Solveig Kern - Der düstere Wanderer

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Furuks Erbe ist ein neunbändiges Fantasy-Epos mit mehreren Ebenen:
Die offensichtliche Ebene ist die Heldenreise: Der wandernde Zauberer Mauro gerät in eine Reisegruppe, an deren Mission er keinen Anteil zu haben meint. Zug um Zug wird er mit unangenehmen Wahrheiten konfrontiert und muss sich seiner Seelenaufgabe stellen. Die Fantasy-Welt stellt Hindernisse wie Drachen, Irrgärten und Trolle bereit, während wir den Helden im Wachstumsprozess beobachten.
Die zweite Ebene ist die Auseinandersetzung mit der Königs-Energie und den Prinzipien der Führung: was befähigt den Auserwählten, siegreich zu bleiben, wenn alle anderen versagen? Wie verhält sich ein geborener Anführer in feindlicher Umgebung? Wie beeinflussen Charakter und archetypische Ängste das Verhalten?
Auf der dritten Ebene geht es um energetische Prozesse: Auf der Metaebene ist alles im Fluss. Vieles ist menschen-möglich. Der Mächtigste kann in den Strom eingreifen. Vielleicht haben Sie sich auch schon gefragt: Wo hört Kampfkunst auf und wo beginnt Zauberei? Die Grenzen sind fließend!

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Während er sprach, holte Mauro das Medaillon heraus und drehte es spielerisch zwischen den Fingern. Er wischte darüber und warf einen Blick darauf. Plötzlich stutzte er und sah genauer hin. Zum ersten Mal konnte er auf der Oberfläche die Konturen eines ihm unbekannten Wappens erkennen. Das Zaubermedaillon war bereit, sein Geheimnis preis zu geben. Er steckte es ein wenig zu hastig ein und wandte Yerion und Hamon wieder seine Aufmerksamkeit zu.

Hamon meinte, nicht richtig gehört zu haben: "Warum hast Du nie erwähnt, dass Du Dir Deiner Abstammung nicht sicher bist?"

"Ich gebe nicht viel auf Blutlinien. Eine Seelenverwandtschaft ist ein viel stärkeres Band als die leibliche Abstammung. Im Ernst, Hamon, es ist nicht wichtig, wer mich gezeugt hat. Ich bin Gal Dúath, Licht und Schatten. Diesen rituellen Namen habe ich mir aus eigener Kraft erworben!"

Diese Überzeugung teilte Yerion keineswegs. Nicht nur die Seelenfamilie, sondern auch die Blutlinie hatte einen prägenden Einfluss. Nicht umsonst hatten die Hexen von Yian Mah seit Generationen große Sorgfalt auf die Auswahl der Väter ihrer Kinder gelegt. Die Kinder erbten die Schulden der Eltern und waren verurteilt, sie zu tilgen. Yerion sah sich in ihrer Wahl bestätigt. Mauro war gewiss nicht der Sohn des Schmiedes von Brig. Zu stark war die alte Macht in ihm, als dass eine Laune der Natur ihn zu einem so mächtigen Zauberer gemacht hätte.

Tamdins Heimkehr

Am Tag vor Mauros geplantem Aufbruch erreichte sie eine Nachricht: Tandims Gefolgsleute brachten die sterblichen Überreste ihres Heerführers nach Hause.

Alle versammelten sich im Hof, um den Tross zu empfangen. Die Hexenkönigin in ihrem dunklen Ornat strahlte Distanz und Würde aus. Kein Laut der Klage kam über ihre Lippen, wie sehr auch die Trauer innerlich an ihren Kräften zehrte. Sie hieß die Heimkehrer willkommen: "Seid gegrüßt, Männer von Yian Mah. Schwer ist die Bürde, die ihr tragt!"

Der Anführer antwortete ebenso formell: "Gruß und Ehrerbietung zolle ich Euch, meine Königin. Wir sahen es als unsere Pflicht, dem edelsten der Feldherren die Heimkehr zu ermöglichen!"

"Mein Dank sei Euch gewiss. Nicht unter fremder Erde im Kreise seiner Feinde soll er ruhen. Hier unter seinen Vätern ist sein Platz!"

"Kein Geringer wird er sein unter den Ahnen, denn tapfer war er und furchtlos..." Es folgte ein längeres Loblied auf Tandim. Statt zuzuhören betrachtete Mauro die Neuankömmlinge. Einige von ihnen kannte er von früher – kleine, schlitzäugige Männer von großer Zähigkeit, mit denen er manche Schlacht geschlagen hatte. Lag es an der langen Reise, dass sie müde und kraftlos wirkten? Oder kreisten die schwarzen Vögel des Untergangs auch über Yian Mahs Kriegern? Eine Frage der Hexenkönigin riss ihn wieder aus seinen Gedanken: "Ich wagte nicht zu hoffen, dass der Erain Norn die Heimkehr gestattet. Wie großzügig von ihm, dass wir unseren Feldherrn in traditioneller Weise bestatten können!"

Wie viele vermied die Hexenkönigin den Namen "Curon" auszusprechen. Die Nennung des Namens galt als Respektlosigkeit. Sie lenkte die Aufmerksamkeit eines Zauberers auf den Sprecher. Der Genannte hörte vielleicht aus der Ferne zu, was über ihn gesagt wurde. Um das zu vermeiden, nannte man Curon den >Erain Norn<, den strengen König.

"Großzügigkeit wäre zu viel gesagt. Euer Neffe Shui lieferte sich ihm aus, als Pfand für unsere Rückkehr."

Betretenes Schweigen breitete sich aus. Alle wussten, was das bedeutete.

Yerions Schwester Emyon nahm kein Blatt vor den Mund: "Großartige Heldentat. Glaubt ihr ernsthaft, dass der Erain Norn Shui wieder gehen lässt? Wie viele Lebende wollt ihr noch den Toten opfern? Erst dieser selbstmörderische Einsatz von Sedh, jetzt auch noch Shui! Seid ihr von Sinnen?"

"Ihr tadelt uns zu Unrecht, Schwester!" sprach ein jüngerer Mann mit zornigem Blick. Mauro kannte ihn. Shigat war einer der Söhne der Hexenkönigin. "Wenn der Erain Norn Yian Mah vernichten will, wird er es tun. Jeder von uns ist dem Tode geweiht, ob im Gefängnis oder auf dem Schlachtfeld. Durch Shuis Opfer gewinnen wir Zeit. Unsere Sorge gilt der nächsten Generation. Wir müssen unsere Kinder auf die Zauberschule bringen, wo sie dem Zugriff des Erain Norn entzogen sind. Mit den Herren von Orod Ithryn wagt er sich nicht anzulegen. Die Kinder werden unser Vermächtnis weiter tragen und uns eines Tages rächen!"

Mauro spannte die Kiefermuskeln an. Yian Mahs Situation schien in der Tat verzweifelt. Selbst Orod Ithryn könnte sich als trügerischer Schutz erweisen. König Curons Tod allein vermochte Yian Mah zu retten. Doch wer sollte gegen ihn aufstehen?

Die Hexen hatten Tandim gewaschen, gesalbt und in seiner Festtagstracht aufgebahrt. In seiner goldbestickten Robe sah er aus wie ein König. Nichts anderes war er gewesen: der König eines dem Untergang geweihten Reiches. Bald würde er ein Häufchen Asche sein.

Mauro erwies seinem alten Meister die letzte Ehre. Er sah zu, wie die Flammen den Körper auflösten. Danach wurde die Asche in alle Winde verstreut: was die Erde hervorbrachte, holt sie am Ende wieder zurück. Auf dass etwas Neues entstehe im ewigen Kreislauf des Lebens.

In seiner letzten Nacht auf Yian Mah fand Mauro keine Ruhe. Die Gedanken kreisten in seinem Kopf. Sollte er bleiben und dem bedrohten Volk beistehen? Er fühlte sich den Menschen verbunden. Yerion hatte ihn mit allen Mitteln ihrer Kunst für Yian Mahs Sache zu gewinnen versucht. Er hätte sich in ihre Arme fallen lassen und zu ihrem willfährigen Werkzeug werden können. Früher wäre er ohne Zögern für sie in den Kampf gezogen.

Heute wusste Mauro, dass sie einander nichts zu geben hatten. Die Lust schmeckte schal, weil die Intention dahinter spürbar war. Sie benutzten einander, und zwar gegenseitig: Yerion half Mauro über die Leere nach Shio Bans Tod hinweg. Sie ermöglichte ihm die Flucht vor sich selbst. Instinktiv war Mauro bewusst, dass er den Weg zurückgehen und jeden Schritt seines Lebens nochmals betrachten musste. Es galt, das Tal der Leere zu durchschreiten und mit neuen Inhalten zu füllen. Er mußte den Schmerz zurückholen und überwinden. Wenn er sich seiner inneren Führung anvertraute, würde er Ruhe und Zufriedenheit finden. Der einzige Sieg, der wirklich zählte, war der Sieg über sich selbst.

Die Auseinandersetzung mit der Vergangenheit hatte eben erst begonnen. Mauro sah die Parallelen zwischen Yian Mah und den Drachenkriegern, zwischen Yerion und Shio Ban. Hatte auch die Gefährtin ihn benutzt? War das, was er für Liebe hielt, nüchternes Kalkül gewesen?

Nein, das konnte, das durfte nicht sein. Er rief Shio Ban – wollte sich im Schmerz verlieren – doch er konnte keine Verbindung zur Vergangenheit herstellen. Zu präsent war Yian Mah mit seinen Menschen und der lauernden Bedrohung.

Unwillig sprang Mauro von seinem Lager auf, um ein wenig frische Luft zu schnappen. Sein Weg führte auf die Zinnen des Horstes. Eine Weile stand er im Dunklen und blickte hinaus ins monddurchflutete Land. Da löste sich wenige Schritte entfernt die alte Königin aus dem Schatten. Sie hatte auf ihn gewartet. "Wir wissen, dass der Tod nur eine Transformation ist, ein Übergang von einem Zustand in einen anderen. Nichts ist auf ewig verloren. Und doch schmerzt der Verlust. In diesem Leben, in dieser Existenzform, wird Tandim nie mehr zu mir zurückkehren."

Mauro versuchte, die alte Dame zu trösten: "Ihr habt nicht nur das Recht, sondern die Pflicht, um Euren Gefährten zu trauern. Das Wissen um die andere Welt enthebt uns nicht der Notwendigkeit, Zorn und Schmerz zu durchleiden."

"Zu durchleben und durchleiden, um sie zu überwinden. Jenseits des Schmerzes wartet das tiefe Wissen, dass alles Irdische eitel ist. Die Seele wertet nicht. Für sie ist jeder Schritt bloß eine weitere Erfahrung.“ Die Hexenkönigin seufzte: "Wir haben die Lehren der Weisen vernommen. Unser Verstand kennt die Wahrheit. Und doch muss jeder von uns sie auf seinem ganz persönlichen Weg für sich begreifbar machen."

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