Hans-Joachim Schmidt - Misshandelt, verraten und verkauft

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Misshandelt, verraten und verkauft: краткое содержание, описание и аннотация

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Meine Kindheit kann man eigentlich nicht als Kindheit im üblichen Sinne bezeichnen. Misshandlungen, Schikanen, Schläge, Essensentzug und Zwangsarbeit gehörten zu meiner Kindheit, so, wie andere Kinder Spielen gingen. Und wenn das noch nicht genug war prophezeite man mir, und das immer wieder: «Du wirst mal im Knast landen!» Das traurige daran, sie sollten recht behalten, nicht weil ich strafbar war im eigentlichen Sinne, sondern, weil ich mich nicht politischen Normen gegenüber verhielt.

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„Aber ich weiß“, sagte ich weiter, „sie sucht mich und ich werde sie eines Tages bei mir haben, wie du eines Tages deine Eltern wieder haben wirst.“

Dann haben wir wie die Schlosshunde geweint und wir brauchten uns unserer Tränen nicht zu schämen, es war nur allzu menschlich.

Wir haben uns geschworen, durch dick und dünn zu gehen und uns immer beizustehen.

Als Brüder haben wir uns gesehen und Brüder halten immer zusammen.

Zum ersten Schultag nach den Ferien sind wir von der Krankenstation entlassen worden.

Unsere Schule war gleich am Heim angegliedert. Die meisten Lehrer kamen von außerhalb.

Ähnlich verhielt es sich bei den Erziehern, aber die, die brutal waren, wohnten direkt im Heim oder zumindest auf dem Gelände.

Es gab da auch einige Ausnahmen, zwei, drei vielleicht.

Gute Erzieher waren nicht lange in diesem Heim, in der Regel höchstens 4 bis 5 Monate. Dann wurden sie gegen Brutalos ausgewechselt.

Gute Erzieher waren diejenigen, die sich um uns kümmerten, sowie die, die mit uns bastelten und uns etwas beibrachten. Gute Erzieher waren auch die, die uns zuhörten und bei denen wir Trost fanden. Gute Erzieher waren die, die Ruhe ausstrahlten und sich ruhig mit dir unterhielten, auch wenn du einmal Mist gemacht hattest. Es waren diejenigen, die nicht gleich alles hochmeldeten und die leider nie lange genug blieben.

In der Schule brauchte ich nur den Lehrern vorgestellt werden, denn die Schüler einer Klasse waren dieselben wie die in der Gruppe.

Die Zeit in der Schule war halbwegs verträglich, bis ein Herr Schimmel dort den Schuldienst antrat.

Herr Schimmel, Ende zwanzig, gut gebaut, Frauentyp würde ich sagen. Sport, Musik und Deutsch unterrichtete er. Er war stolz, mit Frank Schöbel gedient zu haben, hatte aber bei Erzählungen kein gutes Haar an ihm gelassen. Er hatte sich auch immer als den großen Zampano verstanden, der Unwiderstehliche, der Allwissende, der immer Gemochte, er war mir eine Spur zu narzisstisch.

Er hatte auch nicht lange gefackelt, um sein wahres Gesicht zu zeigen. Er hatte mich, und wie ich weiß, auch andere, nie geschlagen.

Er war da etwas raffinierter zu Werke gegangen, so sein Dafürhalten, worauf er sehr stolz war.

Gern hatte er auch seinen Einfallsreichtum gelobt, alles nach dem Motto: „Kinder schlägt man nicht.“

Eine Gymnastikkeule in den Rücken rammen, einen Medizinball ins Gesicht schmeißen, Beine auf dem Barren wegschlagen, 50 Liegestütze oder gar 100 Kniebeugen bis zur Bewusstlosigkeit, das waren nur einige seiner Geniestreiche.

Schlechte schulische Leistungen hatten immer derartige Ertüchtigungen zur Folge.

Deutsch war nie mein Lieblingsfach, hatte zwar immer gerade so gereicht, aber es war nicht mein Fach.

Eines Tages stand Geräteturnen auf dem Plan. Keine große Sache, er machte die Übung vor und wir sollten sie nachmachen. Jetzt kam mein Part – der Stufenbarren –, jeden Holm einmal bearbeiten, eine kleine Rolle war angesagt, keine Schwierigkeit, so dachte ich, sah ja auch beim Schimmel sehr leicht aus.

Während meiner Übung passierte für mich dann das Unfassbare. Herr Schimmel rammte mir eine Gymnastikkeule dermaßen in den Rücken, dass ich vor Schmerz und Atemnot vom Barren fiel.

Er lästerte noch und machte sich lustig, bis er bemerkte, dass ich blau anlief, weil ich keine Luft mehr bekam. Erst als er mich hochnahm und mich schüttelte, bekam ich wieder Luft und eine normale Gesichtsfarbe, auch seine Gesichtsfarbe normalisierte sich. Meine Haut hatte ein schickes Lila und seine war weiß, wie ein unbeflecktes Bettlaken.

Derartige Unfälle, nach seiner Sicht, ereigneten sich nun einmal. Für mich allerdings sehr oft bzw. zu oft.

Daraus gelernt, wie man derartige „Unfälle“ vermeidet oder gar verhindert, hatte er nicht. Tatsächlich war es so, wenn irgendein Erzieher oder Lehrer einem Kind gefährliche Verletzungen zuführte, hatten wir alle davon profitiert.

Dann hatten wir für einige Tage nichts zu befürchten. Sie waren dann schon fast freundlich zu uns. Es war gespenstisch. Aber nach einigen Tagen kehrte der gewohnte Alltag zurück in unser Leben, also alles wie gehabt.

Immer glaubte ich, es würde besser. Dass es gehen konnte, sah man ja, wenn die Kacke am Dampfen war.

Ohne Namen

Anfang Februar bekamen wir in unserer Gruppe einen Neuzugang, er kam aus einem anderen Heim zu uns.

Noch bevor wir wussten, wie er hieß, sahen wir ihn nie wieder.

Was war passiert?

Frau Kaiser, Anfang dreißig, übergewichtig wie fast alle Erzieherinnen, so gut wie nie Schlüpfer tragend, ekelhaft, hysterisch, wild um sich schlagend, also eine Furie, wie sie im Buche steht. Der Umstand, dass sie existierte, könnte dem Spruch „Der möchte ich nicht im Dunkeln begegnen“ geschuldet sein.

Sie stank regelrecht nach Urin, der sogar ihren stark säuerlichen Schweißgeruch übertönte. Man sah sie auch nie ohne Kittelschürze, unter der sie, wie schon erwähnt, in den wärmeren Jahreszeiten nichts trug.

Diese Kittelschürzen gab es in verschiedenen Farben und aufgedruckten Mustern. Sie waren aus Dederon , auch als Nylon des Ostens bekannt, gefertigt. Man musste nicht einmal im Gegenlicht stehen, um zu sehen, was drunter getragen wurde. Einige, und gerade Frau Kaiser, haben ihre Kittelschürzen gekürzt, was das ganze Ensemble um einiges unansehnlicher machte, auf jeden Fall dann, wenn sie sich bückte und du gerade hinter ihr standest. Es ist ähnlich einem schweren Unfall, irgendwie kommt man nicht daran vorbei hinzuschauen, auch wenn man es nicht sehen will. Was man dann ungewollt zu sehen bekam, möchte ich lieber weglassen – auch, um jugendfrei zu bleiben.

Jene Frau Kaiser hatte den Neuzugang schon in den ersten Minuten seines Zugangs angewiesen, die Vorhalle zu reinigen. Er, der noch nicht dazu gekommen war, seine Sachen auszupacken, weigerte sich, ohne Angabe von Gründen, dem nachzugehen. Wir riefen ihm zu, in gebührendem Abstand zu Frau Kaiser zu treten und dass er diese Arbeit ausführen solle, weil die ihn sonst umhauen würde. Und sie schlug einen mächtigen Hammer, wenn sie sich mit ihren Massen in den Schlag begab.

Er stellte sich trotzig, mit verschränkten Armen, hin und reagierte auf gar nichts.

Selbst eine mächtige Backenplatte von Frau Kaiser, die er ohne Murren hinnahm, veranlasste ihn nicht, irgendetwas zu tun.

Dann passierte das Unfassbare … wild kreischend ging sie auf den Jungen los, griff in seine noch längeren Haare und riss ihn mit ihrer gewaltigen Körperfülle zu Boden. Sie schlug seinen kleinen Kopf mehrmals auf den Terrazzoboden. Das hörte sich nicht gut an. Schon nach dem zweiten Aufschlagen musste der Junge ohne Bewusstsein gewesen sein.

Dieser dumpfe Ton, mit gelegentlichem Knacken, geht dir lange nicht aus dem Kopf.

Der Junge hatte von Anfang an keinen Laut von sich gegeben und sie schlug immer weiter den Kopf auf den Boden. Er zeigte keine Regungen mehr, der Körper zuckte nicht einmal mehr beim Aufschlag.

Aus unseren Rufe wurden nun Bitten: „Aufhören, bitte hören sie auf“ – sie muss wohl so was wie einen Blutrausch gehabt haben.

Erst Herr Gerd konnte sie mit viel Mühe stoppen und von dem bewegungslosen Körper trennen.

Der Junge wurde erst nach Stunden seiner Misshandlung in ein Krankenhaus gebracht.

Auf dem Fußboden waren viel Blut und Haare, sogar mit Haut dran. Als sich niemand bereit erklärte, das Blutbad zu entfernen, tat es dann Herr Gerd selbst.

Den Jungen sahen wir, wie erwähnt, nicht wieder.

Auf mehrfache Anfragen, ob er tot sei, sagte man uns: „Nein, der Junge ist in einer anderen Einrichtung, einem Jugendwerkhof.“

Mein ganzer Körper zitterte. Ist das der Preis, den auch wir zahlen müssen, wenn wir ungehorsam sind?

Den Jungen kannte ich nicht, aber es hat mich hart getroffen. Immer wieder, und das über Jahre hinweg, musste ich an diesen Jungen denken.

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