Carsten Wolff - Der Geist der Djukoffbrücke

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Dies ist eine wahrhaftige Erzählung, in welcher berichtet wird über das Leben und den Tod des Arik, eines jungen Studenten, der der Versuchung erlegen ist, der mannigfache sündhafte Handlungen vollzieht, von der gottwidrigen Art wie Magie, Theurgie, Nekrophilie, und der seine Blutrache an der Jungfrau Nadja durch Zeugung des Antichristen im Sinne einer futuristischen Eschatologie den Anbruch in eine schöne neue, paranoide Welt aus «Realen Computerspiel» huldigt,…. und damit den Jahrhunderte alten Geist der Djukoffbrücke aus dem barbarischen Russland des 18. Jahrhunderts erweckt und wahrhaftig werden lässt,…..welche in persönlichen Gesprächen und Erlebnissen mit Lubow und Torben als Ohren- und Augenzeugen verfasst worden ist.

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Aber weiter zu den Riechmanns. Wie bereits erwähnt ist die Familie Riechmann dem Ruf des „großen“ Zaren Peter gefolgt und hat sich in der Region Sankt Petersburg angesiedelt. Das war zu Beginn des 18. Jahrhunderts und mehr als zweihundert Jahre vor der Geburt meiner Freundin Luba. Der erste Riemann befand sich im Gefolge des Baumeisters Andreas Schlüters, der zuvor in Berlin gewirkt hatte, und auch Johann Friedrich Braunsteins und war zur Fertigstellung des großen Palasts Peterhof nach Sankt Petersburg berufen worden. In der Folge wirkte dieser an diversen Bauten mit und gab folgerichtig seinem Sohn, und der wiederum einem seiner Söhne, das bauliche Talent weiter. Was für den ersten Riechmann zuerst als ein kurzweiliges russisches Abenteuer anmutete, hatte sich später als der Mittelpunkt der Familie erwiesen, sowohl auf beruflicher wie auch gesellschaftlicher Ebene. Es war und blieb die Stadt: Sankt Petersburg.

Die ehrgeizigen Pläne des Zaren waren damals langsam wie Samen aufgegangen, die auf fruchtbaren Boden fallen. Hier im Bereich der Newa war der Boden keineswegs fruchtbar, sondern morastig und für Granit zu nachgiebig und stellte eine bislang nie da gewesene Herausforderung an die Baumeister und Arbeiter insgesamt dar. Fast unmenschlich ist es damals zugegangen, um diesen Widrigkeiten zu trotzen, folgt man Berichten und Aufzeichnungen von damals. Und genau deshalb stimmt auch die Behauptung, dass die Stadt auf Knochen gebettet liegt. Knochen der vielen Helfershelfer, die beim Bau zu Tode gekommen sind.

Doch bevor diese Menschen zu blanken Knochen werden konnten, haben deren vielzählige Arme und Beine zu heben, drücken, schieben, hebeln gehabt, bis die Adern zum Platzen angeschwollen sind und das Blut herauszuspritzen drohte, um die riesigen und tonnenschweren Kolumnen, die Granitblöcke auf ihre Plätze wuchten zu können; Morast, Sand, Steine und Mörtel heraus- und hineinzubewegen, zu füllen, um letztlich das Einzelne zu einem Gesamten zusammenzufügen, zu einem ehrgeizigen, einzigartigen Gesamten, deren i-Tüpfelchen die Künstler mit ihrem Zierrat versehen und somit insgesamt zu einer bildnerischen Wohlordnung verholfen haben, deren Schönheit die Menschen verzückt hat, damals wie heute und egal ob sie vom Stande Leibeigene, Adelige oder einfache Bürgen waren und sind.

Denn das hat ein jeder gespürt, dass nicht das einzelne Bausteinchen zählte, sondern nur das Gesamte zusammen, als ein aus Menschenhand gefertigtes brillantes Kunstwerk wirkt und damit auch den einzelnen Menschen auf ein zeitlich Vorübergehendes reduziert gegenüber diesen monumentalen, zeitüberdauernden Kunstwerken insgesamt. Es war und ist, als würde die ewige Natur ein Stückchen ihrer Ewigkeit an den Menschen abzutreten haben. Es war und ist, als hätte sich der Mensch von der Natur einen Flecken Land geborgt, um ihr entgegenzutreten, dass nicht sie allein göttlich ist, sondern auch der Mensch den göttlichen Keim in sich trägt: als Bildner wie als Helfer. Wohlgeordnet und rational berechnet durch jeden Beteiligten an seiner richtigen Stelle.

So ist langsam Stück für Stück der Granit in die Höhe gewachsen. Paläste, Kirchen und Häuser sind entstanden. Ein riesiger Moloch aus Stein, der durch den Ehrgeiz Peter des Großen geweckt worden ist und nun barbarisch über dem Boden und Wasser zu herrschen anfing und sich von behauenen Steinen zu ernähren schien. Sein Brüllen und Hunger konnte nur durch weiteren Stein im Zaum gehalten und nur so lange teilweise gestillt werden, bis auch dieser sich an diesem Gesamtkunstwerk Sankt Petersburg befriedigt hatte. Und vermutlich kann man dieses domestizierte Ungeheuer nur noch an seinen zufrieden glänzenden Augen erkennen: Das viele Gold, welches die Kuppeln der Kirchen krönt und von etlichem Zierrat der Gebäude blinkt und das die Stadt bereits von Weitem herrlich glänzen lässt. Bei Sonnenlicht werfen sich die Gebäude goldene Lichtreflexe zu, die das Kunstwerk Stadt nahe an eine dichterische Göttlichkeit bringen und stets eine starke Inspiration der Künstler nicht nur herausfordern, sondern nachhaltig beeinflusst haben und weiterhin beeinflussen. Sankt Petersburg, das Venedig des Nordens, das glitzernde und goldig glänzende, atemraubende Gesamtkunstwerk einer kreativen Einmaligkeit, Schaffenskraft und Willenskraft. Von Malern, Sängern, Dichtern auf das Höchste seit mehr als dreihundert Jahren besungen und gewürdigt.

Carlo Rossi, Silvio Danini, Giacomo Quarenghi, Francesco Bartolomeo Rastrelli, Antonio Rinaldi, Andreas Schlüter, Andrej Stackenschneider, Wasilij Stasow, Domenico Trezzini, Jurij M. Felten, Hieronymus Küttner wie auch Riechmann besitzen seitdem einen mehr oder minder großen Anteil an diesem genialem Kunstwerk Sankt Petersburg.

In der Folge haben sich weitere Glieder der Riechmann Familie Meriten in der Wissenschaft, Bauhandwerk wie auch im Klavierbau erworben. Begünstigt wurde die Entwicklung der Riechmanns von der Situation Sankt Petersburgs, nachdem Peter der Große die Stadt zur neuen Hauptstadt auserkoren und insgesamt dem Riesenreich Strukturen oktroyiert hatte, die mit »Petrinischen Reformen« bezeichnet werden: Staatsumbau, Militär-, Wirtschafts-, Kirchen-, Sozialreformen. Allein das Leibeigentum hat Zar Peter unangetastet gelassen. So wurde Sankt Petersburg insgesamt zum Zentrum der Kultur. Was zuvor über Jahrhunderte Moskau gewesen ist, diesen Status nahm nunmehr Sankt Petersburg ein. Dass der Adel von dieser Idee überhaupt nicht begeistert war, denn deren Paläste standen in Moskau und damit etwa achthundert Kilometer entfernt, lässt sich leicht nachempfinden. Und dass kurzfristig nach dem Tod Peters die Hauptstadt wieder Moskau hieß, lässt sich ebenso nachempfinden. Doch sollte es nur von kurzer Dauer sein.

Für die Riechmanns haben diese Gedanken keine wesentliche Rolle gespielt. Sie waren und sind „Ausländer und Neubürger“ geblieben und Bestandteil der neuen Hauptstadt sowie auch Russlands. Und die Chancen standen für die Ausländer sehr gut, denn diese haben Peters Reformen mit ihrem Wissen ausgefüllt. Einhergehend hat sich Lubas Familie den Status einer gesellschaftlichen Hochachtung erworben, ohne jedoch geadelt worden zu sein. Zusätzlich wurde von der Familie ein nicht geringes Vermögen angehäuft, was ihnen einen überaus ambitionierten Lebensstil erlaubte. Die Gesellschaft traf sich in diesen Jahren in den Logen von Theatern und knüpfte so Kontakte und lotete mögliche günstige Verbindungen der Söhne und vor allem der Töchter aus. Als Folge wurden die Söhne und Töchter gut verheiratet. Die Riechmanns besaßen ein Landgut und für den Winter ein kleines Palais in der Hauptstadt. Deutsch wurde in der Familie nie vernachlässigt, obgleich Französisch die geläufige Sprache der Gesellschaft und des Adels gewesen ist. Russisch spielte eine eher untergeordnete Rolle und diente lediglich zur Verständigung mit den Bediensteten. Eine spezielle Eigenart der damaligen Zeit und eben eine Zeiterscheinung, die der Internationalität beziehungsweise der französischen Dominanz beigepflichtet war.

Erst mit der großen Umwälzung der Revolution im Jahre 1917 wurde das Land erdbebengleich mit einer solchen Kraft durchgeschüttelt, dass selbst keine Nervenzelle der Menschen unerreicht blieb. Die Tradition und Konstanz der Gesellschaft wurden mit einem Schlag weggefegt. Nichts galt mehr. Was oben war, war unten; was unten war, war oben! Köpfe rollten zuhauf. Wer klug war, versuchte sich entweder zu arrangieren oder zu fliehen. Das Erstere erwies sich schnell als unvernünftig und Trugschluss und kostete zumeist das Leben. Auch die Riechmanns wurden von dieser Welle der Wut überspült und flüchteten in sämtliche Richtungen des europäischen Auslands. Nur wenige, wie der Teil von Lubas Familie, verblieben in dem neuen Russland, der Sowjetunion.

Kapitel 3 - Die merkwürdige Bekanntschaft: Arik Milius

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