Christoph Obermaier - Zyklische Veränderungen der modernen Zivilisation und Wirtschaft

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Zyklische Veränderungen der modernen Zivilisation und Wirtschaft: краткое содержание, описание и аннотация

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Ab 2015 (1915, 1815…) erlebt die moderne Zivilisation jeweils eine Orientierungskrise: eine Zeit höchster geistiger und kultureller Produktivität, aber menschlich, gesellschaftlich und politisch belastend, mit einem stereotypen, strukturierten Verlauf von begrenzter Dauer. Diese Phase ist Teil eines zyklischen Wandels der modernen Zivilisation, in den auch die Wirtschaft eingebunden ist. Damit finden die großen Wirtschaftszyklen (Kondratieff-Zyklen) erstmals eine schlüssige Erklärung. Der Essay enthält umfassende prognostische Aussagen und Zeittafeln zu den bevorstehenden dramatischen Wendungen unseres Zeitalters.

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In seinem späteren Werk standen also „endo-ökonomische“ Ursachen im Fokus: Investitionszyklen (durch Konkurrenz angetrieben), die zur ansteigenden Welle, dann zum Überangebot, dann zu Syndromen eines problematischen Wirtschaftszustandes führen, bevor eine Rückbildung einsetzt, woran sich der nächste Zyklus anschließt. [16]

Messung – und Erklärung

Wenig später, in den 1930ern, befasste sich Joseph A. Schumpeter mit den großen „business cycles“ [17]. Aus der österreichischen Grenznutzenschule hervorgegangen, später in Bonn, war er damals bereits in Harvard und galt als einer der international führenden Ökonomen [18]. In Anknüpfung an Kondratieff entwickelte er die vorherrschende Erklärung dieser Zyklen: nämlich durch industrielle Basisinnovationen (Schlüsselinnovationen) – auf die nun der Investitionszyklus bezogen wurde.

Auf Schumpeter geht der Vorschlag zurück, diese Zyklen nach Kondratieff als ihrem ersten Beobachter zu benennen, der damals, wie viele andere sowjetische Wirtschaftsforscher, dem großen Terror der Dreißigerjahre zum Opfer gefallen war.

Vertiefung: Schlüsselinnovationen und Investitionen in sie

Schumpeters Deutung hat den Vorzug, eine stärkere Erklärung anzubieten: Basierend auf technologischen Revolutionen, die die gesamte Wirtschaft beflügeln, wird ein darauf bezogenes zyklisches Geschehen ausgelöst: von zunächst besonders glücklichen Investitionen – später, wenn die Märkte mehr und mehr mit den neuen Produkten gesättigt sind – zu immer weniger rentablen Investitionen in diese Produkte .

Eine Beobachtung war für ihn augenfällig und leitete seine Theoriebildung:

Die Wirtschaftsentwicklung der modernen Welt ist höchst „innovationsgetrieben“: Nur so entstand die industrielle Produktion. Dabei gab es je Zyklus einige wenige prägende technisch-wissenschaftliche Innovationen (heute als general purpose technologies bezeichnet), die je neue Industrien begründeten: ab 1780 die Dampfmaschine, Textil- und Bekleidungsindustrie; um 1850 einsetzend, die Eisenbahn, Stahl, Transport; um 1900 die Elektrizität, Chemie, die aufsteigende Automobilindustrie und Petrochemie usw.

Durch Investitionen in diese basalen neuartigen Produkte wurde der Aufschwung befeuert, der wiederum vielfältige weitere, die Wirtschaft belebende Innovationen, Bedürfnisse, Käufe nach sich zog.

Der Übergang vom „Kondratieff-Sommer“ zum „Kondratieff-Herbst“, also der fallenden Periode des jeweiligen Zyklus, wird durch allmählich abnehmende Erträge von (zu) spät getätigten Investitionen erklärt; dazu kämen verschärfende Faktoren wie etwa Kreditausfälle.

Vertiefung: Zwei Theorien

Die sog. Theorie der langen Wellen erweist sich somit, bei näherer Beschäftigung mit ihr, als Verbindung von (mindestens) zwei sehr unterschiedlichen Theorien:

Die eine (auf Kondratieff zurückgehend) gilt der ökonometrischen, aber auch geschichtsanalytischen Feststellung langer Zyklen.

Die andere Theorie versucht, diese Zyklen zu erklären: u.a. (in der Deutung von Schumpeter) als Folge von technischen Innovationen. Und in gewisser Weise ist diese erklärende Theorie ihrerseits ein hybrides Gebilde aus unterschiedlichen Theorieelementen.

1.2. Probate und problematische Elemente

Die bisherige Theorie als Zeugnis eines fachlichen Ringens um Erklärung

Beide Theorie-Elemente erfuhren schon frühzeitig Kritik: Man bemängelte zeitnah die von Kondratieff angewendeten zu einfachen stochastischen Methoden [19]. – Und man monierte Defizite von Schumpeters Erklärungen. [20] Gleichwohl enthalten diese aber auch stringente, sinnvolle Elemente.

1. Faktische Basis

Trotz aller Einwände gibt es gewisse faktische Anhaltspunkte, die eine weitere Beschäftigung mit den Zyklen motivieren können:

Unbestreitbar erlebte man ab der Mitte des 19. Jahrhunderts wie ab der Mitte des 20. Jahrhunderts ausgeprägte, langanhaltende Zeiten der Prosperität.

Ebenso können uns die bekannten Krisenzeiten (1873ff, 1929ff, 1973ff) als Eckpunkte dienen, nach denen die sonst übliche rasche Erholung ausblieb. [21]

Dies sind starke Indizien dafür, dass an den Zyklen „etwas dran“ sein muss – auch wenn Kondratieff und Schumpeter selbst den Erklärungsbedarf nicht befriedigen können.

2. Mächtige Ursachen der Entwicklung

Nächstes Theorieelement: Schumpeter bringt diese Zyklen nun mit dem wissenschaftlich-technischen Fortschritt in Verbindung: Grundlegenden, revolutionären Innovationen wird eine Schlüsselrolle zuerkannt. – Und in der Tat: Wer könnte daran zweifeln, wie bedeutsam die Dampfkraft, der Eisenbahnbau usw. waren? Es handelt sich um die großen Triebkräfte, ja überhaupt die Voraussetzungen für die Industriegesellschaft. –

3. Beobachtete Schlüsselrolle in den Aufschwung- und Boomzeiten

So lässt sich sicherlich sagen: In den jeweiligen Zeiten der Prosperität und Beflügelung spielte die Diffusion bestimmter Technologien und ihrer Produkte eine Schlüsselrolle – man denke eben an den Eisenbahnbau in der Mitte des 19. Jahrhunderts. Dies deckt sich mit neuesten Forschungen dazu. [22] Man denke später an die Elektrizität, an den Siegeszug der modernen Chemie.

4. Erklärungslücke: Warum Zyklen?

Doch über die zweifellos probaten (jedenfalls dem Autor probat erscheinenden) Elemente der Theorie hinaus gibt es auch klärungsbedürftige Aspekte: Warum sollten technisch-wissenschaftliche Innovationen ein zyklisches Wirtschaftsgeschehen auslösen? Nochmals:

Man stellt – mit Recht – fest, dass es Zyklen gibt.

Man betont – wieder mit Recht – die Schlüsselrolle der Innovationen für die allgemeine Entwicklung.

Und man beobachtet – wieder mit guter Evidenz –, dass diese Innovationen (bzw. deren Diffusion) innerhalb der Zyklen eine wichtige Rolle spielen: Die Zeiten des Aufschwungs und des Booms sind ganz wesentlich auf sie bezogen.

Aber dann ist, nicht minder nüchtern, festzuhalten: Es gibt keinen intrinsischen – also in diesen Innovationen selbst angelegten – Grund dafür, warum ein zyklisches Geschehen daraus hervorgehen sollte. Dieser Kritikpunkt wurde schon sehr früh – bereits im Folgejahr von Schumpeters Veröffentlichung (von 1939) von Kuznets vorgebracht. [23] Und man könnte hinzusetzen: Selbst wenn dabei zyklische Momente im Spiel wären – dann fehlen gleichwohl die Gründe, warum es zu Zyklen von dieser temporalen Struktur kommen sollte.

Zu bedenken wäre sogar, ob sich das Argument nicht sogar ins Gegenteil wenden ließe: Hatte der technologische Fortschritt nicht womöglich eine verstetigende Wirkung, über alle Zyklen hinweg? [24]

5. Fortsetzung: Investition als Investitionszyklen?

Die „klassische“ (Schumpetersche) Theorie der Zyklen bringt einen weiteren Faktor ins Spiel, nämlich die Notwendigkeit zu investieren, damit diese Innovationen industriell realisiert werden können; damit sie also von rein wissenschaftlichen Innovationen zu wirtschaftlich verwirklichten Innovationen werden. (Der moderne Innovationsbegriff hat ja immer diese Doppeldeutigkeit bzw. doppelte Bedeutung.) Und nun ist wiederum klar:

Innovationen lösen Investitionen aus.

Investitionen können bekanntlich zur optimalen Zeit getätigt werden und höchste Gewinne lukrieren („Pioniergewinne“); können aber auch zu spät kommen; und sie können womöglich zu Blasen führen – wenn weiterhin Gelder in bereits übersättigte Märkte gepumpt werden. So gehören Fehlinvestitionen zur wirtschaftlichen Realität. Kredite können ausfallen.

Indes erneut: Warum ein derart zyklisches Geschehen? Warum in so großen Zeiträumen? Und warum nicht Zyklen von sehr unterschiedlicher Dauer, einmal kürzer, dann länger? Warum sollte, wie man gesagt hat, auf jede Kontraktion wieder notwendig eine Expansion folgen – und umgekehrt? [25]

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