Fabian Holting - Sonne am Westufer
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»Bitte, der geht auf Kosten des Hauses. So ein Calvados bringt die gesunde Gesichtsfarbe wieder zurück. Sie sehen ja auch schon ganz blass aus«, sagte sie scherzhaft, machte dabei aber ein ernstes Gesicht. Bessell bedankte sich und kippte den Schnaps herunter.
»Stellen Sie sich vor, ein Polizist war heute früh auch schon bei mir in der Bar. In Uniform versteht sich. Die höheren Beamten sind ja vorhin erst eingetroffen. Er bestellte sich einen Caffè so wie sie und dann fing er an, mir Fragen zu stellen.«
Bessell nahm sich noch ein Croissant vom Tablett. Er musste daran denken, dass er bisher noch nicht dazu gekommen war, auch nur ein einziges Wort zu entgegnen, außer den üblichen Lauten des aufmerksamen Zuhörers.
»Und was wollte er von Ihnen wissen?«, fragte er.
»Ob wir gestern Abend geöffnet hatten. Zum Glück hatten wir bereits gegen vier alles verrammelt und verriegelt und sind nach Hause gefahren. Im Winter ist ja im Ort nicht viel los und außerdem hatte ich mich mit einer Freundin zum Abendessen in Mailand verabredet.«
Carla Menotti sah Bessell erleichtert an. Sie schien tatsächlich froh darüber zu sein, nicht als Zeugin über irgendwelche Vorkommnisse aussagen zu müssen, die sich während der möglichen Tatzeit auf der Straße ereignet haben könnten. In diesem Moment fiel Bessell der BMW ein, den er gestern Abend gesehen hatte. Er stand ja ungefähr dort, wo jetzt die Armada der Polizeiwagen parkte. Seltsamerweise fiel es ihm erst jetzt wieder ein. Der Grund dafür war wohl, dass er den gestrigen Abend und sein bisheriges Leben am Lago Maggiore nicht im geringsten mit einem Verbrechen wie Mord oder Totschlag in Verbindung bringen konnte. Er trank den letzten Rest Kaffee aus seiner dickwandigen Espressotasse. Dabei sah er Carla Menotti an, als hätte er vergessen, was er sagen wollte. Dann blickte er auf sein angebissenes Croissant, und als er wieder davon abbeißen wollte, brach er in der Bewegung ab und fragte:
»Woher weiß man eigentlich, dass dem Mann erst gestern Abend der Schädel eingeschlagen wurde? Womöglich liegt er schon länger dort unten am Strand.«
Carla Menotti winkte ab und kehrte ihm den Rücken zu. Sie nahm einen kleinen Karton von der Anrichte und riss ihn auf. Darin waren einzeln verpackte Kekse, die zum Cappuccino oder anderen heißen Getränken gereicht wurden. Sie griff hinein, holte eine Handvoll heraus und stopfte die Kekse in eine Art durchsichtigen Spender, der vor ihr auf dem Tresen stand.
»Vollkommen unmöglich«, sagte sie etwas altklug und schüttelte dabei mit dem Kopf. Um die Spannung noch etwas zu steigern, machte sie eine kleine Kunstpause. Dann sah sie Bessell mit einem bedeutungsschweren Blick an und sagte:
»Der Junge war gestern am späten Nachmittag auch unten am Strand und da lag noch kein Toter da.«
»Vielleicht ist der Mann ans Ufer geschwemmt worden und wurde gar nicht hier bei uns ermordet«, wandte Bessell ein. Im gleichen Moment musste er daran denken, dass ja noch nicht einmal geklärt war, ob es sich tatsächlich um ein Gewaltverbrechen handelte. Möglicherweise war der Mann von seiner Yacht gefallen, vorher unglücklich mit dem Kopf irgendwo aufgeschlagen und dann im Wasser gelandet. Diesen Gedankengang behielt er für sich, denn er wollte endlich los. Er bezahlte seinen Caffè und die zwei Croissants. Als Bessell sich verabschiedete, signalisierte der Mann am runden Tisch, dass er noch gern ein zweites Glas Weißwein hätte.
3
Auf der Straße war alles noch unverändert. Nur die Schlange der wartenden Autos war mittlerweile in beide Richtungen zu einem richtigen Stau herangewachsen. Auch die Zahl der Neugierigen schien etwas zugenommen zu haben. Die Fahrer des Leichenwagens waren ausgestiegen und warteten jetzt ungeduldig vor ihrem Fahrzeug stehend auf ihren traurigen Einsatz. Die Leute von der Spurensicherung waren wohl noch längst nicht mit ihrer Arbeit fertig. Die beiden Kriminalbeamten in Zivil waren nicht mehr zu sehen. Vermutlich standen sie noch unten am Ufer, machten sich ein Bild von der ganzen Angelegenheit und ließen sich die ersten Erkenntnisse von den Kollegen der Spurensicherung mitteilen. Bessell sah sich das Ganze von der Ferne aus nur noch einen kurzen Augenblick an und drehte dann ab, um die wenigen Schritte zu dem kleinen Lebensmittelgeschäft zu gehen. Vor dem Schaufenster standen drei Frauen und sahen hinüber zum Schauplatz des Geschehens. Dabei unterhielten sie sich mit ausdrucksvollen Gesten. Sie waren so in ihr Gespräch vertieft, dass sie von Bessell keinerlei Notiz nahmen. Auch Bessells zaghafter Versuch zu grüßen, wurde nicht erwidert. Im Laden nahm er nur einen Einkaufskorb, schlenderte langsam und ohne Hast zwischen den Regalen umher und wählte nach und nach das Nötigste aus. Brot, etwas Aufschnitt, eine Packung Eier sowie Reis und Nudeln. Die Kassiererin, eine junge Frau, bediente ihn so neutral, als wäre im Ort nichts weiter vorgefallen. Kurz zuvor hatte sie noch Weinflaschen in ein Regal einsortiert. Sie schien sich für den Toten am See nicht weiter zu interessieren und wünschte Bessell beim Verlassen des Ladens einen schönen Tag. Bessell stand wieder auf der Straße; das Bild war unverändert. Auch die drei Frauen waren noch immer da und schauten hinüber. Bessell ging die Hauptstraße entlang, und als er an seiner Straße angelangt war, blieb er nicht noch einmal stehen, um hinüberzuschauen, sondern ging gleich weiter zu seiner Wohnung. Obwohl es immer noch so aussah, als könnte es jederzeit regnen, war es die ganze Zeit über trocken geblieben. Die geschlossene Wolkendecke hatte also dicht gehalten. Über den Hügelzügen oberhalb des Ortes zogen vereinzelt Wolken dahin, als hätten sie sich von den anderen losgerissen. Auf den Stufen zu Bessells Ferienwohnung standen zwei Männer. Sie lehnten lässig am Treppengeländer und schienen sich über etwas zu unterhalten, was beide zum Lachen brachte. Als einer der Männer Bessell sah, hörte er abrupt auf zu lachen und ging die wenigen Stufen hinunter auf die Straße. Schon von Weitem sprach er Bessell auf Italienisch an.
»Signore Bessell, habe ich recht?« Bessell nickte erstaunt.
»Wir haben auf Sie gewartet, weil wir ihnen einige Fragen stellen möchten.« Der zweite Mann kam jetzt ebenfalls die Treppe hinunter.
»Aber entschuldigen Sie«, fügte der Mann, der ihn angesprochen hatte hinzu, während er ihm die Hand zur Begrüßung entgegenstreckte.
»Wir haben uns noch gar nicht vorgestellt. Mein Name ist Angelo Favalli und das ist mein Kollege Fabio Caroni. Wir sind von der Polizia Cantonale in Locarno. Bessell gab auch dem anderen Mann die Hand. Am Fenster gegenüber bewegte sich etwas. Bessell blickte hinüber und sah Frau Hengartner für einen kurzen Augenblick am Fenster stehen. Gleich darauf trat sie vom Fenster zurück und ihre Konturen verschwanden. Favalli und sein Kollege hatten den kurzen Blickkontakt mitbekommen. Sie sahen einander kurz an, dann wandte sich Favalli wieder Bessell zu.
»Vielleicht können wir uns in Ihrem Haus weiter unterhalten?«
»Aber natürlich, gerne«, sagte Bessell wenig überzeugend. Bessell ging voraus und holte im Gehen seinen Schlüssel aus der Hosentasche. Als er aufgeschlossen hatte, bat er die beiden Männer hinein und während sie an ihm vorbei in die Wohnung gingen schaute er noch einmal hinüber zum Fenster auf der gegenüberliegenden Seite. Doch das Tageslicht spiegelte sich zu stark in der Fensterscheibe, so dass er nichts und niemanden sehen konnte. Bessell führte die Polizeibeamten in eine Art Wohnküche. Die Ferienwohnung bestand nur aus diesem Raum, einer kleinen Abstellkammer und einem Schlafzimmer und einem recht großzügigen Badezimmer. Favalli trat an Bessells Schreibtisch heran, während sein Kollege den Kaminofen in der anderen Ecke des Raumes scheinbar teilnahmslos musterte. Bessell stand etwas unbeholfen in der Mitte des Zimmers und sah mal zu dem einen und mal zu dem anderen Polizeibeamten. Die beiden Männer waren etwa Mitte dreißig, sehr sportliche Typen und ungefähr gleich groß. Mit ihren schwarzen, in etwa gleich lang geschnittenen Haaren sahen sie sich sogar ähnlich. Doch während Favalli einen Dreitagebart trug, war das Gesicht seines Kollegen glattrasiert. Beide trugen sie kurze Lederjacken, die jedoch vollkommen unterschiedlich geschnitten waren und einen voneinander deutlich abweichenden Geschmack verrieten. Als würde der Anblick eines Notebooks und ein unaufgeräumter Schreibtisch, auf dem sich bedruckte Papiere, Zeitungsartikel und das eine oder andere Buch stapelten, Hinweis genug sein, bemerkte Favalli ohne Bessell dabei anzusehen:
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