Inga von der Stein - Rosa Wolken

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Die siebzehnjährige Luise weiß nach einem traumatischen Erlebnis nicht, was sie mit ihrem Leben anfangen soll. Unerwartet taucht ihr Vater auf, der sie und ihre Mutter in ihrer Kindheit sitzen gelassen hat für sein Leben in der Filmbranche. Um Luise zu helfen, schlägt er ihr vor, eine Rolle in seiner neuen Fernsehserie mit dem Titel 'Rosa Wolken' anzunehmen. Sie nimmt das Angebot nach anfänglichem Zögern an. Durch ihre Rolle taucht sie in die oberflächliche Filmwelt und wird ohne es zu merken ein Teil dieser Blase, die von Selbstdarstellung, Social Media und Konkurrenzkampf geprägt wird. Sie wird immer mehr wie der Filmcharakter, den sie verkörpert, sodass sie sich selbst mehr und mehr verliert. Sie freundet sich mit ihrer intriganten Kollegin an und verliebt sich in ihren umschwärmten Serienpartner. Alles scheint perfekt – doch ist es das wirklich und kann man vor seiner Vergangenheit zu fliehen?

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An dem Abend trugen Gianna und ich die gleichen Outfits – ein weit ausgeschnittenes weißes Spitzenshirt und darüber einen Pailettenrock- für die wir unser letztes Taschengeld geopfert hatten. Wir standen am Kicker und spielten Jungs gegen Mädchen. Der kleine Ball flog zwischen uns hin und her. Keiner konnte mehr richtig zielen. Wir alle waren schon zu betrunken. Nach dem Spiel, was wir haushoch verloren, ließen wir uns von den Jungs zwei Tequila Shots ausgeben. Gianna zog mich in eine Ecke. „Wie wär‘s, wir spielen ein Spiel?“ fragte sie mich ein wenig lallend. „Was für ein Spiel?“ fragte ich. „Das Punkte-Spiel“, sagte Gianna geheimnisvoll. „Davon hab ich im Internet gelesen. Es werden Punkte verteilt. Für Flirten gibt es einen Punkt, für Küssen zwei und alles darüber klären wir, wenn es dazu kommt.“ Sie kicherte.“ Bist du dabei?“ „Klar.“ Gianna lächelte zufrieden. „Auf Ex, Lu?“ fragte sie und hielt ihren Shot in die Luft. „Aber sowas von!“ Ich stieß mein Glas kurz an ihres, streute eilig Salz auf meine Hand und würgte dann den Inhalt hinunter. „Los geht’s“ rief Gianna. „Die Spiele sind eröffnet!“ Sie grinste mir noch kurz mit einem verschwörerischen Lächeln zu und verschwand dann in der Menge. Ich war unschlüssig, was ich tun sollte. Ich bestellte mir einen Erdbeerlimes, den ich auch so schnell es ging runterkippte. Und danach noch einen Jägermeister, nur zur Sicherheit. Ich sah Chris an der Wand neben der Tanzfläche lehnen. Zielgerichtet ging ich auf ihn zu und versuchte mich möglichst lässig neben ihn zu stellen. „Hey“, sagte ich. „Coole Party, was?“ „Ja, find‘ ich auch.“ Er nahm einen Schluck Bier aus der Flasche, die er in der Hand hielt. Als er aufblickte, biss ich auf meine Lippen und lächelte ihn an. Ich hatte in einer Zeitschrift gelesen, dass das der ultimative Flirttrick sei. „Darf ich das was fragen?“ Ich versuchte so unschuldig wie möglich zu klingen. „Klar“, antwortete Chris und fuhr sich mit der Hand durch die Haare. Einen kurzen Moment zögerte ich, aber ehe ich genauer darüber nachdenken konnte, waren die Worte schon über meine Lippen gekommen. „Hast du Lust mich zu küssen?“ Er grinste. „Direkt, aber steh‘ ich drauf.“ Zwei Minuten später lehnten wir draußen an der Wand und küssten uns.

Eine halbe Stunde später trafen Gianna und ich uns in der Toilettenkabine. Stürmisch umarmte sie mich. Alles schien sich zu drehen. „Und wie viele hast du?“ „Bisher vier.“ Ich musste daran denken, wie einfach die Sache doch gewesen war. „Hey“, hatte ich zu einem Jungen an der Bar gesagt, den ich vorher noch nie gesehen hatte. „Lust rumzumachen?“ Und schon lagen seine Lippen auf meinen. Bei zwei weiteren war es genau dasselbe Spiel gewesen. „Nicht schlecht, meine Liebe“, sagte Gianna anerkennend. „Das macht –Trommelwirbel-vier Mal zwei, also insgesamt acht Punkte für die beste Freundin der Welt, Lu!“ Sie gab mir einen Kuss auf die Wange. „Also ich hab bisher nur mit zwei Typen rumgemacht. Aber jetzt halt dich fest, bei einem der beiden ist der Mund nicht das einzige, was ich geküsst habe!“ Sie sah mich vielsagend an. „Was?“ war alles was ich rausbrachte. Ich konnte es nicht glauben, ihre Worte löste in mir ein unwohles Gefühl aus. Ich hatte nicht gedacht, dass sie so weit gehen würde. „Ich weiß, ich weiß“ kommentierte sie kichernd meinen ungläubigen Gesichtsausdruck. „Du glaubst gar nicht, wie komisch das ist, aber dafür bekomme ich mindestens zehn Punkte, oder nicht?“ Sie zählte an ihren Händen ab. „Zwei mal zwei für Rummachen und einmal zehn für du weißt schon“ Sie gluckste. „Damit liege ich eindeutig vorne. Zwölf Punkte.“ Sie streckte die Arme in die Luft. „Also Lu, leg dich ins Zeug oder der Abend geht an mich.“ Nachdem wir die enge Toilettenkabine verlassen hatten, steuerte Gianna taumelnd auf die Bar zu und bestellte sich einen Vodka Energy. Erst da fiel mir auf, wie betrunken sie schon war. Sie musste mehr Alk intus haben als ich. „Warum trinkst du so viel? Gianna lass das!“ Ich versuchte ihr das Glas aus der Hand zu reißen. Aber sie hielt so sehr daran fest, wie ein Baby seine Nuckelflasche. „Ich hab Stress Zuhause, lass mir jetzt die Ablenkung und misch‘ dich nicht in mein Leben ein. Ich weiß schon, wie viel gut für mich ist.“ So zickig reagierte sie sonst nie. Ich ließ von ihr ab.

Später sah ich sie mit einem Typen, den ich nicht kannte und sie auch nicht, da war ich mir ziemlich sicher, auf der Tanzfläche. Sie tanzten so eng verschlungen, dass man kaum erkennen konnte, wo ihr Körper endete und seiner anfing. Irgendwann zog er sie an der Hand mit sich und sie verschwanden von der Bildfläche. Ich wusste nicht, was ich davon denken sollte. Am liebsten wäre ich ihr hinterhergerannt und hätte sie von ihm fortgezogen. Aber das tat ich nicht. Ich blieb einfach stehen. Wie eine Statue. Aber in meinem Kopf überschlugen sich die Gedanken. Auf einmal merkte ich, dass Sven neben mir stand. „Auch was?“ Er hielt mir seine halbleere Flasche hin. Ich schüttelte den Kopf. „Alles in Ordnung bei dir?“ „Ja schon, es ist nur“, setzte ich an. „Gianna und ich haben dieses Spiel gespielt.“ „Was für ein Spiel?“ fragte Sven und trank einen Schluck Bier. „Wer mit mehr Typen rummacht, bekommt so und so viele Punkte. Vielleicht war es eine dumme Idee. Und jetzt ist sie verschwunden und ich hab keine Ahnung wo sie ist.“

Ich fragte mich, warum ich so ehrlich war. So war ich sonst nicht. „Verstehe. Und jetzt hast du Angst zu verlieren?“ Ich lachte. „Das habe ich doch längst.“ Sven streckte mir seine Hand entgegen. „Tanzen? Komm zur Ablenkung“, fügte er hinzu, als er meinen wenig begeisterten Blick sah. Als die ersten Klänge von Paul Kalkbrenners „Sky And Sand“ aus den Boxen drangen, ergriff auch mich die Magie der Musik. Die Lichter verschwammen vor meinen Augen zu einem großen bunten Lichtermeer. Die dumpfen Klänge des Basses trommelten auf uns ein und wir schwangen die Arme in die Luft. Ich schloss die Augen. Der Bass war so tief und laut, dass er sich anfühlte, als sei es mein Herzschlag. Bumm, bumm, bumm. Wenn das Leben war, dann war es verdammt gut. Irgendwann stand ich ganz allein mit Sven da, die meisten anderen hatten sich schon auf den Weg nach Hause gemacht oder knutschen herum. Niemand bemerkte uns. Ich fühlte mich gut, auf eine seltsame Weise, benommen von dem Alkohol. Ich merkte, wie Sven meinen Nacken mit Küssen bedeckte und wie er leise stöhnte. Ich wünschte mir, er würde nie wieder damit aufhören und wir würden für immer in diesem bestimmten Moment verharren. Doch so sollte die Nacht nicht enden. Mit der einen Hand stellte er sein Bier auf den Boden und die andere streckte er nach meiner Hand aus und zog mich mit sich. „Wo gehen … wir hin?“ nuschelte ich. „Pscht“ raunte er und hielt seinen Finger vor meine Lippen. „Ich weiß, wie du dir ganz schnell noch ein paar Punkte dazu verdienen könntest.“ Ich nickte und musste kichern. Vielleicht hatte ich ja doch noch nicht verloren. Ich durfte Gianna schließlich nicht zu sehr nachstehen.

Es war, als wollten wir eine endlos lange Spirale hinaufklettern. Doch was war das Ziel? Wohin kletterten wir?

2C. INNEN/AUSSEN – AUTO/FILMWELTEN STUDIOS – TAG

Auf diese Frage hatte ich jetzt eine Antwort. Hätte ich sie damals auch nur im Geringsten erahnt, dann hätte ich alles anders gemacht. Dann hätte ich mich an jenem Abend nicht auf dieses dumme Spiel eingelassen und die Geschichte hätte ein anderes Ende gehabt. Nein, es gäbe überhaupt kein Ende. Wahrscheinlich säße ich jetzt kichernd neben Gianna in der Schule anstatt neben Jürgen im Auto, der mich überreden wollte in irgendeiner komischen Daily Soap mitzuspielen. Was dachte Jürgen sich überhaupt mir ein solches Angebot zu machen? Er hatte vorher noch nie mit mir über seine Filmwelt gesprochen. Vielleicht, weil er dachte, dass ich sie für das Ende unserer Familie verantwortlich machte. Ihm war sicher der Schrecken den Rücken hinunter gelaufen, als er gehört hatte, was passiert war, dass er mich um Haaresbreite nie wieder gesehen hätte und sich statt Worte für seine Siegesrede beinahe Abschiedsworte zu meiner Beerdigung ausdenken hätte müssen. War ihm dann aufgefallen, dass es nichts, aber auch gar nichts gab, was er hätte sagen können? Hatte es ihn so erschreckt, was er am Telefon gehört hatte, dass er sich entschieden hatte, doch wieder in mein Leben einzudringen?

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