Ben Westphal - Ich war Bulle

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Gedankenverloren sitzt der ehemalige Rauschgiftfahnder Gerd Sehling im Partykeller seines Hauses in Dalldorf bei Hamburg. Draußen ist inzwischen ein schwerer Sturm aufgezogen.
Die Pensionsfeier im Garten ging bis spät in die Nacht. Sie verlief genau so, wie er sich den Abschied vom Leben im Polizeidienst immer vorgestellt hatte. Langjährige Wegbegleiter waren allesamt zusammengekommen, um mit einem gebührenden Fest den wenig ersehnten Ruhestand zu begießen.
Während die ehemaligen Kollegen am nächsten Morgen bereits wieder Rauschgifthändlern nachjagen, hat Gerds Frau Dörte ganz klare Vorstellungen, wo er am ersten arbeitsfreien Tag für Ordnung sorgen soll.
Doch dann rast mit einem laut schepperndem Rumms ein Wagen in das Ortsschild von Dalldorf und lässt alles anders kommen, als erwartet. Der Ruhestand findet sein vorzeitiges Ende bevor er richtig angefangen hat…

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Die Lichter des Fahrzeugs werden abgeschaltet und durch das offene Fenster ist für ihn kein Motorengeräusch mehr wahrnehmbar.

Er öffnet seine Fahrertür und steigt aus seinem Fahrzeug aus. Patsche und Lemming sind inzwischen neben dem Zielfahrzeug angehalten. Auch sie entsteigen ihren Fahrzeugen und beobachten den Fahrer im Wagen. Er hat seine Hände am Lenkrad und schaut ihnen fragend entgegen. Zweifel sind in seinem Gesicht zu erkennen, aber auch Wut und Enttäuschung. Er scheint mit seiner Situation nicht glücklich zu sein und fokussiert seinen Blick auf Pascho, der sich seiner Tür mit schnellen Schritten nähert. Er blickt ihm starr entgegen, versucht seine Emotionen zu verbergen und ihm mit Fassung entgegen zu treten.

Er lässt das Fenster herunter und begrüßt Pascho übertrieben freundlich mit «Goedemorgen.»

Pascho verzieht keine Miene und begrüßt den Fahrer förmlich distanziert.

«Guten Morgen. Bitte einmal den Führerschein und die Fahrzeugpapiere.»

«Ja, klar. Selbstverständlich», erwidert der Fahrer und öffnet einen neben ihm stehenden Rucksack, aus dem er sein Portemonnaie herauszieht. «Was habe ich denn verbrochen, Herr Inspekteur», fragt er mit niederländischem Akzent. Er versucht sich in einem Lächeln, dass seine großen Schneidezähne unter der langen Nase und dem Schnurrbart zum Vorschein bringt.

«Ich stelle hier die Fragen», erwidert Pascho strikt. «Was haben Sie denn in ihrem Transporter geladen? Und wo wollen sie hin?», fragt er weiter, während er die Papiere überreicht bekommt.

«Ich fahre nach Lübeck und habe Bloemen geladen. Kann ich bitte weiterfahren, meine Kunden warten schon und ich bin spät dran wegen des Orkans.»

Pascho blickt von den Papieren auf und gleicht das Lichtbild mit dem Fahrer ab.

«Herr van der Boek, erst einmal fahren sie nirgendwo hin. Ich bitte Sie aus ihrem Fahrzeug auszusteigen und mir die Ladung zu zeigen. Ich habe den Verdacht, dass Sie Betäubungsmittel in ihrem Fahrzeug transportieren.»

Die Freundlichkeit in dem Gesicht von van den Boek weicht dem puren Entsetzen.

16

Die Orkanböen über Eppendorf nördlich der Alster haben ihre Spuren hinterlassen. Trockenes Geäst wurde aus den Bäumen gerissen und liegt auf den Gehwegen und Straßen des angesehenen Stadtteils. Die örtlichen Parkplätze teilen sich klassische Mittelklassewagen und Geländelimousinen. Sie parken eng auf eng und kaum einer findet hier einen Platz direkt vor seiner Haustür.

Zwischen dem herabgefallenen Laub und den knorrigen Ästen liegen mahagonibraune Kastanien auf den Wegen, die einzeln von Kindern mit freudigen Augen aufgehoben und den Eltern strahlend gezeigt werden. Natürlich müssen sie alle für spätere Basteleien mit nach Hause genommen werden. Viel Zeit haben die Kinder in diesem Stadtteil nicht zum Sammeln, denn sie müssen schnell mit dem Auto zu ihrem Arbeitsplatz in der Kindertagesstätte gebracht werden, damit die Eltern zumindest bis zum frühen Abend ihrer wahren Bestimmung im Streben nach mehr Ansehen und Reichtum nachgehen können.

Die Fassaden der Stadthäuser sind äußerst gepflegt und die Eingangsbereiche zumeist repräsentativ. Aus einem dieser Ausgänge kommt ein Vater mit seinem kleinen Kind herausgetreten. Er trägt eine schwarze Hose, die knapp über den Knöcheln endet und im hippen "ankle free"-Stil die nackten Knöchel preisgibt. Die hellen Sneakers glänzen geradezu in diesem grauen Wetter. Während der dunkle Parker offen getragen wird und ein mit Strasssteinen beklebtes T-Shirt von einem teuren Designer preisgibt. Der Vater öffnet einen großen Regenschirm, obwohl es kaum noch regnet und geht mit seiner Tochter die Straße entlang.

Die Tochter ist vielleicht vier Jahre alt und redet und erzählt den ganzen Weg, während ihr Vater immer wieder nur gedankenverloren brummt. Sie trägt ein hellblaues Sommerkleid, eine helle Strumpfhose und dazu schwarze Lackschühchen. Die Haare sind ihr sorgsam am Kopf entlang geflochten und in ihrem Haar steckt ein Haarreif mit Blumen.

In den freigelegten Ohren prangen große Perlenohrringe und auf dem Rücken trägt sie ihr Frühstück in einem kleinen schwedischen Markenrucksack.

Nach guten fünfhundert Metern kommen sie bei dem Kindergarten des Mädchens an, welches freudig selber klingelt und die Tür öffnet. Sie herzt ihren Vater, als wäre es das letzte Mal und erzählt ihm, was sie alles am Nachmittag anstellen könnten. Sie will auf jeden Fall einen Kuchen backen für ihre Mutter, denn die hat morgen Geburtstag. Ihr Vater nickt ihr immer einverstanden zu in der Hoffnung, dass sie all diese Vorschläge bis zum Nachmittag bereits durch andere Gedanken und Ideen ersetzt hat, die sie dann alleine umsetzen kann.

Er zieht ihre die Schuhe aus und zieht die Hausschuhe an, die jeweils mit einer kleinen Krone bestickt sind.

Das Mädchen drückt nochmals ihren Vater und gibt ihm mehrere Abschiedsküsse auf die bärtigen Wangen bis sie sich umdreht und in den Aufenthaltsraum läuft.

Der Vater verlässt den Flur und winkt ihr noch einmal durch das große Fenster zu, bevor er in Richtung seiner Wohnanschrift geht. Außerhalb der Sichtweite zückt er sein Smartphone aus der Tasche und beginnt auf dem Telefon Nachrichten zu schreiben. Aus der Jackentasche zieht er einen Energydrink und öffnet ihn mit einem Knacken und Zischen. Er nimmt einen kräftigen Schluck von der zuckersüßen Limonade, leckt sich über die Lippen und nimmt gleich den nächsten Schluck, bevor er wieder auf sein Smartphone blickt und mit einem Finger zu schreiben beginnt.

Für den Weg braucht er nicht aufblicken. Er ist nicht weit und geht immer nur der Straße entlang. Die Geschäfte haben noch allesamt geschlossen und es gibt auch keine Straßen oder Ausfahrten, die er passieren muss. Nur eine endlose Straße, die dann irgendwann in eine Hauptstraße mündet.

Er hält kurz inne und blickt auf. Einmal nach vorne, einmal hinter sich und greift in die Innentasche seines Parkers. Er fühlt nach dem, was er sucht und zieht es vorsichtig heraus. Ein längerer, dünner Streifen kommt zum Vorschein, den er sich direkt in den Mund steckt. Dann stellt er seine Dose ab und beginnt mit beiden Händen in seinen seitlichen Jackentaschen zu wühlen. Mit der rechten Hand zieht er eine Packung Streichhölzer aus der Tasche und schiebt die Schublade des kleinen Päckchens direkt auf. Er stellt sich in einen geschlossenen Ladeneingang einer Boutique und streicht mit dem Holz über die Seite der Schachtel. Eine kleine Flamme sticht hervor und zündet seine Zigarette an. Ein süßlicher Duft wabert aus dem Eingang hervor und lässt die wenigen Passanten, die hier am heutigen Morgen unterwegs sind, irritiert aufschauen. Einen solchen Duft hatten die meisten bereits seit ihrem Studium nicht mehr wahrgenommen. Sie schauen ablehnend auf den jungen Mann, der im Halbschatten des Eingangs und unter seinem leicht zur Seite gedrehten Cap kaum zu erkennen ist.

Steven genießt seinen ersten Joint des Tages. Es ist ein festes Ritual für ihn geworden, nachdem er seine Tochter in den Kindergarten gebracht hat. Seine Freundin macht jeden Morgen das kleine Mädchen zurecht und er bringt sie pünktlich zum Kindergarten, während seine Freundin zu ihrem Bürojob fährt.

Er kümmert sich gerne um das liebe Mädchen, das er als eigene Tochter empfindet, auch wenn seine Freundin bereits schwanger war, als sie sich kennenlernten. Den wahren Vater hatten er und das Mädchen nie kennengelernt. Aber er hat auch kein Interesse daran und für das Mädchen ist nur er der Vater.

Er zieht wieder an seinem Joint und überlegt, ob er sich noch einmal hinlegen oder rausgehen sollte. Aber bei solchem Wetter wird er sich wohl eher auf die Couch legen und später für den zweiten Joint wieder vor die Tür gehen.

Seine Freundin ist wie ein Hauptgewinn für Steven. Sie wohnt dank ihrer gestopften Eltern mietfrei in einer großen Eigentumswohnung. Sie arbeitet jeden Tag im Büro und am Abend noch mit ihrem Laptop auf der Couch. Sie fragt nicht wer er ist oder wo er herkommt. Sie hatte sich in ihn als Menschen verliebt, der er ist, oder zumindest in den Menschen, der er sein kann, wenn er will und sich bemüht.

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