Markus Gleim - Der Dorfelvis

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Schon sehr früh infiziert sich Markus mit dem Virus Rock & Roll und Rockabilly. Unerwartet bekommt er die Chance bei einer Rock & Roll-Band einzusteigen, um damit seinen Lebensunterhalt zu verdienen. Ein Hobby wird zum Traum. Dann ein schwerer Unfall mit dem Motorrad. Der Aufschlag ist mörderisch. Brutal. Vollstreckend. Die Diagnose: Schwerbehindert. War es das mit der Rockstarkarriere?
Markus beißt sich durch. Bei Auftritten im Fernsehen, unter anderem bei Stefan Raab und bei Gigs mit Chuck Berry oder Fats Domino, bei der Meisterschaftfeier des 1. FC Kaiserslautern, beginnt die Band sich einen Namen in der Clubszene in Deutschland zu machen. Sie rocken Deutschland von Flensburg bis Garmisch und Europa von Dänemark bis in die Schweiz. Dabei erleben die jungen Rockmusiker saukomische und skurrile Situation. Der schwerbehinderte Musiker Markus lernt eine Menge Leute kennen und bekommt zusammen mit den Haudegen seiner Truppe einen Einblick in das «Monkey Business».

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Mädchen findet man im dem Alter grundsätzlich blöd. Saublöd. Da sind wir uns einig, denke ich mal. Meine Schwester Katja genoss sogar das Privileg, von mir supersaublöd gefunden zu werden. Ich finde, sie hätte das ein bisschen mehr würdigen können, aber oft beachtete sie mich noch nicht mal, ging einfach wortlos an mir vorbei. Katja war damals fünf Jahre älter. Das ist sie selbstverständlich heute immer noch. Ich habe sie weder altersmäßig eingeholt, noch überholt. Obwohl ich mir das immer so gewünscht habe. Sie hatte es teilweise nicht einfach mit mir. Das möchte ich gerne an dieser Stelle mal zugeben. Es gab zum Beispiel einen Vorfall, den sie noch heute bei Familienfeiern gerne zum Besten gibt. Ich kniete wohl auf ihrem Rücken, beide Hände in ihren Haaren vergraben und zog ihren Kopf, mit voller Kraft nach hinten, was ihr sicher große Schmerzen bereitete, weil ich sie dabei wie eine Banane verbogen haben muss. Geschrien habe aber ich. Nicht meine Schwester. Und als meine Mutter, angezogen von den Schreien, in ihr Zimmer kam, motzte sie Katja noch an, was sie denn bitte da gerade mit mir machen würde? Und außerdem wäre ich doch noch so klein und da müsse sie doch etwas Verständnis für mich aufbringen. Katja sagte nichts dazu. Kein: „Aber der hat doch....“ oder „Der will aber...“. Nichts. Heute glaube ich, dass sich Katja damals schon einen ganz perfiden Plan ausgedacht hatte, um es mir heimzuzahlen. Ich war schon sehr früh Brillenträger. Schon im Kindergarten trug ich eins dieser voll fiesen Hornbrillen-Kassengestelle, die erst viele Jahre später wieder durch Justin Bieber und die Big-Bang-Theory-Nerd-Sache modern werden sollten. Damals lachte man über solche Brillen nicht, denn es gab schlicht und ergreifend nichts anderes. Einfache und billige Hornbrillen und fertig. Ich bekam eine Brille, weil man feststellte, dass ich beim Spielen und Herumrennen immer gegen Schränke, Türrahmen und Stühle knallte. Irgendwie berechnete ich den Kurvenradius immer falsch und -BATZ- ballerte ich volle Möhre mit dem Kopf gegen ein Tischbein oder so was. Also beschloss man, der Junge ist nicht zu blöd zum Rennen, der braucht einfach nur eine Brille. Dass Katja diese Situation vielleicht selber provoziert haben könnte, indem sie mir einfach mal, bei vollem Lauf durch die Wohnung, ganz beiläufig, einen Tisch oder Stuhl in den Weg schob, hat niemand in Betracht gezogen. Ich bin mir da bis heute nicht sicher. Wer hätte schon unterscheiden können, ob das ein blauer Fleck vom Schrank-Rammen oder von meiner Schwester war? Ja, wer weiß denn so genau, ob ich überhaupt ein Brillenträger bin? Ist diese ganze Sache nicht vielleicht von ihr über Wochen und Monate eingefädelt worden?

Stimmt das überhaupt, dass Katja mal drei Jahre in einem Krankenhaus in der Schweiz gearbeitet hat oder ob sie in der Zeit nicht vielleicht vom Israelischen Mossad ausgebildet wurde? Heißt sie überhaupt Katja? Ist sie wirklich „meine Schwester“? Der Sache sollte ich vielleicht mal nachgehen....

Zu der damaligen Zeit reagierte man noch etwas entspannter auf solche Sticheleien unter Geschwistern. Sie regelten sich meistens von selber. Heute wird die Super-Nanny herbei zitiert, die einen dann eine Stunde auf die stille Treppe schickt. Keine Panik. Sie halten hier keinen verkappten Erziehungsberater in den Händen. Ich bin mir nur sicher, dass der eine oder andere von Ihnen solche Machtkämpfe mit den Geschwistern von seiner Kindheit her auch noch kennt.

Übrigens, weil wir gerade so gemütlich beisammen sitzen: In meinem ersten Schuljahr war es noch gang und gäbe von Frau Beckert, unserer Klassenlehrerin, bei Missachtung der von ihr aufgestellten Klassenregeln, ziemlich rustikal eins auf die Nuss zu bekommen. Hatte man in irgendeiner Form gegen ihre Regeln verstoßen, also nicht aufgepasst, herum geblödelt oder man war zu laut, bekam sie das mit. Das war so sicher, wie das Amen in der Kirche. Als ob sie auf dem Lehrerpult Harry Potters Spickoskop stehen gehabt hätte. Und mit der Karte des Rumtreibers fand sie denjenigen. Immer und überall.

Mit einem lautem „WHUMM“, apparierte sie nur Sekunden später neben einem. Sie griff dann mit der linken Hand ein Büschel Haare, um den Kopf still zu halten, was ihre Trefferquote auf nahezu 100 % brachte und verteilte mit der rechten Hand Ohrfeigen auf die linke und rechte Backe. Klatsch, klatsch, klatsch, klatsch. Immer vier Stück. Zwei links, zwei rechts. Wie beim Stricken. Und genauso schnell, wie sie aufgetaucht war, „WHUMM“, disapparierte sie auch wieder und ging zur Tagesordnung über. Ein gespenstisches Szenario. Und schmerzhaft. Jedes „Expecto Patronum“, jedes „Protego“ verhallte nutzlos im Nichts wie in einem leeren Butterbierglas. Das war zumindest in der ersten Klasse noch normal. Die Grenzen waren klar abgesteckt. Jeder wusste, wie weit er ins feindliche Land vordringen durfte. Nach den neuesten pädagogischen Erkenntnissen ist das keine geeignete Erziehungsmethode mehr und somit nicht mehr akzeptabel. Nach Intervention mehrerer moderner und gewaltfreier Waldorf-Eltern, wurde diese Form der „Grenzkontrolle“ allerdings ab der zweiten Klasse eingestellt. Und trotzdem. Auch auf die Gefahr hin, dass ich jetzt wütende Emails und offene Schmähbriefe von eben diesen Waldorf-Eltern erhalte, geschadet hat mir das nicht. Heute bin ich aber der Meinung, dass es nicht mehr die richtige Art der Maßregelung ist. Heute nehmen die Lehrer der Ann-Marie-Jennifer und dem Hagen-Malte-Gonzales, das Handy oder den MP3-Player ab. Die Eltern der Kinder haben im Übrigen darum gebeten, wegen der Persönlichkeitsbildung, die Namen der Kinder ganz aus zu sprechen. Daheim heißt der Hagen-Malte-Gonzales allerdings nur Gonzo, weil die Mutter das so süß findet. Ann-Marie-Jennifer heißt nur Tschänni, weil es kürzer ist. Das mit den Handy oder dem MP3-Player beeindruckt Gonzo und Tschänni natürlich erwartungsgemäß nicht, weswegen sie in den Trainingsraum geschickt werden, dem neuzeitliche Pendant zum „in der Ecke stehen“ und auch hier wundert man sich, warum diese drastischen Erziehungsmaßnahmen keine Erfolge haben. Ich meine, klar, bei uns wurden die Eltern angerufen und dann gab´s daheim richtig Ärger. Hausarrest, Fernsehverbot, kein Taschengeld oder so. Im Trainingsraum sollen Gonzo und Tschänni mal darüber nachdenken, was sie gerade gemacht haben. „Nachdenken“, ok? Wow. Na, dass ist ja mal ne richtig fiese Strafe. Wie Waterboarding mit'm Zahnputzbecher. Wenn sie das aber nicht wollen und „Nachdenken“ wollen Jugendliche in dem Alter eher nicht so gerne, waren die Lehrer durch mit ihren Erziehungsmaßnahmen: „Deinen MP3-Player und Dein Handy können Deine Eltern heute Nachmittag beim Rektor abholen. Klar? Dann können die sich mal mit ihm über Dein Verhalten unterhalten“. Auch das wird nicht passieren, denn die Eltern werden es nicht erfahren, weil sie arbeiten gehen müssen und gar keine Zeit für so was haben. Darum würden auch irgendwelche Erziehungsmaßnahmen zu Hause im Nichts verpuffen. Einen neuen MP3-Player und ein Handy kann man sich auf dem Schulhof abziehen, wenn es mal „Beef“ für ein Opfer bei einer gemeinschaftlich geplanten Mobbing-Aktion gibt. Die Probleme fangen heute wo ganz anders an. Aber das wollen wir hier an dieser Stelle nicht klären. Hab ich recht? Dafür gibt´s doch die Schulermittler. Sollen die sich doch darum kümmern.

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Irgendwann während der ersten Schuljahre, stellten wir fest, dass amerikanische Film-Darsteller, besonders unsere Helden von „Krieg der Sterne“ irgendwie coolere Namen als Markus hatten. Egal ob Markus jetzt mit k oder mit c geschrieben wurde. Da gab es so Namen wie Ben Obi-Wan Kenobi, R2-D2, diese fiepende Coladose, C-3PO (dieser ständig nörgelnder Gold-Roboter mit leicht homosexuellen Tendenzen), Chewbacca und natürlich Han Solo und Luke Skywalker. Wir beschlossen, uns neue und coolere Namen zuzulegen. Ich begrüßte das sehr, weil ich irgendwie immer noch hoffte, den Schlemmi los zu werden. „Ben wär doch super oder? So wie Ben Kenobi, “ sagte Markus zu mir. „Nein, wäre nicht super. Das isn Ein-Silber, Mann“ sagte ich. „Na, dann halt Benny.“ „Ja, genau. Benny.“ Der Name Benny wurde dann noch vorsorglich das gesamte ABC durchverarscht, um zu sehen, ob Benny wirklich super wäre. Ich ahnte bereits, auf was das hinaus laufen würde. Cenny, Denny, Flenny, Menny, Penny, Renny. Bis hin zum Schlemmi. Klang wohl lustig, sodass es bei Schlemmi blieb. „Ich bin Chewie“ sagte Marcus, der mit „c“, was die Abkürzung von Chewbacca, dem hünenhaften Affen und treuen Weggefährten von Han Solo war. „Und ich bin dann Han Solo“, fügte Markus hinzu. Luke Skywalker zu sein oder zu heißen traute sich keiner. So dreist war keiner von uns. Die Spitznamen der anderen beiden Mark(c)usse waren nach etwa zwei Wochen erwartungsgemäß wieder vergessen. Mein Schicksal dagegen war besiegelt. Ich war Schlemmi. Für Jahre. Eigentlich bis heute. Um genau zu sein. Ach nee. In der Fünften stand ich mal kurz davor „der Schleim“ zu werden. Das kam von meinen Nachnamen. Gleim. Vorne mit G und hinten mit M. Die meisten Leute verstehen aber erst mal immer Klein. „Wie? Klein?“ „Nee. Gleim. Mit Gee und hinten mit Emm.“ Die Gleims haben sich angewöhnt, den Namen meistens gleich noch zu buchstabieren. „G-L-E-I-M.“ „Ach, GLEIN.“ „Nee-hee. Hinten noch mit Eee-heem.“ „Ach so. Gleim. Hab ich ja noch nie gehört.“ „Ja. Drum buchstabiere ich´s ja auch.“ Mein Papa buchstabierte den Nachnamen früher immer noch mit diesem Funkalphabet „Mein Name ist Gleim. Gustav-Ludwig-Emil-Ida-Martha“ und würzte das immer noch mit einem Mörder-Gag, „Ich bin aber heute alleine da.“ und erntete dafür meistens nur verwirrte Blicke. Papa lachte aber in sich hinein und freute sich diebisch über diese seltene Perle des Wortwitzes. Irgend so eine Sechstklässler-Hackfresse fand es lustig, mich auf dem Schulhof als „der Schleim“ zu beschimpfen. Als ich ihn daraufhin aufforderte, sich doch bitte mal umzudrehen, damit ich ihm dahin treten könne, wo die Sonne sicher nie hin scheinen würde und ich meinte nicht London, artete das in eine gepflegte Keilerei aus. Und nur weil ich kämpfte wie ein Tiger, nahm man respektvoll davon Abstand, mich in Zukunft „der Schleim“ zu nennen. Und mein „Kampfname“ auf dem Schulhof lautete fortan „der Tiger“. So zumindest nahm ich diese Situation wahr. Tatsache war allerdings, dass ich wie ein Meerschweinchen quiekte und wie ein Mädchen um mich schlug, was in etwa so aussah, als würde man versuchen, eine ganz böse Biene zu verscheuchen. Und nur weil ich kämpfte wie eben ein Mädchen, nahm man lachend davon Abstand, mich in Zukunft „der Schleim“ zu nennen. Mein „Kampfname“ auf dem Schulhof lautete demzufolge „Mädchen“. Aber eben, Gott sei Dank, nur auf dem Schulhof und auch nur bei Schulhofkeilereien, denen ich nach dieser Erfahrung sehr geschickt durch panische Flucht auf die Schultoilette aus dem Weg ging. Das brachte mir allerdings so ab der 7. Klasse ein gewisses Hoheitsrecht auf der Schultoilette ein. Das war meine Toilette. Ich war der Don Padre der Schultoilette im ersten Stock. Ich konnte dort schalten und walten, wie ich wollte. Ich machte dort die Regeln. Ich konnte dort Hausaufgaben abschreiben, Spickzettel verstecken, später sogar rauchen und jeden reinlassen oder rausschmeißen, ohne in irgendeiner Form belästigt oder angemotzt zu werden.

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