Bernd Franzinger - NO auf Bildungsreise

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NO wird vom Planeten Nostalgia auf die Erde geschickt, um das deutsche Schulsystem zu inspizieren. Dabei trifft er auf Gero, einen Bildungsbürokraten und Gesamtschul-Ideologen. In sokratischer Manier fragt ihm der kleine Außerirdische Löcher in den Bauch. Dadurch prüft er Geros Ideologie auf Herz und Nieren – und entzaubert sie.
"Auf den ersten Blick könnte 'NO auf Bildungsreise' als eine kuriose Mischung aus Fantasy, Comedy und Science-Fiction missverstanden werden. Doch die taktisch geschickte Verschleierung verbirgt letztlich eine humoristische Darstellung des deutschen Schulsystems … NO soll die Eignung und Übertragung des Bildungssystems auf seinen Planeten überprüfen, Gero verteidigt das System. Mit zunehmendem Gedankenaustausch wird ersichtlich, dass NO hinter der Fassade eines geordneten Systems Chaos sieht. Im Dialog entsteht eine messerscharfe, pointierte Analyse, Gedanken an bildungspolitische Nivellierung werden ebenso laut wie Wortspiele: Ist diese Gemeinschaftsschule eine gemeine Schule? Vielleicht weil sie falsche Erwartungen weckt? NO mutmaßt, dass Schüler als Versuchskaninchen missbraucht werden. Werden Ideologen zu Gleichheitsaposteln? … Das Buch (ist) ein wichtiger Beitrag zum Hinterfragen des Bildungssystems: Es enthält von der strukturierten Darstellung des dreigliedrigen Schulsystems bis hin zu Problemen der Pisa-Studien und des Schülertransports nahezu alle Fragen, die uns aktuell bewegen. Hauptpunkt ist die Gefahr einer pädagogischen Nivellierung." (Reiner Henn in DIE RHEINPFALZ vom 17.8.2013)

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Gero atmet hörbar aus. »Und wenn wir uns mal gegenseitig vermöbelt haben, kam nicht gleich ein hysterisches Elternteil mit Anwalt angerannt und hat den Sieger verklagt. Das haben wir alles unter uns geregelt.«

Er taucht völlig ab in die ferne Zeit seiner unbeschwerten Kindertage.

»Wir hatten weder einen Computer, noch eine Playstation. Und das Fernsehprogramm begann erst um 18 Uhr.« Er winkt ab. »Wir durften eh nur von unseren Eltern ausgewählte Sendungen anschauen – bei denen sie auch noch dabeisaßen.«

Gero grinst breit und lässt seinen verklärten Blick über die unzähligen Lichtpunkte der Stadt hinwegschweifen. »Wenn sich mal zwei Schauspieler geküsst haben, hat meine Mutter das Fernsehgerät ausgeschaltet.« Wieder legt er eine Pause ein.

»Ihr hattet also viel freie Zeit«, sagt NO.

»Ja, das kann man wohl sagen. Und vor allem verfügten wir über reichlich selbstbestimmte Zeit.« Gero kneift seine schmalen Lippen so fest zusammen, dass sie nicht mehr zu sehen sind und wiegt den Kopf sanft hin und her.

»Was wir damals so alles getrieben haben«, fährt er fort: »Ohne Seilsicherung sind wir von Baum zu Baum geklettert. Bei Wind und Wetter haben wir im Freien Fußball gespielt und uns dabei wie Schweine im Schlamm gewälzt. Wir haben Bäume gefällt, aus den Stämmen Flöße gebaut und Seeräuberschlachten gegen die Jungs aus dem Nachbardorf veranstaltet.«

»Und da haben alle mitgemacht?«, will NO wissen.

»Nee, nee. Damals herrschten klare Verhältnisse mit strengen Hierarchien, die aber jeder von uns akzeptiert hat. Zum Beispiel wurden die Kinder bei der Aufstellung von Fußballmannschaften knallhart nach Leistung aufgeteilt: Wer gut war, durfte mitspielen, und wer nicht gut war, musste eben mit der Enttäuschung klarkommen. Das war …«

»Ihr habt also selektiert«, wirft NO ein.

»Wie? Quatsch!«, zischt Gero. »Das ist doch etwas ganz anderes als die Selektion im Schulsystem.«

»Was hat derjenige, der nicht mitspielen durfte, denn gemacht?«

»Na ja, der hat sich eben mit seinem Schicksal abgefunden oder so lange hart trainiert, bis er besser wurde.« Gero lässt ein schmatzendes Geräusch verlauten.

»Ich war damals auch nicht gerade ein begnadeter Fußballer, musst du wissen«, verkündet er. »Weil ich als Feldspieler nicht so gut war, haben sie mich eine Zeit lang immer nur ins Tor gestellt, besser gesagt im Tor abgestellt. Aber dann habe ich mit meinem Bruder und meinem Vater trainiert bis zum Umfallen. Und irgendwann war ich dann ein guter Torwart, den man unbedingt in seiner Mannschaft haben wollte.«

»Qualität kommt eben von quälen«, murmelt NO.

2. Kapitel

Gero stemmt die Arme in die Lenden, drückt die Hüfte nach vorne und stöhnt: »Ah, mein Rücken ist schon ganz steif von dieser langen Herumsitzerei.«

»Möchtest du dir ein wenig die Beine vertreten?«, fragt NO seinen von chronischen Ischiasbeschwerden geplagten Gesprächspartner.

»Ja, das wäre toll.«

»Na, dann steh doch einfach auf und recke deine müden Glieder.«

Gero verzieht skeptisch das Gesicht. »Geht das denn?«

»Klar, wenn ich will, geht alles. Ich könnte ja durchaus mal ein bisschen nett zu dir sein, schließlich habe ich dir bereits einige Knüppel zwischen die Beine geworfen – im übertragenen Sinne, versteht sich.«

»Danke.«

»Keine Ursache. Weißt du, Gero, ich bin zwar ein Nicht-Mensch, aber kein Un-Mensch.« NO kichert wie ein pubertierendes Schulmädchen. »Also, erhebe dich von deinen vier Buchstaben und tue, was du nicht lassen kannst. Apropos lassen: Könntest du bitte mal einen fahren lassen?«

Gero unterbricht abrupt seine Dehnübungen. »Was soll ich?«, fragt er geschockt.

»Du sollst jetzt bitte furzen, pupsen, pupen oder wie immer du den geräuschvollen Abgang deiner Darmgase auch nennen magst.«

»Wie?«

»Na, wie das geht, solltest du schon selbst wissen.«

»Was?«

»Du hast mich schon richtig verstanden. Ich würde dieses Geräusch so gerne einmal hören. Ich kann ja leider nicht furzen. Nach dem, was ich gelesen habe, seid ihr Menschen zu allen möglichen akustischen Variationen fähig.«

Gero weiß nicht, was er zu dieser ungewöhnlichen Bitte sagen soll. Nervös verlagert er sein Körpergewicht abwechselnd von einem Fuß auf den anderen. Ihm wird immer unbehaglicher zumute.

»Na, was ist mit furzen?«, drängt NO.

»Benutze doch nicht andauernd dieses ordinäre Wort.«

»Furzen ist ordinär.«

»Ja, schon. Aber man muss doch wirklich nicht so ungeschminkt die Dinge beim Namen nennen.«

»Man soll also nicht die ungeschminkte Wahrheit sagen?«

Gero stimmt mit einer Kopfbewegung zu.

»Interessant«, kommentiert NO. »Okay, von mir aus: Kannst du nicht pupsen oder willst du nicht?«

»Das geht nicht auf Kommando«, schnaubt Gero ungehalten zurück. »Dazu müsste ich rohe Zwiebeln oder Bohnensuppe essen.«

»Jedes Böhnchen macht ein Tönchen, gell? Aber das haben wir gleich«, sagt NO und zaubert ein Schälchen mit feingehackten Zwiebeln und einen randvoll mit dampfender Bohnensuppe gefüllten Teller auf die Bank. »Bitte schön.«

Gero traut seinen Augen nicht. »Wie hast du denn das gemacht?«

»Soviel ich weiß, hast du als Jugendlicher keine Folge der Serie ›Raumschiff Orion‹ verpasst.«

»Stimmt.«

»Da nannte man diesen energetischen Transformationsprozess ›beamen‹. Also lassen wir es einfach bei diesem Begriff.«

Gero rümpft die Nase. »Aber ich möchte jetzt nichts essen«, weigert er sich.

NO breitet enttäuscht die Ärmchen aus. »Gut, von mir aus. Dann gehst du eben zuerst ein bisschen spazieren. Das wird deinen Appetit sicherlich anregen. Aber wenn wir zurück sind, wird gegessen und gepupst. Ist das klar?«

Gero nickt mit verknittertem Gesicht.

»Klar wie Kloßbrühe?«

»Ja«, grummelt Gero und schlendert mit hängendem Kopf los. Er schlägt den Heimweg zu seinem Haus ein.

Ein riesiger kugelrunder Mond hat sich inzwischen über die Tannenspitzen geschoben und taucht den Wald, die Lichtung und die feuchten Wildwiesen in fahles Licht. Ein Waldkauz stößt seine tremolierenden huuuu-huhuhu-Laute aus. Gero jagen eiskalte Schauer den Rücken hinunter.

NO schwebt wie eine kleine Wolke neben ihm her. Nach hundert Metern bleibt Gero stehen und wendet sich seinem außerirdischen Begleiter zu.

»Unser Gespräch war wirklich sehr interessant, NO, aber jetzt bin ich hundemüde und möchte nach Hause in mein Bett. Es war wirklich toll, dich kennenzulernen«, flötet er. »Also, tschüss, mach’s gut.« Gero erteilt seinen Beinen den Befehl, weiterzugehen, doch sie gehorchen ihm nicht.

»Danke für die Blumen, werter Erdenbürger«, entgegnet NO, der Gero nun wie ein Mond umkreist. »Aber du brauchst dich gar nicht so widerlich bei mir einzuschleimen, denn dein Bett kannst du dir getrost abschminken. Das wirst du in dieser Nacht nämlich nicht mehr sehen, schließlich habe ich noch einiges mit dir vor.«

»Und was?«, fragt Gero, dem vor Entsetzen die Kinnlade heruntergefallen ist.

»Wart’s ab. Übrigens enttäuschst du mich gerade gewaltig.«

»Wieso denn?«

»Ich habe dir doch vorhin eröffnet, dass ich die vollständige Energiekontrolle über deinen Körper besitze. Hast du das etwa schon vergessen?«

»Nein, nein«, stammelt Gero.

»Na, dann ist ja nun hoffentlich alles geklärt zwischen uns beiden.« NO saust in einem Höllentempo noch ein paarmal um Gero herum. Dann bremst er scharf ab. »Huch, war das flott.« Er summt genießerisch. »Ich lieeebe diesen Geschwindigkeitsrausch. Du auch?«

Gero bläst die Backen auf und knattert wie ein tuckernder Rasenmähermotor.

»Quatsch. Du fährst ja auch einen dieser lahmen Koreaner – das Standardauto der Gesamtschullehrer, mit dessen Kauf ihr die Arbeitnehmer der deutschen Automobilindustrie unterstützt.«

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