Martin Pfaff - Grenzgänger

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Professor Dr. Martin Pfaff beschreibt in seinem Buch seine einzigartige Reise: Ein Weg, der eine lange Suche wurde, mit dem Ziel, den Sinn des Lebens zu erkunden. Auf allen Ebenen hat der Autor Grenzen überwunden: spirituelle, kulturelle, politische Grenzen ebenso wie Mauern im Inneren.
Das Buch beginnt mit der Jugend eines Mannes, dessen Kindheit vom Katholizismus geprägt ist, der nach Indien gelangt und dort die großen Religionen des Landes entdeckt. Professor Dr. Martin Pfaff berichtet dem Leser über seinen äußeren und inneren Weg. Darüber, wie er sich immer wieder selbst neu erfinden muss, um die Welt um sich herum mit zu gestalten. Er ist dabei der ehrenamtliche Mitbegründer von Blindenschulen in Indien, wird Student an einer US-amerikanischen Eliteuniversität und schafft eine außerordentliche wissenschaftliche Karriere in den USA und Deutschland. Durch sein politisches Engagement wird er schließlich Mitglied des Deutschen Bundestages in mehreren Legislaturperioden.

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Meine Mitschüler glaubten, dass ich wohl Jura studieren würde, da ich „so gut reden kann“. Mir aber schien das Fach Recht zu länderspezifisch und nicht international genug orientiert zu sein. Ich wollte an der Hochschule für Welthandel – inzwischen Wirtschaftsuniversität – in Wien mein Studium beginnen. Wie der folgende Bericht zeigt, sollte es anders kommen.

Im Prozess des Aufwachsens in Österreich war ich vom Reagierenden zum Suchenden geworden. Ich wusste aber weder, was ich suchen wollte, noch welche Ziele und Wege ich mit dieser Suche verband. Ich fasste einen Plan, um mir Schritt für Schritt mehr Gewissheit zu schaffen. All die Aktivitäten und Abenteuer, die Wege über vielgestaltige Grenzen, waren Schritte auf dem Weg zu mir selbst. Und alle Prüfungen, denen ich mich unterzog, sollten dazu dienen, meine eigene Identität zu suchen und mein Innerstes in der als problematisch empfundenen Welt zu finden.

Die innere Unsicherheit über Lebensziel und Lebensweg kleidete ich – als Achtzehnjähriger – in einige Zeilen freier Verse. Die Bezeichnung „Gedicht“ wäre wohl zu hoch gegriffen. Es ist jedenfalls, der römischen Auffassung folgend, ein Anruf zu meinem Schutzgeist (Genius). Die humanistische Ausbildung hatte offensichtlich ihre Spuren hinterlassen.

Wer lieber in Begriffen des jüdisch-christlichen anstatt des griechisch-römischen Strangs unserer westlichen Kultur denkt, kann anstelle des persönlichen Schutzgeistes den Begriff „Schutzengel“ setzen. Und wer mit beiden Probleme hat, kann die Dialoge als ein Zwiegespräch mit mir selbst interpretieren. Im Endeffekt ist es eine kritische Bestandsaufnahme, wie ich sie im Lauf meines Lebensweges öfters vorgenommen habe: Stimmt die Richtung? Wie weit bin ich gekommen? Wie und wo soll es weitergehen?

Die anvisierten Alternativen spiegeln meine bisherigen Lebenserfahrungen wider, mein Interesse an künstlerischer Tätigkeit und meine Träume über einen persönlichen Beitrag zur Vermeidung künftiger Kriege und zur Völkerversöhnung, wohl erreichbar durch politisches Engagement. Oder ein Leben der Entsagung weltlicher Genüsse, auch der irdischen Liebe, und der Hingabe an ein Leben für die Schwächsten der Gesellschaft.

Fragen ohne Antwort …

1 Der Durst des Genius brennt in meinen Adern heiß; wann, ach wann, wird der Glutstrom seinen Weg und mir Erfüllung finden?

2 Ein Leben künstlerischen Schaffens – kann das Werk des Staubes spiegeln der Gedanken Flug und die Schönheit der Natur?

3 Zeigt der Stab des Schicksals zur schweren Bürde hoher Sendung, der Völkerversöhnung und des Friedens dornenreicher Lebenspfad?

4 Oder liegt des Traumes Schlüssel im Blumenbeete der Entsagung, des Opfers und des Mitleids wundenlindernder Mission?

5 Auf der Suche nach der Antwort, am Scheideweg der Pilgerfahrt, winkt das Kartenhaus des rationellen Westens. Und auch das mystische Dunkel unter’m Banianbaum.

6 Die Asphaltstraße konventionellen Denkens, führt sie wirklich schneller, als der Millennien überwucherte Pfad zum heißersehnten Ziele hin?

7 Oder ist sie nur ein Teil des hypnotischen Kreises, der in sich selbst zurück mich führt, und der Pfad, ist er der Weg ins düstre Dunkel ohne Wiederkehr?

8 Das Echo dieser Fragen, schallt hohl von beiden mir zurück. Mein Genius, ich beschwöre dich, gib mir Antwort, Frucht und Licht!

Manches Mal, wenn ich im Halbschlaf vor mich hindämmerte, oder oben auf dem Felsen im schönen Helenental vor mich hinträumte, führte ich ein Zwiegespräch mit meinem Schutzgeist:

So sag mir doch gleich, mein Genius, welchen dieser Wege ich gehen soll – du würdest mir sehr viel Zeit, Unsicherheit und Mühe ersparen!“

Aber nein! Ich will dir doch nicht Zeit und Mühe ersparen! Denn dann wäre die Spannung, die Anstrengung der Suche, weg! Dein Leben wäre viel eintöniger. Bedenke: Der Weg ist das Ziel! Also: Du musst deinem Leben schon selber Sinn geben, denn darin besteht deine Freiheit! Und diese Entscheidung kann dir niemand abnehmen, auch ich nicht!“

Wenn du mir schon den genauen Weg nicht verrätst, den ich gehen soll: Sag mir wenigstens, ob ich ein ruhmreiches Leben oder aber ein glückliches Leben anstreben soll!“

Aber, aber … Die Antwort hast du dir doch schon vor einigen Jahren selbst gegeben! Als du vom Idealbild des Achilles und des Alexander Abschied nahmst! Weil man vom Ruhm nichts hat, wenn man schon in jungen Jahren tot ist! Denn du musst wissen: Wenn du dein persönliches Glück suchst, musst du einen Preis dafür zahlen! Wenn du dagegen den Erfolg mit allen Fasern deines Herzens begehrst, musst du bereit sein, auf vieles zu verzichten, was Menschen glücklich macht!“

Aber Genius, geht nicht beides?“

In deinem Leben jedenfalls wohl kaum! Nachdem du schon in jungen Jahren so viel Ungemach und Unglück erleben musstest, kommst du jetzt gar nicht umhin, nach dem Glück zu suchen!“

Mein Schutzgeist schickte sich an, mich zu verlassen.

Genius, sehe ich dich wieder?“

O ja! Denn du sollst verstehen: Wer seinen Schutzgeist einmal anruft, muss damit rechnen, dass dieser in Zukunft von selbst wieder kommt. Auch wenn er nicht gerufen wird. Und unbequeme Fragen stellen wird, über die Richtung, die dein Leben genommen hat!“

Aber beantwortest du dann meine Fragen etwas klarer, als du es gerade getan hast?“

Vielleicht … vielleicht! Aber besser noch: Ich werde dich anregen, selber Fragen zu stellen! Denn eine gut gestellte Frage enthält schon den Keim einer Antwort!“

Genius, das klingt aber sehr mysteriös!“

O ja! Du sollst jetzt schon erkennen, dass das Leben oft ein Rätsel ist, das sich erst im Lauf der Dinge entschlüsseln lässt … du wirst schon sehen!“

So ganz konnte ich diese Antwort nicht akzeptieren. Lag es daran, dass ich mir mit meinen achtzehn Jahren gar nicht vorstellen konnte, was denn genau das persönliche Glück beinhalten sollte? Oder wie ich es durch eigenes Handeln erreichen konnte?

Die Antwort auf diese Fragen sollte mir das Leben selbst geben – und dies oft erst nach Jahren der Suche …

4. Auf dem Landweg nach Indien:

Auf den Spuren alter Kulturen

(1957 bis 1958)

4.1. Von Baden bei Wien nach Teheran:

Vorwärts in die Vergangenheit!

Am Samstag, dem 28. September 1957, nach einem langen Abschied von meinen Eltern, war es so weit: Begleitet von den Tränen meiner Mutter und dem sorgenvollen Gesicht meines Vaters brachen wir um 15 Uhr 30 auf – in Richtung Graz. Als wir vom Helenental kommend am Badener Strandbad vorbeifuhren, erblickte ich eine ehemalige Tanzpartnerin, die mir immer noch nicht gleichgültig war. Sie ging mit ihrer Freundin spazieren.

„Entschuldige, Father! Ich will mich kurz von jemandem verabschieden!“ Und so geschah es: „Ich bin auf der Fahrt nach Indien. Ich wollte nur Lebewohl sagen!“ Ihre Augen weiteten sich, und in meinem Kopf kreisten viele Gedanken: Tat es ihr leid, dass wir uns niemals näher gekommen waren? Verstand sie meine Indienreise als eine Flucht aus einer für beide Seiten unbefriedigenden Beziehung? Gehemmt wie wir beide waren sagte sie kein Wort, außer einem kurzen Abschiedswunsch. Ich tat das gleiche. Damit war auch dieses rissige Band gekappt. Wir fuhren weiter.

In Graz begann ein Muster, das sich auf den folgenden Etappen unserer Reise wiederholen sollte: Father Abrahams Wunsch war es in der Regel, die örtlichen Würdenträger – in Graz den Bischof – zu besuchen, um Unterstützung für das anvisierte Projekt der Gründung einer Blindenschule zu bekommen.

Ich empfand den Aufbruch zur Reise auch als Aufbruch in meine Zukunft: als Erwachsener, als selbstbestimmter Mensch, als Mann. Ich war in Hochstimmung und bereit, die Welt zu erobern.

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