Levi Krongold - Der Tanz der Bienen

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Der triste Praxisalltag des Arztes Levi Krongold, wird plötzlich durch das Auftauchen eines schizophrenen Patienten, Herrn Maus, auf den Kopf gestellt. Dieser kündigt den baldigen Weltuntergang an, was er aus dem Verhalten eines Bienenschwarmes erkannt haben möchte. Krongold schickt den lästigen Patienten umgehend weiter in die Psychiatrie, zu seinem ehemaligen Lehranalytiker und Klinikchef Prof. Herold. Doch wenig später wird Herold ermordet im Garten der Psychiatrie aufgefunden mit einem Brandmal auf der Stirn. Ein Mord, der nicht nur für Krongold ohne Folgen bleiben wird. Das Verhängnis nimmt seinen Lauf!

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Hartmut hat auch so ein Pech. Er war eine Zeitlang mit seiner Sprechstundenhilfe befreundet. Die erinnerte mich vom Gesicht her an das Modell auf einem Werbefoto einer Kosmetikfirma für Faltenunterspritzung. Wie üblich hatte die Dame auf dem Foto es überhaupt nicht nötig, sich irgendwo unterspritzen zu lassen. Das Foto stand lange Zeit auf meinem Schreibtisch. Das brauche ich schon deshalb, weil ich jeden Tag so viel Elend zu sehen bekomme. Wenn mich wieder mal ein mitleidheischendes Gesicht um eine 7-tägige Krankmeldung bat, dann schaute ich es an und dachte, was für ein Scheißjob das so ist in einer Praxis.

Jedenfalls war Martina, so hieß Hartmuts Freundin, vom Gesicht her fast wie dieses Modell. Jung und schön. Hartmut war schon über fünfzig. Und sein Pech war, dass Martina gerne mit schnellen Motorrädern durch die Gegend gefahren wäre, aber nicht genug Geld verdiente, um sich selbst eins zu kaufen und Hartmut dieser Vorliebe nichts abgewinnen konnte. Außerdem war Martina in Wirklichkeit in einen Waldarbeiter aus Neuseeland verliebt, der ein wirklicher Prolet gewesen sein muss, aber mit Motorrad und ungeheuer männlich. Nur leider ist Neuseeland weit. Hartmut aber war nah, leider ein bisschen wie der Esel I-Ah aus Winnie the Pooh und eben ein Gefühlsmensch mit dem Hang zu Selbstmitleid.

Kurz und gut. Es war seit Kurzem aus zwischen den beiden und Hartmut nicht nur solo, sondern auch seine Hauptkraft in der Praxis los.

"Außerdem ist es nicht einfach, ein Brandmal fachgerecht aufzubrennen", meinte er grübelnd.

"Klar, du brauchst wenigstens ein Kohlebecken, um das Brandeisen heiß zu machen", erklärte ich, an einen Western denkend, den ich vor hundert Jahren mal gesehen habe.

"Nicht unbedingt", entgegnete Philipp. "Ein Lötbrenner tut es auch."

"Aber auf jeden Fall mehr als einen", meinte Hartmut.

"Wieso?", fragte ich.

"Na, würdest du still halten, wenn dir jemand mit einem Brandeisen was auf die Stirn drücken wollte?"

"Branding?", grinste Philipp. "Vielleicht war der Professor pervers?"

"Quatsch!", rief ich entrüstet aus, denn es handelte sich ja nicht um irgendeinen x-beliebigen Professor, sondern um meinen Lehranalytiker. Aber ehrlich gesagt, sicher war ich mir da nicht.

"Wieviel meinst du?", fragte ich Philipp, "müssen denn dabei gewesen sein?"

"Also mindestens zwei."

"Du meinst, Herr Maus hatte einen Verbündeten?"

Philipp zuckte mit den Schultern.

Das glaubte ich nun wieder nicht. Also ein bisschen Menschenkenntnis habe ich nun doch und Herr Maus war eindeutig Schizo. Diese Leute arbeiten nicht in sozialen Verbänden.

Eher besteht ihre Haupttätigkeit darin, sich sozial unbeliebt zu machen. Darüber steht in den Psychiatrielehrbüchern übrigens so gut wie nichts.

Wir waren nach weiteren Kilkennys schließlich zu der Meinung gekommen, dass Herr Maus damit überhaupt nichts zu tun haben konnte. Und ich für meinen Teil wäre auch froh darüber gewesen. Weil, dies hätte gleichzeitig meine Exkulpierung dafür bedeutet, dass ich Herrn Maus zu Prof. Herold geschickt hatte.

Leider gibt es da einen kleinen Umstand, der sich selbst mit 1,2 Promille im Blut nicht wegdiskutieren lässt. Nämlich der, dass mir das Brandmal, das Zeichen auf der Stirn des Professors, durchaus nicht unbekannt war.

Nicht nur das, ich habe den erheblichen Verdacht, dass ich der Urheber eben dieses Zeichens bin!

2. Levi

Der Kuli

Versuchen wir, den Faden wieder aufzunehmen.

Immerhin stellt sich nach wie vor die Frage, wer war der Mörder von Prof. Herold?

Dieser Frage ging selbstverständlich auch die Polizei nach. Es versteht sich von selbst, dass ich wenige Zeit später von einem freundlichen Beamten zur Zeugenaussage über Herrn Maus gebeten wurde, der immer noch flüchtig war.

Er kam sogar in meine Praxis und das fand ich sowohl komisch als auch ungewöhnlich. Komisch schon deshalb, weil er sich eben auf den Stuhl setzte, auf dem auch Herr Maus gesessen hatte, und ungewöhnlich, weil ich fand, er hätte mich auch auf die Polizeistation einladen können.

Aber nun saß er da und war eben "der Nächste", wurde zur Unperson. Seine mausgraue Zivilkleidung passte sehr gut zu der ganzen Geschichte und statt Antworten bekam er nun meine nichtssagenden Ausflüchte zu hören, die er aber eifrig notierte. Schließlich versagte ihm sein Kuli den Dienst und er fragte nach einem meiner Stifte, die ich stets wohl sortiert vor mir auf dem Schreibtisch in einer Lederschale liegen habe. Ich konnte nur durch eine schnelle Bewegung verhindern, dass er ungefragt den Kuli ergriff, den sich auch Herr Maus ausgeliehen hatte, was ihn etwas irritierte.

Dieser Kuli war mir heilig. Denn er war zwar durch Herrn Maus entehrt worden, aber eben auch geheiligt. In ihm lag vielleicht die Antwort auf weit dringlichere Fragen als: "Wann kam Herr Maus in Ihre Praxis, welchen Eindruck machte er auf Sie und würden Sie Ihre Aussagen auch vor Gericht wiederholen wollen?"

Ich nahm den Kuli mit einem schnellen Griff an mich und steckte ihn vorsichtig in meine Brusttasche, so dass der Polizist gezwungen war, einen anderen zu nehmen.

Er stutzte, zog die Augenbrauen hoch und ich interpretierte seinen Gesichtsausdruck so, dass er andeuten wollte, Ärzte seien allesamt ein wenig seltsam, wenn man es genau nimmt.

Ich ertappte mich dabei, dass ich den Kuli wieder hervorzog und während des ganzen Gespräches anstarrte wie einen Gegenstand vom Mond. Zwischenzeitlich überhörte ich sogar einige seiner Fragen, so dass er gezwungen war, sie zu wiederholen, wodurch sein Gesicht einen etwas mürrischen Ausdruck annahm.

Ich schrak auf, als ich bemerkte, dass es wohl schon eine ganze Zeit still gewesen sein musste. Ich blickte ebenso gespannt auf den Kuli, den ich in meinen Händen drehte wie er. Als sich unsere Blicke trafen, fragte er: "Was ist damit?"

"Womit?"

"Mit dem Kuli?"

"Ach nichts!", beeilte ich mich zu sagen und legte ihn, vielleicht etwas zu schnell, wieder in die Schale zurück.

"Aha - Macht ihnen etwas Sorgen?"

"Nein, nein", log ich und er zuckte mit den Schultern. "Schönen Dank für die Auskunft, wenn Ihnen noch etwas einfällt, dann rufen Sie mich doch bitte im Polizeipräsidium an."

Ich versprach es.

Es gibt nur eines, was ich nicht verstehe. Wie kann ein Zeichen, dass ich selbst erfunden habe, auf der Stirne des Professors erscheinen?

Vielleicht ist der Kuli ja die Antwort.

Heute nach der Sprechstunde werde ich ihn mitnehmen.

"Der Nächste bitte", rief ich in die Sprechanlage.

3. Burn out

Und zwei Penner

In den nachfolgenden Tagen schlief ich ziemlich schlecht und grübelte viel, jedoch vergeblich über diesen seltsamen Mord.

Geradezu verweilte ich mehr und mehr in einem Zwischenreich zwischen Wachen und Träumen, war immerzu müde und nahm alles wie von Ferne her war.

Beispielsweise erinnere ich mich nicht einmal mehr der nachfolgenden Tage. Der Schreibtisch meines Sprechzimmers schien auf eine merkwürdige Weise unwirklich geworden zu sein. Es war zwar immer noch ein Schreibtisch, aber er erschien auf absurde Weise zu kurz, der Abstand zum "Nächsten" zu gering, um ein wirklicher Schutz vor der unguten Einflusssphäre mitleidheischender Patienten zu sein. Auch ragten meine Beine zu weit darunter hervor, denn in der Mitte zwischen den beiden Seitenteilen war nichts wie Luft ohne jede Grenze zu den Beinen des Gegenübers.

Gleichfalls schienen meine Augen in Mitleidenschaft gezogen zu sein, nein, nicht das anatomische Auge an sich, sondern der Seheindruck, welchen es vermittelte. Er war wie in einem Aquarium ohne Taucherbrille. Es vermittelte nur noch einen undeutlichen Eindruck von dem Geschehen in meiner Praxis, die Gesichter wollten sich nicht mehr einstellen, sondern verschwammen zu schemenhaften Fratzen, auf denen nur noch erstarrte, erschrockene Gesichtszüge zu vermuten waren.

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