Dominik Trottier - Ultreya auf dem Camino

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Ultreya auf dem Camino: краткое содержание, описание и аннотация

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Ausgelöst durch seine nach dem Abitur wachsende Wanderlust, begab sich Dominik Trottier im April 2012 auf den Jakobsweg nach Santiago de Compostela. Aufgrund eines geplatzten Traums, beschäftigten ihn viele ungeklärte Fragen, auf die er auf dem über achthundert Kilometer langen Pilgerweg durch Nordspanien die richtigen Antworten zu finden hoffte. Seine dortigen Erfahrungen und unzähligen Begegnungen dokumentiert der Autor nun in seinem literarischen Debüt «Ultreya auf dem Camino».

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Ich reise alleine, habe viel Zeit mitgebracht und verspüre fast schon das Bedürfnis, meine Gedanken in Schrift zu verewigen. Wenn ich alt und senil bin, werde ich mich glücklich schätzen, anhand dieser Notizen auf meine Pilgerfahrt zurückblicken zu können. Und auch wenn ich an dieser Stelle bereits in der hoffentlich fernen Zukunft in Nostalgie zu schwelgen wage, so möchte ich es später nicht bereuen müssen, meinen Jakobsweg in keiner Form festgehalten zu haben.

Ich sitze jetzt im Zug und sehe mir die anderen Fahrgäste an, die zweifelsohne aus demselben Grund hier sind wie ich. Nie im Leben hätte ich gedacht, dass es zu dieser Jahreszeit schon so viele Leute auf den Jakobsweg zieht. Unter ihnen gibt es bestimmt einige hartgesottene Pilgerveteranen, aber ich werde in diesem Zug bei Weitem nicht der Einzige sein, der sich zum ersten Mal auf den Jakobsweg begibt. Das macht mir Mut und lässt mich nun endgültig nicht mehr daran zweifeln, dass ich hier definitiv richtig bin. Pyrenäen? Her damit!

Unfreiwillig fange ich an zwischen den Anderen und mir Vergleiche aufzustellen. Zwar ist mein Rucksack noch nicht mal annähernd voll gepackt, aber selbst als Pilgerlaie weiß ich, dass er viel zu schwer und vermutlich auch etwas zu groß ist. Das Volumen umfasst nämlich ganze fünfundsiebzig Liter und lässt sich bei Bedarf sogar nochmal um zehn Liter erweitern. Abgesehen von meinen Wanderschuhen, deutet vermutlich auch meine Kleidung auf alles andere als einen erfahrenen Pilger hin.

Auf den zweiten Blick fallen meine Klamotten aber gar nicht mal so sehr aus dem Raster, der Größenunterschied unserer Backpacks allerdings umso mehr. Ich hatte ihn mir vergangenes Jahr hinsichtlich der einmonatigen Europareise zugelegt und bin damit bestens zurechtgekommen. Je größer der Rucksack, desto mehr nimmt man natürlich mit. Mit Proviant wog er etwa dreiundzwanzig Kilogramm. Kein Problem, wenn man sich fast ausschließlich mit dem Zug fortbewegt. Vierzig Kilometer am Tag zu Fuß gehen möchte ich damit aber nicht.

Für den Jakobsweg setzte ich mir daher zum Ziel, das Gewicht mindestens zu halbieren und nur das Allernötigste einzupacken. In meinem Fall sind das folgende Dinge: eine lange und zwei kurze Hosen, eine Jacke, zwei Funktionsshirts, ein Deutschlandtrikot, eine Mütze, eine Sonnenbrille, drei Paar Socken, vier Unterhosen, Schlafsack, ein kleines Kissen, Zahnputzzeug, Deo, Reiseapotheke, zwei kleine Handtücher, eine 1 ½ Liter Aluminiumflasche, Wanderstöcke, ein zweites Paar Schuhe, Rückflugticket, Personalausweis, etwas Lesestoff, eine Digitalkamera, eine Karte mit Höhenprofil und mein OUTDOOR Reiseführer.

Im aktuellen Zustand wird er mir auf Dauer zu schwer sein. Ich werde mich wohl oder übel schon bald von ein paar dieser bereits recht wenigen Dinge trennen müssen.

Im Zug mir schräg gegenüber sitzt Paulo Coelho, der brasilianische Schriftsteller und Autor des Weltbestsellers Der Alchimist. Natürlich ist er es nicht wirklich, aber er sieht ihm zumindest verdammt ähnlich. Neugierig und interessiert überlege ich aus welchem Land er kommen könnte. Aufgrund seines äußerst lässigen Auftretens vermute ich, dass er die Reise nicht zum ersten Mal macht. Total entspannt isst er genüsslich einen Joghurt und summt dabei irgendwas vor sich hin. Danach checkt er mehrmals sporadisch sein Handy, schaut aus dem Fenster und betrachtet die Landschaft. Als Paulo sich dann bei einem jungen Pärchen wegen einer Kleinigkeit mit »grazie« bedankt, verrät er schließlich seine Herkunft.

Volltreffer! Mein Tipp wäre italienischer Opernsänger gewesen.

Nach etwa einer Stunde und fünfzig gefahrenen Kilometern hält der Zug an. Ich steige aus dem Pilgerexpress aus und sehe wie Einige mit ihrer Kamera vermutlich ein und dasselbe Bild knipsen. Ihr Motiv ist das Schild am Bahnhofsgebäude, auf dem der Name des Orts in großen Druckbuchstaben zu lesen ist.

ST-JEAN-PIED-DE-PORT.

Für einen kurzen Moment überlege ich es ihnen gleichzutun. Allerdings kostet es mich in diesem Moment ernsthaft Überwindung, die Kamera aus dem Rucksack zu fischen, nur um ein Foto zu schießen, das es ohnehin vielfach im Internet gibt. Warum soll ich mir die Mühe machen, noch ein weiteres beizusteuern? Also lasse ich es sein. Hier auf dem Jakobsweg bin ich kein Tourist, sondern Pilger.

Und während ich so darüber nachdenke, ob es sich überhaupt gelohnt hat die Kamera mitzunehmen, schließe ich mich dem Pulk in Richtung Ortskern an. Einige Pilger sehen wirklich sehr routiniert aus und wissen offensichtlich genau wo es lang geht. Ich lasse mich ein wenig zurückfallen und folge ihnen blind.

Direkt vor mir läuft das junge Paar aus dem Zug. Erst jetzt sehe ich, dass sie den Jakobsweg nicht zu zweit, sondern mit ihrem Hund gehen werden. Genau wie die Herrchen, hat auch der kleine Vierbeiner einen eigenen Rucksack, den er tapfer auf dem Rücken trägt.

Es geht bergauf, an diversen Geschäften vorbei und Menschen, die uns einen buen camino wünschen. Auf einmal biegt die Kolonne nach links ab und betritt nacheinander ein Gebäude. Vor dem Eingang angekommen, erkenne ich, dass es sich hierbei um das offizielle Pilgerbüro handelt, in dem es ordentlich zugeht.

Ein Neuankömmling nach dem anderen wird hier mit seinem oder ihrem Anliegen abgefertigt. Alle sind natürlich scharf auf den allerersten Stempel im credencial. Sofern man noch keinen hat, kann man sich auch ohne Weiteres einen neuen Pilgerausweis ausstellen lassen. Neben Informationsblättern für die anstehende Etappe, erhalten Pilger zudem Auskunft über die lokalen Herbergen.

Ich stelle mich in die wartende Schlange und muss aufpassen, dass ich mit meinem großen Rucksack in dem engen Raum nichts umwerfe. Erneut schaue ich mir die Gesichter der Pilger an. Mit meinen zwanzig Jahren bin ich hier das Küken, so viel steht fest. Zu meiner Erleichterung kann ich aber auch einige jüngere Pilger ausmachen, die wohl in dem früheren Zug saßen. Ich frage mich, ob sie als Gruppe angereist sind oder sich hier erst kennen gelernt haben.

Bevor ich mir weitere Gedanken über sie machen kann, wird ein Platz frei und ich setze mich. Total überdreht und euphorisch möchte der Mann von mir auf Spanisch wissen, welche Sprachen ich denn spreche.

»Alemán, ingles y castellano!«, antworte ich ihm nicht weniger euphorisch.

Überglücklich informiert er sich nun wiederum auf Englisch nach meinem Anliegen.

»Ich hätte gerne einen Stempel und ein Bett.« Schon notiert er sich meinen Namen und stempelt den ersten sello in meinen Pilgerausweis. Abschließend drückt er mir noch einen gelben Zettel mit einer Nummer in die Hand. Ich solle der Frau draußen vor der Tür mit der Gruppe folgen. Bevor ich das Pilgerbüro verlasse, schnappe ich mir noch rasch eine große Jakobsmuschel aus dem Körbchen auf seinem Tisch und werfe ein paar Euro in die daneben stehende Spendenkasse. Ich habe mir sagen lassen, dass die concha del peregrino an jedem Rucksack absolute Pflicht sei.

Draußen schließe ich mich der Frau mit der wartenden Gruppe an. Als ich auf mich aufmerksam mache, gibt sie in knappen Worten zu verstehen, dass wir nun vollzählig seien und losgehen können.

Während wir der wortkargen Dame hinterherlaufen, spricht mich eine junge Pilgerin an und möchte wissen, woher ich komme. Ich stelle mich ihr kurz vor und frage sie dann dasselbe. Ihr Name ist Yoo-kyung, sie kommt aus Südkorea und ist mir auf Anhieb äußerst sympathisch. Nicht zuletzt, weil sie mir freundlicherweise auf meine unsichere Nachfrage hin ihren Vornamen buchstabiert.

Da wird mir plötzlich wieder bewusst wie sehr ich mich darauf gefreut habe, in den kommenden Tagen und Wochen Menschen aus aller Welt kennenzulernen und mit ihnen interessante Gespräche zu führen. Für Yoo-kyung ist der Jakobsweg bestimmt nicht nur eine Wanderung durch Spanien. Um den camino gehen zu können, hat sie einen wirklich weiten Weg von zuhause auf sich genommen. Noch kenne ich sie zwar nicht, aber alleine die Tatsache, dass sie hier ist, zeigt ihre Überzeugung und das finde ich bereits äußerst bemerkenswert. Für mich als Europäer dagegen ist die Reise ein Katzensprung. Sollte ich den Jakobsweg wegen irgendetwas abbrechen müssen, kann ich innerhalb weniger Stunden einfach nachhause fliegen. Diese Möglichkeit hat Yoo-kyung nicht.

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