Solveig Kern - Der düstere Wanderer

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Furuks Erbe ist ein neunbändiges Fantasy-Epos mit mehreren Ebenen:
Die offensichtliche Ebene ist die Heldenreise: Der wandernde Zauberer Mauro gerät in eine Reisegruppe, an deren Mission er keinen Anteil zu haben meint. Zug um Zug wird er mit unangenehmen Wahrheiten konfrontiert und muss sich seiner Seelenaufgabe stellen. Die Fantasy-Welt stellt Hindernisse wie Drachen, Irrgärten und Trolle bereit, während wir den Helden im Wachstumsprozess beobachten.
Die zweite Ebene ist die Auseinandersetzung mit der Königs-Energie und den Prinzipien der Führung: was befähigt den Auserwählten, siegreich zu bleiben, wenn alle anderen versagen? Wie verhält sich ein geborener Anführer in feindlicher Umgebung? Wie beeinflussen Charakter und archetypische Ängste das Verhalten?
Auf der dritten Ebene geht es um energetische Prozesse: Auf der Metaebene ist alles im Fluss. Vieles ist menschen-möglich. Der Mächtigste kann in den Strom eingreifen. Vielleicht haben Sie sich auch schon gefragt: Wo hört Kampfkunst auf und wo beginnt Zauberei? Die Grenzen sind fließend!

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Mauro folgte ihrem Blick. "Das ist nicht, was Ihr denkt. Ich bin kein Nachkomme des Königshauses von Ambar, nur der Sohn eines einfachen Schmiedes aus Brig. Brig liegt dort, wo die Welt zu Ende ist, " fügte er mit einem Schmunzeln hinzu. Er nahm nicht an, dass Yerion seine Heimatstadt kannte. "Dieser Drache ist ein Zauberzeichen aus dem Land der Drachenkrieger, mit denen ich zwölf Jahre gelebt habe. Ich erwarb das Recht, ihn zu tragen, indem ich eine bescheidene Meisterschaft in ihren Künsten erreichte. Ihr Fürst schenkte mir sein Vertrauen und verlieh mir den Ehrentitel >Drachensohn<."

>Alle Drachenkinder stammen aus dem gleichen Nest. Sie erkennen einander, wo immer sie sich begegnen<, dachte Yerion bei sich. Laut sagte sie nur: "Was habt Ihr für ihn getan, dass er Euch solcher Ehre für würdig erachtete?"

"Ich war so etwas wie ein Berater für ihn. Oft ritt ich mit seinen Truppen, denn sie waren ständig in Händel verwickelt. Sie lernten von mir und ich noch viel mehr von Ihnen. Sie waren Meister der Selbstbeherrschung und der Manipulation von Energie. Ihr Wissen über die Kriegskunst stellt alles in den Schatten, was ich jemals an unseren Höfen sah", schwärmte Mauro. "Zwölf Jahre konsequenten Übens reichten gerade, um mir einen winzigen Teil davon zu erschließen."

"Ihr seid ein Meister der Kriegskunst, doch Ihr tragt kein Schwert?"

"Ich besaß ein wunderbares Schwert, schmäler und leichter als unsere Schwerter. Es war so scharf, dass es eine Feder in der Luft zerteilte. Der Griff lief aus in einem Drachenkopf – wie der, den ich am Arm trage. Im Maul trug der Drache einen Zauberstein, in dem sich das Licht in hunderten Facetten brach. Ich bin kein guter Schwertfechter, doch sein Zauber hat mir und dem Volke der Drachenkrieger ruhmreiche Siege beschert."

Yerion nickte. Auch ihr Volk war vor vielen Generationen durch die östlichen Steppen hierher gekommen. Sie verstand die Symbolik jenes fernen Stammes, den Mauro die >Drachenkrieger< nannte. "Ein solches Schwert bekommt man nicht geschenkt."

"Natürlich nicht. Ich musste mich dessen als würdig erweisen."

"Und doch habt Ihr es nicht bei Euch?"

"Das Zauberschwert ist das Erbe der Drachenkrieger. Ich hatte kein Recht, es zu behalten. Als sich unsere Wege trennten, brachte ich es in den Tempel zurück. Die nächste Generation wird den Kampf aufnehmen, wenn die Zeit gekommen ist. Shio Bans Sippe ist verpflichtet, ihren Tod zu rächen." Mauro weigerte sich, an seine tote Gefährtin zu denken. Nicht jetzt, wo Yerions Küsse noch auf seinen Lippen brannten. "Das ist nicht der Moment, Erinnerungen nachzuhängen."

Yerion ließ sich wieder in seine Arme ziehen und blieb noch ein Weilchen.

Mauro blieb mehrere Wochen in Yian Mah. Eines Abends erzählte er, weshalb er dem Lande der Drachenkrieger den Rücken gekehrt hatte: „Sie wussten um die Unsterblichkeit der Seele und um die Ebenen seelischen Wachstums. Jede Erfahrung, ob schmerzhaft oder angenehm, begrüßten sie als hilfreichen Lernschritt für die Vollendung ihres Seelenzyklus. Doch sie lebten nicht abgehoben und friedfertig wie die Weisen im Wüstenstromland. Im Gegenteil. Blutige Fehden bestimmten ihr Leben. Der Weg des Kriegers galt ihnen unter den Wegen zur Vervollkommnung als der ehrenvollste.

Die Drachenkrieger nahmen mich bereitwillig auf, um von mir Dinge zu lernen, die Vorteile gegenüber ihren Feinden versprachen. Ich gewann das Vertrauen ihres Fürsten und die Zuneigung der mächtigen Hexe Shio Ban. Fast zehn Jahre lang war ich Shio Bans Gefährte. Doch hinter die Kulissen ihrer Welt, dorthin wo sie wirklich lebte, gewährte sie mir keinen Einblick. Ihren strikten Ehrenkodex habe ich bis zum Schluss nicht verstanden.

Die letzten Wochen vor ihrem Ende war Shio Ban anders als sonst. Ich spürte, dass sie sich Sorgen machte, doch sie weigerte sich, mit mir darüber zu sprechen. Unter einem Vorwand schickte sie mich fort. Statt meinem Instinkt zu folgen und zu bleiben, gehorchte ich. Als ich zurückkam, fand ich sie in ihrem Blute. Man hatte sie auf abscheuliche Weise zu Tode gefoltert."

Mauro stockte in seiner Erzählung. Die Bilder nahmen in seiner Erinnerung Gestalt an. Er fühlte erneut die Wut und die Trauer. Als er sich wieder gefangen hatte, fuhr er fort: "Mein erster Gedanke war Rache. Ich stürmte in den Palast und bat den Fürsten um Truppen. Doch er wollte nichts davon hören. Er sagte zu mir: >Bringt das Drachenschwert zum Tempel zurück. Es darf den Feinden nicht in die Hände fallen. Die Saat des Drachen wird aufgehen. Seine Kinder werden das Unrecht vergelten. Ich kämpfe nicht mehr<.

Ich beschwor den Fürsten, zu fliehen. Als Eingeweihter des alten Wissens hatte er die Pflicht, die Lehren der Unsterblichen für die Nachkommen zu bewahren. Ich gemahnte ihn an seine Verpflichtung, doch er lehnte ab: >Die immerwährende Wahrheit kann nie verloren gehen. Sie ist so mächtig, dass keiner von uns sie je in ihrer Gesamtheit begreifen wird. Wenn wir aussterben, schließt sich nur eine Türe: der Zugang, den wir gefunden hatten, geht verloren. Die nächste Generation findet einen neuen Zugang, der anders, doch nicht schlechter ist. Wir machen ihnen den Weg frei. Auf den Ruinen des Alten kann Neues gedeihen<. Ich bedrängte ihn, doch er herrschte mich an: >Stört mich nicht länger in den Vorbereitungen für die Heimkehr zu meinen Vätern. Das ist nicht Euer Kampf! Kehrt in Eure Heimat zurück<. Zum Schluss gab er mir ein heiliges Symbol seines Volkes: einen Ring, der seinen Träger selbst wählt."

"Was mag das wohl bedeuten?" wunderte sich Hamon. "Innerhalb kurzer Zeit gehen zwei alte Zivilisationen in unterschiedlichen Teilen der Welt unter. Zwei Freunde treffen am Rande der Trümmer wieder zusammen."

"Unsere Welt unterliegt einem zyklischen Wandel. Das Althergebrachte trägt uns nicht mehr." Yerion sprach so nüchtern, als wäre ihre Existenz nicht unmittelbar bedroht. „Das Mutterrecht hat ausgedient, die Zeit des Patriarchats beginnt.“

"Das mag sein. Auch die Drachenkrieger folgten dem Mutterrecht. Doch für die Weitergabe des alten Wissens hätten sie Sorge tragen müssen." Mauro haderte immer noch mit der Entscheidung des Fürsten.

"Sie haben es ja weitergegeben!“ ereiferte sich Hamon. „Du hast viel davon über hunderte Tagreisen nach Westen gebracht. Auch das Wissen aus dem Wüstenstromland wäre ohne unsere Flucht nie so weit nach Norden gekommen."

Mauro widersprach: "Weder Du noch ich haben alles gelernt, was die Weisen unserer Gastländer wussten. Nur ein kleiner Teil des alten Wissens wird überdauern."

Hamon hatte längst begriffen, dass die Zerstörung der alten Kulturen die nachdrängenden jungen Völker bereicherte: "Ist der Becher nun halb voll oder halb leer? Jeder Verlust birgt eine Chance. Zu lange war das alte Wissen in den steinernen Tempeln eingesperrt – wie Wasser in einem Fass, aus dem nur wenige schöpfen durften. Nun ist das Fass zerborsten und jede Pflanze im Umkreis bekommt einen Tropfen, mit dem sie gedeihen kann. Selbst die Tropfen, die auf den Weg fallen, kehren mit dem Regen zurück."

"Was tun die jungen Völker mit diesem Regen?“ ereiferte sich Mauro. „Sie schaffen Götter nach menschlichem Ebenbild und machen sie verantwortlich für alle Misslichkeiten. Wissen mutiert zu Aberglauben. Zauberer werden verfolgt, weil die Menschen unsere Macht fürchten und unsere Kunst nicht verstehen. Der steinige Weg der Einweihung ist ihnen zu mühsam."

"Die jungen Völker sind wie Kinder, sie spielen Kinderspiele“, seufzte Hamon. „Du weißt es selbst, Mauro: Kindseelen haben das Recht, ihren eigenen Weg zur Weisheit zu finden. Sie müssen nicht in die Fußstapfen der Eltern treten."

Nun mischte sich auch Hexenkönigin Merowe in die Unterhaltung ein: "Jeder, der einen Schluck aus dem Becher der Weisheit trinken darf, geht eine Verpflichtung ein. Wer soll den Kontakt zu den anderen Welten pflegen und die Botschaft der Unsterblichen bewahren, wenn nicht wir? Die Zeitenwende sollten wir begleiten wie liebevolle Eltern: lehren, ermutigen und Fehler verzeihen.“

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