Levi Krongold - Der Tanz der Bienen

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Der triste Praxisalltag des Arztes Levi Krongold, wird plötzlich durch das Auftauchen eines schizophrenen Patienten, Herrn Maus, auf den Kopf gestellt. Dieser kündigt den baldigen Weltuntergang an, was er aus dem Verhalten eines Bienenschwarmes erkannt haben möchte. Krongold schickt den lästigen Patienten umgehend weiter in die Psychiatrie, zu seinem ehemaligen Lehranalytiker und Klinikchef Prof. Herold. Doch wenig später wird Herold ermordet im Garten der Psychiatrie aufgefunden mit einem Brandmal auf der Stirn. Ein Mord, der nicht nur für Krongold ohne Folgen bleiben wird. Das Verhängnis nimmt seinen Lauf!

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Warum muss der jetzt gerade hier bei Dir sitzen und Dich durch seine billige Brille anschauen, als müsstest Du jetzt vor Angst vergehen?

Du ertappst Dich dabei, wie Du nickst, auf Deinen Kugelschreiber blickst, dessen Spitze untätig auf dem Papier aufliegt und einfach antwortest: "Ja, ich weiß."

"Ach, das wissen Sie?"

Warum in aller Welt, scheltest Du Dich, musst Du so was Blödes sagen? Jetzt hast Du ihm auch noch den Vorwand für einen Dialog gegeben?

Aber Du hast diese Worte tatsächlich formuliert.

Du nickst.

"Das weiß ich schon lange. Vielen Dank."

Herr Maus entspannt sich.

"Das ist gut. Wissen Sie, ich habe es den ganzen Tag mit mir herumgetragen. Heute Morgen, als ich die verrückten Bienen wieder vor meinem Fenster tanzen sah, da wusste ich es plötzlich. Und ich habe mich gefragt, ob die anderen es auch wissen. Aber sie haben sich nichts anmerken lassen. Haben so getan, als wenn sie es nicht wahrhaben wollten."

"Na ja, verständlich. Wer möchte auch schon gerne darüber nachdenken?"

Es ist wie ein Zwang. Du beobachtest Deine Worte, wie sie Deinen Mund verlassen, ohne von Dir wirklich formuliert worden zu sein.

Herr Maus wird unsicher.

"Wissen Sie es wirklich?"

Jetzt ist es zu spät. Du kannst nicht mehr zurück. "Natürlich. Das ist nichts Besonderes."

"Und haben Sie gar keine - Angst?"

Du schüttelst den Kopf und fragst Dich, ob Du wirklich keine Angst hast?

Nein, es beginnt Dir Spaß zu machen.

"Ich schon, ich habe Angst", sagt Herr Maus. Er ist erst 27 Jahre alt, hast Du inzwischen mit dem Blick auf seine Personalien in seiner Akte entdeckt. Ein junger Verrückter also.

Und jetzt sagst Du plötzlich noch etwas Merkwürdiges:

"Wissen Sie, es ist gut, dass Sie hierher gekommen sind, um es mir zu sagen."

"Ja, meinen Sie?"

Du nickst.

"Ja."

"Aber wieso?"

Dich beschäftigt nur eine Frage: Wie bekomme ich ihn dazu, von hier direkt in die Psychiatrie zu gehen, ohne dass Du aus Deinem Stuhl aufstehen musst und Dinge tun musst, die Du nicht tun möchtest?

"Weil das Entscheidende ist, dass Sie hierher gekommen sind, um mich zu treffen."

"Sie zu treffen?"

"Ja, mit mir zusammen zu treffen."

Herr Maus ist verblüfft und schweigt ungläubig.

"Aber, das wusste ich nicht!"

"Nein, niemand weiß das."

"Was?"

"Das wir einzig und allein hier sind, um zu einem gewissen Zeitpunkt mit gewissen Menschen zusammen zu treffen."

Du beobachtest selbst Deine Worte staunend von innen.

Herr Maus schweigt. Es ist ihm deutlich anzusehen, dass er nachdenkt.

"Ich wusste aber gar nicht, dass ich hier hingehen musste. Ich wusste ja gar nicht, wo ich anfangen sollte!"

"Und deswegen sind Sie erst einmal zum Arzt gegangen!", half ich ihm.

Ich bin ja Arzt. Jedenfalls habe ich einen weißen Kittel an, mit Vergangenheit, auch wenn mir jetzt mein Schreibtisch plötzlich lächerlich banal vorkommt. Oder sagen wir, Du bist beim Sozialamt beschäftigt oder bei der Postbeschwerdestelle. Das ist alles irgendwie dasselbe.

Im Prinzip. Verstehst Du?

"Sie meinen, es war gleichgültig, wo ich zuerst hingehe?", fragt Herr Maus.

"Nein, nicht gleichgültig. Es war notwendig, mich hier zu treffen. Es musste so sein."

Herr Maus nickt und Du faltest behaglich die Hände über Deinem Bauch und spielst mit den Daumen Karussell.

Schnapp, Falle zu. Maus drin!

Witzig nicht? Falle zu, Maus drin. Der Mann heißt Maus, wirklich.

Weil, jetzt kommt der entscheidende Satz und der ist wieder nicht von Dir, aber Du kennst ihn schon.

"Ich habe Sie erwartet."

Herr Maus ist verunsichert.

"Erwartet?"

Du nickst.

"Weil ich Ihnen jetzt sagen muss, wo Sie weiter hingehen müssen."

"Wohin ich jetzt gehen muss?"

"Jawohl."

Herr Maus wartet mit geweiteten Augen.

"Zum nächsten Punkt. Verstehen Sie?"

"Nein."

Herr Maus versteht nicht.

"Sie müssen einen bestimmten Mann aufsuchen. Müssen ihn treffen."

"Wen denn?"

"Herrn Herold. Der arbeitet in einer Klinik. Sagen Sie einfach, Sie kommen von mir und warnen Sie ihn auch."

"Herrn Herold, meinen Sie?"

"Ja." Der ist der Leiter der städtischen Psychiatrie und Du stellst Dir bereits vor, wie er reagieren wird, wenn Herr Maus vor ihm sitzt, so wie jetzt vor Dir und es wird Dir wirklich behaglich zumute.

Herr Maus ist beeindruckt und notiert sich die Adresse auf einem Zettel, den er sich von Dir ausleiht, natürlich auch mit Deinem Kugelschreiber. Den gibst Du nicht gerne aus der Hand.

Er ist so etwas wie ein Stück Deines Körpers geworden und fühlt sich beschmutzt an, als Du ihn zurücknimmst.

"Danke", sagt Herr Maus im Aufstehen.

Hätte er nur seinen eigenen Kugelschreiber dabei gehabt.

Er hält die Türklinke gerade in der Hand, da dreht er sich noch einmal um und fragt vorsichtig:

"Aber was werden Sie unternehmen, wegen der Welt?"

Du stutzt. Was will er denn noch?

"Nichts!"

"Nichts?"

"Nein, sie wird untergehen."

"Aber wir werden alle sterben!"

"Das ist unwichtig. Hauptsache Sie treffen Herrn Herold, dann ist vielleicht noch was zu retten."

Er nickt.

"Und wen treffen Sie?", fragt er leise?

Du schaust Herrn Maus an und Dein Lächeln erstirbt Dir auf den Lippen.

"Den Nächsten", flüsterst Du. "Den Nächsten."

1. Kristine

Und zwei gute Freunde

Wenige Tage später hätte ich die Geschichte normalerweise wieder vergessen. Nun gut, nicht ganz. Ich fand sie selbst so genial, dass ich sie zwei oder drei Freunden erzählte, denen ich unter Gelächter versichern musste, dass es sich wirklich so zugetragen hatte.

Herr Maus war nämlich wirklich von mir schnurstracks in die Psychiatrie gefahren, mit der BVG, und natürlich dortgeblieben. Diagnose: Schizophrenie. Freiwillige stationäre Aufnahme.

Kein Grund also, noch dran zu denken.

Allerdings wurde der Leiter der Psychiatrie, Herr Prof. Herold, kurze Zeit später in einem Waldstück auf dem Gelände der Psychiatrie mit einem Brandzeichen auf der Stirn tot aufgefunden.

Genau, mit einem frisch in die Stirn eingebrannten Zeichen, und zwar nicht mit einer Zigarette oder so, sondern ganz offensichtlich richtig mittels eines Brandeisens.

Die Polizei stand offenbar vor einem Rätsel, wie der Artikel vermeldete.

Ich erkannte den Professor gleich wieder, auf dem Zeitungsfoto. Als Täter kam ein Patient in Verdacht, mit dem er, ganz entgegen seiner sonstigen Gewohnheiten, ein Gespräch im Garten der Psychiatrie geführt hatte, eben auf einem Spaziergang durch das Gelände der Psychiatrie und dieser Patient war niemand anderes als Herr Maus, wie ich von Schwester Kristine erfuhr.

Die Mitteilung jedoch, dass Herr Maus offensichtlich der Letzte war, mit dem Prof. Herold Kontakt gehabt hatte, erschütterte mich tief.

Erstens war Herr Herold mein Lehranalytiker gewesen, mit dem ich in meiner eigenen Ausbildung zum psychosomatischen Arzt viele Stunden verbracht hatte, um ihm zu erzählen, welche verwinkelten Gedankengänge und Gefühlsregungen mich in meinem Innersten bewegten.

Das schafft Verbindung, wie zu einem Freund. - Mehr noch, wie zu einem Vater. Sogar zu einem echten Vater - der wirklich mal zuhört. Schon deshalb erschütterte mich diese Nachricht.

Zweitens geht ein Psychiater seit 1920 nicht mehr mit seinen Patienten spazieren.

Und drittens, hätte ich Herrn Maus nicht in dieses seltsame Gespräch verwickelt, so wäre Herr Prof. Herold wohl noch am Leben.

Und dieses Schuldgefühl nagt bis heute an mir.

Herr Maus blieb im Übrigen verschwunden.

Schwester Kristine war schon vor Jahren in meiner eigenen Praxis als Mitarbeiterin tätig, bevor ich mich aus finanziellen Gründen verkleinern musste. Sie wechselte dann auf meine Vermittlung hin als Schwesternhelferin in die geschlossene Männerstation in eben dieser Psychiatrie.

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