Joachim R. Steudel - Traum oder wahres Leben

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Welche Umstände haben dazu geführt, dass sich der erfolgreiche deutsche Unternehmer Günter Kaufmann nun in einem Shaolin Kloster befindet? Was hatte seine Lebenseinstellung so grundlegend geändert und ihn auch noch zu einem hervorragenden Kämpfer gemacht?
Eine Kette unglücklicher Ereignisse im einundzwanzigsten Jahrhundert führt zu einem neuen Leben im mittelalterlichen China. Der Wandel vom erfolgreichen Geschäftsmann, der aus seiner schnelllebigen Zeit gerissen wird, und Körper und Geist in Einklang bringt.
Oder ist alles nur ein Traum?

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Der Arzt mach­te eine re­si­gnie­ren­de Hand­be­we­gung und setz­te sich mit ei­nem ent­täusch­ten Blick wie­der hin. Ne­ben der Tür stand ein Stuhl, den sich der Haupt­wacht­meis­ter nun he­r­an­zog. Er schloss kurz die Au­gen und sam­mel­te sei­ne Ge­dan­ken.

›Ich kann Ih­nen nur das mit­tei­len, was wir aus den Un­fall­spu­ren und Zeu­gen­aus­sa­gen ab­lei­ten kön­nen, denn der Un­fall­ve­rur­sa­cher hat Fah­rer­flucht be­gan­gen. Zur­zeit läuft die Fahn­dung nach ei­nem Fahr­zeug, des­sen Be­schrei­bung wir durch vage Zeu­gen­aus­sa­gen ha­ben. Also, es muss sich un­ge­fähr so zu­ge­tra­gen ha­ben …‹

Teil­nahms­los schau­te ich auf sei­ne Lip­pen und ver­such­te den Aus­füh­run­gen zum Un­fall­ge­sche­hen zu fol­gen.

›… Ihre Frau war auf der Haupt­stra­ße zwi­schen Lau­scha und Stein­ach un­ter­wegs, als sie von ei­nem nach­fol­gen­den PKW, ver­mut­lich dem Un­fall­ve­rur­sa­cher, hart be­drängt wur­de. Dies wis­sen wir durch die Zeu­gen­aus­sa­ge ei­nes ent­ge­gen­kom­men­den Fahr­zeugs, des­sen Fah­rer spä­ter wie­der in Rich­tung Stein­ach zu­rück­fuhr. Der Un­fall­ve­rur­sa­cher muss dann bei wei­te­ren Über­hol­ver­su­chen Ihre Frau auf der Fah­rer­sei­te ge­rammt ha­ben. Ver­mut­lich hat sie da­durch die Ge­walt über das Fahr­zeug ver­lo­ren und ist auf der re­gen­nas­sen Fahr­bahn ins Schleu­dern ge­kom­men. Nach­dem sie mit dem Fahr­zeugheck einen Baum be­rührt hat­te, ist sie auf­grund der ho­hen Ge­schwin­dig­keit, die sie wahr­schein­lich durch den Un­fall­ve­rur­sa­cher hat­te, auf der ge­gen­über­lie­gen­den Sei­te in den Stra­ßen­gra­ben ge­fah­ren. Dort hat sich das Auto dann mehr­fach über­schla­gen. Zu­erst ist es über die Front hin­weg aufs Dach ge­schla­gen, und das Dach wur­de durch die große Wucht bis auf die Rücken­leh­nen der Sit­ze he­r­un­ter­ge­drückt. An­schlie­ßend hat sich das Auto noch mehr­fach seit­lich über­schla­gen, be­vor es auf der Fah­rer­sei­te lie­gend, zum Ste­hen kam. Der Fah­rer ei­nes nach­kom­men­den LKW hat noch ge­se­hen, wie sich ein PKW, schnell be­schleu­ni­gend, von der Un­fall­stel­le ent­fernt hat. Nach der Fahr­zeug­be­schrei­bung war dies das glei­che Fahr­zeug, das uns auch der an­de­re Zeu­ge be­schrie­ben hat. Fah­rer und Bei­fah­rer des LKW ha­ben dann so­fort die Ret­tungs­kräf­te in­for­miert und ver­sucht, selbst Hil­fe zu leis­ten. Lei­der wa­ren aber alle so im Fahr­zeug ein­ge­klemmt, dass sie nur die Mög­lich­keit hat­ten Ihre Frau durch die he­r­aus­ge­bro­che­ne Front­schei­be not­dürf­tig zu ver­sor­gen. Als die Ret­tungs­kräf­te ein­tra­fen und die Feu­er­wehr das Dach ent­fernt hat­te, konn­ten Ihre Kin­der lei­der nur noch tot ge­bor­gen wer­den. Ver­mut­lich hat­ten sie schon den ers­ten Über­schlag nicht über­lebt. Ihre Frau war be­sin­nungs­los und hat­te in der Zwi­schen­zeit so viel Blut ver­lo­ren, dass der Not­arzt sich wun­der­te, dass sie über­haupt noch am Le­ben war. Wahr­schein­lich konn­te sie nur durch die Not­ver­sor­gung der bei­den LKW-Fah­rer so lan­ge am Le­ben er­hal­ten wer­den.‹

Er at­me­te tief durch und be­en­de­te sei­ne Aus­füh­run­gen mit den Wor­ten: ›Das ist erst ein­mal al­les, was ich Ih­nen zum Un­fall­her­gang mit­tei­len kann. Ich wer­de Sie auf je­den Fall über den Stand der wei­te­ren Er­mitt­lun­gen auf dem Lau­fen­den hal­ten.‹

Der Haupt­wacht­meis­ter hat­te mich die gan­ze Zeit fi­xiert und schnell hin­ter­ein­an­der­weg ge­spro­chen und war nun sicht­lich froh, dass er die­se schwie­ri­ge Auf­ga­be hin­ter sich ge­bracht hat­te. Er war­te­te auf eine Re­ak­ti­on von mir, doch ich muss­te das Ge­hör­te erst ein­mal ver­ar­bei­ten. In mei­nem Kopf hat­ten sich wäh­rend der Aus­füh­run­gen des Po­li­zis­ten Bil­der ge­bil­det, mit de­nen ich das Ge­sche­hen nach­zu­voll­zie­hen such­te. Mir stock­te der Atem und es wur­de mir schlecht, als ich mir mei­ne blu­ten­den, im Fahr­zeug­wrack ein­ge­klemm­ten Fa­mi­li­en­an­ge­hö­ri­gen vor­stell­te. Mein An­blick muss be­ängs­ti­gend ge­we­sen sein, denn der Po­li­zist hat­te schon einen fra­gen­den und um Hil­fe fle­hen­den Blick auf den Arzt ge­wor­fen, als die­ser auch schon auf­stand, zu mir trat und mich frag­te: ›Ist Ih­nen schlecht? Soll ich das Fens­ter öff­nen?‹

›Ja, ich glau­be, das wäre nicht schlecht‹, keuch­te ich.

Der Arzt trat, ohne mich aus den Au­gen zu las­sen, ans Fens­ter, nahm die Pflan­zen weg und öff­ne­te es weit. Zit­ternd und tau­melnd stand ich auf und trat, ge­stützt vom Po­li­zis­ten, ans Fens­ter. Die fri­sche Luft tat gut und lang­sam konn­te ich wie­der klar se­hen. Doch in mei­nem Kopf wir­bel­te al­les durch­ein­an­der. Al­les war so düs­ter, so trost­los. Doch das Wet­ter und die Na­tur schie­nen dem al­len Hohn zu spot­ten. Die Son­ne war hin­ter den Ge­wit­ter­wol­ken her­vor­ge­kom­men und be­gann, die Näs­se vom Bo­den auf­zusau­gen. Die Vö­gel zwit­scher­ten fröh­lich, die Luft war klar und sau­ber, al­les sah so frisch, so er­holt aus. All dies pass­te über­haupt nicht zu mei­ner der­zei­ti­gen Ver­fas­sung. Lang­sam be­gann ich mei­ne Ge­dan­ken zu ord­nen.

›Dan­ke, es geht schon wie­der. Das ist bloß sehr viel auf ein­mal. Ich muss das erst ein­mal ver­ar­bei­ten.‹

Der Arzt nick­te.

›Das kann ich ver­ste­hen. Wenn Sie möch­ten, kön­nen Sie ger­ne eine Wei­le hier in die­sem Büro blei­ben. Hier stört Sie kei­ner und Sie kön­nen erst ein­mal zur Ruhe kom­men.‹ Er schau­te mich fra­gend an, und als ich nicht re­agier­te, gab er dem Po­li­zei­be­am­ten mit den Au­gen einen Wink und sie ver­lie­ßen ge­mein­sam den Raum.

Ich setz­te mich und hol­te tief Luft. Dann ver­such­te ich das Ge­hör­te zu ver­ar­bei­ten. In die­sem Mo­ment wur­de mir be­wusst, dass ich nun al­lein war. Die­se Er­kennt­nis er­schlug mich fast, denn ich hat­te nun nie­man­den mehr. Mei­ne El­tern leb­ten nicht mehr, mei­ne Schwes­ter war weit weg­ge­zo­gen und nun wa­ren mei­ne ein­zi­gen na­hen Ver­wand­ten mit ei­nem Schlag nicht mehr da. Plötz­lich spür­te ich, dass die Stil­le und Ein­sam­keit in die­sem klei­nen Raum mich er­drück­te. Schwer at­mend und am gan­zen Kör­per zit­ternd stand ich auf. Ich ver­ließ das Büro und be­gab mich in die Not­auf­nah­me. Die an die­sem Ort herr­schen­de Be­trieb­sam­keit tat mir gut und ich schau­te mich nach dem Arzt und dem Po­li­zis­ten um. Schließ­lich fand ich sie in ein Ge­spräch ver­tieft, Zi­ga­ret­te rau­chend vor der Tür ste­hen.

›Tut mir leid, aber al­lein in die­sem klei­nen Büro, das ist jetzt doch nicht das Rich­ti­ge für mich. Als ich kam, habe ich vorn beim Hauptein­gang eine Ca­fe­te­ria ge­se­hen, und ich den­ke bei ei­ner Tas­se Kaf­fee kann ich mei­ne Ge­dan­ken jetzt bes­ser ord­nen.‹

An­schei­nend hat­ten sich die bei­den ge­ra­de über mich un­ter­hal­ten und der Arzt schi­en nun sicht­lich er­leich­tert zu sein, dass ich die­se Ent­schei­dung ge­trof­fen hat­te. Er nick­te zu­stim­mend und bat mich nur, spä­ter noch ein­mal bei ihm vor­bei­zu­schau­en, um ei­ni­ge For­ma­li­tä­ten zu er­le­di­gen. Auch auf dem Po­li­zei­re­vier soll­te ich mich zu die­sem Zweck noch ein­mal mel­den.

Ich nick­te und be­gab mich in die Ca­fe­te­ria. Dort muss­te ich mich zwin­gen, nicht mei­ner Ver­zweif­lung nach­zu­ge­ben, son­dern über die wei­te­ren Schrit­te nach­zu­den­ken. Nach ei­ner Wei­le ge­lang mir das auch und ich fand zu der ra­tio­na­len Hand­lungs­wei­se zu­rück, für die ich bei mei­nen Ge­schäfts­part­nern be­kannt war. Ich zog das No­tiz­buch, das ich im­mer bei mir hat­te, her­vor und be­gann mir No­ti­zen über die nächs­ten Schrit­te zu ma­chen.

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