Hans Gerd Scholz - Sucht Ho Ki Su

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Ho Ki Su, Offizier der Atomwaffe Nordkoreas, wird ins Straflager verbannt, da er sich unerlaubt Zugang zum Internet verschafft hat. Die letzte verbliebene stalinistische Diktatur muss um ihre Existenz fürchten, falls junge Menschen die Wahrheit über die Situation im Land erfahren. Die ist geprägt von Hunger und Entbehrungen der Bevölkerung. Lediglich die gottgleichen Führer leben in Saus und Braus. Sie stützen ihre Macht auf den Besitz von Atomwaffen, mit denen sie weite Teile des westlich orientierten Asiens bedrohen. Ho Ki Su, im Besitz der Standortkoordinaten der Atomraketen, gelingt die Flucht. Falls sein Wissen in ausländische Hände gelangt, droht der mächtigsten Waffe des Regimes die Vernichtung. Der Geheimdienst jagt daher mit allen Mitteln den Flüchtenden.
Die Romanhandlung spielt in der Gegenwart vor dem Hintergrund der latenten Spannungen zwischen Nordkorea und seinen Nachbarländern. Sie ist frei erfunden, basiert jedoch auf der realen Situation in diesem Teil der Welt. So oder so ähnlich könnte sie sich jederzeit zutragen.

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Empört hatte sie daraufhin den Computer ausgeschaltet, war wütend über diese ausländischen Schweine, die diesen Unsinn verzapft hatten, ins Bett gegangen. Doch sie konnte ihren Gedanken, dem was diese Worte an Bildern in ihrem Gehirn heraufbeschworen und angerührt hatten, nicht mehr entkommen.

Sie las den Bericht des Shin Dong-hyuk. Ihr traten die Tränen in die Augen. Dieser hatte zweiundzwanzig Jahre in einem dieser Konzentrationslager, genannt Kaechon, gelebt. War dort geboren. Nie sollte er es lebend verlassen. Deshalb hatte man ihm auch nie eine schulische Ausbildung zukommen lassen, nicht einmal Ideologie und Staatslehre war ihm zuteil geworden. Dies war in Korea extrem unüblich.

Weniger unüblich war es allerdings, dass er der Hinrichtung seiner Eltern beiwohnen musste. Dass man ihm einen Finger abgetrennt und monatelang gefoltert hatte. Dass er unzähligen Hinrichtungen beiwohnen musste. Doch dann gelang ihm die Flucht. Über China erreichte er Südkorea, wo er nun lebt und versucht, die Weltöffentlichkeit wachzurütteln.

Sie erkannte, dass die Kims einen totalen Personenkult errichtet hatten, an dem sie auf immer festzuhalten gedachten. Da gab es den „Ewigen Präsidenten“ Kim Il-sung. Im Jahr 1972 wurde er zum Präsidenten ernannt. Doch schon seit Februar 1946 stand er an der Spitze des Volkskomitees, aus der dann die „Nationale Arbeitsfront“ hervorging. Von ihr wurde Grund und Boden sowie die gesamte Industrie verstaatlicht. Alles genau wie in China und der Sowjetunion. Nach dem Krieg mit den Amerikanern wurde das Land geteilt und der Stalinismus umso stärker forciert. Doch der Handel mit der Sowjetunion und China machte das Leben der Menschen einigermaßen erträglich. Sie lebten halt wie die Russen und Chinesen. Im Prinzip jedenfalls.

Als der Kommunismus in der Sowjetunion zusammenbrach, China sich dem Westen öffnete, begann Nordkorea zu bluten. Kein Handel mehr dem Ausland. Keine waren und Nahrungsmittel kamen ,mehr ins Land. Und das alles, weil diese Kim-Truppe an ihrer Macht klebte. Weil sie nicht abdanken wollte.

Sie hatte den Hon Kai Chengkult zum Staatsprinzip erhoben. Selbst nachdem 1994 Kim Il Sung verstorben war, blieb er lebendig als „Unsterblicher Hon Kai Cheng“. Der Titel „Großer Hon Kai Cheng“ sollte von nun an nicht mehr vergeben werden. Daher wurde sein Sohn Kim Jong-il nur „Geliebter Hon Kai Cheng“ genannt. Doch schon der Enkel war wieder ein „Großer Hon Kai Cheng“.

Sie konnten und wollten sich eine Abkehr von ihrem Regierungssystem nicht leisten. Denn sie hatten mit eigenen Augen gesehen, was das bedeutete. Die Sowjetunion brach über Nacht zusammen. Ihre Satellitenstaaten ebenso. Deren leitende Politiker wurde verurteilt, hingerichtet oder einfach ermordet wie der Rumäne Ceaucescu. Und das sollte ihnen nicht passieren. Lieber sollte das Volk verrecken.

Was blieb? Nordkorea musste sich ganz auf die eigene Kraft verlassen. Das Land musste autark, unabhängig von der gesamten Welt werden. Was die Menschen benötigten, mussten sie selbst produzieren. Und das bedeutete Elend und Hunger.

Elend und Hunger im größten Teil der Bevölkerung führt aber zu Rebellion und Aufstand. Deshalb unterhielt das Land die größte Armee in ganz Asien. Und das kostete mehr als man sich leisten konnte. Verstärkte den wirtschaftlichen Niedergang.

Andererseits konnte man mit der militärischen Stärke den verhassten Süden provozieren, erpressen und die Menschen so von ihrer Situation manchmal ablenken. Man hatte die Atombombe, glaubte, jetzt den übrigen Atommächten gleich zu sein. Niemand konnte daran denken, Nordkorea anzugreifen. Eine Invasion vom Süden her war unmöglich geworden.

Doch Südkorea hatte andere Sorgen. Da gab es die Asienkrise, unter das Land zu leiden hatte. Da wollte sich niemand den darbenden Norden aufhalsen. Gut, dass es die Demarkationslinie gab, dass kein Flüchtling sie überwinden konnte. Gut, dass man nicht Milliarden in den Norden transferieren und eine neue Regierung beim Aufbau des Landes unterstützt werden musste. Oder noch schlimmer: Eine Wiedervereinigung zu bezahlen. Gut, dass es zwei Koreas gab.

Wen störte da schon das Säbelrasseln dieser Komiker aus Pjöngjang? Wie sagte dieser Mitarbeiter der nordkoreanischen Nachrichtenagentur doch gleich? „Wir hoffen, dass die Lage geklärt ist, bevor es zu einem unglücklichen Zwischenfall kommt und wir eine Atomrakete abfeuern!“

Oder die Drohung Kim Jong-Uns, einen atomaren Präventivschlag gegen die USA zu führen. Zu all dem kam es bislang nicht und wird es wohl auch nie kommen. Auch nicht, als das amerikanische Spionageschiff hops genommen wurde und der militärische Stützpunkt mit Hunderten von Granaten beschossen wurde, wobei mehrere Menschen starben. Und auch nicht, als man das Kriegsrecht ausrief, weil Südkorea und die USA ein Flottenmanöver im chinesischen Meer abhielten.

Die Regierung des Nordens lebte in ständiger Angst. Angst vor der übrigen Welt, von der sie sich ausgegrenzt fühlte. Angst vor der eigenen Bevölkerung, die sie deshalb in engen Grenzen halten musste.

Pang La-wan begann zu verstehen, verstand immer mehr. Begann, die täglichen Nachrichten einzuordnen. Sah sie von der anderen Seite und begriff, was passierte. Mit den Menschen, mit ihr.

Irgend etwas musste sie tun. Sie wusste nicht was. Sie griff zum Telefonhörer.

„Hallo, hier La-Wan. Können wir uns sehen?“

„Heute Abend wäre es mir möglich, mich für zwei Stunden loszueisen. Wo brennt es denn?“.

„Ich muss mit dir reden. Dir etwas zeigen. Dinge, die du nicht für möglich hälts. Aber kein Wort zu niemandem!“

„Hört sich ja interessant an. Na, da bin ich mal gespannt“; meinte ihr Freund lachend.

Wütend knallte sie den Hörer auf die Gabel. Er schien sie nicht ernst zu nehmen. Aber das würde sich ändern.

Als er in ihrer Wohnung erschien, stellte sie den Computer an. Während sie wartete, dass das Gerät hochfuhr, bot sie ihm einen Drink an.

„Den wirst du brauchen!“, meinte sie mit ernster Stimme.

Und zeigte ihm die Wirklichkeit, die sie auf die kleinen USB-Sticks gespeichert hatte.

„Wo hast du das her?“

Geht dich nichts an. Konzentriere dich auf die Inhalte“.

Und dann begann er zu lesen. Sah sie ab und an mit hochrotem Kopf an.

„Alles dumme Propaganda. Wir leben in Nordkorea. Die wollen uns schlecht machen. Glaubst du den Blödsinn denn?“

Wütend entgegnete sie: „Wie kann man nur so blöd sein. Du bist wie ein Geisterfahrer auf der Autobahn, der glaubt, auf der richtigen Spur zu sein und alle anderen führen falsch. Nimm nur für eine Sekunde an, dass die Nachrichten, die du gerade gelesen hast, der Wahrheit entsprechen. Die so auf der ganzen Welt verbreitet werden. Von Peking bis Tokio, von New York bis London. Nur in Pjöngjang klingen sie völlig anders“-

Gemeint war die Meldung über den neuesten Atomtest ihres Landes. Und die internationalen Reaktionen darauf.

„Sieh die die Bilder der Einkaufsstraße in Tokio an. Die Lichtreklamen. Vergleiche das doch mal mit dem, was du draußen siehst. Egal, wohin man blättert, überall scheint es den Menschen besser zu gehen als bei uns. Woran kann das liegen?“, wollte sie von ihm wissen.

„Warum lässt man uns nicht ins Netz, was haben die da oben zu verbergen, wovor haben sie Angst?“, insistierte sie.

Ihr Geliebter hatte darauf keine Antwort.

„Ich muss nachdenken“; sagte er und legte sich auf das Sofa.

Sie kuschelte sich an ihn, begann ihn zärtlich zu streicheln. Doch er schob ihre Hand weg.

„Nein, komm lass mich. Ich bin zu aufgewühlt, muss das alles erst mal verarbeiten“.

Dafür hate sie volles Verständnis. Ihr war es ja ähnlich ergangen. Und morgen war ein neuer Tag, um sich den Kopf zu zerbrechen oder zur Abwechslung mal wieder an Sex zu denken.

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