Solveig Kern - Der düstere Wanderer

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Furuks Erbe ist ein neunbändiges Fantasy-Epos mit mehreren Ebenen:
Die offensichtliche Ebene ist die Heldenreise: Der wandernde Zauberer Mauro gerät in eine Reisegruppe, an deren Mission er keinen Anteil zu haben meint. Zug um Zug wird er mit unangenehmen Wahrheiten konfrontiert und muss sich seiner Seelenaufgabe stellen. Die Fantasy-Welt stellt Hindernisse wie Drachen, Irrgärten und Trolle bereit, während wir den Helden im Wachstumsprozess beobachten.
Die zweite Ebene ist die Auseinandersetzung mit der Königs-Energie und den Prinzipien der Führung: was befähigt den Auserwählten, siegreich zu bleiben, wenn alle anderen versagen? Wie verhält sich ein geborener Anführer in feindlicher Umgebung? Wie beeinflussen Charakter und archetypische Ängste das Verhalten?
Auf der dritten Ebene geht es um energetische Prozesse: Auf der Metaebene ist alles im Fluss. Vieles ist menschen-möglich. Der Mächtigste kann in den Strom eingreifen. Vielleicht haben Sie sich auch schon gefragt: Wo hört Kampfkunst auf und wo beginnt Zauberei? Die Grenzen sind fließend!

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An der Pforte musste man immer noch drei Fragen aus dem Hexen-Einmaleins beantworten. Mauro konnte den Text auswendig. Mit einem Schmunzeln gab er die richtigen Antworten. Wenigstens etwas, das Bestand hatte.

Kurze Zeit später wurde er in die große Halle geführt. Die Hexenkönigin saß in vollem Ornat auf dem Thron, umgeben von sieben Raben. Die Klügste von ihnen, Akila, hockte auf ihrer Schulter. Königin Merowe trug den spitzen Hexenhut und eine dunkle Robe mit dazu passenden Pantöffelchen. Ihr Umhang war mit magischen Zeichen in dunkelgrüner Seide bestickt. Ihre schwarz geschminkten Augen blickten ernst.

Der Besucher verneigte sich ehrerbietig: "Herrin, ich bin auf der Durchreise und möchte Euch meine Referenz erweisen. Ich bin Mauro, der Sohn des Luchtir aus Brig."

Die Hexenkönigin erinnerte sich: „Du warst ein ungestümer Jüngling. Tapfer, doch ohne Selbstbeherrschung. Heerführer Tandim hat Dich fort geschickt."

"Er hatte Recht."

"Du bist erwachsen geworden, Mauro. Offensichtlich hast Du Deine Fehler eingesehen, sonst wärest Du nicht zurückgekommen." Die Hexenkönigin sah Mauro traurig an: "Der, dem Du das sagen wolltest, ist nicht mehr unter uns.“

Die Trauer dieser mächtigen Frau um ihren langjährigen Gefährten berührte Mauro. Die Hexen von Yian Mah folgten dem Mutterrecht. Merowe war die Herrin, Tandim ihr Feldherr. Offenbar konnte auch in dieser Form von Beziehung Liebe und Vertrautheit existieren.

Merowe erkannte auch in Mauros Blick jene schmerzliche Leere, die der plötzliche Verlust eines lieben Menschen hinterlässt. Sie lächelte und nahm den spitzen Hut ab. Ihr graues Haar war streng nach hinten gekämmt. "Komm, sei unser Gast. Mach Dich zum Essen frisch. Danach können wir reden!"

Vom Staub der Reise befreit kehrte Mauro in die große Halle zurück. Die Bewohner von Yian Mah hatten sich für das Abendessen versammelt. Die meisten von ihnen waren typische Steppenbewohner mit breiten Gesichtern und schräg stehenden Mandelaugen. Wie auf Kommando wandten sie ihre Blicke dem Eintretenden zu.

Frisch gebadet und mit getrimmtem Haar war Mauro ein durchaus erfreulicher Anblick. Er stand in der Kraft seiner besten Jahre und vibrierte vor Energie. Seine Ausstrahlung füllte den Raum. Tuschelnd steckten die Damen die Köpfe zusammen.

Mauro kniff die Augen zusammen, um sich an das Halbdunkel zu gewöhnen. Er sah überwiegend Frauen und Greise. Es gab zu wenige Kinder, und die wehrfähigen Männer fehlten fast vollständig. Das war ungewöhnlich. Die berüchtigten Krieger von Yian Mah hatten ihren Horst stets gut bewacht. Nun wehte ein Hauch von Verfall durch die Halle.

In einer Ecke entdeckte Mauro Menschen eines ganz anderen Schlages: sie hatten längliche, hellhäutige Gesichter, aus denen das kantige Kinn und die Hakennase prominent hervorragten. Neben den Steppenbewohnern erschienen sie groß. Sie hatten krause Haare und dunkle Augen. Ihre Kleidung war mit Goldfaden bestickt und mit farbenprächtigen Borten verziert.

Einer dieser Menschen kam geradewegs auf Mauro zu. Er schien etwas sagen zu wollen, doch er fand keine Worte. Stumm breitete der Mann die Arme aus.

Auch Mauro sah den Fremden an, als wäre er eine Erscheinung aus einer anderen Welt.

Sie gingen auf einander zu. Mauro betastete den anderen, als könnte er nicht glauben, dass er aus Fleisch und Blut bestand: "Hamon! Bist Du es wirklich?" Die beiden fielen einander um den Hals.

Mauro wollte wissen, was Hamon nach Yian Mah führte. Die beiden Freunde hatten einander seit vierzehn Jahren nicht mehr gesehen. Damals studierten sie in Orod Ithryn die magischen Künste. Hamon kam aus dem Wüstenstromland im Süden und Mauro aus dem Winterland im Norden. Sie unterschieden sich wie Feuer und Wasser, ihre bevorzugten Elemente. Gerade deshalb verstanden sie sich so gut. Mauro in seinem Taumel überschritt alle Grenzen. Hamon, der Besonnene, mahnte zur Mäßigung und deckte Mauro, wenn es eng wurde.

Als Mauro von der Schule gewiesen wurde, verloren sie sich aus den Augen. Hamon schloss seine Ausbildung ab und kehrte ins Wüstenstromland zurück. Er schlug die Beamtenlaufbahn ein, gründete eine Familie und lebte ein biederes Leben – bis vor wenigen Monden.

Ähnlich wie die alte Kultur von Ambar ging auch das hoch entwickelte Wüstenstromland zu Grunde. Die Menschen hatten mit ihrer Vorstellkraft Monumente von unvorstellbarer Größe und Schönheit errichtet. Die herrschende Schicht verfügte über ein enormes Wissen. Sie legten Bibliotheken an und beobachteten die Sterne. Alltägliche Verrichtungen hingegen interessierten sie nicht. Sogar für die Verteidigung holten sie Fremdlinge ins Land, die sich über Generationen an den Fleischtöpfen satt aßen.

Eines Tages mochten sich die fremden Feldherren nicht länger dem Herrschaftsanspruch des Gottkönigs unterwerfen. Was über Jahrhunderte entstanden war, ging in wenigen Wochen in Rauch auf. Das Land versank im Chaos.

Hamon hatte anfangs gedacht, die neuen Herren würden ihn als Verwaltungsexperten brauchen. Als die Lage immer unsicherer wurde, entschloss er sich zur Flucht. An vielen Orten wies man ihn fort. In dieser unsicheren Zeit waren zusätzliche Esser nicht willkommen.

In Yian Mah fand Hamon mit seiner Sippe gnädige Aufnahme. Hier fehlte es an Menschen, die den Horst versorgten. Zupacken war nicht gerade Hamons Stärke, doch als Zauberer konnte er einiges bewegen, was den Alltag der Hexen erleichterte.

Bald kam das Gespräch auf die Situation in Yian Mah: das stolze Hexenreich, das dem Anbranden der Steppenvölker Jahrhunderte lang standgehalten hatte, existierte nicht mehr.

Der Niedergang hatte vor drei Generationen mit einer verheerenden Pestepidemie begonnen. In der Folge wurde das alte Volk durch Kriege, Seuchen und Hungersnöte so dezimiert, dass es sich vom Großteil seiner Flächen zurückziehen musste. In die aufgegebenen Weidegebiete wanderten landlose Almanenstämme ein.

Die berüchtigten Krieger der Hexenkönigin hielten die Eindringlinge unter Kontrolle, bis der Almanenkönig ein Bündnis mit König Curon einging. Vor etwa zehn Jahren unterwarf der Erain Norn das Hexenkönigreich. Er forderte so viel Tribut, dass nichts fürs Volk übrig blieb. Die tapferen Krieger von Yian Mah setzte er fern der Heimat ein und verheizte die Jugend des Landes in der vordersten Schlachtreihe. Daraufhin zogen sich die Nomaden in die hintere Steppe zurück. Die Hexen kontrollierten bloß noch diese eine Burg und die Ebene am Fluss.

Den letzten Schlag versetzte König Curon seiner alten Feindin Merowe erst kürzlich. Er ließ ihren Gefährten und Feldherrn Tandim unter einen Vorwand gefangen nehmen. Curons Bruder Barren schickte ihn ins Labyrinth der 1000 Schrecken, das er aus den Tiefen seiner abgründigen Bosheit gewoben hatte.

Tandims Sohn Sedh zog aus, den Vater zu befreien. Vor zwei Wochen hatte er beinahe Erfolg. Er brachte ihn aus dem Verließ ans Tageslicht. Doch Tandim hatte unter der Folter durch Barrens Gespenster den Verstand verloren. Er wähnte sich von einem Geist verfolgt und stürzte sich schreiend von der Festungsmauer in die Tiefe. Die Wachen wurden auf Sedh aufmerksam und nahmen ihn gefangen. Nun erwartete er einen grausamen Tod.

Die Stimme der Hexenkönigin zitterte, als sie auf ihre Lieben zu sprechen kam. All die erlittene Schmach, die Demütigungen der letzten Jahre, mischten sich mit der Trauer. Sie fasste Mauros Arm und sah ihm tief in die Augen: "Du bist stark und mutig, Mauro. Dich schickt ein gnädiger Himmel. Schütze Yian Mah! Räche Tandim und rette Sedh! Es soll Dein Schaden nicht sein. Was ist es, das Dein Herz begehrt? Gold, Edelsteine, die schönsten Frauen? Was ich besitze, sei Dein. Du bist nicht zufällig zum jetzigen Zeitpunkt zurückgekehrt. Lass mich in der Stunde der Not nicht im Stich!"

Mauro hielt ihrem Blick stand. Er legte seine Hand behutsam auf die ihre: "Euer Vertrauen ehrt mich, hohe Frau. Ich verstehe, wie Euch zu Mute ist. Es gab Zeiten, da wäre ich für weniger in den Kampf gezogen. Doch mein Sinn steht nicht nach Rache und Zerstörung. Ich bin zurückgekehrt, um zu versöhnen."

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