Ben Westphal - Ich war Bulle

Здесь есть возможность читать онлайн «Ben Westphal - Ich war Bulle» — ознакомительный отрывок электронной книги совершенно бесплатно, а после прочтения отрывка купить полную версию. В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Жанр: unrecognised, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.

Ich war Bulle: краткое содержание, описание и аннотация

Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «Ich war Bulle»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.

Gedankenverloren sitzt der ehemalige Rauschgiftfahnder Gerd Sehling im Partykeller seines Hauses in Dalldorf bei Hamburg. Draußen ist inzwischen ein schwerer Sturm aufgezogen.
Die Pensionsfeier im Garten ging bis spät in die Nacht. Sie verlief genau so, wie er sich den Abschied vom Leben im Polizeidienst immer vorgestellt hatte. Langjährige Wegbegleiter waren allesamt zusammengekommen, um mit einem gebührenden Fest den wenig ersehnten Ruhestand zu begießen.
Während die ehemaligen Kollegen am nächsten Morgen bereits wieder Rauschgifthändlern nachjagen, hat Gerds Frau Dörte ganz klare Vorstellungen, wo er am ersten arbeitsfreien Tag für Ordnung sorgen soll.
Doch dann rast mit einem laut schepperndem Rumms ein Wagen in das Ortsschild von Dalldorf und lässt alles anders kommen, als erwartet. Der Ruhestand findet sein vorzeitiges Ende bevor er richtig angefangen hat…

Ich war Bulle — читать онлайн ознакомительный отрывок

Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «Ich war Bulle», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.

Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Am liebsten hätte er sie in den Boden gerammt. Doch er ist ruhiger geworden in seinen letzten Jahren. So machte sie sich nach ihrer undurchdachten und unpersönlichen Pensionsrede, die sie auch auf jeder anderen Feier hätte halten können, unbeschadet von dannen, während Gerd ihr zähneknirschend nachblickte. Zischend murmelte er dabei «Ich heiße Sehling, merken Sie sich das!», in seinen struppigen Bart.

Nachdem Direktorin Baake das Gelände verlassen hatte, kam die Stimmung der Gäste wieder aus dem Froster. Die Feier nahm wieder Fahrt auf und ging bei Livemusik der "Drug Inspectors" mit Discofox auf der großen Holzterrasse bis in die späte Nacht.

Inzwischen sitzt Gerd alleine in seinem Partykeller. Draußen zieht von Westen her ein Unwetter auf. Die letzten Gäste hatten ihm noch schnell beim Aufräumen geholfen, bevor sie sich auf ihre mitgebrachten Luftmatratzen fallen ließen oder sich in ihre Wohnmobile zurückzogen.

Alleine sitzt er nun auf seinem Fernsehsessel mit dem guten Tropfen für einsame Stunden, den er immer wieder in ein kleines Schnapsglas füllt und mit leichtem Schnalzen die Kehle hinab brennen lässt.

Neben der Flasche auf dem antiken Edelholztisch liegt seine Pensionsurkunde und sein verloren gemeldeter Dienstausweis, den er beim besten Willen nicht hätte abgeben können.

Schon bei seinen übrigen Ausrüstungsgegenständen tat er sich schwer, verteilte sie der Tradition entsprechend an geschätzte Kollegen, aber sein letztes Stück Polizei wollte er nicht verlieren. Und wem sollte er schon damit schaden. Mit der Verlustmeldung wurden der Chipkarte sämtliche Berechtigungen entzogen. Sie war nicht mehr als eine weiße Telefonkarte mit Polizeiaufdruck, seinem Foto, Namen und seinem Dienstgrad des Kriminalhauptkommissars. Nicht einmal zum Telefonieren in einer Telefonzelle hätte man die Karte noch gebrauchen können. Es war nicht mehr als eine Erinnerung, ein Andenken an die alten Zeiten, die so nicht wiederkehren würden.

«Allein' trink'n mach'einsam, Gerd», hört er seine traurige raue Stimme zu sich selbst sagen. Er füllt das Glas wieder und betrachtet sich dabei im Johnny Walker-Spiegel an der mit Holzplanken vertäfelten Kellerwand. Er schaut sich in die kleinen Augen, die direkt an der großen knolligen Nase ansetzen. Seine halblangen Haare sind zurückgekämmt. Der Bart kaschiert den leichten Doppelkinnansatz und lässt ihn jünger wirken, als er ist.

«Alt biss'u gewodden, mien Jung', such Dir mal 'n Hobby, dass 'ich jung hält», ruft er, prostet seinem eigenen Antlitz zu. Er kippt das letzte Glas des Abends in sich hinein, bevor er in die weichen Polster des Sessels fällt und seine verquollenen Augen schließt.

3

Schummriges Licht fällt auf die Tische des Café International e.V. in der Wilstorfer Straße in Hamburg-Harburg. Trotz später Stunde in der Nacht ist das Café noch gut besucht. Südländische Männer sitzen auf einfachen Holzstühlen an mehreren im Café verteilten Tischen. Manche trinken miteinander Tee, sprechen über Politik, Alltag und Geschäfte, andere spielen Karten oder mit dominoähnlichen Steinchen.

An jedem Tisch wird geraucht, der Qualm steht in der Luft und verschleiert zusätzlich den spärlich beleuchteten Raum. Die Luft atmet sich schwer und stickig. Ein wenig Licht fällt von den Straßenlaternen der gut befahrenen Straße durch die großflächig mit Milchglasfolie beklebten Fensterscheiben. Doch es verleiht dem Raum kaum mehr Freundlichkeit. Ebenso wenig wie die bunt blinkenden Spielautomaten im hinteren Bereich, wo stets jemand sitzt, von ungeahnten Gewinnsummen träumend sein letztes Geld verspielt.

Vor dem Café parken mehrere hochmotorisierte Luxuswagen auf dem Gehweg, doch ein Ticket wegen falschen Parkens, hatte hier schon lange niemand mehr erhalten.

Ein älterer Kurde bedient die Kundschaft, soweit er nicht gerade anders beschäftigt ist. Es springen ihm offenbar zugehörige Personen zur Seite und bedienen die Anwesenden.

Gelegentlich betreten kleine Gruppen hintere Räumlichkeiten. Einzelne verlassen die Lokalität kurzzeitig, um sich dann wieder mit Anderen an einen Tisch zu setzen.

Es wird überwiegend lautstark und gestenreich kommuniziert, manchmal aber auch wortkarg und leise, fast flüsternd.

Es ist Türkisch, Kurdisch und Albanisch zu hören, gelegentlich wird auch untereinander in gebrochenem Deutsch gesprochen.

Personen, die den Laden betreten, werden beobachtet, begutachtet und verlieren sogleich wieder die Aufmerksamkeit, sobald sie der Kundschaft zugerechnet werden. Einige Wenige, die sich hier eher zufällig hin verirren, werden freundlich rauskomplimentiert und an passendere Lokalitäten verwiesen.

Die Geräusche der verschiedenen Sprachen und die Lautstärke ihrer Redner, die klimpernden Teetassen, die ratschenden Karten und klackernden Spielsteine gepaart mit der düsteren Beleuchtung geben dem Café seine Atmosphäre. In jeder Ecke sitzen Männer, die hierhergehören und hier sein wollen, jeder aus eigenen Gründen.

An einem der Tische sitzen Cemal und Faruk. Sie sind heute einfach nur hier. Sie spielen keine Karten oder trinken Tee, lachen oder diskutieren. Sie sitzen beharrlich auf ihren Stühlen und schauen durch den Raum. Gelegentlich zündet sich einer von ihnen eine Zigarette an und bläst den Rauch durch Nase und Mund in den vor ihnen wabernden, dunstigen Schleier. Sie sitzen alleine an ihrem Tisch. Niemand setzt sich einfach zu ihnen, ohne hierzu aufgefordert zu werden. Beide wirken innerlich angespannt, trotz der zur Schau gestellten Ruhe.

Während Faruk ungläubig Perle für Perle an seiner Gebetskette weiter schiebt und einen Zahnstocher zwischen seinen Backenzähnen zerkaut, schaut und schreibt Cemal immer wieder auf seinem dunklen Smartphone, welches er im Anschluss sofort wieder im Innern seiner Jackentasche verschwinden lässt.

Faruk sucht nach jeder Nachricht den kurzen Blickkontakt zu Cemal. Dann fährt er sich wieder mit der verbleibenden Hand durch die langen nach hinten gegelten Haare. Anschließend streicht er den Vollbart von der Wange bis zum Kinn, wo er mehrfach den Bart in die Länge zieht und zwischen den Fingern zwirbelt.

Cemal bleibt ruhig sitzen, scheint seine Aufmerksamkeit zu bündeln und zeigt keinerlei Reaktion. Die breiten Augenbrauen unter der blanken Glatze verleihen seinen dunklen Augen etwas gewollt Düsteres. Daran ändert auch das weiße Hemd nichts, welches er unter seiner dunklen Lederjacke trägt.

Erneut vibriert das Smartphone in seiner Jacke. Er nimmt es aus der Tasche und liest die erhaltene Nachricht, nachdem er das gewohnte Passwort in die digitale Tastatur eingegeben hat. Seine Augen flackern über den Bildschirm, während sich in seinem Gesicht keinerlei Mimik abzeichnet. Er blickt einmal zu Faruk, seine Augen verengen sich unmerklich und er beginnt wieder auf der Tastatur zu schreiben.

Faruk steckt seine Kette in die Hose, nimmt seine glimmende Zigarette zwischen die trockenen Lippen, streicht sich mit beiden Händen über den Bart und zwirbelt die Spitze, während er sich langsam von seinem Stuhl erhebt und in Richtung Ausgang schlendert. Die goldene Panzerkette um seinen Hals schlägt von links nach rechts, während sie immer wieder unter der leicht geöffneten roten Trainingsjacke aufblitzt. Seine rote Hose fällt leicht auf die teuren, hellen Sneaker, die mit jedem Schritt auf dem klebrigen Boden schnalzen.

Im Gang befindliche Personen weichen ohne ihn anzublicken spürbar zur Seite. Er selber schenkt niemanden Beachtung und fährt sich mit beiden Händen durch die Haare. Er passiert die geöffnete Tür und bewegt sich aufreizend langsam zu seiner vor der Tür stehenden matt-schwarzen Limousine. Mehrfach blickt er die Straße entlang, doch in der Stille der Nacht hatte sich der Verkehr bereits eingestellt. Keinerlei Fahrzeuge passierten den dunklen Asphalt. Seine Zentralverriegelung blinkt auf, während er noch einmal einen tiefen Zug aus seiner Zigarette nimmt. Er blickt zu den umliegenden Parkbuchten, doch in der unmittelbaren Nähe parken nur ihm bekannte Fahrzeuge. Den Rest der Zigarette schnippt er auf die Fahrbahn, während er gemächlich mit der anderen Hand die Fahrertür öffnet. Er hält die Tür an der Scheibe fest, atmet den Rauch aus und lässt sich in seinen hellen Ledersitz fallen. Nachdem er die Zündung betätigt, ertönt deutsche Rapmusik mit tiefen Bässen aus seinen Boxen. Mit aufheulendem Motor fährt er in Richtung Wilstorf davon und taucht in das Dunkel der Nacht.

Читать дальше
Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Похожие книги на «Ich war Bulle»

Представляем Вашему вниманию похожие книги на «Ich war Bulle» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.


Отзывы о книге «Ich war Bulle»

Обсуждение, отзывы о книге «Ich war Bulle» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.

x