Dominik Trottier - Ultreya auf dem Camino

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Ultreya auf dem Camino: краткое содержание, описание и аннотация

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Ausgelöst durch seine nach dem Abitur wachsende Wanderlust, begab sich Dominik Trottier im April 2012 auf den Jakobsweg nach Santiago de Compostela. Aufgrund eines geplatzten Traums, beschäftigten ihn viele ungeklärte Fragen, auf die er auf dem über achthundert Kilometer langen Pilgerweg durch Nordspanien die richtigen Antworten zu finden hoffte. Seine dortigen Erfahrungen und unzähligen Begegnungen dokumentiert der Autor nun in seinem literarischen Debüt «Ultreya auf dem Camino».

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Nach dieser Erkenntnis macht jemand das Licht wieder aus. Erleichtert lasse ich mich in mein Kissen plumpsen. Ich bin noch viel zu müde, um jetzt die Pyrenäen zu überqueren. Lasst mich schlafen!

Viel mehr Schlaf wird mir nicht gewährt, denn nur eine halbe Stunde später höre ich erneut diverse Wecker im Raum Lärm machen. Dieses Mal stehen aber auch ihre Besitzer auf. Ein weiteres Mal wird der Schalter für die grelle Deckenlampe betätigt. Alles andere als hellwach, quäle ich mich dann auch irgendwie aus dem Bett, ziehe meine Schuhe an und schwanke im Halbschlaf zum comedor, der Essstube, wo es hoffentlich ein anständiges Frühstück gibt. Ich habe Hunger und da ich keinen Kaffee trinke, wünsche ich mir leckere, warme Semmeln mit Eiern, Käse, Schinken und Nutella, um Energie für die erste Etappe zu tanken. Es gibt ja Brunch-, Lunch- und Dinner-Typen. Ich bin auf jeden Fall mehr so der Breakfast-Typ. Zudem sagt man ja auch, dass das Frühstück die wichtigste Mahlzeit am Tag ist.

Leider ist der Begriff Mahlzeit mit dem, was uns hier aufgetischt wird, völlig überbewertet. Das vermeintliche Frühstück entpuppt sich lediglich als zwei Scheiben labberiges Toastbrot mit Butter und längst abgelaufener Marmelade. Dazu gibt es eine Tasse Tee oder wahlweise Kaffee. Alles nicht allzu lecker, aber der Hunger treibt es rein.

Nach dem enttäuschenden Frühstück weicht der Hunger und macht Platz für die aufkommende Nervosität. Gleich ist es soweit und es geht los mit unserer allerersten Etappe auf dem Jakobsweg.

Zurück im Zimmer stehen einige Pilger bereits in den Startlöchern. Also packe auch ich schnell meinen Rucksack, schmiere meine Füße zur Prophylaxe mit einer Antiblasencreme ein und ziehe mir meine Wanderboots an. In weiser Voraussicht, dass es auf knapp eintausendfünfhundert Meter geht, trage ich heute den Zwiebellook. Mein Reiseführer behauptet, dass dieser auf der Etappe total angesagt sei. Zudem hält er mich nicht nur warm, sondern macht meinen Rucksack auch ein paar Gramm leichter. Praktisch.

Yoo-kyung, ihre zwei Landsmänner, deren Namen ich nach wie vor nicht richtig kenne, und Mark sind bereit. Ich habe meinen Backpack auch schon auf dem Buckel. Luis und Claire lassen es etwas ruhiger angehen. Wir sollen schonmal ohne sie loslaufen. Da wir ohnehin dasselbe Tagesziel haben, verabschieden wir die beiden hoch motiviert mit: »Buen camino! See you in Roncesvalles.«

Gleich als wir die Herberge verlassen, stellt uns der Jakobsweg bereits vor eine erste Entscheidung. Es gibt zwei mögliche Routen, um zu unserem heutigen Etappenziel Roncesvalles zu gelangen. Von der Distanz und dem Höhenprofil unterscheiden sie sich nur geringfügig. Jedoch verläuft der eine Weg überwiegend an der Landstraße entlang und der andere direkt über die Pyrenäen.

Ein Blick in meinen Wanderführer verrät uns, dass dieser ausdrücklich vor dem Weg über den Pass warnt. Übereifrige Pilgeranfänger sollen sich angeblich hierbei schon für lange Zeit die Füße ruiniert haben. Außerdem wird behauptet, dass dieser Weg bei schlechtem Wetter sehr unangenehm werden könne und mit nicht zu vernachlässigenden Gefahren verbunden sei. Solle man vorhaben den gesamten Pass an einem Stück zu bewältigen, so empfehle es sich sehr früh aufzubrechen und dies nur dann zu tun, falls man schon etwas Wandererfahrung mitbringt. Im Zweifelsfall solle man es aber lieber nicht darauf ankommen lassen und daher eine Übernachtung in Huntto oder Orisson einplanen.

Aufgrund der Tatsache, dass Mark, Yoo-kyung und ich nicht gerade Wandererfahrene sind, die Risiken scheuen und es außerdem ziemlich neblig ist, beschließen wir die sicherere, aber bestimmt auch weniger schöne Alternativroute an der Landstraße zu nehmen. Die zwei Südkoreaner, wie ich erfahre, waren beide beim Militär und sind damit zweifelsohne anspruchsvollere Wanderungen gewohnt. Um am ersten Tag aber nicht gleich in die Vollen zu gehen, entscheiden auch sie sich uns anzuschließen.

Der alternative Weg nach Roncesvalles ist leider nicht besonders gut ausgeschildert und so haben wir gewisse Anfangsschwierigkeiten, überhaupt die Startlinie zu finden. Aber damit sind wir nicht die Einzigen. Zwei Spanierinnen, die gestern ebenfalls in unserem Zimmer genächtigt haben, sehen ähnlich ratlos aus wie wir. Zum Glück gibt es in Saint-Jean-Pied-de-Port selbst zu dieser frühen Stunde schon Passanten, die uns den Weg weisen können. Uns wird sofort geholfen und ein buen camino mit auf den Weg gegeben.

Kaum haben wir den Ort verlassen, fängt es an zu regnen. Es schüttet zwar nicht, aber der Regen ist doch so stark, dass man sich zuhause selbst mit Regenschirm irgendwo unterstellen würde. Um uns schonmal daran zu gewöhnen und uns für die kommende Zeit als Pilger etwas abzuhärten, ziehen wir lediglich die Kapuze über den Kopf und stülpen das Regencover über unseren Rucksack. Als Pilger gibt es wahrscheinlich gar kein schlechtes Wetter, sondern eben nur schlechte Ausrüstung.

Trotz Mistwetter sind wir allerbester Laune und haben am Pilgern bereits ordentlich Spaß. Da sich die zwei Spanierinnen aber mit Englisch sichtlich schwer tun, springt Mark als multilinguales Talent kurzerhand als Dolmetscher für die drei Südkoreaner ein.

Nach einer Weile macht sich dann etwas Ernüchterung breit, da der Straßenverlauf uns zwingt hintereinander zu gehen. Auf diese Weise legen wir Kilometer für Kilometer am Rand der Landstraße zurück. So fällt es leider schwer eine Konversation lange aufrecht zu halten. Eigentlich ist es nur in den Ortschaften möglich, nebeneinander zu gehen und sich normal zu unterhalten. Doch bestehen die meist nur aus wenigen Häuschen und sind damit recht zügig durchquert. Danach geht der Gänsemarsch von vorne los.

Aufgrund der serpentinenartigen Strecke, ist es zudem teilweise recht schwer, anrasende Autos und Lastkraftwagen vor unserer Pilgerschar zu warnen. Oft kommt es vor, dass die Fahrer nur sehr knapp an uns vorbeirollen. Einige fangen an zu hupen und wie wild mit ihren Armen zu gestikulieren. Wir sind nicht ganz sicher, ob sie uns vor der Gefahr warnen oder uns damit einen buen camino kommunizieren wollen. Aber wir winken einfach freundlich lächelnd zurück.

Eigentlich, so dachten wir, sind wir ja auf dem sichereren Weg nach Roncesvalles. Nur fühlt es sich leider so gar nicht danach an. Auf der vermeintlich weniger gefährlichen Landstraße ist es für meine Begriffe schon nicht ohne. Aber was soll’s, umkehren macht jetzt auch keinen Sinn mehr. Dafür sind wir dann doch schon zu weit gelaufen. Außerdem gibt es auch eindeutig nette Autofahrer, die extra für uns vom Gas gehen und uns mit einem sympathischen Winken begrüßen. Auch die Leute in den Ortschaften sowie die uns überholenden Radfahrer rufen uns »Buen camino!« zu.

Ich habe aufgehört zu zählen, aber ich persönlich freue mich über jede einzelne Person, die uns einen »Guten Weg« wünscht. Diesen Brauch sollte man mal im Alltag implementieren. Man fühlt sich dadurch nicht nur willkommen, sondern es steigert auch die Motivation. Es ist, als hätte man einen Coach, der einen unentwegt vom Spielfeldrand aus anfeuert. Aber auch Mitspieler, beziehungsweise Pilgerkollegen, rufen sich diese zwei aufmunternden Worte bei jeder Begegnung zu.

Ein großes Grenzschild am Straßenrand informiert uns schließlich darüber, dass wir nun Frankreich verlassen und Spanien betreten. Schon seit geraumer Zeit ist Spanien mit Abstand mein europäisches Lieblingsland. Ich mag die Sprache, die Menschen, ihre Kultur und bin zudem großer Fan von Rafael Nadal.

Mein erster Besuch in Spanien fand im Zuge eines privat organisierten Schüleraustausches statt. In den Sommerferien flog ich für mehrere Wochen zu meinem damaligen Austauschpartner Francesc und seiner Familie, die in einer wunderschönen Strandstadt nahe Valencia wohnten. Ein Jahr später unternahm ich einen weiteren Schüleraustausch. Dieses Mal ging es mit meinem Spanischkurs für eine Woche nach Elorrio ins Baskenland, wo ich meine Gastschwester Maite kennenlernte. Beide Austauschpartner habe ich in den darauffolgenden Jahren erneut besucht. Damit konnte ich nicht nur mein Vokabular unwahrscheinlich vergrößern, sondern, viel wichtiger, mir auch ein wertvolles Sprachgefühl aneignen, das mir wiederum im Unterricht zugute kam. Tatsächlich spreche ich mittlerweile besser Spanisch als Englisch.

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