Inga von der Stein - Rosa Wolken

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Die siebzehnjährige Luise weiß nach einem traumatischen Erlebnis nicht, was sie mit ihrem Leben anfangen soll. Unerwartet taucht ihr Vater auf, der sie und ihre Mutter in ihrer Kindheit sitzen gelassen hat für sein Leben in der Filmbranche. Um Luise zu helfen, schlägt er ihr vor, eine Rolle in seiner neuen Fernsehserie mit dem Titel 'Rosa Wolken' anzunehmen. Sie nimmt das Angebot nach anfänglichem Zögern an. Durch ihre Rolle taucht sie in die oberflächliche Filmwelt und wird ohne es zu merken ein Teil dieser Blase, die von Selbstdarstellung, Social Media und Konkurrenzkampf geprägt wird. Sie wird immer mehr wie der Filmcharakter, den sie verkörpert, sodass sie sich selbst mehr und mehr verliert. Sie freundet sich mit ihrer intriganten Kollegin an und verliebt sich in ihren umschwärmten Serienpartner. Alles scheint perfekt – doch ist es das wirklich und kann man vor seiner Vergangenheit zu fliehen?

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Ein abruptes Bremsen holte mich zurück aus meiner Vorstellung. „Idiot“, fluchte Jürgen, als ein langsamer Traktor vor uns auftauchte und er wohl oder übel langsamer fahren musste. Ich fragte mich, ob er von mir genauso dachte. „Du willst also wirklich nicht zurück?“, fragte er. Es klang mehr wie eine Feststellung als eine Frage. Ich schüttelte den Kopf. Doch wir beide wussten, dass da noch etwas anderes war. Aber ich wollte, nein, ich konnte es nicht aussprechen und Jürgen tat das auch nicht, wofür ich ihm in diesem Moment unsagbar dankbar war. Ich wollte nicht noch einmal Achterbahn durch die Hölle der letzten Tage fahren.

Ich hatte noch immer die Stimme meiner Mutter im Ohr. Das Piepen des Beatmungsgerätes und das betäubende Gefühl in meinem Kopf. In meinem Körper. Und meinem Denken. Ich hatte mich auf nichts konzentrieren und keinen klaren Gedanken fassen können. Vielleicht war das gut so gewesen. Es hatte mir für eine Zeit Normalität vorgegaukelt und mich vor der Erkenntnis der schrecklichen Wahrheit bewahrt. Der Wahrheit, die ich noch immer nicht bereit war zu akzeptieren.

Ich war mir sicher, dass Jürgen so gut wie alles wusste. Meine Mutter hatte mit ihm telefoniert. Lange, stundenlang, als sie an meinem Krankenhausbett gesessen hatte. Und das sollte etwas heißen. Davor hatte sie seit über zehn Jahren kaum ein Wort mit ihm gesprochen oder über ihn verloren. Alle Fotos in unserer Wohnung, in denen er in irgendeiner Weise zu sehen gewesen war, hatte sie verschwinden lassen. Er hatte eine Affäre mit einer Schauspielerin gehabt. Mit einer bei einem der Filme, bei denen er Regie geführt hatte. Ich hatte nie ein Bild von ihr gesehen. Ich wollte nicht wissen, wie die Frau aussah, die unsere Familie zerstört hatte. Wahrscheinlich war sie hübsch, hatte ein nettes Lächeln auf dem Mund und ein Funkeln in den Augen. Das würde es nur noch schwieriger machen, sie zu hassen. Aber ich wusste, dass er nicht mit ihr zusammen geblieben war. Er hatte sie in die Wüste geschickt, genau wie meine Mutter. Manchmal fand ich, dass mein Leben wie ein Film klang. Einer dieser Filme, in denen die Protagonistin ziellos durch die Gegend irrt, von Party zu Party, auf der Suche nach irgendetwas, dass sie etwas fühlen lässt. Vielleicht könnte Jürgen es ja als Vorlage für das Drehbuch einer seiner nächsten Filme verwenden. Aber wer interessierte sich schon für die Geschichte einer 17-Jährigen?

Ich löste den obersten Knopf der Bluse. Sie engte mich ein, nahm mir die Luft zum Atmen. Blusen sind fast genauso überflüssig wie schwarze Röcke, dachte ich. Beides hässlich und absolut untragbar. Dann kam der Wagen endlich zum Stehen, Jürgen ließ den Motor laufen. Ich wandte meinen Blick nach draußen. Mit Efeu bewachsen lag dort der Eingang des Hauses, in dem ich mit meiner Mutter wohnte. Nummer 27. Einsam lag es da, die nächsten Nachbarn wohnten ein paar Kilometer entfernt. Ich liebe Landleben, dachte ich mir, wie so viele Male. Jürgen versuchte zu lächeln. Ob er sich daran erinnerte, wie er hier mit uns gewohnt hatte? Wir noch eine richtige Vorzeigefamilie gewesen waren? Wahrscheinlich konnte er sich kaum noch in die Zeit zurückversetzen, so lange war es schon her. Jürgen räusperte sich. „Eingeflogen, Biene Lulu.“ Lulu war eine kleine Biene aus einem Kinderbuch gewesen, ein Witz zwischen Jürgen und mir, über den ich als kleines Kind jedes Mal in glucksendes Lachen ausgebrochen war. Doch mir war nicht nach Lachen zu Mute. Gar nicht. Sein Gesicht verzog sich zu einer seltsam traurigen Miene und die Linien in seiner Stirn traten stärker hervor. Aus irgendeinem Grund spürte ich ein Ziehen im Bauch, als ich ihn so sah, auch wenn ich schon seit Tagen versuchte, alle Gefühle von mir wegzuschieben und fernzuhalten.

„Ich glaube, ich geh dann mal“, sagte ich schnell. „Lulu, warte.“ Jürgen hielt mich am Arm fest und stellte gleichzeitig den Motor aus. Ich hielt inne. „Darf ich fragen, was du machen willst, jetzt wo du nicht mehr zur Schule gehst?“ fragte er. Die Frage kam unerwartet. Das hatte ich mir selbst noch nicht überlegt. Ich wollte einfach nicht darüber nachdenken. Zu viele andere Gedanken hatten sich in meinem Kopf breit gemacht. Die Gesichter meiner Mitschülern schossen mir durch den Kopf, eines undeutlicher als das andere, sie alle verschwammen und formten ein anderes, mir wohl bekanntes. Nein, ich konnte nicht an diesen Ort zurückkehren, auf keinen Fall.

Ich zuckte mit den Schultern. Ich kam mir so hilflos vor. „Ich …weiß es nicht“, meine Stimme versagte und ein Krächzen war alles, was ich herausbrachte. Ich spürte, wie sich meine Augen bedrohlich mit Tränen füllten. Ich versteckte mein Gesicht hinter meinen Händen. Ich wusste es wirklich nicht. Ich hatte absolut keine Ahnung. Jürgen zog mich in seine Arme. So verharrten wir eine Weile. Mein Kopf an seiner Schulter und seine großen Arme an meinem Rücken. Und mit einem Mal fühlte ich mich wieder wie die kleine Biene Lulu, die von ihrem Vater, dem Bienenkönig getröstet wird, nachdem ihr bester Freund davongeflogen war. Jürgen seufzte. „Du bist doch noch nicht einmal volljährig, Lulu. Was hast du dir nur gedacht? Lass uns in Ruhe später noch mal darüber sprechen. Uns wird schon etwas einfallen. Hast du morgen Zeit? Dann können wir uns nochmal darüber unterhalten.“ Ich nickte. Dann löste ich mich aus der Umarmung und stieg aus dem Auto. Meine Mutter stand schon in der Tür. Die Hände hatte sie in die Hüften gestemmt, als würde sie gleich explodieren. Doch das tat sie nie, wenn sie wütend war, das wusste ich aus Erfahrung. Vielmehr würde sie mich so lange anschweigen, bis ich mit allem von selbst herausrückte. Ich wusste, dass sie noch sauer auf mich war, dennoch nahm sie mich in ihre Arme. Drückte mich. Kann ich was für dich tun, Maus?“ Ich schüttelte den Kopf. „Ich muss mich umziehen.“ sagte ich schnell. In meinem Zimmer riss ich mir die Klamotten so schnell es ging vom Körper und schmiss sie in den Mülleimer. Ich wollte sie nie wieder sehen. Dann übergab ich mich.

1B. RÜCKBLENDE – AUSSEN – GARTEN – NACHT

Vor eineinhalb Jahren. Anfang Mai. Ich war fünfzehn und schaute in den Abgrund einer schmutzigen Toilette. „Lu, du musst es einfach rauslassen.“ Giannas Stimme. „Ehrlich, dann wird alles besser.“ Alles drehte sich. Mir war so schlecht. Gianna fuchtelte mit ihren Händen an meinen Haaren herum und versuchte irgendwie sie hochzustecken.

Alkohol ist scheiße“, keuchte ich und musste mich übergeben. Sofort stieg mir der Geruch von Magensäure in die Nase. Davon wurde mir sofort wieder speiübel. Ich fühlte mich wie in einem Film, den ich letztens gesehen hatte. Wie hieß er noch? Ach ja ‚Dreizehn.‘ „Das machst du gut, Lu. Dann hast du wenigstens morgen keinen Kater.“ Den Kater hätte ich an dieser Stelle gerne eingetauscht. Wir knieten auf den kalten Fliesen des Badezimmerbodens. Es war Mitte Mai und der Tag, an dem wir den letzten Teil der Zentralen Abschlussprüfungen geschrieben hatten und die erste große Party, auf der ich eingeladen war. Ein Junge aus meinem Jahrgang, Sven, hatte die halbe Stufe zu sich nach Hause eingeladen um die Prüfungen, die schlechten Noten, die Gesichter der Lehrer zu vergessen, uns selbst zu vergessen, für einen Abend. Dazu hatte er einiges an Flaschen herangeschafft mit bunten Etiketten, schönen Aufschriften und hoher Prozentzahl. Vodka, Bacardi, Rum, mehr erkannte ich nicht, doch das sollte sich im Laufe des Abends noch ändern.

Sven erzählte uns, dass er die Bar im Wohnzimmer seiner Oma geplündert hatte. „Ach der fällt das eh nicht auf. Die hat Alzheimer, praktisch, oder?“ Er lachte. Und wir anderen lachten mit ihm. Wir hatten es uns auf der Terrasse in Svens Garten bequem gemacht. Ich saß neben Chris, einem Jungen aus meiner Stufe, von dem ich wusste, dass ihn viele Mädchen süß fanden. Er war größer als die meisten anderen und trug seine blonden Haare in einem Undercut, vor allem aber versuchte er meistens coole Sprüche zu klopfen. Ich wusste nicht, ob ich ihn mögen oder nervig finden sollte. „Coole Party, was?“ sagte er zu mir. Ich nickte. Es dämmerte schon langsam. Sven verteilte rote Plastikbecher, die - wie er betonte- ihm sein Cousin als „größter Hype aus den USA“ mitgebracht hatte. Alle fühlten sich unglaublich cool. Dann spielten wir Trinkspiele. Eins nach dem anderen. Ich kannte keines von ihnen. Doch ich erkannte schnell, dass sie sich alle bloß darum drehten, in möglichst kurzer Zeit möglichst viel zu trinken.

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