Fabian Holting - Sonne am Westufer

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Marco Bessell, Anfang Vierzig, verbringt seinen ersten Winter am Schweizer Ostufer des Lago Maggiore. Als sein Nachbar mit eingeschlagenem Schädel tot unten am See gefunden wird, gerät er zusammen mit der attraktiven Noch-Ehefrau des Toten in Verdacht. Es beginnt eine Spurensuche, die viele Fragen aufwirft. Ein spannender Krimi um Liebe, gescheiterte Ehen und unerwartete Verwicklungen. Alles eingerahmt von der wunderschönen Landschaft des Tessin.

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»Sie sind also Schriftsteller?« Seine Stimme klang etwas ungläubig.

»Ich schreibe, das ist richtig, aber ich bin noch ganz am Anfang und habe erst einen Roman bei einem kleinen, unbedeutenden Verlag unterbringen können«. Bessell war anzusehen, dass ihm die Situation mit den beiden Polizisten in seiner Wohnung unangenehm war. Er fragte sich die ganze Zeit, warum sie gerade ihn aufgesucht hatten. Außerdem hatte er längst bemerkt, dass sie Informationen zu seiner Person eingeholt hatten. Wie sonst, hätte der Mann mit dem Namen Favalli ihn gleich auf seine schriftstellerischen Ambitionen ansprechen können. Zudem sprachen sie ihn gleich auf Italienisch an. Bessell bat den beiden Männern an, sich zu setzen. Es machte ihn nervös, dass sie im Raum umhergingen und alles neugierig betrachteten. Außerdem wollte er endlich wissen, was sie eigentlich von ihm wollten. Gehorsam folgten sie Bessells Angebot und nahmen auf einem Sofa gleich neben dem Kaminofen Platz. Bessell setzte sich ihnen gegenüber auf einen breiten Sessel.

Für einen kurzen Moment saßen sie sich schweigend gegenüber. Beide Kommissare hatten ihre Ellenbogen auf die Oberschenkel aufgestützt und eine nach vorn gerichtete Sitzposition eingenommen. Während Kommissar Caroni noch immer etwas verlegen wirkte und seinen Blick durchs Zimmer wandern ließ, schaute Angelo Favalli mit einem fragenden Gesichtsausdruck Bessell an. Bessell hatte sich im Sessel zurückgelehnt und wartete auf ein Ende des allgemeinen Schweigens, dessen Dauer ihm mittlerweile wie eine halbe Ewigkeit vorkam. Favalli senkte seinen Blick und betrachtete für einen kurzen Augenblick die Innenflächen seiner Hände. Dann ließ er sich auf dem Sofa zurückfallen, platzierte seinen linken Arm auf dem Polster der Rückenlehne, so dass es beinahe so aussah, als wollte er seinem Kollegen die Hand auf die Schulter legen. Und bevor er anfing zu sprechen, sah er Bessell noch einmal eindringlich und übertrieben wichtig in die Augen.

»Wie lange kennen Sie schon Frau Hengartner, Ihre Nachbarin?«

Favalli nahm Bessells verblüfften Gesichtsausdruck wahr, der sich noch immer nicht vorstellen konnte, was die beiden Polizisten überhaupt von ihm wollten. Natürlich war ihm bereits in den Sinn gekommen, dass es sich um den Toten unten am Strand um jemanden aus dem Ort handeln konnte, aber warum man gerade ihn befragen wollte, einen Zugezogenen, der obendrein erst wenige Monate hier wohnte, war ihm vollkommen schleierhaft.

»Kennen ist wohl zu viel gesagt. Wir sind uns schon hier vor dem Haus begegnet. Sie ist ja nur gelegentlich da, um nach dem Rechten zu sehen. Zumindest jetzt in den Wintermonaten.«

Bessell hatte nicht gleich an das Gespräch mit Frau Hengartner in dem Restaurant in San Nazzaro gedacht. Jetzt fiel es ihm wieder ein, doch er schwieg darüber. Favalli fuhr sich mit der Hand durch die nach hinten gekämmten Haare. Sein Kollege Caroni saß mittlerweile etwas teilnahmslos daneben und starrte Bessell an, als würde dieser nicht auf Italienisch antworten, sondern in einer ihm völligen fremden Sprache.

»Und Herrn Hengartner, wie oft sind Sie ihm schon begegnet?«

»Ihm noch seltener, schließlich wohne ich hier in Gerra noch nicht sehr lange.«

»Wann genau haben Sie die Wohnung bezogen?«

»Erst letztes Jahr im November, aber ich war im Sommer für zwei Wochen hier und dann noch einmal Ende September für wenige Tage.«

Der Tote musste irgendetwas mit seinen Nachbarn, zu tun haben. Soviel war Bessell jetzt klar geworden. Doch er traute sich nicht zu fragen, zumal er davon überzeugt war, dass die beiden Kommissare es ihm ohnehin noch anvertrauen würden. Nach einer kurzen Pause fragte ihn der schweigsame Caroni ganz direkt:

»Interessiert es Sie nicht, warum wir Ihnen diese Fragen stellen?«

Bessell hatte die Angewohnheit, bei ernsten Gesprächen immer etwas teilnahmslos und desinteressiert dreinzublicken. Ihm selbst war das nicht bewusst, doch nach einem Vorstellungsgespräch vor einigen Jahren hatte ihn ein Personalchef darauf angesprochen. Die Stelle hatte er aus diesem Grund nicht bekommen. Bessell nahm eine aufrechte Sitzhaltung ein und sah dann beide Kommissare abwechselnd mit ernster Miene an.

»Doch, doch auch ich habe schon vom Toten unten am See gehört und natürlich ist mir auch das Aufgebot an Polizeiwagen nicht entgangen. Ich bin nur etwas perplex, weshalb sie gerade mich befragen und was die ganze Sache mit meinen Nachbarn zu tun haben könnte.«

»Gut«, sagte Favalli in fast gönnerhaftem Ton, »wir wollen offen mit Ihnen reden. Der Tote unten am See ist Herr Hengartner und wir hatten in Erfahrung gebracht, dass Sie mit ...«

An dieser Stelle stockte Favalli und tat so, als würde er nach den richtigen Worten suchen. Dann nahm er den Faden wieder auf.

»... mit den Hengartners befreundet sind.«

Bessell erhob sich aus seinem Sessel.

»Von wem haben Sie das denn gehört?« Er wandte sich ab, und noch bevor Favalli antworten konnte, fragte Bessell:

»Möchten Sie etwas trinken?«

»Nein, danke«, sagten beide fast gleichzeitig. Bessell schenkte sich Mineralwasser ein und kehrte dann zu seinem Sessel zurück. Bevor er sich hinsetzte, nahm er einen großen Schluck.

»Das hat uns jemand hier aus dem Ort erzählt«, gab Favalli endlich zur Antwort. »Würden Sie dieser Aussage nicht zustimmen?«

»Nein, sicher nicht. Ich kenne sie eigentlich nur vom Sehen, und wenn das ausreicht, um befreundet zu sein, dann habe ich mittlerweile trotz meiner kurzen Zeit hier am Lago Maggiore viele Freunde.« In Favallis Gesicht zeichnete sich Verwirrung ab. Doch er schien nicht bereit zu sein, den Grund hierfür zu erläutern.

»Gut, lassen wir das«, sagte er und in seiner Stimme lag ein Hauch von Resignation. Jetzt ergriff Caroni das Wort.

»Dann würden wir von Ihnen als Nachbarn gerne hören, ob Ihnen gestern etwas aufgefallen ist. Haben Sie die Hengartners im Laufe des Tages gesehen oder gesprochen?«

»Nein, tagsüber war ich hier in der Wohnung und habe geschrieben. Erst als ich abends rausging, um noch etwas Essen zu gehen, habe ich bemerkt, dass die beiden Autos der Hengartners in der Straße standen.«

Caroni nickte zufrieden. Er saß ganz entspannt auf dem Sofa mit rundem Rücken und hielt sich mit beiden Händen an seinem rechten Knie fest, beinahe so, als würde er mit intellektueller Bewunderung einem vorgetragenen Gedicht folgen. Bessell überlegte angestrengt. Er wollte nichts Falsches sagen.

»Als ich draußen auf der Straße stand, habe ich lediglich Frau Hengartner kurz am Fenster gesehen. Sie unterhielt sich offenbar mit ihrem Mann, zumindest habe ich eine männliche Stimme gehört.« An dieser Stelle schaltete sich Favalli wieder ein.

»Stand das Fenster denn offen?«

»Nein das nicht, aber ...« Bessell veränderte seine Sitzposition. Man konnte seiner Mimik ansehen, dass er mühsam nach den richtigen Worten suchte.

»... ich hatte den Eindruck, dass ihre Unterhaltung sehr emotional geführt wurde.«

Favalli lachte kurz auf und besann sich dann wieder auf einen Gesichtsausdruck, der besser zu der Situation passte. Etwas zu ernst fügte er hinzu:

»Sie meinen, dass sie sich gestritten haben?« Bessell sah Favalli misstrauisch an.

»Für diesen kurzen Augenblick machte es zumindest den Anschein, obwohl Frau Hengartners Stimme nicht zu hören war. Ich bin dann gleich weitergegangen.«

Caroni, der sich noch immer mit beiden Händen am Knie festhielt, hakte nach.

»Haben Sie nicht daran gedacht, die Hengartners kurz zu begrüßen, schließlich waren sie doch einige Wochen nicht in ihrer Wohnung hier in Gerra.«

Bessell sah Caroni verständnislos an.

»Daran habe ich überhaupt nicht gedacht, schließlich kenne ich die Hengartners nur flüchtig, auch wenn Sie sich das nicht vorstellen können.«

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