Karim Akerma - Antinatalismus

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Das vorliegende Antinatalismus-Handbuch dokumentiert und erörtert die Einsicht in das Nichtseinmüssen von Menschen als einen Gewinn von Freiheit gegen biosozionome Vorgaben. Und es verfolgt die ethische Absicht, fortzeugungswillige Leser davon zu überzeugen, dass es besser ist, nicht so zu handeln, dass neue Menschen zu existieren beginnen. Fortzeugungskritische Leser will es in ihrer antinatalistischen Haltung bestärken. Zu diesem Zweck bietet das Handbuch eine Vielzahl von Argumenten, Neologismen und Stellungnahmen zur Natalität aus Jahrtausenden auf. Auch wenn diese Stellungnahmen häufig gleichsam nur im Vorhof des Antinatalismus stehen, belegen sie doch, dass das Kulturwesen Mensch immer schon eine kritische Haltung gegen das biosoziale Radikal der Fortpflanzung einzunehmen wusste. Der von uns vertretene Antinatalismus ist universal, indem er alle leidfähigen Wesen berücksichtigt: Es ist zumeist besser so zu handeln , dass kein weiteres leidfähiges Tier zu existieren beginnt. Hier berührt sich der humanistische Antinatalismus mit dem ethischen Vegetarismus.

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Die Verklappung von Jung und Alt demonstriert, wie häufig der Mensch dem Menschen unerwünscht oder er mit Seinesgleichen überfordert ist und dass die Menschheit schwer an ihren Alt- und Junglasten trägt – ohne dass man die Perpetuierung dieser Entwürdigungen hinterfragte.

Beauvoir, Simone de (1908–1986)

„Von Kindern fühlte ich mich nie angezogen… Babies machten mir Angst. Der Anblick eines Babies, das das Leben aus den Brüsten seiner Mutter saugt oder der Anblick einer Windeln wechselnden Frau erfüllten mich mit Abscheu. Ich hatte keine Lust, von einem solchen Wesen entwässert und trockengelegt zu werden und sein Sklave zu sein. Nein, was ich Sartre sagte, war, dass ich mich nicht fortzupflanzen wünschte und dass ich ja ihn hätte und deswegen keines Ersatzes bedurfte.“{25}

Bedürftigkeit

Wer bewusst so handelt, dass ein Mensch zu existieren beginnt, führt mutwillig Bedürftigkeit herbei. Der Bedürftigkeit korrespondiert auf elterlicher Seite das Gefühl der Nützlichkeit. Zeugen – sich nützlich machen und die eigene Existenz rechtfertigen, die doch gar keiner Rechtfertigung bedarf.

Bei-Gott-Bleiben, antinatalistisches

Zum Bei-Gott-Bleiben als antinatalistische Form regt Gottfried Benn mit folgender rätselhaften Sentenz an: „Gerade dem Gläubigen möchte ich zurufen, Kinder haben es doch viel besser, wenn sie nicht geboren werden, sie bleiben dann unmittelbar bei Gott.“ (Benn, Sämtliche Werke, VII, 2, S. 241)

Wir können diesen Satz unter Rekurs auf Origines deuten: Der Fall vernunftbegabter geistiger Entitäten mit lichtgestaltigem Leib aus einem Zustand der Nähe und Anschauung Gottes, ihr Erkalten und ihre Verdichtung zu einer sich inkarnierenden Seele{26}, die im Laufe ihres Erdendaseins erneut zu Gott aufstreben muss, sind ein Irrweg, der besser unterblieben wäre.

Beihilfe zum Freitod, thanatalistische

Kein Bürger begann selbstgewählt zu existieren. In dem Maße, in dem sich der Staat als Verein freier Bürger begreift und nicht als Daseinsdiktatur, obliegt es ihm daher, mündigen Bürgern auf Antrag Beihilfe zum friedlichen Freitod zu leisten.

картинка 192Axiopathologische Suizidabwehr картинка 193Montesquieu

Beipackzettel zu möglichen Nebenwirkungen der bitteren Pille „Leben“

Wer jemandem das Leben verabreicht, sollte zuvor diesen Beipackzettel zu möglichen Nebenwirkungen gründlich gelesen haben:

„Denn schon in seinen Anfängen bezeugt das irdische Leben, wenn es mit seinen unzähligen schweren Übeln überhaupt noch den Namen Leben verdient, daß das gesamte Geschlecht der Sterblichen verdammt worden ist. Darauf weist hin eine geradezu schauerliche Unwissenheit, die Mutter all des Irrtums, der sämtliche Adamskinder umfängt wie ein düsterer Schlund, so daß sich der Mensch nur mit Mühe, unter Schmerz und Angst herausarbeiten kann. Und nicht minder auch die Liebe zu so vielen nichtigen und schädlichen Dingen, und was daraus entspringt: nagende Sorge, Beunruhigung, Trauer, Furcht, unsinnige Freude, Zwist und Streit, Krieg, Nachstellung, Zorn, Feindschaft, Falschheit, Schmeichelei, Betrug, Diebstahl, Raub, Untreue, Hochmut, Ehrgeiz, Neid, Totschlag, Verwandtenmord, Grausamkeit, Wildheit, Liederlichkeit, Schwelgerei, Frechheit, Unverschämtheit, Schamlosigkeit, Hurerei, Ehebruch, Blutschande und all die vielen widernatürlichen Unzuchtssünden bei beiden Geschlechtern, die auch nur zu nennen schandbar ist, Gottesschändung, Häresie, Gotteslästerung, Meineid, Unterdrückung von Unschuldigen, Verleumdung, Hintergehung, Rechtsverdrehung, falsches Zeugnis, ungerechtes Urteil, Gewalttätigkeit, Spitzbüberei, und noch gar vieles der Art, was mir nur eben nicht einfällt, aber vom irdischen Leben der Menschen unzertrennlich ist. Mag das immerhin nur bei bösen Menschen vorkommen, es entspringt doch aus derselben Wurzel des Irrtums und verkehrter Liebe, mit der jedes Adamskind geboren wird. Wem wäre es auch unbekannt, mit welch großem Mangel an Wahrheitskenntnis, der ja gerade bei den kleinen Kindern klar ersichtlich ist, und mit welch großem Überschuß an nichtigem Begehren, der sich dann im Knabenalter zu zeigen beginnt, der Mensch in das Leben eintritt, so daß er, wollte man ihn nach seinem Belieben leben und tun lassen, was er möchte, mehr oder weniger auf all die erwähnten und nicht erwähnten Schandtaten und Niederträchtigkeiten verfiele.“{27}

Für weitere Risiken oder Nebenwirkungen fragen Sie bitte die nächste philosophische Praxis.

Bekenntnis: Natal-ethisches Bekenntnis künftiger Eltern

Wir wollen nur Gutes für uns und unser Kind, und gut ist es, zu leben und möglichst vieler Freuden teilhaftig zu werden, weshalb wir das Kind zeugen. Schlecht wäre es, nicht zu leben. Gleichwohl sind wir uns dessen bewusst und nehmen in Kauf, dass unser Kind:

1. auch mit allen für unsere Gattung typischen negativen Anlagen, Fähigkeiten und Bedürfnissen ausgestattet sein wird, einschließlich derer zum Schädigen, Töten (etwa im Krieg), oder Morden; zu Habgier und Neid ( картинка 194Existenzneid);

2. geboren und Teil der Menschheit wird, obwohl die Vergangenheit zeigt, dass die Anthropogenese als humane Selbstgestaltung der Gattung gescheitert ist;

3. einem überwiegend unbeherrschbaren bionomen, sozionomen und wirtschaftlichen-politischen Schicksal sowie Naturereignissen ausgeliefert wird, wozu alle Leiden und das jederzeit mögliche Sterben auf vielfache Weise{28} gehören;

3.1. nach jahrelangem Ausbildungsdrill zu einer etwa 40-jährigen, fast täglichen Arbeitsfron zum Lebensunterhalt gezwungen wird, bei ungewisser Sicherheit hoher Lebensqualität;

3.2. nicht nur in periodisch wiederkehrenden Krisenzeiten, sondern allzeit der Möglichkeit beraubt werden kann, sich den Unterhalt zu dem Leben, das wir ihm schenkten, verdienen zu können: „arbeitslos“ werden zu können;

3.3. bei wünschenswert hoher Lebensqualität notwendigerweise anderen Menschen lebenswichtige knappe Ressourcen entzieht und durch sein bloßes Dasein, Angepasstsein und Mitmachen mit der Mehrheit die Qualität unverzichtbarer Ressourcen wie Luft und Wasser verschlechtert;

3.4. keine Instanz haben wird, vor der sein Anspruch auf hohe Lebensqualität (bei guter Gesundheit!) und Entschädigung für seine Leiden einzuklagen wären ( картинка 195Indirekte Antinatalismen – Anspruchsantinatalismus картинка 196Gesundheit);

4. der Miterzeuger weiterer Generationen von ebenso leidempfindlichen und leidzufügenden Menschen werden kann ( картинка 197Konkatenation);

5. zu seinen Lebzeiten und vielleicht schon als Kind (!) das Sterben seiner Großeltern und Eltern sowie zahlreicher anderer Verwandter und Freunde oder von Haustieren mitbekommt und verarbeiten muss ( картинка 198Nächstentoderfahrungen);

6. bei Nichtannahme des von uns wohlmeinend „geschenkten“ Lebens keine probate Möglichkeit haben wird, uns das Leben „zurückzugeben“, sondern dass es dieses Leben brutal und mit ungewissem Ausgang „sich selbst nehmen“ müsste;

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