Ben Westphal - Ich war Bulle

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Gedankenverloren sitzt der ehemalige Rauschgiftfahnder Gerd Sehling im Partykeller seines Hauses in Dalldorf bei Hamburg. Draußen ist inzwischen ein schwerer Sturm aufgezogen.
Die Pensionsfeier im Garten ging bis spät in die Nacht. Sie verlief genau so, wie er sich den Abschied vom Leben im Polizeidienst immer vorgestellt hatte. Langjährige Wegbegleiter waren allesamt zusammengekommen, um mit einem gebührenden Fest den wenig ersehnten Ruhestand zu begießen.
Während die ehemaligen Kollegen am nächsten Morgen bereits wieder Rauschgifthändlern nachjagen, hat Gerds Frau Dörte ganz klare Vorstellungen, wo er am ersten arbeitsfreien Tag für Ordnung sorgen soll.
Doch dann rast mit einem laut schepperndem Rumms ein Wagen in das Ortsschild von Dalldorf und lässt alles anders kommen, als erwartet. Der Ruhestand findet sein vorzeitiges Ende bevor er richtig angefangen hat…

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Kuno spürt, dass er der Musik davonfährt. Kein Fahrzeug überholt ihn, dass aus seiner Sicht in Betracht kommt. «Ich bin 500 Meter vor Stuckenborstel», meldet er weiter und begibt sich dabei bereits auf die Abbiegespur. Wenn das Handy weitergefahren wäre, dann hätte Dumbo das längst gemeldet, denkt er sich. Er kann sich geradezu vorstellen, wie der lauernd auf seinem Bürostuhl hockt und in den Bildschirm glotzt, voller Erwartung, ob sich der kleine Kreis auf der Landkarte weiterbewegt.

Mit der Abfahrt behält er sich alle Möglichkeiten, wieder einzugreifen, entweder wenn es für den Transporter weitergeht oder aber die Verfolgung aufzunehmen, falls sich das Handy vorzeitig weiterbegeben sollte - ohne den von ihm entdeckten Transporter.

Langsam fährt er die Abfahrt hinauf, harrt auf eine weitere Meldung und behält dabei die passierenden Fahrzeuge stets im Auge.

«Das Handy ist noch immer in Höhe Grundbergsee», ertönt aus den Lautsprechern des Fahrzeugs und Kuno fühlt sich bereits jetzt mal wieder in seiner Beobachtung und seiner Entscheidung bestätigt. Ein leichtes Grinsen huscht ihm über das Gesicht und er fährt endgültig in Stuckenborstel ab.

Der Fahrer des Transporters zieht den Reißverschluss seiner dicken Jacke zu und vergräbt sein Kinn in das wärmende Futter der Jacke. Die Wollmütze zieht er noch ein Stück tiefer in die Stirn, so dass von ihm kaum etwas zu erkennen ist. Lediglich ein heller Schnurrbart und eine auffällig große Nase schauen aus der verbleibenden Öffnung hervor.

Er zieht den Tankrüssel heraus, nachdem die Verankerung geklickt hat und steckt ihn zurück in die Zapfsäule. Nachdem er den Schraubverschluss des Tanks eingedreht hat, begibt er sich zügigen Schrittes in die Tankstelle. Der Wind und der Nieselregen scheinen ihm nicht sonderlich zu behagen.

Patsche kann einen kurzen Blick auf die Person erhaschen, aber gleichzeitig bleibt ein jüngeres Paar vor ihm stehen und versperrt ihm die freie Sicht auf die Person, die sich nun in seinem Rücken im Kassenbereich befindet.

«Der Fahrer hat die Tankstelle betreten. Er trägt eine dunkle Mütze und eine dunkle Jacke. Vermutlich hat er einen Bart.»

Patsche verlässt seinen Platz am Fenster und wirft nochmals einen Blick auf die Person, die mit dem Rücken zu ihm steht und die Zeitschriften vor der Kasse betrachtet. Mehr wird er hier nicht feststellen können, also entschließt er sich, zu seinem Auto zu gehen. Was interessiert ihn schon, ob der Typ sich noch eine Packung Kaugummis oder ein Brötchen kauft. Das ist hier aus seiner Sicht nicht mehr von Bedeutung.

«Patsche gibt seine Position auf und geht zurück zu seinem Fahrzeug», meldet er und geht aus der Tankstelle hinaus.

«Jo, ich habe direkten Blick auf das Fahrzeug», teilt Lemming mit.

Ruhe kehrt ein auf dem Funkkanal. Alle warten darauf, dass die Abfahrt des Fahrzeuges gemeldet wird und konzentrieren sich auf diesen einen Moment, den keiner verpassen will.

«Das Handy befindet sich immer noch bei Euch. Ich denke wir können uns langsam festlegen, dass es unser Mann ist», spricht Dombrowski in die Stille hinein «Wir bleiben an ihm dran und schauen, ob sich das Handy mit uns bewegt. Falls das der Fall ist, dann ziehen wir ihn raus.»

«So soll es sein», bestätigt Fred im Namen der Gruppe. Und wieder kehrt Stille ein in froher Erwartung auf die Dinge, die da kommen werden.

13

Mitten durch Kirchdorf-Süd schlängelt sich der Karl-Arnold-Ring. Hier reihen sich die Betonsünden aus den 70er Jahren aneinander und bieten vielen Familien Platz zum Leben. Das Leben ist hier anders als in vielen anderen Stadtteilen. Wer hier geboren wurde, der bleibt auch meistens genau hier.

Doch das gemeinsame Leben schafft auch einen großen Zusammenhalt zwischen den Leuten, die hier aufgewachsen sind. Die Häuser werden teilweise saniert. Wenn man allerdings in die Hausflure kommt, dann fühlt man sich 40 Jahre zurückversetzt. Briefkästen sind von den Wänden gerissen. Es riecht nach Knoblauch, Urin und Gewürzen aller Regionen der Welt. Laute Musik dröhnt aus den Wohnungen, Schmierereien befinden sich an den Wänden und zeichnen nieder, wer hier das Sagen hat.

Beachtung erhält, wer sich Statussymbole leisten kann. Es bedarf keiner eigenen Wohnung in einem Nobelstadtviertel Hamburgs oder eines besonders gut bezahlten Jobs nach einer erfolgreichen Ausbildung oder einem Studium.

Man bleibt hier im Viertel, lebt das Viertel, aber fährt einen auffälligen, teuren Wagen, im Idealfall mit einer besonderen Lackierung, lautem Motor und edlem Interieur. Die nächste Generation schenkt einem eine besondere Beachtung, wenn man mit einem solchen Wagen durch die Straßen fährt. Die eigene Generation zollt einem Respekt und die Meinungen der arbeitenden Älteren interessieren einen nicht.

Auf diesen Straßen lässt sich Cemal von seinem Fahrer zur Anschrift seiner Mutter fahren. Dorthin, wo er auch heute noch schläft, wenn er nicht weiß, wo er übernachten soll. Doch dies ist selten der Fall. Genug Mädchen wollen, dass er bei ihnen bleibt. Sie biedern sich seiner an, locken ihn mit ihren Reizen und kämpfen um seine Gunst. Diese Frauen haben für ihn aber nur geringe Bedeutung. Sie sind ein Spielzeug für ihn oder ein Schmuckstück mit dem er sich ziert, wenn er durch die Blocks fährt und sich präsentiert. Ansonsten interessiert ihn nur Geld und sein Ansehen.

Die Kinder auf den Straßen, die aufblicken und seiner weißen Geländelimousine mit offenem Mund nachblicken, wenn sie ihn sehen, geben ihm das Gefühl eines Königs, dessen Untertanen sich niederknien, wenn er sie passiert.

Der weiße Wagen hält mit seinen extra breiten Reifen vor einem der größten Wohnblocks im Viertel. Hier wohnt seine Mutter im 13. Stock mit vier jüngeren Brüdern auf drei Zimmern. Wenn Cemal hier schläft, nutzt er die Couch im Wohnzimmer. Dann wird ihm von der Mutter und den Brüdern das Zimmer zur Verfügung gestellt. Hier wird er nicht gestört, wenn er sich die Ehre gibt. Zum Balkon hat nur er den Schlüssel. Kein Mitglied der Familie würde es wagen dort hinauszutreten, auch wenn er ihnen den Schlüssel lassen würde. Er hat es ihnen nie verboten, aber sie alle wissen, dass es sein Balkon ist und nur er sich dort aufhalten darf.

Cemal steigt aus dem Geländewagen aus und geht in Richtung Hauseingang. Sein Fahrer bleibt sitzen und verharrt an gleicher Stelle bis zu Cemals Wiederkehr. Mehrere Jugendliche blicken auf und stellen sofort ihr Gerede über Mädchen ein. Sie verhalten sich ruhig. Sie sparen sich coole Gesten oder kluge Sprüche. Nachdem er das Haus betreten hat, gehen die Jungs wieder ihren Gewohnheiten nach. Sie starten die Rapmusik auf dröhnenden Basstubes und nicken, auf der Lehne der Spielplatzbänke sitzend, zum Takt des deutschen Sprachgesangs.

Im Wohnhaus steigt Cemal in den Fahrstuhl und fährt hinauf bis in den 13. Stock. Die stahlgraue, mit Schriftzügen verzierte Fahrstuhltür öffnet sich und fährt klappernd in die Wand hinein. Cemal tritt einen Schritt heraus und geht dann auf die Wohnungstür seiner Mutter zu.

Er schließt die Tür auf und betritt die Wohnung. Seine Mutter ist bereits wach und macht gerade das Frühstück für die Brüder von Cemal, die noch zur Schule gehen und bald aufstehen müssen.

Sie ist erst 45 Jahre alt, aber ihre Gesichtszüge ähneln denen einer Mitsechzigerin. Sie hat eine dickliche Statur und geht stets gebeugt. Auch in der Wohnung trägt sie ein dunkles Kopftuch mit smaragdgrünen Blumen bedruckt, einen langen Rock, der kurz über dem Boden endet und eine dunkle Strickjacke in dessen Ausschnitt das Kopftuch eingesteckt übergeht.

«Günaydin!», begrüßt sie ihren Sohn auf Türkisch und zeigt ihre Freude über den überraschenden Besuch.

Cemal nickt ihr kurz zu, geht aber nicht weiter auf sie ein. Er ist nicht gekommen, um mit seiner Mutter zu sprechen oder die Brüder zu sehen und sich mit ihnen auseinanderzusetzen.

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