Karim Akerma - Antinatalismus

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Das vorliegende Antinatalismus-Handbuch dokumentiert und erörtert die Einsicht in das Nichtseinmüssen von Menschen als einen Gewinn von Freiheit gegen biosozionome Vorgaben. Und es verfolgt die ethische Absicht, fortzeugungswillige Leser davon zu überzeugen, dass es besser ist, nicht so zu handeln, dass neue Menschen zu existieren beginnen. Fortzeugungskritische Leser will es in ihrer antinatalistischen Haltung bestärken. Zu diesem Zweck bietet das Handbuch eine Vielzahl von Argumenten, Neologismen und Stellungnahmen zur Natalität aus Jahrtausenden auf. Auch wenn diese Stellungnahmen häufig gleichsam nur im Vorhof des Antinatalismus stehen, belegen sie doch, dass das Kulturwesen Mensch immer schon eine kritische Haltung gegen das biosoziale Radikal der Fortpflanzung einzunehmen wusste. Der von uns vertretene Antinatalismus ist universal, indem er alle leidfähigen Wesen berücksichtigt: Es ist zumeist besser so zu handeln , dass kein weiteres leidfähiges Tier zu existieren beginnt. Hier berührt sich der humanistische Antinatalismus mit dem ethischen Vegetarismus.

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Axiopath (in Anlehnung an Axiologie: Wertlehre)

Ein Psychopath ist jemand mit abnormer Gefühlswelt. Ein Axiopath ist eine Person, die auf dem Dasein, der Durchsetzung oder Verwirklichung von Werten – gegen die Denkmöglichkeit des Verebbens der Menschheit – auch dann beharrt, wenn dies mit hohen Menschenleidenskosten verbunden ist. Im schlimmsten Fall ist der Axiopath von der Werthaftigkeit der Durchsetzung von Werten auch dann überzeugt, wenn die Durchsetzung der Werte mit so großen Unwerten (Kosten) verbunden ist, dass fraglich wird, ob von den Werten überhaupt etwas bleibt.

Axiopathologie

Ungeschriebene Geschichte des denkerischen Bemühens um den Erhalt oder die Durchsetzung von Werten unter Ausblendung der horrenden Leidenskosten, die mit der Wertdurchsetzung einhergehen.

Axiopathologisch

Alles, was Werte (explizit oder implizit) zu hohen Menschenleidenskosten preist oder fordert.

Schelling (1775–1854)

Schelling ist Axiopath, wo er Gott zu rechtfertigen sucht, obwohl dieser doch von Anfang an gewusst haben musste, dass er mit dem Guten auch dem Bösen Raum und Zeit gibt. Laut Schelling dürfen wir nicht sagen, Gott selbst habe das Böse gewollt, da der Wille zur Schöpfung „unmittelbar nur ein Wille zur Geburt des Lichtes, und damit des Guten“ gewesen sei. Das Böse hingegen sei weder Mittel, noch Bedingung zum Erreichen der größten Vollkommenheit im Leibnizschen Sinne gewesen; es sei weder Ergebnis eines göttlichen Ratschlusses, noch einer göttlichen Erlaubnis. Folglich ergibt sich das Böse bloß „begleitungsweise aus der Selbstoffenbarung“ und wir hätten aufs Ganze zu gehen und Gott zu fragen, warum er es „nicht vorgezogen habe, sich überhaupt nicht zu offenbaren…“ Diese Frage verdient nun aber laut Schelling „in der Tat keine Erwiderung. Denn dies hieße ebensoviel als, damit kein Gegensatz der Liebe sein könne, soll die Liebe selbst nicht sein, d.h. das absolut Positive soll dem, was nur eine Existenz als Gegensatz hat, das Ewige dem bloss Zeitlichen geopfert werden.“ (Schelling, Über das Wesen der menschlichen Freiheit, S. 94)

Als Axiopath bevorzugt Schelling eine Welt mit dem Wert der Liebe und den Unwerten von Hass und Schmerz dem Nichtvorhandensein einer Welt. Hierin mag er картинка 187Kleindemiurgen zum Vorbild dienen, die von in Liebe gezeugten Kindern reden{22}, von denen sie – gottähnlich – im Voraus wissen, dass sie neben allem Positiven viel Negatives erfahren und elend altern und sterben werden.

Nicolai Hartmann (1882–1950)

Hartmann unternimmt einen heroischen Versuch, uns Menschen – Spätlinge der Welt – in sinnloser Welt heimisch zu machen: Die Sinnlosigkeit der Welt ist für Hartmann solange unproblematisch, wie sie nicht sinnwidrig ist. Und ist die Welt nicht sinnwidrig, so ist uns Menschen Tür und Tor für Sinngebung geöffnet. Hätte die Welt schon Sinn, wäre sie bereits sinngesättigt und voller außermenschlicher Zwecke, so gäbe es für uns Menschen nichts mehr zu tun. Seien wir also dankbar, in sinnloser Welt existieren zu dürfen, so Hartmanns Credo.

Als Orientierungspunkt für die von uns im realen Sein zu leistende Sinngebung veranschlagt Hartmann eine Wertsphäre, der er wie Platon ideales Sein zuschreibt. Um realisiert zu werden, seien diese Werte auf den Menschen als Mittler angewiesen. Menschheitliches Seinsollen besteht für Hartmann also darin, dass Menschen als Transmissionsriemen für Wertverwirklichung erforderlich sind, wobei allein Menschen in der Lage seien, den Ruf der idealen Sphäre der Werte zu vernehmen, die aber doch zugleich völlig gleichgültig gegen ihre Verwirklichung seien (vgl. N. Hartmann, Sinngebung und Sinnerfüllung)

Hans Jonas (1901–1991)

Als Axiopath par excellence gesteht Hans Jonas zwar unumwunden zu, dass auch nach seinem Dafürhalten die Summe des Leids in der Welt die des Glücks übersteigt, doch erkennt er im Dasein von Lebewesen einen Wert, der alles Leid kompensiere und für dessen Realisierung sich die Leidensgeschichte lohne: „Was wäre, wenn die Summe der Leiden im Reich des Lebens die Summe der Freuden immer überstiege? Wenn, insbesondere in der Menschenwelt, die Summe des Elends soviel größer wäre als die des Glücks, wie die Kunde der Jahrtausende nahezulegen scheint? Ich bin geneigt, in diesem Punkte dem Urteil der Pessimisten beizupflichten... Aber wäre das ein gültiger Grund, den Wert von Bewusstheit zu verneinen und zu sagen, es wäre besser, wenn sie nie in die Welt gekommen wäre?“ (Philosophische Untersuchungen, S. 92) Jonas nimmt alles erdenkliche Leid in Kauf nimmt, um sicherzustellen, dass auch künftig Werte in der Welt sind. Ähnlich wie bei Nicolai Hartmann – wenngleich ohne prominente ideale Wertsphäre – fungieren in seiner Weltsicht das Dasein und die Fortexistenz von Menschen gleichsam als Transmissionsriemen für das Dasein von Werten in der Welt. Allein schon das Heer derjenigen, die da sagen, sie wären lieber nicht geboren, widerspricht dieser axiopathologischen Weltanschauung.

Axiotyp und Phänotyp (Phänotypischer Unschuldseindruck des Menschen)

1. Weil sich biologisch die unzähligen Untaten der Gattungsgeschichte nicht sichtbar im Phänotyp Mensch niedergeschlagen haben können, macht jeder Einzelne auf den ersten Blick zumeist den Eindruck eines Unschuldsengels.

2. Jeder kann aber seine ererbten unmenschlichen Bereitschaften irgendwann aktivieren (lassen), z.B. im Krieg.

3. Nur den mit unserer Vergangenheit Vertrauten kann der Anschein der Harmlosigkeit nicht täuschen. Hier zeigt sich deutlich unsere transbiotisch axiotypische Dimension: was wir moralisch waren, sind und sein können, ist nie am phänotypisch ablesbar, sondern bedarf des kulturell vermittelten Wissens und Bewertens, eine wesentliche Leistung von Familie, Gesellschaft, Schule und Hochschule. (Eintrag von GB)

картинка 188Atroxologie

B

Babyklappe

Am Torno des einstigen Hamburger Waisenhauses fand sich folgende Inschrift aus dem Jahr 1709:

„Auf dass der Kindesmord nicht künftig werd verübet,

Der von tyrannischer Hand der Mutter oft geschicht,

Die gleichsam Molochs{23} Wut ihr Kindlein übergibet,

Ist dieser Torno hier auf ewig{24} aufgericht.“ (Aus: Kindheit im Gedicht, S. 318. Fund GK)

Nach dem Vorbild italienischer Findelhäuser wies das Hamburger Waisenhaus eine Drehlade (ital. Torno) auf. Wegen zu starker Nutzung wurde das Hamburger Torno allerdings bereits im Jahr 1714 wieder abgeschafft.

Schauen wir uns genauer um, so finden wir überall „Klappen“, hinter denen die neu Geborenen verschwinden. Kaum hat man (Frau!) sie nach monatelanger Mühsal unter unsäglichen Schmerzen ( картинка 189Gebärterror) zur Welt gebracht, will man die Kleinen auch schon wieder loswerden. Sie werden im Kindergarten abgestellt wie картинка 190Pfrangsche Blumen in die Vase. Zwischendurch verschwinden sie in Lernanstalten und besseren Arbeitslagern. Gibt es dort keinen Platz mehr, bestraft man die Menschen für ihr ungefragtes Gezeugtwordensein mit Zwangsarbeit zu Niedriglöhnen. Für das letzte Lebenszehntel bis -viertel ist häufig eine spezielle „Altenklappe“ vorgesehen: unsere картинка 191Gerontoloager!

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