Markus Gleim - Der Dorfelvis
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Markus beißt sich durch. Bei Auftritten im Fernsehen, unter anderem bei Stefan Raab und bei Gigs mit Chuck Berry oder Fats Domino, bei der Meisterschaftfeier des 1. FC Kaiserslautern, beginnt die Band sich einen Namen in der Clubszene in Deutschland zu machen. Sie rocken Deutschland von Flensburg bis Garmisch und Europa von Dänemark bis in die Schweiz. Dabei erleben die jungen Rockmusiker saukomische und skurrile Situation. Der schwerbehinderte Musiker Markus lernt eine Menge Leute kennen und bekommt zusammen mit den Haudegen seiner Truppe einen Einblick in das «Monkey Business».
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Sehr früh, quasi schon im Kinderzimmer, wurde mein Interesse für die Musik geweckt, was sich nie mehr ändern sollte. Natürlich hat mich aber auch mit elf oder zwölf Jahren das Fernsehen sehr beeindruckt, wahrscheinlich sogar ein bisschen beeinflusst. Fernsehen war damals noch etwas Besonderes und nichts Alltägliches. Unendliche Weiten. Unbekannte Lebensformen. Fremde Galaxien, die nie ein Mensch zuvor gesehen hat. Oh Mann und was für neue Zivilisationen es da so gab, die wir entdecken konnten. Faszinierend.
2. „Ich glotz TV“
Es gab in den Familien nur ein Gerät und das wurde wirklich nur angemacht, wenn die Familie abends im Wohnzimmer zusammensaß und fern schaute. Tagsüber lief in der Küche ein Radio. Das war´s. Ansonsten war Ruhe mit medialer Dauerbeschallung. Wir lasen, spielten, beschäftigten uns mit uns selber oder waren draußen in der Natur unterwegs. Von daher war Fernsehen schauen etwas Tolles. Das damalige Programm konnte man sicher nicht annähernd mit dem heutigen vergleichen. Auch der Ablauf eines Fernsehtages hat sich in den letzten 30 Jahren grundlegend verändert. Es wurden nicht während oder zwischen zwei Sendungen irgendwelche Werbespots abgeschossen oder kurze Trailer für noch kommende Sendungen gezeigt. Können Sie sich noch daran erinnern, dass nach den 20-Uhr-Nachrichten eine Ansagerin auf dem Bildschirm erschien und uns aus der Programmzeitschrift vorlas?: „Das ist ne ehemalige Miss World, Sohn“, sagte mein Papa in der Hoffnung, ich wüsste diese Information entsprechend zu würdigen. Was ich als kleiner Pimpf natürlich nicht konnte. Ich saß, eingemummelt in eine Decke und im weißen Frottee-Schlafanzug mit blauen Schiffchen drauf, vor der Glotze und wusste nur, dass die Frau mir erklärte, was wir gleich sehen werden. Es gab gerade mal sieben Sendeanstalten: ARD und ZDF und ihre jeweiligen dritten Programme: BR3, N3, S3, WDR3 und HR3. Und selbst diese sieben Sendeanstalten konnten nicht überall gleich gut und stark empfangen werden. Hatte man Pech und wohnte in einem entlegenen Tal oder auf einer Ostfriesischen Hallig, konnte es sein, dass wirklich nur ARD und ZDF empfangen wurde. In der Stellenbeschreibung der Ansagerin stand bestimmt, dass es sich hier um eine Halbtagsstelle handeln würde, denn das Programm begann ja erst so zwischen 16 und 17 Uhr und endete schon wieder um 24 Uhr. Nur mal so als Beispiel, Ihr lieben TV-Total-DSDS-Berlin-Tag-&-Nacht-Dauerfernseh-Kids:
Das Fernsehprogramm vom 13. 02.1979:
16.30 Mosaik: Für die ältere Generation.
17.00 Heute
17.10 Kinder und um die Welt
Heute werden drei Schwestern vorgestellt, die in Nairobi, der Hauptstadt Kenias, leben. Aching (7) und Kaotusu (9) gehen jeden Morgen in die Schule. Die jüngste, Adiambo (5), besucht derweil den Kindergarten. Vater und Mutter arbeiten. Sie möchten, dass ihre Kinder es später einmal besser haben als die Eltern.
17.40 Die Drehscheibe
Wie viele Moderatoren hat eigentlich die „Drehscheibe“? Genau ein Dutzend, wie uns die Redaktion verraten hat. Dazu gehört Christine Westermann. Sie ist 30 Jahre alt und hat bei einer Tageszeitung Journalismus „von der Pike“ auf gelernt. Seit acht Jahren ist Christine beim ZDF, seit zwei Jahren moderiert sie die „Drehscheibe“ und dreht auch selber Beiträge.
18.20 Tom & Jerry Zeichentrickfilm
Eine Termitenplage ist ausgebrochen. Leider verschonen diese ungeheuer gefräßigen Tiere auch das Haus von Tom & Jerry nicht. Schnell alarmieren die beiden einen Ameisenbär. Ob der einen Rat weiß? Völlig aus dem Häuschen geraten Tom & Jerry jedoch, als ein kleines, komisches Monstrum auftaucht, das behauptet, vom Mars zu kommen.
19.00 heute
19.30 „Der Schwanz, der mit dem Hund wedelt“, ein Schwank von Herbert Berger.
21.00 heute -journal
21.20 ZDF-Hearing: Parteien und das Fernsehen
22.35 Sing Sing – Thanksgiving. Ein Konzert im Zuchthaus mit B.B. King, Joan Beaz, The Voices of East Harlem, Mimi Farina. (Wh. vom 15.07.1975)
23.35 heute
Das ist ein Hammer, oder? Und danach schalteten die Fernsehmacher von damals ihre Kameras aus, drehten das Licht runter und machten Feierabend. Das muss man sich mal vorstellen. Was haben denn damals nur die ganzen Schüler nachmittags gemacht? Haben die wirklich Hausaufgaben gemacht und ihre Schultaschen für den nächsten Tag gepackt? Es gab ja noch keine Play Station. Es gab noch keinen Computer oder Laptops, mit denen man mit seinen Klassenkameraden oder Freunden chatten konnte. Es gab auch kein YouTube, um sich die ganzen bescheuerten Fail-Videos anzuschauen, um sich über die Dummheit anderer kaputt zu lachen. Man hätte sich also mit sich selber oder mit den Freunden befassen müssen. Und was machten bitte die ganzen Arbeitslosen? Gut, es gab nur etwa 1,2 Millionen, aber auch die mussten doch unterhalten werden? Vera Int-Veen oder Oliver Geissen waren da ja noch nicht mal geboren. Es gab kein „Die Auswanderer“ oder „Vera am Mittag“. Weder Richterin Salesch noch Richter Hold sprachen Recht über irgendwas. Es gab kein „Köln 50667“ oder „Verklag mich doch“. Nix da. Verklagt euch doch gefälligst selber und beschäftigt euch mit was anderem. Sollten die denn wirklich bis 16 Uhr Bewerbungen geschrieben haben?
Ab 18.20 Uhr haben wir „Tom & Jerry“ geschaut. Eine Zeichentrickserie, in der verschiedene kurze Trickfilmchen wie zum Beispiel „Schweinchen Dick“ gezeigt wurden. In den 80ern wurde „Tom & Jerry“ aber wegen zu großer Brutalität wieder abgesetzt. Wirklich. Kein Witz, jetzt. Was man da als Brutalität bezeichnete war, dass der Kater Tom die Maus Jerry jagte, dabei auf die Zinken eines Besens trat, der ihm daraufhin erwartungsgemäß volle Kanne auf die Möhre ballerte. Dem Kater schwurbelten Kreise um den Kopf, es zwitscherten kleine, gelbe Vögelchen dazu und es ploppten winzige Sternchen auf. Tom schüttelte sich kurz und jagte weiter Jerry hinterher. Das war´s.
Lassen Sie uns doch stattdessen mal kurz in eine Folge von „Southpark“ reinschauen. Ein sinnvoller Handlungsstrang war jetzt erst mal nicht zu erkennen. Soweit, so gut. Wie bei „Tom & Jerry.“ Nur das der kleine Cenny im Laufe einer jeden Folge gekillt wird. Mit dem Kommentar: „Oh mein Gott, sie haben Cenny getötet. Ihr Schweine“, befördert man ihn auf unterschiedlichste Weise in den gezeichneten Comic-Himmel. Er explodiert, wird geköpft, wird platt gefahren, gehängt, erschossen, verbrannt, ersäuft, in den blauen Himmel katapultiert, in den Boden gestampft, zersägt, tranchiert, geteert, gefedert, geviertelt, halbiert, in Scheiben, in Würfel oder in Stücke geschnitten. Kurz: Ihm wird auf jede nur erdenkliche Art und Weise das Lebenslicht ausgeknipst. Aber Tom & Jerry wurde wegen Brutalität abgesetzt. Schon klar. Heute laufen irgendwelche 3D-animierten Mangas, mit
Figuren, die so riesige Augen haben, als würden sie LSD-Trips wie Gummibärchen einwerfen. Es läuft „Marvin, das steppende Pferd“, „Monsters vs. Aliens“, „Family Guy“ und „SpongeBob Schwammkopf.“ SpongeBob Schwammkopf! Mal ehrlich, Leute. Eine Sendung über einen Schwamm, der mit seinen Wasserkumpels in einer Stadt auf dem Meeresboden lebt? Ein Schwamm, ok? Und wir machen uns echt Gedanken, warum unsere Schulkinder bei der PISA-Studie nur auf Platz 16 landen? Ich bin mir nicht ganz sicher, aber bei TV-Sendungen über einen Schwamm, der mit seinen Homies auf dem Grund des Meeres lebt, drängt sich mir der klitzekleine Verdacht auf, ob es da nicht eventuell einen direkten Zusammenhang geben könnte? Da hätte man doch auch eine Zeichentrickserie über, was weiß ich, von mir aus über ein Brot machen können. Wie bitte? Gibt´s schon? „Bernd, das Brot?“ Heilige Mutter Gottes.
Zu meiner Zeit liefen „Unsere kleine Farm“ und die „Waltons“ auf unterschiedlichen Sendern. Aber man sah irgendwie lieber die „Waltons“. Zumindest mir ging es so. Die Großfamilie „Waltons“, die all ihren Kindern Doppelnamen, wie John-Boy, Jim-Bob und Marie Allen gaben. Die Zeit und die Arbeit in dem kleinen Sägewerk waren hart, anstrengend und ehrlich und genau das war wahrscheinlich auch der Grund, warum wir die „Waltons“ gerne sahen. Keine Gewalt, keine Verbrechen, kein unermesslicher Reichtum und keine Intrigen. Das einfache und normale Leben auf dem Lande. Der alte Lastwagen kam im Vorspann heran gefahren, hupte mit der lustigen „Wooohiiioooo – Wooohiiiooo“ – Hupe und man lud den ersten Radioempfänger, groß wie ein Wohnzimmerschrank, aus. John und Olivia Walton schickten ihren einzigen intelligenten Sohn in die große Stadt hinaus, um ihn zum Journalisten ausbilden zu lassen. Und daheim schickte die aufkommende Dämmerung das gesamte Tal in den Waltons Mountains in die Betten und man wünschte sich gemeinsam mit „Gute Nacht, John-Boy“ und „Gute Nacht, Jim-Bob“ eine geruhsame Nacht. Ein Kind namens „Heidi“, mit dem die strenge Frau Rottenmeier aus Frankfurt, erzieherisch nicht mehr fertig wurde, schickte man weit, weit weg, hoch in die Schweizer Berge. Dort lernte sie einen „Peter“ kennen. Ich persönlich glaube ja, diese „Heidi“ war eine schwer erziehbare Berliner Punkgöre mit ADHS und verweigerte aktiv den Schulbesuch. Sie rannte ständig hyperaktiv den Tieren nach, lief selbst im Winter nur barfuß herum und ging nicht zur Schule. Dieser ständig völlig bekiffte „Peter“ war ein illegaler Sprayer aus Dortmund, der seine Schmierereien immer mit dem Namen „Geissenpeter“ taggte. Ein krimineller und drogenabhängiger Rotzlöffel, der per richterlicher Verfügung eine Verhaltenstherapie machte. Ich meine, Heidi kam schließlich aus Frankfurt. Hallo? Klingelt da was bei Ihnen? Frankfurt? Bahnhofsviertel, Rotlichtmilieu, Drogen? Alles klar? Wer sonst, glauben Sie, hätte diesen „Geissenpeter“ mit Stoff versorgen sollen? Die sogenannte „Almhütte“ war ein offener Jugendtreff mit erlebnispädagogischen Angeboten, so mit Klettergarten, Wut- und Klangzimmer und Werkstätten und so. Heidi und Geissenpeter lernten da, ihren Namen zu klatschen und Gefühle, wie „Freude“ aus Lehm zu formen. Geleitet wurde der Jugendtreff vom „Alpöhi“, den Mann, den die Kinder alle nur Großvater nannten. Er war eigentlich ein Sozialpädagoge und Antiaggressionstrainer und arbeitete in der sozialen Einrichtung, hoch droben, in den Schweizer Bergen. Wenn nachmittags das Kinderprogramm los ging, fragte ich meine Mutter, ob ich diese oder jene Sendung sehen durfte. Sie informierte sich, um was es da gehen würde und sie entschied, ob oder ob nicht. Ich schätze, das lief damals in den meisten anderen Familien auch so. Die Entscheidung darüber war jetzt auch keine Diskussionsbasis, sondern eine klare Ansage. Da gab es kein: „Och menno...“, kein „Ach, bitte.....“ oder „Nur ne halbe Stunde....“ Ein Nein, war ein Nein und fertig. Ganz oft gab es stattdessen den Rat: „Willst du nicht lieber mal raus an die frische Luft? Es regnet nicht, also geh raus und beschäftige dich dort mit irgendwas. Spiel was mit deinen Freunden oder so.“ Haben Sie es gemerkt? Nicht: „Das Wetter ist gut. Die Sonne scheint. Es ist warm. Geh mal raus.“ Nein, nein, es reichte schon, wenn es nicht regnete. Es konnte scheiß-kalt sein, aber solange es nicht regnete, war das Wetter immer noch gut genug, um draußen zu spielen. Und auch dieser Rat war kein Vorschlag, über den man jetzt mal in Ruhe sprechen konnte, sondern eigentlich eher eine weisungsgebundene Ansage. Heute würde so manche Mutter froh sein, nicht wegen solcher Nichtigkeiten gestört zu werden und weiter in Ruhe Farmerama spielen zu können.
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