Rainer Homburger - Der Nagel

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Sommer 1943: Die deutschen Wissenschaftler Hans Friedel und Dieter Kuhn erhalten den Auftrag, eine Geheimwaffe zu entwickeln, um dem Krieg die entscheidende Wende zu geben.
Als der Leiter des britischen Geheimdienstes MI5, David Petrie, davon Wind bekommt, versucht er mit Hilfe von Carl Richert, dem Sohn des schwedischen Gesandten in Berlin, an weitere Informationen zu kommen.
Getrieben von seinem Hass auf die Deutschen, die für den Tod seiner Frau verantwortlich sind, setzt er Carl rücksichtslos als Spielball seines persönlichen Rachefeldzugs ein.
Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt.

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»Na, wie geht es dir, wie sieht es denn aus in Deutschland?« Björn interessierte sich sehr dafür, was sich alles durch den Krieg veränderte.

»Es wird immer schlimmer. Die Luftangriffe zerstören immer größere Bereiche, es gibt kaum noch Möglichkeiten, ein halbwegs normales Leben zu führen, soweit man das in einem Krieg dieser Dimension überhaupt kann. In der Stadt kann man sich nur noch schwer bewegen, zumal die öffentlichen Verkehrsmittel nur eingeschränkt fahren und die Straßen durch die Luftangriffe einfach nicht mehr nutzbar sind. Für unsere Fahrzeuge bekommen wir nur noch selten Benzin, sodass wir oft laufen oder uns auch mal aufs Fahrrad schwingen müssen.«

»Na, ein bisschen Bewegung hat dir doch noch nie geschadet.« Björn lachte. »Deinen Bauchansatz bist du aber trotzdem noch nicht losgeworden, wie ich sehe.« Björn streckte seinen Kopf und schaute im Rückspiegel an Carl herunter.

Die beiden verband ein herzliches Verhältnis. Sie verstanden sich gut und verbrachten auch außerhalb der Arbeit einen Teil ihrer Freizeit miteinander. Zumindest dann, wenn Carl es bei seinen Besuchen in Stockholm irgendwie einrichten konnte.

»Und die Arbeit wird immer aufreibender«, fuhr Carl fort, »besonders seit dem großen Luftangriff vom 22. November letzten Jahres. Du weißt ja, dass wir ein anderes Gebäude unweit der Rauchstraße mieten konnten, nachdem unser Haus bei diesem Angriff komplett ausgebrannt ist. Aber auch hier wird es immer schwieriger, die Aufgaben vernünftig durchzuführen. Das größte Problem ist, irgendetwas zu bekommen, wenn dir etwas ausgeht. In den meisten Geschäften gibt es nichts mehr und wir müssen ständig bei den deutschen Behörden nachfragen. Und das dauert.«

»Dann wirst du die nächsten Tage hier ja richtig genießen können. Man kann in der Stadt durchaus noch was erleben.« Björn zwinkerte Carl mit einem Auge über den Rückspiegel zu.

»Und dabei geht es uns ja noch recht gut«, ergänzte Carl. »Wenn ich daran denke, was die deutsche Bevölkerung zu Essen bekommt und was die jeden Tag leisten muss. Deutlich ruhiger und entspannter geht es zum Glück in Altdöbern zu. Wir versuchen, den größten Teil unserer Arbeit auch von dort aus zu erledigen.«

»Altdöbern? Ist das nicht das Schloss außerhalb von Berlin, das dein Vater letztes Jahr für die schwedische Regierung gemietet hat?«

»Ja. Im Gegensatz zur Hauptstadt ist das fast schon ein Paradies.«

Björn fuhr einem langsameren Wagen nahe auf, dadurch musste er sich wieder mehr auf den Verkehr konzentrieren. Er beobachtete die entgegenkommenden Fahrzeuge und wartete auf eine Lücke, in der er den Peugeot überholen konnte.

Björn fühlte sich wohl in seinem Job. Neben einer Vielzahl von unterschiedlichen Tätigkeiten, für die er herangezogen wurde, war eine seiner Hauptaufgaben die Fahrtätigkeit für Regierungsangehörige. Er fuhr unheimlich gerne schnelle Wagen, und da er sich kein eigenes Auto leisten konnte, genoss er diese Fahrtätigkeit ganz besonders. Seine Vorliebe, das Gaspedal recht weit durchzudrücken brachte ihn wiederholt in Konflikt mit der Polizei, doch konnte er von Glück sagen, dass er als Mitarbeiter der Regierung in allen Fällen mit einer mündlichen Verwarnung davongekommen war. Bis jetzt zumindest.

Björn erkannte eine größere Lücke im abnehmenden Gegenverkehr und setzte zum Überholen an. Fast gleichzeitig scherte der Mercedes aus und nutzte die Gelegenheit, ebenfalls an dem Peugeot vorbeizuziehen und hinter ihnen einzufädeln.

Da fährt ja noch einer so schlimm wie ich, dachte Björn, beachtete das dunkle Fahrzeug aber nicht weiter.

»Und wie geht‘s dir mit der Kleinen? Hast du sie schon?«

Carl sah im Rückspiegel ein breites Grinsen und wusste genau, worauf er hinauswollte.

»Ach, du meinst sicher Margit. Wir verstehen uns ganz gut.« Carl wollte dieses Thema nicht weiter vertiefen. Björn war, im Gegensatz zu ihm, ein Schürzenjäger und nutzte seinen Job bei der Regierung gelegentlich, um sich bei den Frauen hervorzutun, was ihm in einzelnen Fällen durchaus schon mal einen Vorteil eingebracht hatte. Unabhängig davon aber war er ein Freund, auf den man sich in jeder Situation verlassen konnte.

Sie fuhren jetzt auf der gut ausgebauten Straße Richtung Stockholm und Björn beobachtete im Rückspiegel den Mercedes, der ungewöhnlich dicht hinter ihnen fuhr.

»Jetzt geh doch schon vorbei«, sagte er zu sich selbst und beobachtete den dunklen Wagen weiter. Carl saß auf dem Rücksitz und hatte die undeutlichen Worte von Björn gar nicht wahrgenommen. Er betrachtete die vertraute Umgebung und war in Gedanken schon daheim.

Selbst Björn, der die sportliche Fahrweise jeder anderen vorzog, wurde langsam nervös. So dicht fuhr ja nicht einmal er auf, auch wenn er noch so spät dran war. Er beschleunigte und behielt im Wechsel die Fahrbahn, den Tacho und den Rückspiegel im Auge. Der Mercedes blieb weiter hinter ihnen und machte keine Anstalten, sie zu überholen. Im Gegenteil. Björn hatte das Gefühl, dass er seiner Stoßstange immer näherkam.

»Was ist denn mit dem ...«

Die Räder und Scheinwerfer des Mercedes verschwanden aus dem Sichtfeld des Rückspiegels und gleich danach bekam Carl einen Schlag in den Rücken, der seinen Kopf nach hinten warf und ihn jäh aus seinen Gedanken riss. Das Kreischen aufeinander schiebender und verbiegender Metallteile erfüllte die Luft.

»Was ist los?«, schrie Carl und streckte reflexartig beide Arme aus, um sich an den Seitentüren abzustützen.

»Der Idiot hinter uns«, hörte Carl Björn schreien, dann bekam er einen zweiten, nicht minder heftigen Schlag in den Rücken. Er rutschte auf dem Rücksitz umher und langte mit seiner rechten Hand nach dem Beifahrersitz, um sich dort festzuhalten.

Björn hielt das Lenkrad eisern fest und versuchte, durch eine höhere Geschwindigkeit einen Abstand zwischen ihnen und dem Mercedes zu bringen. Doch der Mercedes hielt mühelos mit und Björn sah im Rückspiegel einen erneuten Versuch auf sie zukommen, sie durch einen Stoß zum Schlingern und damit von der Straße abzubringen.

»Achtung«, schrie Björn, um Carl vorzuwarnen, der mittlerweile die Lehne des Beifahrersitzes fest umklammerte.

Heftiger als zuvor rammte sie der Mercedes erneut. Wieder kreischte Metall und das Klirren von Glas war zu hören. Björn hatte große Mühe, den Wagen unter Kontrolle zu halten und nur seiner Erfahrung und ganzem fahrerischen Können war es zu verdanken, dass sie bei dieser Geschwindigkeit nicht von der Straße schossen.

»Verdammt nochmal, was ist da los? Will der uns umbringen? Wir müssen anhalten«, schrie Carl.

»Wenn ich bremse, fährt der uns wieder drauf.« Björn umklammerte mit beiden Händen das Steuer und konzentrierte sich im schnellen Wechsel der Augen auf die Straße und den Rückspiegel. Die Bäume am Straßenrand flogen an ihnen vorbei und eine Kollision mit ihnen würde bei dieser Geschwindigkeit das Auto in viele Stücke zerreißen. Björns Griff verstärkte sich weiter, als er den dunklen Wagen erneut auf sie zukommen sah. Ein Scheinwerfer des Mercedes fehlte, ansonsten sah er noch recht unbeschädigt aus. Kurz bevor der Mercedes wieder mit Björns Wagen kollidierte, scherte er aus und setzte sich neben sie.

Fassungslos sah Carl in das andere Fahrzeug, Björn warf nur einen flüchtigen Blick rüber. Er musste sich auf die Straße konzentrieren.

In dem Mercedes saßen zwei Männer und Carl meinte ein Grinsen im Gesicht des Beifahrers zu erkennen, als der Wagen sich ihnen von der Seite näherte. Der Mann hatte einen schwarzen Hut auf, dessen Schatten den Blick auf seine Augen verwehrte. Er zog für einen Moment die Mundwinkel nach oben. Mit einer schnellen Bewegung riss der Fahrer des Mercedes das Lenkrad nach rechts und mit einem lauten Knall verkeilten sich die beiden Fahrzeuge auf der gesamten Länge ineinander. Björn versuchte durch Drehen des Lenkrads nach links dagegen und so den Wagen auf seiner Straßenseite zu halten. Doch der Mercedes war deutlich schwerer und schob ihn langsam aber sicher an den unbefestigten Rand der Fahrbahn.

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