sobald ihr euch ein bisschen besser kennenlernt.“

Sie zwinkerte Nina zu.

„Ich werde mir Mühe geben“, versicherte Nina und fügte dann leise hinzu: „Wenn sie es auch tut.“

Irena lachte.

Nachdem die Küche aufgeräumt war – dieses Mal hatte Nina zumindest dabei helfen dürfen, das Geschirr in die Spülmaschine zu räumen – machte sie sich auf den Weg nach draußen.

Der Tag war eisig grau. Es regnete nicht, doch die Sonne hatte trotzdem keine Chance gegen die geschlossene Wolkendecke und das Gras knirschte unter Ninas Füßen.

Der Stall war nicht zu übersehen. Sobald man zur Hintertür hinausging, sah man ihn auf der rechten Seite. Er war noch größer als das Cottage, mit ziegelrotem Anstrich und einem ebenfalls reetgedeckten Dach. Die Stalltür war nur angelehnt; hoffentlich ein Friedensangebot von Robin.

Dennoch zögerte Nina, den Stall einfach zu betreten. Stattdessen spähte sie von draußen in das Halbdunkel.

Bevor sich ihre Augen an die Lichtverhältnisse gewöhnten, nahm sie den Geruch wahr. Es war nicht nur der Stallgeruch, den sie schon bei Robin bemerkt hatte. Es roch nach Zoo, nach Großkatzen.

Schließlich überwog die Neugier und Nina machte einen Schritt hinein in den Stall.

Zwei Gänge führten durch den Stall. In der Mitte sowie an den Wänden befanden sich je sieben Boxen für die Greifen. Platz für 21 Tiere.

Die einzelnen Boxen waren nicht nur breiter, sondern auch insgesamt größer als in einem Pferdestall. Nina konnte nicht sagen, ob alle Boxen auch belegt waren, denn die Greifen waren im Moment offenbar draußen im Freigehege.

Die einzige, die noch im Stall war, war Robin, auch wenn Nina sie nicht sah, sondern nur hörte.

„Hallo?“

„Hier bin ich.“ Robin trat aus der hintersten Box im rechten Gang, eine Mistgabel in der Hand.

„Störe ich gerade?“

Robin zögerte kurz, dann schüttelte sie den Kopf und lehnte die Mistgabel an die Wand.

„Jedenfalls bei nichts Dringendem. Komm mit, ich zeige dir deine Greifen.“

Auf der hinteren Seite des Stalls, dort wo die beiden Gänge wieder zusammentrafen, war ein weiteres Tor. Robin öffnete es und ließ einen Schwall eiskalter Luft in den Stall. Dann betrat sie das Freigehege.

Nina folgte ihr langsam, auch wenn sie noch keine Greifen entdecken konnte.

Der Abstand zu Robin erwies sich aber auch aus anderen Gründen als praktisch, denn im nächsten Moment stieß Robin einen lauten Pfiff aus.

Einige Sekunden lang passierte nichts, dann kamen mehrere Greifen aus dem Wald getrottet. Vier Stück zählte Nina, plus einen weiteren, der schon vorher unbemerkt auf der Wiese gelegen hatte und bei Robins Pfiff aufgestanden war.

Die letzten Meter kamen sie nur zögerlich näher, als wäre die fremde Person ihnen nicht geheuer. Fünf goldene Augenpaare musterten sie argwöhnisch. Ein Greif scharrte unruhig.

„Kein Blickkontakt!“, ermahnte Robin sie. Nina senkte sofort den Blick und fixierte stattdessen die Pranken der Greifen.

„Tut mir leid. Ich habe nicht oft mit Greifen zu tun.“

„Merkt man.“

Der vorderste Greif in der Gruppe war ein ungewöhnlich dunkles Tier. Alle Instinkte rieten Nina, bloß auf Abstand zu bleiben, doch Robin näherte sich dem Greifen unbefangen und fing an, das Tier zu streicheln.

Der Greif schloss entspannt die Augen und ließ ein Geräusch vernehmen, das wie eine Mischung aus Gurren und Schnurren klang.

So erschien er weniger bedrohlich und Nina nutzte die Gelegenheit, ihn genauer zu betrachten.

Aus der Nähe wirkte er beeindruckend groß, sein Kopf war auf Augenhöhe mit Nina. Kopf, Brust und Flügel waren mit schwarzem Gefieder bedeckt, darunter ging es in kurzes, glänzend schwarzes Fell über. Während der Kopf – abgesehen von den spitzen Ohren – dem eines Adlers glich, hatte der restliche Körper Ähnlichkeit mit einer Raubkatze. Oft wurden Löwen als Vergleich herangezogen, doch der Greif war weniger massig. Gerade bei diesem schwarzen Tier musste Nina eher an einen Panther denken.

Es war nicht der erste Greif, den sie sah, nur der erste aus solcher Nähe. Auch in Duisburg gab es einige Menschen, die sich den Luxus leisten konnten, einen Greifen zu halten. Doch in der Stadt selbst sah man sie ähnlich selten wie Pferde. Wenn man also nicht zu den Leuten gehörte, die ein besonderes Interesse dafür hatten, hatte man mit beiden Tierarten wenig zu tun.

„Wie heißt dieser Greif?“ Nina versuchte mit unverfänglichen Themen die Stille zu durchbrechen.

„Shadow.“ Robin suchte Ninas Blick, wie um ihre Reaktion zu sehen. „Nicht sehr kreativ, ich weiß. Ich habe diesen Namen ausgesucht, als ich noch deutlich jünger war.“

„Aber es passt.“

„Die anderen hier sind Glen, Akira, Madame und Wren.“ Nacheinander deutete Robin auf einen honiggoldenen, einen kupferfarbenen und zwei braune Greifen.

Nina machte einen vorsichtigen Schritt nach vorne. Näher zu dem schwarzen Greifen.

„Ist Shadow ein er oder eine sie?“

„Shadow ist männlich. Die Männchen haben einen etwas dunkleren Schnabel als die Weibchen.“ Robin deutete auf die anderen Greifen. Doch Nina erkannte ehrlich gesagt keinen nennenswerten Unterschied. Sie traute sich aber auch nicht, den Greifen länger als nötig ins Gesicht zu schauen. Kein Blickkontakt.

„Wie lange arbeitest du schon hier im Bail… hier im Cottage?“, fragte sie stattdessen. Robin wirkte entspannter als vorher und das wollte Nina gleich ausnutzen.

Robin sah nicht von Shadows Gefieder auf. „Wird das jetzt ein Interview oder was?“

Das war der Moment, wo Ninas Diplomatie ein Ende fand. „Da wo ich herkomme, nennt man das Smalltalk. Oder einfach nur ehrliches Interesse.“ Ihr Tonfall war spitz genug, dass Shadow unruhig mit den Flügeln raschelte.

Robin drehte sich zu ihr um. Nina erwartete jetzt erst recht eine unfreundliche Antwort, doch stattdessen sah sie ein Grinsen in Robins Gesicht.

„Vielleicht hast du ja doch was von dem Temperament deiner Oma geerbt.“

Nina erwiderte das Grinsen vorsichtig. „Vielleicht?“

„Wenn du es wirklich wissen willst: Ich arbeite hier, seit ich vierzehn bin. Also seit acht Jahren schon. Und es heißt Bailangryph Cottage.“

Sie sprach Bailangryph wie Beil-an-Griff aus.

„Bailangryph“, wiederholte Nina langsam. „Ist das Gälisch?“

„Ja, genau. Eigentlich hieß es ursprünglich Baile an gryph , hat mir Josephine mal erzählt. Das heiß so viel wie Heim oder Heimat der Greifen . Daraus ist dann mit der Zeit Bailangryph geworden. Und ohne das e kann man es mit Sammle den Greifen ein übersetzen, was auch gut passt, weil manche Greifen gerade im Sommer lieber draußen bleiben wollen und sich im Wald verstecken, wenn ich sie rufe.“

Da war sie wieder. Diese Faszination, die Nina schon im ersten Augenblick gespürt hatte. Es brauchte also nur ein Thema, für das Robin sich begeistern konnte.

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