Fabian Holting - Sonne am Westufer
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Bessell zog die Tür ins Schloss, drehte sich um und tippelte die wenigen Stufen hinunter auf die Straße. Es regnete zwar nicht, aber der wolkenverhangene Himmel sah aus, als wäre er jederzeit bereit einen tüchtigen Regenguss auf die Erde fallen zu lassen. Vom See wehte ein feuchtes und kühles Lüftchen herüber in den Ort. Vor dem Haus der Hengartners stand ein Polizeiwagen. Es saß niemand darin. Bessell blieb einen Moment stehen. Die beiden Autos der Hengartners standen noch immer da. Der Signalton eines Zuges durchschnitt die Beschaulichkeit des angefangenen Tages. Bessell wandte sich ab und ging die Straße hinunter. Als er die Eisenbahnunterführung passierte, ratterte ein Güterzug über ihn hinweg. Unten an der Hauptstraße, dort wo am Abend zuvor der BMW gestanden hatte, war ein großes Durcheinander. Drei Polizeiwagen und ein Ambulanzwagen versperrten einen großen Teil der Straße. Dahinter erkannte Bessell einen schwarzen, lang gezogenen Kombi. Es war ein Leichenwagen. Die Fensterscheibe der Fahrertür war heruntergelassen. Vom Fahrer konnte man nur die linke Hand sehen, die aus dem Fenster hing und zwischen den Fingern eine qualmende Zigarette hielt. Mehrere Polizisten standen zwischen diesem Fahrzeugaufgebot herum. Einige Leute aus dem Ort hatten sich eingefunden und schauten die enge Treppengasse hinunter, die zwischen alten Steinhäusern entlang führte und nach einigen Metern unten am See endete. Vor dem Hindernis auf der Straße hatte sich bereits eine kleine Schlange wartender Autos gebildet. Ein Polizist bemühte sich mit geübten Handbewegungen, abwechselnd die aus beiden Richtungen kommenden Autos am Einsatzort vorbeizuleiten. Er machte dabei ein angestrengtes Gesicht. Bessell war stehen geblieben und hatte die Szenerie von der anderen Straßenseite aus beobachtet. Ein VW-Bus mit aufgesetztem Blaulicht wurde vorgelassen und hielt direkt neben den anderen Fahrzeugen. Das Verkehrshindernis war dadurch noch größer geworden. Drei Männer stiegen aus. In ihren Händen hielten sie etwas Zusammengefaltetes. Es waren weiße Overalls. Sie falteten sie auseinander und stiegen beinahe gleichzeitig hinein. Große Aluminiumkoffer wurden ausgeladen. Einen Moment später hielt ein Audi A6 Variant am Straßenrand. Zwei Männer in Zivil stiegen aus und wandten sich gleich darauf an einen der uniformierten Polizisten. Im Verlauf des Gesprächs fuchtelte der Polizist aufgeregt mit den Händen und zeigte immer wieder in Richtung Treppengasse und gelegentlich auch in die Richtung aus der Bessell gekommen war. Bessell näherte sich dem kleinen Menschenauflauf. Die ganze Szene wirkte unwirklich und wenn nicht die Kameras, die Beleuchter und ein Regieteam gefehlt hätten, dann hätte man meinen können, hier würde lediglich ein Film gedreht. Bessell sprach einen der Umherstehenden an. Es war ein älterer Mann mit grauen, nach hinten gekämmten Haaren. Er war aus dem Ort und Bessell war ihm schon beim Einkaufen begegnet.
»Was ist passiert?« Der alte Mann sah ihn mit seinen gelblich unterlaufenden Augen an, so als könne er sich nicht im geringsten vorstellen, dass noch nicht alle im Ort von dem, was geschehen war, gehört hatten.
»Ein Toter unten am Strand. Ein Junge aus dem Ort hat ihn entdeckt, als er heute früh Steine über das Wasser springen lassen wollte. Der Junge wohnt dort drüben in dem Haus bei seiner Großmutter.« Der Mann wies mit seiner knochigen Hand auf die andere Straßenseite.
»Er hat es gleich seiner Großmutter erzählt und die hat sofort die Polizei verständigt. Ich habe vorhin mit ihr gesprochen.«
»Weiß man schon, wer der Tote ist?«
»Nein, er soll mit dem Gesicht nach unten im Wasser gelegen haben. Den Mann hat keiner angerührt. Er soll dort mit eingeschlagenem Schädel liegen. Furchtbar oder?«
Der alte Mann schüttelte den Kopf und sah dann wieder hinüber zu den drei Männern aus dem VW-Bus, die sich jetzt ganz in Weiß gekleidet auf die Treppengasse zubewegten. Sie mussten schwer an den Aluminiumkoffern tragen, und wie es aussah, würden sie mindestens zweimal gehen müssen, um alles, was sie aus dem Wagen ausgeladen hatten, mit hinunter an den See nehmen zu können. Bessell wandte sich ab. Die Vorstellung, hier stehen zu bleiben, bis die Leiche in einem Zinksarg hinaufgetragen wurde, ließ ihn erschaudern. Ohne sich noch einmal umzudrehen, ging Bessell hinüber zur Bar, die sich in einer Entfernung von vielleicht hundertfünfzig Metern schräg gegenüber befand. Als er eintrat, stand Carla Menotti stumm mit einem ihrer Gäste am Fenster. An der Theke saßen zwei Maler in weißer Kleidung mit den typischen Farbklecksen darauf und unterhielten sich über das, was sie glaubten, über den ganzen Vorfall zu wissen. Jeder der beiden Männer hatte einen Cappuccino vor sich stehen. Mit dem Rücken zu den Gästen gewandt, stand eine junge Frau hinter der Theke. Sie war damit beschäftigt, Kaffeetassen trocken zu wischen und oben auf die Kaffeemaschine zu stellen. Über einer weißen Bluse trug sie einen eng anliegenden grauen Pullunder und erinnerte an eine Kellnerin in einem der großen Hotels. Bessell setzte sich an die Theke und bestellte einen doppelten Espresso. Vor ihm stand ein Tablett, auf dem sich Croissants stapelten. Er nahm sich eines herunter und sah der Bedienung dabei zu, wie sie einen der Siebträger unter den Auslass einer Kaffeemühle hielt und der frisch gemahlene Kaffee hineinrieselte. Als die junge Frau den Siebträger in die Brühvorrichtung einhängte, kam Carla Menotti vom Fenster herüber und stellte sich ebenfalls hinter die Theke. Sie begrüßte den neuen Gast und sagte etwas spöttisch:
»Ah, unser Schriftsteller, seien Sie herzlich willkommen.« Bessell lächelte verlegen.
»Ach, Schriftsteller. Ein Schriftsteller ist man wohl erst, wenn man seine Brötchen damit verdienen kann und das ist bei mir noch lange nicht der Fall.«
Carla Menotti schmunzelte, so dass Bessell sich fragte, ob sie ihn überhaupt ernst nahm.
»Aber ich habe bei Ihnen ein gutes Gefühl. Schade, dass Sie nicht auf Italienisch schreiben, sonst hätte ich Ihren ersten Roman gerne einmal gelesen.«
Bessell war es unangenehm, dass es sich im Ort bereits herumgesprochen hatte, dass er Romane schrieb. Die Frau, von der er die Ferienwohnung sehr günstig gemietet hatte, war eine gute Freundin seiner Mutter. Sie hatte bei ihrem letzten Besuch in Gerra, noch bevor Bessell die kleine Wohnung bezogen hatte, allen Bekannten davon erzählt.
Carla Menottis Miene verfinsterte sich. Sie stützte ihre Unterarme auf die Theke und beugte sich weit zu Bessell herüber. Ihr Gesicht war wie immer stark geschminkt und Bessell konnte das kräftig aufgetragene Rouge auf ihren Wangen erkennen.
»Furchtbar, was dort drüben passiert ist. Und das in unserem beschaulichen Ort. Davon haben Sie doch sicherlich schon gehört?«
Bessell nickte stumm und sah zum Fenster hinüber.
»Unten auf dem schmalen Kiesstrand am See hat ein Junge hier aus dem Ort die Leiche entdeckt. Es muss schrecklich für den Jungen gewesen sein. Der Junge hat erzählt, dass die Haare des Toten am Hinterkopf blutverklebt waren. Er ist sofort zu seiner Großmutter gelaufen, bei der er hier im Ort zur Zeit wohnt. Die hat natürlich sofort die Polizei verständigt«, sagte Carla Menotti beinahe im Flüsterton.
Bessell nippte an seinem Caffè und schob sich verstohlen den letzten Bissen seines Croissants in den Mund. Die beiden Maler verabschiedeten sich, nachdem sie bei der jungen Bedienung bezahlt hatten. Der Mann, der zuvor mit Carla Menotti am Fenster gestanden hatte, saß jetzt an einem runden Tisch und las Zeitung. Vor sich hatte er ein Glas Weißwein stehen. Von der Einrichtung her, war die Bar mehr ein Café oder Bistro. Es standen schlichte Holztische im Raum. Die zwei Tische am Fenster waren rund, die übrigen eckig und viel größer. Doch das Lokal hatte eine gewisse zeitlose Ausstrahlung. Es wirkte weder modern noch alt. Die Theke und die hohen Schränke dahinter waren schlicht, aber ganz in Holz gehalten und hatten einen hellbraunen Farbton. In einem Regal hinter dem Tresen standen in zwei Reihen Kaffeepackungen einer unbekannten italienischen Rösterei. Ansonsten waren die Regale und Schrankelemente voll mit Gläsern der verschiedensten Art. Darunter und darüber zahlreiche Flaschen mit einem Inhalt, der von klar über bonbon- bis bernsteinfarben ging. Carla Menotti nahm sich zwei kleine Cognacgläser und stellte sie vor Bessell auf den Tresen. Sie bückte sich, holte eine Flasche Calvados hervor und schenkte ein.
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