Solveig Kern - Der düstere Wanderer

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Furuks Erbe ist ein neunbändiges Fantasy-Epos mit mehreren Ebenen:
Die offensichtliche Ebene ist die Heldenreise: Der wandernde Zauberer Mauro gerät in eine Reisegruppe, an deren Mission er keinen Anteil zu haben meint. Zug um Zug wird er mit unangenehmen Wahrheiten konfrontiert und muss sich seiner Seelenaufgabe stellen. Die Fantasy-Welt stellt Hindernisse wie Drachen, Irrgärten und Trolle bereit, während wir den Helden im Wachstumsprozess beobachten.
Die zweite Ebene ist die Auseinandersetzung mit der Königs-Energie und den Prinzipien der Führung: was befähigt den Auserwählten, siegreich zu bleiben, wenn alle anderen versagen? Wie verhält sich ein geborener Anführer in feindlicher Umgebung? Wie beeinflussen Charakter und archetypische Ängste das Verhalten?
Auf der dritten Ebene geht es um energetische Prozesse: Auf der Metaebene ist alles im Fluss. Vieles ist menschen-möglich. Der Mächtigste kann in den Strom eingreifen. Vielleicht haben Sie sich auch schon gefragt: Wo hört Kampfkunst auf und wo beginnt Zauberei? Die Grenzen sind fließend!

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Mauro wollte nicht zulassen, dass die alte Dame resignierte: "Wir Zauberer hatten stets die Wahlfreiheit, zu bleiben oder zu gehen. Die Versuchung ist groß, in einem solchen Moment der irdischen Existenz den Rücken zu kehren. Doch die Chance, jenseits des Tales der Schmerzen Wahrheit, Weisheit und innere Ruhe zu finden, wäre für lange Zeit vertan."

Merowe winkte ab: "Du wirst den Weg der Erkenntnis gehen. Ich weiß nicht, ob ich noch die Kraft dazu habe. Ich bin alt und müde geworden. Zu müde, um noch einmal zu verzeihen."

Mauro schüttelte den Kopf: "Ihr seid noch nicht am Ziel und Ihr wisst es. Gebt der Trauer Raum und Zeit, wie es Euch gelehrt wurde. Dann hebt den Blick und entscheidet."

Sie standen längere Zeit schweigend neben einander.

Einer plötzlichen Eingebung folgend wandte Mauro sich wieder Königin Merowe zu: "Der Ring, den ich trage, er ist Euer. Euch will ich ihn anbieten!" Er zog das Kleinod aus seinem Beutel, kniete nieder und bot es der alten Königin dar.

Merowe sah ihn erstaunt an. Dann fasste sie sich. Sie rief ihre Schutzgeister um Beistand und hielt die Hände über den Ring in Mauros Fingern. Die Hexenkönigin ließ das Kleinod in einem milden Licht erglänzen, als würde es aus sich selbst heraus strahlen. Es war ein schmuckloser, in sich gewundener Ring aus rotem Gold. Auf den ersten Blick wirkte er unvollständig – als hätte man die Hälfte seiner Breite entwendet, die ihm erst zu einem vollkommenen Ring machen würde.

Lange betrachtete die alte Königin den Ring und ließ seine Schwingungen auf sich wirken. Sie prüfte sich, ob sie bereit war, ihn anzunehmen. Anders als Mauro wusste sie um die Bewandtnis: "Das ist einer der sieben Ringe, die die Unsterblichen den Weisen von Ambar überließen. Sie sind ein Symbol für die Vollkommenheit der Schöpfung. Jeder repräsentiert eine der sieben Ur-Energien. Die meisten davon ergeben paarweise ein Ganzes. Nur der vierte, der grüne Ring, steht für sich allein. Er symbolisiert die Form des Gelehrten, in die das Wechselspiel von Lehren und Lernen gegossen ist. Alle vereint ergeben einen großen Ring von unübertroffener Schönheit.“

Merowe nahm den Ring aus Mauros Händen und betrachtete ihn im Mondlicht. „Dieser hier ist der dritte Ring. Er steht für die Kraft des Kriegers. Als ich zum ersten Mal die Geschichte der sieben Ringe hörte, träumte ich, dass ich eines Tages einen in Händen halten würde. Nun, fast am Ende meines Weges, ist es tatsächlich so gekommen."

"Wie kommt es, dass die Ringe über die Welt verstreut wurden?" wollte Mauro wissen.

Die Königin kannte die Legende: "In ihrem dreisten Hochmut wollten die Gelehrten mit der Macht der Ringe in den Lauf der Welt eingreifen. Sie dachten, sie könnten ihrem Land den ewigen Frühling bescheren, wenn sie es näher zur Sonne rückten. Es gelang, doch sie hatten die Konsequenzen nicht bedacht. Ambar ertrank in den selbst verursachten Fluten. Die Träger des alten Wissens wurden in die Welt hinaus entsandt. Ambar hatte an vielen fremden Küsten Kolonien. Doch das alte Blut mischte sich mit dem der jungen Stämme und das Wissen der Unsterblichen verwässerte durch Aberglauben. Die einstigen Kolonien wurden erobert und verschwanden. Das Reich der Drachenkrieger war vermutlich eine der letzten Bastionen der Erben von Ambar."

"Weiß man, wo die anderen Ringe sind?"

"Ihre Hüter müssen verborgen bleiben. Sie zu kennen weckt Begehrlichkeit unter den Feinden. Wüsste König Curon, dass einer der Ringe in seiner Reichweite ist, würde er ihn einfordern. So schweigt denn still und hütet das Wissen in Eurem Herzen."

Königin Merowe betrachtete den Ring in ihrer Hand noch einmal von allen Seiten, ehe sie ihn in den Falten ihres Gewandes verbarg: "Ich werde den Ring in Verwahrung nehmen. Noch ist nicht die Zeit, ihn zu tragen.“ Zu Mauro gewandt fuhr sie fort: „Ich weiß nicht, ob ich Euch für diese Bürde danken soll. Ich bin müde und wollte mich aus dem Leben zurückziehen." Sie taumelte, als hätte sie ein Schwindel befallen.

Mauro stützte sie. Er fühlte eine tiefe Verbundenheit. „Nehmt meine Kraft, bis die Eure zurückkehrt." Mühelos hob er die kleine Frau hoch und trug sie in ihr Gemach. Ganz vorsichtig bettete er sie auf ihr Lager und deckte sie zu.

Jetzt war auch Yerion neben ihm. Sie beobachtete, wie liebevoll er sich um die alte Frau kümmerte, wie er ihre Hände zwischen den seinen wärmte. Wenn Mauro gab, dann gab er reichlich. Sein Herz war groß. Er zögerte nicht, aus dem Vollen zu schöpfen. Für einen Moment wünschte Yerion, sie wäre die Adressantin seiner Wärme und Fürsorge, und seine Augen würden so voller Zärtlichkeit auf ihr ruhen wie jetzt auf Königin Merowe. Dann rief sie sich zur Ordnung. Zu dem, was die beiden verband, hatte sie keinen Zugang. Ihr Weg ihn zu erreichen war ein anderer.

Das Fledermaus-Schwert

Ehe Mauro den Horst verließ, winkte Yerion ihn zu sich: "Die Königin möchte Euch ein Schwert schenken." Sie blockte seine Einwände ab, ehe er sie geäußert hatte: "Wir wissen wohl, dass Ihr als Zauberer mächtig genug seid, darauf zu verzichten. Doch dort, wohin Ihr geht, trägt jeder freie Mann ein Schwert. Ihr sollt Euch nicht unter Wert verkaufen!"

Dieses Argument leuchtete Mauro ein. Natürlich reichte einem Zauberer ein Stab zur Verteidigung. Allerdings gab er sich dadurch als Zauberer zu erkennen. Mit Schwert war er unauffälliger, denn jeder freie Kethe war auf Reisen bewaffnet. Auch Mauro hatte Zeit seines Lebens ein Schwert besessen und vermisste die gewohnte Waffe.

"Kommt mit. Ihr sollt selbst wählen. Für welches Schwert immer Ihr Euch entscheidet, die Königin wird es Euch gewähren." Yerion führte ihn in die Waffenkammer von Yian Mah. Viele Schwerter, die über Generationen in Gebrauch gewesen waren, warteten auf einen neuen Herrn. So viele wackere Krieger waren in den letzten Jahren gestorben! Da man die Asche der Toten in alle Winde verstreute, machte man keine Grabbeigaben.

Mauro schlenderte durch die düstere Kammer und sah sich um. Er nahm sich Zeit, mit seiner inneren Weisheit in Kontakt zu treten. Ein Schwert wählte man nicht achtlos – schon gar nicht ein Zauberschwert, denn das erwartete er hier zu finden.

Auf einem geschnitzten Ständer hingen prunkvolle, mit wertvollen Steinen geschmückte Schwerter in goldbeschlagenen Scheiden. Nicht das Richtige für einen mittellosen Wanderer. Sie würden ihm bloß Diebe auf den Hals hetzen. Mauro ging an ihnen vorbei.

In hölzernen Regalen und sogar auf dem Fußboden lagen unzählige der schlichten, schmalen, einseitig geschliffenen Schwerter, die die Steppenreiter bevorzugten. Darunter befanden sich auch drei Zauberschwerter der königlichen Familie, reich mit magischen Zeichen verziert. Am Griff, knapp oberhalb des flügelförmig verbreiterten Handschutzes, befand sich das Fledermauswappen der Hexenkönigin. Darunter, am Übergang zur Klinge, prangte das magische Auge, das seinem Träger half, verborgene Feinde zu erkennen. All diese Schwerter waren solide geschmiedet, unzählige Male gefaltet und aus härtestem Metall. Diese schmalen, gebogenen Reiterschwerter war Mauro über viele Jahre gewohnt gewesen, er würde seinen Fechtstil nicht umstellen müssen. So prüfte er, welches er wählen sollte, doch keines wollte seine Aufmerksamkeit auf sich ziehen.

Schließlich entdeckte er eine versteckte Nische in der Mauer. Die Schwerter waren mit Staub bedeckt, als hätten sie seit Urzeiten dort gelegen. Eines davon sprang ihm sofort ins Auge. Der Knauf sah aus wie der Kopf eines Wolf-Hundes, das Symbol für den unabhängigen Gefolgsmann. Im Maul trug er einen grob geschliffenen Stein. Das erregte Mauros Interesse, denn Zauberschwerter trugen häufig einen Edelstein - das magische Licht, das in der Hand des Trägers zu leuchten vermochte. Er hob es heraus und betrachtete es näher. Die Scheide war arg verwittert. Die rostigen Metallspangen, die sie zusammenhielten, bröselten bei der Berührung. Der Griff war eher schlicht, mit schwarzem Leder bespannt, das sich bereits abzulösen begann. Der Handschutz sah aus wie die aufgespannten Flügel einer Fledermaus, mit dem magischen Auge darunter. Damit war es als Schwert eines Hexenmeisters erkennbar, doch es war anders gearbeitet und trug nicht das Wappen von Yian Mah.

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