Jörg Röske - Die Urwasser
Здесь есть возможность читать онлайн «Jörg Röske - Die Urwasser» — ознакомительный отрывок электронной книги совершенно бесплатно, а после прочтения отрывка купить полную версию. В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Жанр: unrecognised, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.
- Название:Die Urwasser
- Автор:
- Жанр:
- Год:неизвестен
- ISBN:нет данных
- Рейтинг книги:3 / 5. Голосов: 1
-
Избранное:Добавить в избранное
- Отзывы:
-
Ваша оценка:
- 60
- 1
- 2
- 3
- 4
- 5
Die Urwasser: краткое содержание, описание и аннотация
Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «Die Urwasser»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.
Die Urwasser — читать онлайн ознакомительный отрывок
Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «Die Urwasser», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.
Интервал:
Закладка:
Er traute seinen Augen nicht, denn er las erneut dieses rätselhafte Wort 'KAP'.
Der Kapitän der "Die Furchtlose" setzte sich aus einem ihm unbekannten Grund vor die schwarze Treppe und schaute an ihr hoch. Die Stufen schimmerten leicht silbern und golden, je höher sein Blick glitt. Dann erreichte er das Ende der Treppe
und der Schiffer schaute über sie hinaus. Dort fand sein Blick nichts.
Seine Augen fanden nichts, worauf sie ruhen könnten. Der Kapitän sah nur unübersehbare und absolute Dunkelheit.
Er merkte nicht, wie sich kleine Eiskristalle auf seiner Haut und seinem Mantel bildeten. Eine dünne Eisschicht legte sich allmählich und mit einer Spur Sanftheit über den Flussschiffer, derenEisigkeit sich auf dem Weg zu seinem Inneren befand.
Dann begann sein Blick, leer zu werden und er starrte lethargisch in die Schwärze des Himmels - wie die anderen Eingeeisten.
Nach einer Zeit der Eisigkeit und des fast leeren Schauens in den schwarzen Himmel über dem schwarzen Abgrund begann der Kapitän, seinen die letzte Lebenswärme schützenden Trenchcoat auszuziehen. Zuvor hatte er sein Schwert aus dem Gürtel genommen und es neben sich gelegt. Er knöpfte langsam den Mantel auf und das Hemd, das er darunter trug. Schnell setzten sich Eiskristalle auf die entblößte Brust. Er hob sein Schwert auf und zog es aus der Scheide.
All' diese Handlungen wurden von seinem fast leeren Blick begleitet und in einer mechanischen und monotonen Weise durchgeführt.
Der Kapitän drehte sein Schwert um und führte es gegen sich selbst. Er fasste es an der Klinge an, denn seine Hände reichten nicht bis zum Griff. Dabei schnitt die scharfe Klinge in die Finger, doch er spürte keinen Schmerz. Die Eiskristalle hatten ihn unempfindlich gemacht, sein Gefühl betäubt.
Das herab tropfende Blut fiel herunter auf den schwarzen Felsen und wurde mit ihm eins.
Die Spitze des scharfen und eleganten Schwertes berührte die Brust und glitt oft an der glatten Eisschicht ab. Doch schließlich durchdrang sie die Eiskristallschicht und ritzte in die Haut des Flussschiffers Brust ein. Blut rann allmählich aus den Schnitten und färbte seinen Weg rot.
Der Kapitän spürte kaum Schmerz und einen Schatten, der aus dem Abgrund herauf stieg. Das schwache Licht des Himmels über der Eisöde, das durch das Eis verstärkt wurde, ließ den Schatten sichtbar werden.
Viele unterschiedlich geformte und verschieden große Lichtreflektionen auf dem Schatten wiesen auf ein Ganzes hin, das eine genau bestimmte Struktur widerspiegelte und eine absolut glatte oder nasse Oberfläche zu haben schien.
Zwei Lichter auf dem Schatten fielen dem Kapitän der "Die Furchtlose" besonders auf. Dann merkte er, dass sie keine Reflektionen waren, sondern unabhängig von äußeren Einflüssen zum Schatten gehörten. Die fast eingeeiste Aufmerksamkeit des Schiffers taute etwas auf, bekam ein wenig Leben zurück, denn bevor er es wusste, fühlte der Flussschiffer, dass die beiden Lichter Augen waren. Doch sie waren nur weiße Punkte, die eine Unheimlichkeit gigantisch emotionalen Ausmaßes im Zusammenhang mit dem Dunkel des Schattens erzeugten.
Dann wurde dem Kapitän der "Die Furchtlose" ein zweites bewusst, das sein Inneres während des Aufsteigens des Schattens wahrgenommen hatte. Teile des Schattens waren Schwingen, die sich äußerst langsam bewegten und in einer Aufwärtsbewegung befanden. Diese schien nun abgeschlossen zu sein und da wusste
der Kapitän, dass der Schatten mit den Lichtreflexen ein Drache war.
Im nächsten Augenblick öffnete das archaische Untier sein Maul und ein Eisfeuer ging auf den Flussschiffer hernieder. Das Eisfeuer drang durch die Schnittwunden auf seiner Brust hinein in das Innere des Schiffers und füllte es ganz mit einer äußersten Grausigkeit. Der Drache blies erneut Eisfeuer herab, einen grausigen Atem, Feuer und Eis molekular vereint, absolute Eisigkeit und absolute Hitze. Die Partikel des Eisfeuers drangen in das Fleisch des Kapitäns und zermürbten es, zerrten es auseinander, verbrannten und froren es zugleich ein. Die Schmerzen waren unermesslich, und sie überwältigten die emotionale Konstitution des Kapitäns, so dass er ohnmächtig wurde.
Niemand der anderen Eingeeisten schien gemerkt zu haben, was ihm geschehen war. So empfand er, als er erwacht war und sich umgeschaut hatte.
Dann nahm er sein Schwert, das ihm aus der Hand gefallen war, steckte es zurück in die Scheide und versuchte aufzustehen. Das Unterfangen misslang und er nahm sein Schwert zur Hilfe und mit unendlich großer Mühe und unzähligen Versuchen hatte er es geschafft zu stehen. Er verschnaufte, sein ganzer Körper schmerzte und sein unabdingbarer Wunsch, diesen unheilvollen Ort schnellst möglich zu verlassen, gab ihm die Kraft der Bewegung.
Er humpelte los, verwandte seine Waffe als Krücke und am Ende einer geraumen und mit vielem Stolpern durchsetzten Zeit, erreichte er sein Schiff. Dann schlief er vor Erschöpfung auf dem Eisboden vor seinem Segelschiff ein.
Der Schlaf brachte ihm die Kraft, um auf das Schiff klettern zu können, jedoch genügte die gesammelte Energie nicht, um ein Segel setzten zu können. Eine gute Weile starrte der Kapitän in die Düsternis, um danach mit der Winde den Anker lichten zu können.
Der leichte Wind hob das Schiff und ließ es driften und der Kapitän steuerte den einzigen Kurs, den er im Sinn hatte, nämlich die größtmögliche Entfernung vom Kap der Eisigkeit und vom schwarzen Abgrund.
Während dieser Fahrt über der Eiswüste spürte der Schiffer das Nahen einer Gefahr. Er schaute hinauf in den Himmel und entdeckte den schwarzen Drachen, der aus dem Abgrund gestiegen war und dessen Flügelspannweite zwei Längen der "Die Furchtlose" maß.
Mit lautlosem, weit ausholendem und langsamem Schlagen seiner Schwingen, das dem Drachen Macht und dem Kapitän ein Gefühl von Unterlegenheit und Ausweglosigkeit verlieh, näherte sich das schwarze Untier.
Dann war es über dem hilflosen Schiff und hauchte sein Eisfeuer über das Holz und das Fleisch. Das Schiff bebte und der Kapitän wand sich. Jedoch fiel ihm nach diesem Angriff und dem Verebben der neuerlichen Qual eines auf. Er hatte während des erneuten Niedergangs des Eisfeuers einen leicht geringeren Schmerz verspürt und vermutete den Grund dafür in seiner Bewegung. Ein kaum zu vernehmendes Lächeln glitt über seinen Mund, ob dieses Sieges.
Aber der Drache kehrte zurück und machte sich mit seinen Krallen und seinem
Maul über das Schiff her. Knapp entging der Schiffer dem Sagentier. Er ließ sich - wuchs diese Idee auf dem Boden seines Lächelns - durch die Luke im Oberdeck und
über die anschließende Treppe ins Schiffsinnere fallen, und empfand den Aufprall auf den Holzplanken fast als Glückseligkeit. Dort wähnte der Kapitän sich zunächst sicher und ohne darüber Entscheidungsgewalt zu haben, schlief er ein.
Als er erwachte, war alles ruhig. Doch er wusste, dass die Schwingen des Drachen leise schlugen. Ein vorsichtiger Blick nach draußen entdeckte keine Gefahr. Der Kapitän schlich auf das Oberdeck und fand sich inmitten einer fürchterlichen Verwüstung wieder. Er schaute darüber hinaus und sah, dass der leichte Wind sein
Schiff die ganze Zeit über weitergetragen hatte - war der Wind möglicherweise ein guter, beständiger Freund.
Eine Weile saß der Schiffer in sich gekehrt auf dem Oberdeck, als er erneut das leise Schlagen der Flügel des Drachen vernahm. Alles krampfte sich in ihm zusammen und ihm war klar, dass er nichts besaß, das er dem Vernichter entgegen halten konnte. Keinesfalls wollte er das bisher Errungene dahin geben und bevor er diesen Gedanken zu Ende denken konnte, schleuderten die Wucht des Eisfeuers und der durch das Flügelschlagen erzeugte Wind den Kapitän der "Die Furchtlose" von Bord seines Schiffes auf den harten Boden der Eisöde.
Читать дальшеИнтервал:
Закладка:
Похожие книги на «Die Urwasser»
Представляем Вашему вниманию похожие книги на «Die Urwasser» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.
Обсуждение, отзывы о книге «Die Urwasser» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.