Fabian Holting - Sonne am Westufer

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Marco Bessell, Anfang Vierzig, verbringt seinen ersten Winter am Schweizer Ostufer des Lago Maggiore. Als sein Nachbar mit eingeschlagenem Schädel tot unten am See gefunden wird, gerät er zusammen mit der attraktiven Noch-Ehefrau des Toten in Verdacht. Es beginnt eine Spurensuche, die viele Fragen aufwirft. Ein spannender Krimi um Liebe, gescheiterte Ehen und unerwartete Verwicklungen. Alles eingerahmt von der wunderschönen Landschaft des Tessin.

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Er hatte wenig Interesse daran, seine Standpunkte vor diesen Männern zu vertreten. Der Mann mit Schlips und Kragen, der draußen vor der Tür die Brissago geraucht hatte, nutzte Bessells Gedankenpause und hakte nach.

»Aber ist der Staat dann berechtigt, gegen die Steuerbetrüger mit kriminellen Mitteln vorzugehen und andere dazu anzustiften, vertrauensvolle Daten zu klauen und an den Höchstbietenden zu verkaufen?«

Bessell dachte einen Moment darüber nach, dann antwortete er:

»Zu solchen Mitteln haben Staaten immer schon gegriffen, aber keiner regt sich auf, wenn auf diese Weise Gewaltverbrecher, Vergewaltiger oder Terroristen überführt werden. Nur wenn es scheinbar unbescholtenen Bürgern an den Kragen geht, dann gibt es auf einmal Bedenken.«

Einer von den beiden älteren Männern machte eine abweisende Handbewegung. Der Jüngste am Tisch musste lachen, weil er schon ahnte, dass es bei dieser Diskussion keine Einigung gäbe. Die Bedienung kam mit Bessels Risottoreis und den Schweinerippchen und stellte beides freundlich lächelnd auf den Tisch. Sie drehte sich um und erkundigte sich bei den vier Männern, ob sie noch etwas bringen könnte. Der Mann im Anzug bestellte fünf Grappa und sah Bessell dabei wohlwollend an. Bessell hatte bereits bemerkt, dass keiner von ihnen diesen Meinungsaustausch furchtbar ernst nahm. Trotzdem wollte er noch etwas hinzufügen, um die Wogen ein wenig zu glätten.

»Aber vielleicht machen die deutschen Behörden es den Steuerflüchtlingen auch zu leicht und deshalb sollten sie sich erst einmal an die eigene Nase fassen und die Steuergesetze verschärfen.«

Bessell rückte seinen Teller zurecht und nahm das Besteck in die Hand. Während der Jüngste in der Runde wieder leise lachte, pflichteten die drei anderen Männer Bessell bei. Die Grappas wurden gebracht. Bessell legte das Besteck aus der Hand und griff nach dem kleinen Glas. Er bedankte sich, und nachdem sie sich zugeprostet hatten, kippte er die Hälfte des Tresterschnapses hinunter. Dann aß er weiter und wenig später standen die Männer auf. Sie verabschiedeten sich laut rufend vom Wirt und anschließend von Bessell. Einer der Männer klopfte ihm freundschaftlich auf die Schulter. Dann kehrte Ruhe ein und zum Schluss saß Bessell als letzter Gast allein im Restaurant. Er hatte sich noch einen doppelten Espresso und einen italienischen Weinbrand bringen lassen. Vielleicht würde er später in seiner Wohnung noch einmal an sein Notebook gehen und die eine oder andere Seite schreiben. Er hatte schon öfter nachts gearbeitet. Die Bedienung räumte der Reihe nach die Tische ab und wischte sie sauber. Der Wirt setzte sich zu Bessell. Sie sprachen über das Wetter und die Sommertouristen, deren Anzahl nach Meinung des Wirts im letzten Jahr deutlich geringer war, als in den Jahren zuvor.

Während der Wirt mit ihm sprach, hielt Bessell seine dickwandige Espressotasse in der Hand und betrachtete die angetrocknete Crema. Er war mit den Gedanken ganz woanders.

Bei aufziehendem Nebel ging Bessell den Weg zurück zu seiner kleinen Wohnung im Nachbarort. Um diese Zeit fuhr auf der Uferstraße nur noch gelegentlich ein Auto oder Lasterwagen an ihm vorbei. Über dem See lagen schon dichte Nebelschwaden und die Lichter am gegenüberliegenden Ufer waren nicht mehr zu erkennen. Das leise Plätschern der Wellen drang nur noch gedämpft zu ihm hinauf. Der Wind über dem Wasser musste nachgelassen haben. Am Ortseingang hörte er in der Ferne einen Hund bellen. Eine Katze überquerte hochbeinig im gelben Schein der Laternen die Straße. Als die Katze Bessels Schritte wahrnahm, blieb sie mit gespitzten Ohren mitten auf der Straße stehen. Die Katzenaugen blitzen Bessell für einen Augenblick an. Dann lief die Katze weiter und verschwand unter einem Holzzaun in einem kleinen, stufig angelegten Vorgarten. Nur noch wenige der vielen Häuser oben am Berghang, weit oberhalb der Eisenbahnstrecke, hatten Licht hinter ihren Fenstern. Bessell blieb stehen. Er hatte die Straße erreicht, die von der Hauptstraße abging und zu seinem kleinen Domizil führte. Nur wenige Meter entfernt stand ein großer 7er BMW am Straßenrand. Das Auto wäre nichts Besonderes gewesen, wenn es nicht ein rumänisches Kennzeichen gehabt hätte, worüber Bessell sich ein wenig wunderte. Es schien niemand im Auto zu sitzen, obwohl es schwer zu erkennen war, weil sich in den Autoscheiben das Licht der Straßenlaternen spiegelte.

In seiner Wohnung angelangt, schaltete Bessell sein Notebook ein und schenkte sich aus einer halbleeren Flasche Veltliner Rotwein ein kleines Kelchglas bis zum Rand voll. Bei seinen Nachbarn brannte ebenfalls noch Licht. Auch die beiden Autos standen noch immer in der Straße. Im Haus schien alles ruhig zu sein. Wahrscheinlich hatten sich die streitenden Eheleute längst beruhigt und saßen jetzt bei einem Schlummertrunk beisammen und sprachen wieder sachlicher über die bevorstehende Scheidung. Bessell schrieb noch zwei Stunden an seinem neuen Roman, kam aber nur schleppend voran und ging dann etwas enttäuscht über die mäßige Tagesleistung gegen zwei Uhr nachts müde ins Bett.

2

Es war bereits halb zehn, als Bessell aufstand. Der flüchtige Blick aus dem Fenster verriet ihm, dass die Wolken sich noch längst nicht verzogen hatten und der neue Tag so schäbig werden würde, wie der gestrige geendet hatte. Bessell zog sich an. Er hatte schon gestern festgestellt, dass er kein Brot mehr im Haus hatte und so beschloss er, hinunter zur Hauptstraße zu gehen und in dem kleinen Lebensmittelgeschäft einzukaufen. Vielleicht hatte heute auch wieder die kleine Bar geöffnet, wo er sich gerne einmal hinsetzte, um einen Kaffee zu trinken. Jetzt im Winter, also außerhalb der Hauptsaison, hatte die Bar zu unregelmäßigen Zeiten geöffnet. Die Besitzerin war eine eigenwillige Frau, die nach Bessells Schätzung mindestens auf die sechzig zuging. Und obwohl sie großen Wert darauf legte, sich gemäß der aktuellen Mode zu kleiden und auch entsprechend zu schminken, sah man ihr das Alter dennoch an. Schon ihr Name hätte den Titel eines Romans abgeben können. Sie hieß Carla Menotti, und wenn man den Gerüchten glauben konnte, dann stammte sie von einer sizilianischen Mafiafamilie ab. Bessell hatte zwar auch den Verdacht, dass sie wohlhabend war und die Bar nur aus Langeweile betrieb, doch das Geld, das sie besaß, stammte mit Sicherheit nicht aus den Einkünften einer kriminellen Vereinigung. Außerdem hatte seine Vermieterin ihm erzählt, dass Carla Menotti die Witwe eines wohlhabenden Mailänder Kaufmanns wäre.

Wenn Bessell nicht so sehr auf das Geld hätte achten müssen, dann wäre er gerne frühstücken gegangen. Die abendlichen Restaurantbesuche, die er sich bestimmt zwei bis dreimal pro Woche gönnte, waren schon teuer genug. Seine Geldnöte waren auch der Grund, weshalb er kein Auto mehr hatte. In den ersten Wochen am Lago Maggiore hatte er es nur wenig vermisst. Doch jetzt im Winter hätte er sich gerne hin und wieder ins Auto gesetzt, um einen kleinen Ausflug oder Besorgungen in den großen Supermärkten in Locarno oder Bellinzona zu machen. Er hatte zwar etwas Geld auf dem Konto, nur diese Ersparnisse sollten für mindestens zwei Jahre reichen, denn solange wollte er an seinem neuen Roman schreiben.

Bessell nahm sich den Hausschlüssel vom Garderobenschrank und sah in den Spiegel. Eigentlich hätte er duschen und sich rasieren müssen, denn er mochte es nicht sonderlich, mit zerzausten Haaren und unrasiert aus dem Haus zu gehen. Doch da er ohnehin später noch joggen wollte, hätte sich das Duschen nicht gelohnt. Es war ihm wichtig, sich neben dem Schreiben fit zu halten, denn das viele Sitzen tat ihm nicht gut. Aber er hatte sich nun einmal entschieden, sein Geld zukünftig mit der Schriftstellerei zu verdienen. Ob es damit überhaupt etwas werden würde, stand auf einem anderen Blatt. Sein erster Roman, der immerhin verlegt wurde und letztendlich der Grund für seine Ambitionen war, hatte sich gerade einmal knapp zweitausend Mal verkauft. Viel zu wenig, um davon leben zu können und außerdem hatte er einen schlechten Vertrag mit dem kleinen Verlag abgeschlossen. Der Roman, der gleich als Taschenbuch erschienen war, kostete in der Buchhandlung neun Euro neunzig. Davon bekam Bessell nur zwei Euro, also bisher knapp viertausend Euro. Pro Seite waren es bis jetzt etwa fünfzehn Euro, was sich gar nicht so wenig anhörte, doch wie lange brauchte er im Durchschnitt für eine Seite, wo er doch an vielen Tagen nicht einen einzigen Satz zustande brachte.

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