Karim Akerma - Antinatalismus

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Das vorliegende Antinatalismus-Handbuch dokumentiert und erörtert die Einsicht in das Nichtseinmüssen von Menschen als einen Gewinn von Freiheit gegen biosozionome Vorgaben. Und es verfolgt die ethische Absicht, fortzeugungswillige Leser davon zu überzeugen, dass es besser ist, nicht so zu handeln, dass neue Menschen zu existieren beginnen. Fortzeugungskritische Leser will es in ihrer antinatalistischen Haltung bestärken. Zu diesem Zweck bietet das Handbuch eine Vielzahl von Argumenten, Neologismen und Stellungnahmen zur Natalität aus Jahrtausenden auf. Auch wenn diese Stellungnahmen häufig gleichsam nur im Vorhof des Antinatalismus stehen, belegen sie doch, dass das Kulturwesen Mensch immer schon eine kritische Haltung gegen das biosoziale Radikal der Fortpflanzung einzunehmen wusste. Der von uns vertretene Antinatalismus ist universal, indem er alle leidfähigen Wesen berücksichtigt: Es ist zumeist besser so zu handeln , dass kein weiteres leidfähiges Tier zu existieren beginnt. Hier berührt sich der humanistische Antinatalismus mit dem ethischen Vegetarismus.

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Überaus selten ist der Ausruf zu vernehmen: Möge es meinen Kindern einmal ebenso gut gehen wie mir! Selten ist dieser Ausruf deshalb, weil es auch den wirtschaftlich Arrivierten dieser Erde psychisch häufig nicht so gut geht – dies ist der Preis fürs wirtschaftliche Wohlergehen –, dass sie einen vergleichbaren seelischen Zustand ihren Kindern wünschen würden.

Ein Schlechtergehenseingeständnis hingegen verbietet sich aus moralischen Gründen: Wir werden kaum Personen treffen, die da sagen: „Ich entscheide mich für Kinder, obwohl ich davon ausgehen muss, dass es ihnen einmal schlechter gehen wird!“ Kaum eine Person möchte sich nachsagen lassen, dies geäußert zu haben. Folglich wird das Schlechtergehenseingeständnis umgemodelt in ein bloßes Andersgehensgeständnis. Liest man folgende Andersgehensgeständnis, bleibt allerdings – gegen die Intentionen des Autors – keine Selbstrechtfertigung übrig, Kinder in die Welt treten zu lassen:

„Ja, liebe Kinder-denen-es-einmal-besser-gehen-sollte, so sieht’s aus, ihr seid dreifach verschuldet, ökonomisch, ökologisch und moralisch. [...] Der plumpe Satz jedenfalls, dass es unseren Kindern mal besser gehen soll, ist kaputt, ungültig, gelöscht. Zeit, zu fragen, ob wir ihn wirklich noch so dringend brauchen: Muss es unseren Kindern besser gehen? Warum eigentlich? [...] Und haben wir nicht gerade wegen des Anspruchs, dass alles immer besser werden muss, diese ungeheuren Schulden erst angehäuft? Wollten sich die westlichen Gesellschaften mit ihrem virtuellen Geld nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Aufstiegs- und Wachstumsautomatik außer Kraft gesetzt ist? Im Grunde muss man froh sein, dass es jetzt vorbei ist, die Ankunft in der Wirklichkeit erfolgte womöglich gerade noch rechtzeitig.

Vielleicht genügte es ja, wenn man aufhörte, die Kinder als Sinnersatz und Generalausrede zu missbrauchen. Ihnen wird es weder besser gehen noch schlechter, sondern anders. Sie werden Glück neu definieren (müssen), sie werden uns dabei womöglich unähnlicher werden, aber auch das ist ihr gutes Recht. Wie das Demonstrieren gegen die Welt, wie wir sie ihnen hingestellt haben.“ (Bernd Ulrich, DIE ZEIT, 20.10.2011; S.1)

Um seinen Pronatalismus nicht aufgeben zu müssen, deutet der Autor – um nur dieses Beispiel zu nennen – mit kaum zu überbietendem Zynismus die von der Industriegesellschaft verwüstete Welt kurzerhand in eine bloß anders gewordene Welt. Er gibt sogar zu, dass diese Welt so grundsätzlich anders sein wird, dass es einer Umdefinition des Begriffs „Glück“ bedarf, sollen die eigenen Kinder davon reden können.

Hoffnungsübersprung

Kaum hat eine Person eingesehen, dass alle Hoffnung auf eine Verbesserung des Daseins trügerisch war, überträgt sie die für das eigene Leben durchschaute Illusion der Verbesserbarkeit des Daseins und den Hoffnungsfunken auf die eigenen Kinder. Weswegen uns allerorten und aus allen Zeiten entgegenschallt: Meine Kinder sollen es einmal besser haben: „Es lag für mich etwas heiß Berauschendes in dem Gedanken: dass den noch Ungeborenen, für die ich grübelte und träumte, das ›Glück der Jugend‹ besser gelingen würde, als es mir geraten war!“ (Ganghofer, Lebenslauf eines Optimisten, Bd. 2, S. 578)

Besserhaben, Gutes und das Beste fürs Kind

Eltern wollen immer nur das Beste für ihre Kinder. Und schon begehen sie einen картинка 211Salto natale, indem sie den Umstand, dass es einem Kind gut gehen soll, als Rechtfertigung dafür ansehen, so zu handeln, dass ein Kind zu leben beginnt.

Eltern, die das Beste für ihr Kind wollen, müssen dieses Kind zunächst einmal haben. Und für wen wollen die Eltern dieses Kind? Für sich selbst! Eltern, die wiederholen, für ihr Kind nur das Beste zu wollen, wollten also zunächst einmal für sich das Beste; zumindest wollten sie sich etwas Gutes tun. Dieses Beste oder Gute ist das Kind, über das es vor noch gar nicht allzu langer Zeit regelmäßig hieß, die Frau habe es ihrem Manne geschenkt.

In einer ebenso paradoxen Variante dient als Hervorbringungsgrund für ein eigenes Kind, dass dieses es einmal besser haben solle als Vater oder Mutter. Dahinter mag die Hoffnung der Eltern stehen, dass es ihnen (den Eltern) besser gehen wird, wenn sie sehen, dass es ihrem Kind besser geht. Bleibt die Frage, warum es ausgerechnet einem eigenen Kind besser gehen muss und es den Eltern nicht bereits dann besser gehen könnte, wenn sie sehen, dass es einem anderen Menschen als dem eigenen Kind besser geht als ihnen selbst.

Erich Kästner (1899–1974) entlarvt die Pronatallüge „Meine Kinder sollen es einmal besser haben“, indem er den Fortpflanzungswunsch als Resultante persönlichen Scheiterns entlarvt. Mit Recht gilt ihm der intergenerationelle Meliorismus, wie er im „Meine Kinder sollen es einmal besser haben!“ zum Ausdruck kommt, als Lüge vor Lebzeiten:

„Ein Mann verachtet sich

Wenn der Lebenslauf so recht misslang / (und das ist der Fall im großen ganzen), / der verspürt, mit einem Mal, den Drang, / sich so schnell wie möglich fortzupflanzen. /

Alles, was er plante, blieben Pläne. / Ein Jahrzehnt marschierte er an Ort. / Ach, sein Ehrgeiz hatte falsche Zähne! / Und am liebsten spülte er sich fort. /

Doch er bleibt. Und geht zur Nacht spazieren. / Und in tausend Fenstern sieht er Licht. / Die dahinter werden auch verlieren! / Doch ein Trost für ihn ist das noch nicht... /

Er erkennt, weil er im Dunkel steht, / seine Täuschung als die allgemeine. / Zwecklos ist, daß sich der Globus dreht! / Irgend jemand hat ihn an der Leine. /

Er verzweifelt in bescheidnen Grenzen, / geht nach Hause und beschließt im Bett, / die Familie endlich zu ergänzen. / Eher hält er sich für nicht komplett. /

Und dann freut er sich auf seinen Knaben. / Er, der jeden eigenen Wunsch begräbt, / schwört gerührt: Der soll es besser haben! / Er belügt das Kind schon, eh es lebt. /

Immer ist die Katastrophe nah. / Und aus Angst, sie könnte uns verderben, / weihen wir ihr, eh wir sterben, Erben. / Bitteschön, wer lacht denn da?“ (Werke in 9 Bd., Bd. 1, S. 94)

Bewusste Maschinen und Computer

Philanthropische Antinatalisten argumentieren gegen die Hervorbringung von Menschen, weil diese unweigerlich leiden müssten. Wäre gewiss, dass man Computer mit Bewusstsein hervorbringen könnte, so wäre hiervon Abstand zu nehmen, wenn gleichfalls zu erwarten stünde, dass diese Computer leidempfindlich wären.

Eine frühe vor Maschinenbewusstsein warnende Stimme ist diejenige Samuel Butlers. Als Butler seinen Maschinen-Antinatalismus veröffentlichte, war die Dampfmaschine ein Nonplusultra menschlichen Erfindergeistes. Doch schon sieht Butler eine Zeit nahen, in der die technische Entwicklung Maschinen mit Bewusstsein hervorgebracht haben wird. Zur Plausibilisierung seiner These verweist er auf die Erde, als sie nicht viel mehr als eine Kugel flüssigen Gesteins mit abkühlender Kruste war. Wer wäre in Anbetracht dieser heißen Kugel auf den Einfall gekommen, dass einst bewusstseinsbegabte Wesen auf ihr wandeln würden? Der Umstand, dass unsere Maschinen derzeit nicht über Bewusstsein verfügen, biete keinerlei Gewähr dafür, dass dies in alle Zukunft so bleiben müsse. Ein Weichtier hat nur ein basales Bewusstsein; und zur Ausfaltung differenzierterer Bewusstseine benötigte die Natur Jahrmillionen. Um wie viel rascher vollzieht sich die Entwicklung von Maschinen, die vergleichsweise erst in den letzten fünf Minuten geschaffen wurden. Ist es – fragt Butler, in Anbetracht einer noch viele Jahrmillionen währenden Zukunft – nicht sicherer, das Unheil maschinellen Bewusstseins im Keime zu ersticken und seine Ausdifferenzierung zu unterbinden? Während jedoch für Butler das Unheil darin bestehen würde, dass bewusste Maschinen sich über ihre menschlichen Konstrukteure erheben könnten{32}, besteht unser Anliegen darin, dass man keine elektronischen Systeme mit psychischen Eigenschaften entwickelt oder hervorgehen lässt, solange nicht ausgeschlossen ist, dass diese Leid erfahren werden.

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