Rainer Homburger - Der Nagel

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Sommer 1943: Die deutschen Wissenschaftler Hans Friedel und Dieter Kuhn erhalten den Auftrag, eine Geheimwaffe zu entwickeln, um dem Krieg die entscheidende Wende zu geben.
Als der Leiter des britischen Geheimdienstes MI5, David Petrie, davon Wind bekommt, versucht er mit Hilfe von Carl Richert, dem Sohn des schwedischen Gesandten in Berlin, an weitere Informationen zu kommen.
Getrieben von seinem Hass auf die Deutschen, die für den Tod seiner Frau verantwortlich sind, setzt er Carl rücksichtslos als Spielball seines persönlichen Rachefeldzugs ein.
Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt.

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»Das sind Feinde unseres Vaterlands, die mit den Engländern kollaborieren. Darauf steht die Todesstrafe und die wird umgehend vollstreckt.« Der SS-Offizier entsicherte seine Pistole.

»Das sind meine Gefangenen und ich werde sie erst verhören. Vielleicht gelingt es uns, noch wertvolle Hinweise zu bekommen, Herr Sturmbannführer.« Der Major stellte sich vor den SS-Offizier, zwischen ihn und die Familie. »Wir brauchen jede Information über die Invasion, die wir kriegen können. Und wir müssen jede Gelegenheit nutzen, an weitere Details zu kommen.«

»Was fällt Ihnen ein, Herr Major. Gehen Sie sofort zur Seite oder soll ich Sie wegen Zusammenarbeit mit dem Feind erschießen?«

»Sie haben mir keine Befehle zu erteilen«, erwiderte der Major in einem festen Ton.

»Auch wenn Sie mir vom Rang her gleichgestellt sind, Herr Major«, sagte der SS-Offizier mit drohender Stimme, »das Kommando dieses Sonderauftrags führe ich. Daher haben Sie meinen Anweisungen Folge zu leisten und ich befehle Ihnen ein letztes Mal. Gehen Sie zur Seite.«

Der Major rührte sich nicht von der Stelle.

Die Sonne erhob sich weiter über die umliegenden Berge der Bretagne und ein gelber Streifen lag bereits auf dem Dach des Bauernhauses. Der Himmel hatte ein kräftiges Blau angenommen und konkurrierte mit dem saftigen Grün der Pflanzen. Auf der Stromleitung neben dem Schornstein ließen sich zwei Vögel nieder und zwitscherten ihre Melodie.

Plötzlich peitschte ein Schuss durch das Haus.

Dresden, Mittwoch, 31. Mai 1944, 04:55 Uhr

Hans Friedel wirkte mit seinen fast dreißig Jahren noch sehr jugendlich, hatte einen neugierigen Blick und meistens ein freches Lächeln um den Mund, das in einem kleinen Grübchen auf der rechten Seite endete. Er hatte für sein Alter bereits viel erreicht und war durch seine erfolgreiche Arbeit zu einem der verantwortlichen Leiter der Entwicklung eines neuen Waffensystems aufgestiegen. Zusammen mit seinem besten Freund Dieter Kuhn hatte er das Ingenieurstudium an der Technischen Hochschule in Dresden 1937 unter den Jahrgangsbesten beendet und war anschließend einem Aufruf der Partei gefolgt, als Wissenschaftler für die Raketenentwicklung in einem Forschungszentrum in Peenemünde zu arbeiten. Die Aufgabe war lukrativ und für beide gleichermaßen interessant.

Hans konnte die Entwicklung der Raketentechnologie bereits von Kind an verfolgen. Sein Vater hatte nach dem verlorenen Weltkrieg weiter im Geheimen für das Militär gearbeitet. Als ab Mitte der zwanziger Jahre die ersten Tests mit Raketen durchgeführt wurden, war dieser von Anfang an dabei und einer der führenden Köpfe der damaligen Ingenieurgruppe. Die Familie war bald darauf von Dresden nach Berlin gezogen, da die Hauptstadt als Wohnort für die Arbeit des Vaters besser geeignet war. Der Kontakt zu seinem Freund Dieter aber war nie abgerissen. Regelmäßig besuchten sie sich in den Schulferien und verbrachten viel Zeit mit Studien und Überlegungen, die im Zusammenhang mit den Forschungsaufgaben von Hans Vater standen. Beide tüftelten für ihr Leben gern und die Raketentechnologie hatte sie, wie viele andere Deutsche zu diesem Zeitpunkt auch, in den Bann gezogen. Sie diskutierten mit Hans Vater und strebten danach, ihn mit einer eigenen, gewonnenen Erkenntnis in seiner Arbeit ein Stück voranzubringen. Doch ihre weitreichenden Gedanken und Ideen konnten damals noch nicht umgesetzt werden. Anders sah es dagegen nach dem Studium aus. Natürlich gab es nach wie vor eine riesige Anzahl ungelöster Fragen. Mit Übernahme der Forschungen durch das Militär standen jetzt fast unbegrenzte, finanzielle Mittel zur Verfügung und dem immer stärker wachsenden Heer an Ingenieuren und Wissenschaftlern war es im Laufe der vergangenen Jahre gelungen, für viele der Probleme eine Lösung zu erarbeiten. Einige der Grundideen, die Hans und Dieter bereits in ihrer Jugend angestellt hatten, konnten mittlerweile angewandt und umgesetzt werden. Aufgrund ihres Wissens stiegen beide innerhalb kürzester Zeit zu den führenden Köpfen in der Gruppe um Wernher von Braun und Walter Dornberger auf. Ihrer Arbeit war es wesentlich mit zu verdanken, dass am 3. Oktober 1942 der erste erfolgreiche Start einer A4-Rakete gelang.

Hans legte beide Arme um seine Frau und drückte sie fest an sich. Schon seit dem Aufstehen spürte er ein flaues Gefühl im Magen und gleich nach dem ersten Bissen des Frühstücks kam es ihm vor, sein Magen drehe und wende sich und versuche, die Aufnahme von Nahrung zu verweigern. So begnügte er sich mit einer Tasse dünnen Kaffees. Er war nervös und das war bei ihm selten. Unruhig lief er in der Küche umher.

»Ich kann einfach nicht ruhig bleiben und warten.« Er sah seine Frau an. Auch für sie war die Situation neu und eine Mischung aus Ungewissheit und Angst stand ihr unübersehbar ins Gesicht geschrieben. Hans ging auf sie zu und nahm sie in den Arm. Er drückte sie an sich und konnte ihre Anspannung spüren. »Wann holst du die Kinder wieder?« Er wusste genau, dass er dies auch schon mehrfach gefragt hatte.

»Am Nachmittag«, antwortete sie mit einem erzwungenen Lächeln. Sie fuhr ihm mit dem Zeigefinger über das Grübchen an der Wange, dann küsste sie ihn noch einmal.

Von draußen war das Geräusch eines Motors zu hören. Elisabeth löste sich aus seinen Armen, ging zum Fenster und schob den schweren Vorhang zur Seite. »Der Wagen ist da!«

Hans war erleichtert. Endlich konnte er etwas tun, auch wenn sie damit dem Abschied wieder ein Stück näher kamen. Er schloss den Koffer mit einem nicht vollends überzeugten Gefühl, alles dabei zu haben. Mit dem Koffer in der einen und der Aktentasche in der anderen Hand folgte er seiner Frau durch das Treppenhaus nach unten. Der Wagen stand direkt vor dem Haus.

Hans und Elisabeth saßen schweigend im Fond der schwarzen Limousine. Als mitverantwortlicher Leiter dieses Sonderauftrags hatte er gewisse Privilegien, die sich, neben zusätzlicher Arbeit, auch darin äußerten, dass er auf Wunsch einen Wagen gestellt bekam. Der Fahrer trug eine SS-Uniform, aber Hans wusste auch so, dass ihm die Vergünstigungen aufgrund der Anweisungen von Heinrich Himmler zuteilwurden. Sie waren Bestandteil des umfassenden Versuchs der SS, die Raketenentwicklung mehr und mehr unter ihre Kontrolle zu bringen.

Sie fuhren an Plakaten vorbei, auf denen Jungen als Flakhelfer angeworben wurden, um Männer für die Front freizustellen. Mädchen sollten ihren Beitrag als Krankenschwestern erbringen. Andere forderten die Bevölkerung zum totalen Krieg auf oder mahnten zum vorsichtigen Umgang mit Informationen.

Hans hielt Elisabeths Hand. Regelmäßig wandte er sich ihr zu, lächelte und drückte ihre Hand. Elisabeth konnte im Schein der Straßenlaternen sein Grübchen erkennen. Dann ging Hans Blick wieder nach draußen. Das flaue Gefühl im Magen hatte etwas nachgelassen, während sie nun durch die ihm vertrauten Stadtteile fuhren.

Als die ersten Gebäude des Flughafens in Sicht kamen, verringerte der SS-Mann die Geschwindigkeit und der Wagen rollte an dem lang gezogenen Hansahaus vorbei zum Eingangsportal.

Der Flugplatz Dresden Klotzsche war in den 30er Jahren neu gebaut worden und die Gebäude zeugten von einer schlichten Schönheit und Eleganz. Vom Flughafen aus hatte man einen herrlichen Rundblick über die Stadt und er war bequem mit der Straßenbahnlinie 7 oder per Autobusverkehr zu erreichen.

Der Fahrer hielt den Wagen unmittelbar vor den Stufen der Treppe, die den Eingangsbereich umgab.

Hans stieg aus und sein Blick fiel auf den Parkplatz, der in einer Senke neben der Straße angelegt war. Schemenhaft konnte er einige Militärfahrzeuge erkennen. Zivilfahrzeuge gab es keine, was sicherlich daran lag, dass der zivile Luftverkehr bereits im Frühjahr 1940 eingestellt worden war. Er ging zum Heck des Wagens, um den Koffer zu holen. Dabei hob er den Kopf und betrachtete den verglasten Eingangsbereich. Die vielen Fenster schimmerten tiefschwarz. An der linken Seite strahlte etwas Licht aus dem Inneren der Abfertigungshalle und beleuchtete schwach die Uhr in der Mitte des Portals. Der lange Zeiger wies fast senkrecht nach oben, er war nur schwer auszumachen. Der Kleine war überhaupt nicht zu erkennen.

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